Herzlich willkommen! »Der Fall Karl Anders und die Frankfurter Rundschau. Wie ein Verleger ‹vergessen› wird« ist als Thema mittlerweile in der Publizistikwissenschaft angekommen. In der Sommerausgabe des Fachmagazins »Journalistik« (02/ 2026) erschien ein gemeinsamer Beitrag von Alf Mayer und Horst Pöttker, dem Doyen der Ethik im Journalismus, dank open access und englischer Übersetzung nun (nicht nur) der breiten Fachwelt zugänglich. Der Beitrag schließt mit dem Satz: »Wir haben uns angewöhnt, demokratiezersetzende Aktivitäten bei Leuten wie Donald Trump und anderen Rechtspopulisten und -extremisten zu verorten. Aber die Öffentlichkeitslücke Karl Anders zeigt,
Read More Die Krimibestenliste September 2026 von Deutschlandfunk Kultur mit den zehn besten Kriminalromanen des Monats ist seit Freitag 4. September öffentlich – mit acht neu hinzugekommenen Titeln. Unter https://www.deutschlandfunkkultur.de/rezensionen-des-monats finden Sie den Link zuraktuellen Krimibestenliste sowie Rezensionen zu einzelnen Kriminalromanen der Liste – als Audio undnachzulesen als PDF. Ausgewählte Titel der aktuellen Liste – in der Regel die Neueinstiege – werden Freitagmorgens bei Deutschlandfunk Kultur in der Sendung “Studio 9” vorgestellt. ** ** Einen Überblick über die zehn besten Krimis des Jahres 2025 finden Sie hier bei uns sowie auf Recoil
Read More New York Pistol packing federal government goons in Gestapo drag—balaclava mask, camo fatigues, reflective specs, combat boots—are swarming through cities and towns across the United States as I write. They are on a mission to rescue America from the scourge of asylum-seeking migrants who work sweatshop jobs, or as nannies or restaurant dishwashers or farm and construction laborers. Soon, they will accentuate their fascist drag with heavy polyester mitts that Adolf Hitler’s street brawling Sturmabteilung would surely have envied. The purpose of this new handwear for Donald Trump’s own bully-boys
Read More Carsten Klindt: Fotografie & Reallife – Street Scenes (86) 86 Porträt-Folgen sind es in unserer Carsten-Klindt-Galerie bisher geworden. Und es geht weiter. Die Redaktion sagt DANKE, Carsten. Kriminalliteratur wurde früher gerne als „Asphalt-Literatur“ abgetan. Wir finden, dass das ein Adelstitel ist. Wir mögen Asphalt, wir mögen Großstadt, wir mögen Realität. Deswegen präsentieren wir Ihnen hier eine Rubrik, die jeden Monat ein Bild des Fotografen Carsten Klindt zeigt, manchmal jeweils zwei – und bis Folge 34 öfter Texte der Polizistin Nadja Burkhardt kombiniert hat: Street Scenes und Street Crimes. Hier Auftritt Nr. 1, Nr. 2, Nr. 3, Nr.4, Nr. 5, Nr.6, Nr.7, Nr. 8 und Nr.9, Nr. 10 und Nr.
Read More Laudatio für Friedrich Ani Wie lange ich Friedrich Ani kenne, weiß ich gar nicht mehr, also sehr lange. Das hat ursprünglich vermutlich mit unserem gemeinsamen Freund, dem leider schon gestorbenen Kölner Verleger Hejo Emons, zu tun, der Friedrich Ani damals zu seinem ersten Kriminalroman inspiriert hatte – wir reden also von Jahrzehnten. Und an dem Tag, an dem ich meinen Herausgeber-Vertrag mit Suhrkamp unterschrieben habe, hat mir unser Verleger Jonathan Landgrebe fröhlich verkündet, man habe gerade Friedrich Ani ins Haus geholt. Da war ich dann doch ein bisschen angefressen, weil
Read More Alchemie des Blicks Alf Mayer über den Fotoband »Fullmoon« von Darren Almond Darren Almond: Fullmoon. Fotoband. Mehrsprachige Ausgabe: Deutsch, Englisch, Französisch. Verlag Taschen, Köln 2026. Hardcover, Format 30 x 30 cm, Gewicht 3.73 kg. 564 Seiten, 100 Euro. Verlagsinformationen: www.taschen.com, zum Buch hier. ** ** Es war, als hätt der HimmelDie Erde still geküßt ...(Mondnacht, Joseph von Eichendorff, 1835) Dieses Buch wirkt auch noch in seiner Abwesenheit, wenn man es schon lange zugeklappt hat. In ihm sind Bilder zu sehen, die es nicht gibt, die unser Auge aber dennoch weiß.
