Geschrieben am 1. April 2024 von für Crimemag, CrimeMag April 2024

CrimeMag: Editorial April 2024

Herzlich willkommen!

In unserm Garten sprießt und gedeiht es. Diese Frühlingsausgabe hat 43 Beiträge. Unser Amerika-Korrespondent Thomas Adcock sieht einen elektrisierenden Joe Biden bei seiner „State of the Union“-Rede – Joltin’ Joe. Thomas Wörtche knöpft sich die immer noch hochgehaltene Krimiweisheit ”Crime doesn’t pay« vor, fragt spöttisch, »Ach ja, wirklich?«, und findet außerdem bei Fabio Stassi »Die Seele aller Zufälle«.

Sonja Hartl reist mit Patricia Melo in »Die Stadt der Anderen« und bringt uns Teil 2 ihrer Studie zum Irish Noir: »Urbanität und Verbrechen«. Alf Mayer war mit Sybille Ruge und ihrem »9mm Cut« an der Zürcher Goldküste, Hanspeter Eggenberger findet viel Substanz bei Vincent Maillard und »Lebowskis Knochen«. Frank Rumpel freut sich bei Friedrich Ani und »Lichtjahre im Dunkeln« über die Wiederkehr des Ermittlers Tibor Süden und vergnügt sich mit Kurt Lanthaler in der »Zona Cesarini«. Alf Mayer hat sich mit Jürgen Heimbach über »Waldeck« unterhalten und begrüßt es, dass Attica Locke eine Taschenbuchausgabe bekommt; Start ist mit »Bluebird, Bluebird«.

Ulrike Schrimpf hat ein großes Interview mit dem bei uns (noch) unbekannten Erzähler Steve Rasnic Tem geführt. Ute Cohen liest »STYX« von Jürgen Bauer, Constanze Matthes den Klassiker »In der Gnade« von Joy Williams. Tobias Gohlis ist zu einem Update für den Spionageroman mit Charles den Tex im »Repair Club«. Hintergrund für Agentenromane zuhauf böte das Sachbuch »Das Schattenregime. Der sowjetische Geheimdienst nach 1945 in Deutschland« von Christian Neef, das Bodo V. Hechelhammer für uns bespricht.

Einen Abriss der Kriminalliteratur bietet Martin Edwards in seinem »Life of Crime«, Gerhard Beckmann nimmt das Buch zum Anlass für eine tour d’horizon der Verfemung dieser Gattung. »Der Ernst des Lebens« begegnet Dietrich Leder bei Ulrich Peltzer. In seiner Kolumne »Crime im TV« sieht er viel Ähnlichkeit bei Krimiserien und macht auf die Ausnahme »Criminal Record« aufmerksam – während Nick Kolalowski sich fragt »Moral Redemption in Noir: Is It Possible?« und Wolfgang Brylla das Subgenre Banküberfall in der ARD-Serie »TESTO« voll vergeigt sieht.

Frank Göhre und Alf Mayer steigen für Teil 2 von »Elmore Leonards Western-Romane« in die Filmgeschichte. »Film im Kopf«, das Buch des Schnittmeisters Bert Schmidt über den Filmemacher Shorab Shahid Saless, mit dem er bei mehreren Filmen als Regieassistent arbeitete, tut das in wunderbarer Weise auch. Georg Seeßlen, Alf Mayer und Dieter Reifarth entbieten dem leider verstorbenen Autor ein dreifaches Farewell.

Hazel Rosenstrauch lernt bei Miriam Meckel und Léa Steinacker in »Alles überall auf einmal« ganz viel über das Phänomen Künstliche Intelligenz. Sebastian Knauer erfährt bei Charlotte Kerner in »We are Volcanoes« ganz viel über die Öko-Visionärinnen Rachel Carson, Lynn Margulis und Donna Haraway. Wolfgang Schlott empfiehlt »Gesperrte Ablage« über die unterdrückte Literatur in der DDR  und besichtigt mit Klaus Bachmann »Die Geisterfahrer: Polen und acht Jahre PiS«.

Der Bildband »Born Black« von Gordon Parks hat die volle Aufmerksamkeit von Alf Mayer, ebenso Sebastião Salgado mit »Arbeiter«, einer visuellen Archäologie des Industriezeitalters. Zu Alice im Wunderland steigt er mit dem neuartigen Krypto-Kunstband »On NFTs“ von Robert Alice und mit vielen Abbildungen.

Robert Rescue hingegen gibt seiner Kurzgeschichte den Titel »Bleibt da, wo ihr herkommt«. Meisterfotograf Carsten Klindt hat für uns die 62. Folge seiner »Street Scenes«, seine Kollegin Susan Madsen wieder ein »Anschau-Abenteuer«. Ingrid Mylo bringt uns dieses Mal als »3 x 11 Spielworte«: Arme, Moment, Bleistift. Alf Mayer bespricht einige Küchenbücher in »Tafelfreuden«, Sonja Hartl ist mit dem Podcast »Auf Weltempfang« bei zu Najat Abed Alsamad. Thomas Wörtche begrüßt »Depeche Mode by Anton Corbijn« jetzt als Volksausgabe und unser Krimigedicht »Bad Man’s Blood« stammt von Ray Bonneville.

Dazu gibt es als Standards die Schatzsuche empfehlenswerter Neuerscheinungen, die Krimibestenliste April 2024 und den Blick in »Unser Archiv, jüngster Zeit«. In den Bloody Chops besprechen Joachim Feldmann, Tobias Gohlis, Alf Mayer und Thomas Wörtche: Murmel Clausen: Leming/ Mathijs Deen: Der Retter/ Lucie Flebbe: Bad Business/ John Galligan: Bad Axe County/ Alina Grabowski: Frauen und Kinder zuerst/ Chris Hadfield: The Defector. Die Jagd beginnt/ Bernhard Kegel: Gras/ Adam Morris: Bird/ Till Raether: Danowski: Sturmkehre/ Roberto Saviano: Falcone/ Daria Shualy: Lockvogel/ Josephine Tey: Wie ein Hauch im Wind/ Kim Wakker: Der Frauenbeauftragte. Ein queerer Campus-Krimi.

Bei nonfiction, kurz verarztet Alf Mayer: Helena Barop: Der große Rausch. Warum Drogen kriminalisiert werden. Eine globale Geschichte vom 19. Jahrhundert bis heute/ Amitav Gosh: Smoke and Ashes. Opium’s Hidden Histories/ Julian Hans: Kinder der Gewalt. Ein Porträt Russlands in fünf Verbrechen/ Schweizerisches Nationalmuseum (Hg.): begehrt. umsorgt. gemartert. Körper im Mittelalter.

Einen guten Start in den Frühling wünschen Ihnen

Sonja Hartl, Anne Kuhlmeyer, Alf Mayer und Thomas Wörtche und das gesamte CrimeMag-Team.
– Und wenn Sie uns schreiben möchten, gerne an: CulturMag (at) gmx (Punkt) de

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