Posted On 15. November 2016 By In Crimemag, Editorial With 1780 Views

CrimeMag: Editorial Ausgabe November 2016

dsc_0916Herzlich willkommen zu unserer Novemberausgabe 2016

– ziemlich prominent geht es in dieser allmählichen Vorweihnachtszeit zu. Jerome Charyn gibt Antwort auf die Bloody Questions von Marcus Müntefering, Michael Connelly erzählt die Entstehungsgeschichte von Harry Bosch. Der Brite John Harvey schreibt über den Australier Peter Temple und Candice Fox richtet aus Sydney einen Offenen Brief an Stephen King in Maine. James Lee Burke feiert im Dezember seinen 80. Geburtstag, Alf Mayer schaut dazu auf den steinigen Beginn einer Karriere zurück und verschafft uns einen Überblick über die fünf (in Worten: fünf) James Lee Burke-Romane, die 2016 in Deutschland erschienen sind. Max Annas gratuliert Kirk Douglas mit dem grandiosen Western „Man Without a Star“ zum 100. Geburtstag.
Gerade lief der tausendste „Tatort“ im Fernsehen. Der Wiener Kulturwissenschaftler Alfred Pfabigan bietet uns eine Einführung in (s)eine „Tatortphilopsophie“, während Frank Göhre für uns den allerersten „Tatort“-Polizisten, nämlich Kommissar Trimmel und seinen Schöpfer Friedhelm Werremeier porträtiert.

Der Wahlausgang in USA hat unseren USA-Korrespondeten Thomas Adcock alles andere als beruhigt. Er sieht ein Verbrechen gegen die Demokratie. Wichtig ist uns, das aufrüttelnde Buch von Michelle Alexander vorzustellen: „The New Jim Crow. Masseninhaftierung und Rassismus in den USA“. Wir lassen sie selbst zu Wort kommen. Ute Cohen reagiert subversiv auf den Anbruch neuer Zeiten: „Cheerio-wonder-underdog – Grüße aus Entenhausen”.

Thomas Wörtche studiert Jacques Callots „Die großen Schrecken des Krieges“ und Alf Mayer sieht in Sebastião Salgados Fotoband “Kuwait. Eine Wüste in Flammen“ mit Aufnahmen aus dem Zweiten Golfkrieg 1991 ein Fanal. Frank Göhres Kolumne schaut dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen bei der Erregungsarbeit zu: “Ein Sonntagabend: Sie hat gesagt, er hat gesagt, und einen herzlichen Dank an uns alle.“

Mit “Zerrüttung” von Jon Bassoff geht es weiter, Thomas Wörtche meint dazu: “We want it darker”. Dies ist beinahe auch der Titel unseres Krimi-Gedichtes von Leonard Cohen, dem wir leider Farewell sagen (müssen). Ebenfalls mit dem Metaphysischen hat es der Ire Ken Bruen, Alf Mayer erzählt uns von dessen Verwandtschaft mit Friedrich Nietzsche. Thomas Wörtche liest Franz Doblers “Ein Schlag ins Gesicht” und Michaela Karls erstaunliches Sachbuch „Ich blätterte gerade in der Vogue, da sprach mich der Führer an“. Peter Münder geht mit Angelika Felenda ins „Wintergewitter“, Susanne Saygin liest (reading ahead) für uns schon Tana Frenchs “The Trespassers”.

In unserer Filmabteilung hat Katja Bohnet sich „Jack Reacher – Kein Weg zurück“ angesehen, Sonja Hartl findet an „Girl on the Train“ einiges zu kritisieren. Lucas Barwenczik sagt uns, was an der J.G. Ballard-Verfilmung „High-Rise“ so bemerkenswert ist. Claudia Fiedler hat wie immer zuverlässig unsere Veranstaltungen besorgt und in unserer beliebten Rubrik „Bloody Chops“ hacken Katja Bohnet, Joachim Feldmann, Alf Mayer und Frank Rumpel Bücher von Nausicaa Marbe, Jens Kirschneck, Erika Krouse, Patrick Millikin, Benjamin Percy, Eugène Atget und Ross Thomas.

Sie sehen, es gibt genügend Lektüre für neblige Tage. Wir wünschen Ihnen November und sehen uns wieder am 15. Dezember – und dann noch einmal zu unserem großen Jahresrückblick,

Anne Kuhlmeyer, Alf Mayer, Thomas Wörtche und das CrimeMag-Team

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