Read More Ambler, immer wieder Ambler Immer in den Sommerferien begehe ich die Sünde des Fremdlesens. Fremdlesen heißt, just for fun zu lesen, ohne Verwertungsabsicht für editorische oder publizistische Zwecke. Zumindest rede ich mir gerne ein, dass das so sei. Und so habe ich mir dieses Jahr einen Stapel Romane von Eric Ambler (1909 – 1998) eingepackt, weil ich ja gerne dem Rat von Ross Thomas folge: „Ambler, immer wieder Ambler“. Intelligente Plots, schillernde Figuren, elegante Prosa – was will man mehr in der milden Meeresbrise auf der Insel des Ewigen Frühlings,
Read More Einfach geil zu lesen „The Guardian“ verleiht D.B. Johns „Red Star Down“ das Prädikat „meisterlich”. Die Engländer irren sich jedoch gewaltig. Johns neuster Thriller, der in deutscher Sprache bei Suhrkamp erschien und Gott sei Dank, die Befürchtung gab es bei vielen, nicht ins literarisch-rezeptive Sommerloch fiel, ist in erzählerischer Hinsicht ein (fast) geniales und monumentales – nicht nur wegen des über 600-seitigen Umfangs – Werk, das das aktuelle Politikgeschehen zum Gegenstand hat. John selbst etikettiert „Red Star Down“ als „historischen Roman“, der 2017 und 2018 spielt, als Donald Trump mit
Read More Die unbarmherzige Maschine des Schicksals Das Leben ist eine Falle. Besonders der Kriminalroman – nun ja, eine bestimmte Form davon – singt uns davon ein Lied. Postboten, Automechaniker, Apotheker oder Bankräuber, Tankstellenbesitzer oder entflohene Sträflinge, untreue Ehemänner und Ehefrauen, Streunerinnen, Rächerinnen, Drifter, Gauner, bad girls, die üblichen Verdächtigen, bevölkern solche Romane und solche Filme. Und solche Finsternis. »Wie Sand zwischen den Fingern« (Originaltitel: Les Chasseurs de sable), so stellvertretend ein Romantitel von Francis Ryck aus dem Jahr 1971, zerrinnt solchem Personal Glück und Beute, scheitern Pläne, klopft das schwarze Nichts
Read More 36 Jahre nach Helen Zahavi und Pieke Biermann Sonja Hartl freut sich über Imani Thompson Cambridge, England. Die Soziologie-Doktorandin Yrsa erfährt von ihrer Kollegin, dass sie mit ihrem älteren, verheirateten Professor eine Affäre hatte, er ihre Forschungsergebnisse gestohlen und sie anschließend abserviert hat. Wieder ein Mann, der seine Macht missbraucht und Frauen ausnutzt. Als Yrsa dann zufällig trifft und sieht, wie eine Biene an dem Flaschenhals seines Wassers entlang krabbelt, kann sie nicht widerstehen: Sie schubst das Tier in sein Getränk schaut kurz darauf zu, wie der Professor langsam erstickt.
Read More Die Literaturgeschichte wie eine Sternenkarte lesen … und sei es im Kriminalroman Alf Mayer über die Kommissar Martin Schwaner Reihe von Jakob Stein. Wie beginnen bei solch einem Tausendsassa-Autor? Wie potentielle Leserinnen und Leser nicht durch Überkomplexität verschrecken? Wer kennt den Frankfurter Autor Jakob Stein? Wer weiß, wie vielfältig er ist?In unserer Juli-Ausgabe habe ich ihn mit dem Frankfurt-Roman »Schuld und Unschuld« vorgestellt, Textauszug inklusive. Jakob Stein erzählt darin eine wahre Geschichte aus den Anfängen der Bundesrepublik, Überfall auf die Rentenauszahlungsstelle der Deutschen Bundespost in der Turnhalle im Oeder Weg
Read More Die eigenen Reihen aufmischen Zu Mike Nicols erstem Cop-Roman – von Frank Rumpel Zara Dewane ist Captain bei der Polizei in Kapstadt, Leiterin der Abteilung für Interne Ermittlungen am südafrikanischen Western Cape. Es ist eine winzige Abteilung, zwei Leute in einem schäbigen Büro weit abseits der Kollegen – von diesen aber dennoch argwöhnisch beäugt. Keiner traut ihnen über den Weg, auch die Ebenen darüber nicht, wirft eine solche Abteilung mit ihren Ermittlungen doch bestenfalls ein schlechtes Licht auf die Polizei, stört eingespielte Abläufe, bringt alles durcheinander. Aber Zara Dewane lässt
Read More Der Markt, der Preis und die Literatur Jedes Jahr im August wird die Vorauswahl – neudeutsch: Longlist – der Jury für den Deutschen Buchpreis veröffentlicht. Der Preis soll den ›besten deutschsprachigen Roman‹ eines Jahres auszeichnen, ist mit 25.000,– Euro dotiert und stellt für die Verlage eine einzigartige Chance dar, mit einer hohen Auflage des schließlich gekürten Buchs in der Sparte ›Qualitätsliteratur‹ auch einmal einen ordentlichen Gewinn einzufahren. Für kleinere Verlage kann der Schub bei den Verkaufszahlen das Überleben sichern. Zu einem solchen Effekt kommt es aber ziemlich selten, sprich: Es
Read More Kolumne von Dietrich Leder – Crime im TV (47) Der Krimi im Bildschirmformat boomt. Dietrich Leder, der viele Jahre für die „Medienkorrespondenz“ über das Fernsehen schrieb, ehe dieses zweiwöchentliche Periodikum im Dezember 2021 eingestellt wurde, nimmt sich für uns jeden Monat eine Erscheinung des laufenden Krimi-Programms vor und seziert, wie es die Darsteller der Pathologinnen und Pathologen in den Serien versprechen. Ein Titel-Verzeichnis der Kolumnen findet sich am Ende dieses Beitrags. ** * Ein doppelter Nachruf – auf den Sender One und auf Alexander Held Es gilt sich zu verabschieden. Zum einen
Read More ‘Neuromancer’ and the Old New Cyberpunk An adaptation of William Gibson’s “Neuromancer” is due to hit our collective television screens later this year, courtesy of Apple TV. If you’ve never read the original novel, and you’re interested in high-tech heists that take place within a burned-out urban dystopia, it’s well worth your time; for many writers of my generation, it was an inspirational text. I’m not here to praise or damn what’s coming based on a few minutes of footage. I do think it’s interesting that cyberpunk, the
Read More Welche Ewigkeit soll es denn sein? Filme, die im Jenseits oder etwas Ähnlichem spielen, sind rar gesät. Beetlejuice dürfte der bekannteste sein, obwohl der Plot mehr als deprimierend ist – das Leben nach dem Tod wird von einer überlasteten Behörde organisiert, was auf schreckliche Weise an ein Bezirksamt in Berlin erinnert, Ghost – Nachricht von Sam zählt zu den romantischen Vertretern, was sicherlich an Patrick Swayze liegt, der zuvor in Dirty Dancing Weltruhm ertanzt hat und bestimmt haben alle damals gedacht, der Geisterfilm wäre so eine Fortsetzung davon. Eternity, derzeit
Read More Liebes CrimeMag-Publikum, hier präsentieren wir – neben unserem Haus- und Hof- und Hinterhof-Fotografen Carsten Klindt, weiter vorne in dieser Ausgabe – ein zweites visuelles Fenster in unserem Online-Magazin. Die Fotografin Susan Madsen erzählt visuelle Geschichten auf Social Media unter dem Titel „Eine wahre Geschichte“. Ihre Themen sind Voyeurismus, Erotik, Moral, Vergänglichkeit und Wahrheit. Für uns liefert sie „Anschau-Abenteuer“, Biografisches: Geboren 1964 in Aarhus, Dänemark. Seit 2018 Studentin an der Kunsthochschule Weißensee Berlin/Freie Kunst/Bildhauerei bei Else Gabriel, Knut Ebeling und Andreas Rost, wo sie während des Studiums die Fotografie als ihr bevorzugtes Medium
Read More Gar nicht so kurze Kurzbesprechungen von Hanspeter Eggenberger (hpe), Joachim Feldmann (JF), Roland Keller (rok), Alf Mayer (AM) und Frank Schorneck (FS): Toni Coppers: Der Fall MagritteRon Currie: Die Patin von MaineWolfgang Franßen: Einer sollte ihm mal sagen, dass er tot istJürgen Heimbach: StraßenköterIsabelle Lehn: Die SpielerinLiam McIllvanney: Ein frommer MörderAnne Sauer: Im Leben nebenanConstantin Schwab: Die grünen Augen der Liza de Mink ** ** Ein Aficionado, gekonnt am Werk (JF) Am Ende steht der Killer auf einer Fähre vor Marseille. Sein Ziel bleibt ungenannt. Wahrscheinlich weiß er es auch
Read More Eine Vielzahl von Krimi-Neuheiten … … erscheinen jeden Monat, dazu Graphic Novels (vulgo: Comics) und DVDs und BluRays. Unmöglich, das alles zu überblicken und zu rezensieren. CrimeMag siebt und schürft deshalb für Sie und weist hier regelmäßig mit Hilfe der befreundeten Buchhandlungen Chatwins (Berlin), Wendeltreppe (Frankfurt) und Buchladen in der Osterstraße (Hamburg) auf interessante Neuerscheinungen hin. Bitte denken Sie daran, dass gerade in diesen Zeiten Ihre lokalen Buchhandlungen besonderer Unterstützung und Solidarität bedürfen. Lieber dort bestellen als bei amazon. Man kann das nicht oft genug sagen – und tun. ** ** Claudia Denker, Chatwins, Berlin: Ich bin
Read More Die Einsamkeit des Landesflüchtlings Zum meisterlichen vierten Roman von Nassir Djafari – von Alf Mayer Jede Wette, dass dieses Buch nach der Lektüre noch weitergeht, dass sich, wie sein Titel sagt, »Tausend Fenster« öffnen. Nassir Djafari, der erst mit 67 Romanautor wurde, tupft in seinem vierten Roman wie in einem klassischen Jazzstück die Begleittöne kurz und präzise aufs Blatt, setzt die Akkorde meisterlich, trifft vom ersten Satz an den richtigen Ton. Sein Buch hat Hall und Raum und Echo, ich wäre gespannt gewesen, was ein Regisseur wie Shorab Shahid Saless
Read More Noir? In Prag? Vorwort des Herausgebers Pavel Mandys zur Anthologie »Prag Noir« Bevor man sich in die vorliegenden Kurzgeschichten vertieft, die ursprünglich für die Noir-Reihe des amerikanischen Verlags Akashic zusammengestellt wurden (die Reihe begann mit dem Band Brooklyn Noir und versammelt mittlerweile Noir-Geschichten aus allen größeren amerikanischen Städten sowie aus vielen Metropolen weltweit; zu den weit über hundert Titeln zählen auch Berlin Noir und Hamburg Noir, die bei CulturBooks als Originalausgaben erschienen sind), ist es sinnvoll, darauf hinzuweisen, dass sich die meisten dieser Geschichten eher auf die Stadt Prag als
Read More Auch ein Leben in der DDR In Texten über die DDR wird oft vergessen, dass es neben Funktionären, Karrieristen, Mitläufern und umgeschulten Nazis auch Idealisten gab. Und so wie heute gab es auch vor 80 Jahren Geflüchtete, die sich ihrem Herkunftsland und nicht zuletzt der Muttersprache verbunden fühlten und zurückgingen. Für Kommunisten war Westdeutschland keine Option, denn Antikommunismus gehörte hier zur Staatsräson. 1961, als die Mauer gebaut wurde, war die Autorin dreizehn Jahre alt, so alt wie der „andere deutsche Staat“. Sie hat also einen Großteil ihres erwachsenen Lebens in
Read More Nicht schwarz genug? „Der Roman ist elegant geschrieben, mit lebensechten Charakteren, einer reichen Sprache und einer subtilen Handlung, doch es fällt schwer zu verstehen, was diese Bearbeitung von Aischylos‘ Die Perser mit afroamerikanischen Erfahrungen zu tun haben soll.“ Thelonius „Monk“ Ellison ist sauer. Warum erwarten Literaturkritiker von ihm, dass er sich in seinen Büchern nicht mit Euripides oder Parodien auf französische Poststrukturalisten auseinandersetzen darf? Der afroamerikanische Hochschullehrer genießt zwar in literaturwissenschaftlichen Fachkreisen einen guten Ruf, doch sein Agent verzweifelt an der Unverkäuflichkeit seiner Romane. In Buchhandlungen werden seine Bücher unter
Read More 3 x 11 Spielworte (54): Telefon II, Geruch, Kondom Wer liest, sammelt Sätze. Manchmal bewußt. Manchmal ist ein einziges Wort ausschlaggebend: hartnäckig taucht es immer wieder auf. Fliege, zum Beispiel. Oder Mitternacht. Oder Asphalt. In ganz unterschiedlichen Büchern und Zusammenhängen, bei ganz unterschiedlichen Schriftstellern. Solche Fliegensätze oder Mitternachtssätze oder Asphaltsätze finden, immer elf an der Zahl, in der Serie 3 x 11 Spielworte ihren Platz. Ein Spaß, ein Zeitvertreib. Und eine andere Art, auf Bücher zu deuten. – Von Ingrid Mylo. Dieses Mal schon zum vierundfünfzigsten Mal. Eine Idee, die so lange trägt
Read More »Der Mensch ist das schlimmste Raubtier« Grabgesang auf eine zerstörte Welt – oder »Ich hatte einen Friedhof in Afrika«. Alf Mayer über den Fotoklassiker »The End of the Game« von Peter Beard Peter Beard. The End of the Game. Verlag Taschen, Köln 2026. Hardcover im Schuber, Format 24.5 x 27.2 cm, Gewicht 1.63 kg. 304 Seiten, 80 Euro. – Verlagsinformationen: www.taschen.com. Internetseite für Peter Beard: www.peterbeard.com. ** ** Vorsatz- und Nachsatzblatt dieses Bandes zeigen je doppelseitig einen Knochenfriedhof. Tiergebeine, angehäuft und ausgebreitet, ein ausgebleichtes Schlachtfeld. Auf der Rückseite des Schubers wird ein gewaltiger
Read More Weihnachten bei Lehmanns Ist es tatsächlich schon ein Vierteljahrhundert her, dass Barmann Frank Lehmann betrunken aus seiner Kneipe stolperte und auf dem Heimweg von seiner Schicht auf den Hund kam. Hier tauchten sie das erste Mal auf, die inneren Monologe, die keine Pause kannten und unaufhaltsam vom einen zum anderen führten und gerne in immer absurderen Kreisen vom eigentlichen Problem wegführten, die atemlosen, ins scheinbar Unendliche sich immer weiter schraubenden Satzkonstruktionen, dieses Tempo, das selbst bei Stillstand der Handlung den Rhythmus des Romans trug. Und die wundervollen, geradezu genialen Dialoge
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