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Als das Schimpfen noch geholfen hat Eine Lobpreisung von Alf Mayer, dazu als Textauszug „Sternstunden der schlechten Kritik für Richard Wagner“ Das nenne ich Kulturgeschichte. „Ihr Gauner, Ihr Schrumpfgermanen! Ihr Nullen, Ihr Geschmeiß, Ihr Schießbudenfiguren!“ Vier namenlose Personen sprechen von der Bühne aus direkt ins Publikum und beschimpfen es. Und so heißt auch das Stück. Viele der Schimpfwörter beziehen sich auf die NS-Zeit, es ist eine Abrechnung der Nachkriegsgeneration mit den alten Nazis. Autor Peter Handke, 24, versichert, nur Worte zu verwenden, die auch das Publikum im Munde führt: „IhrRead More
Lohn des Sohns Eigentlich hätte das Mode-Studium in Edinburgh sein Ticket hinaus aus der beengten, von Entsagung und Bibeltreue geprägten Gemeinde auf der Insel Harris sein sollen. Doch eine Arbeit hat Cal MacLeod im Anschluss nicht gefunden. Er schlägt sich durch mit Gelegenheitsjobs und übernachtet bei wechselnden Freunden. Als ihm sein Vater vom schlechten Gesundheitszustand seiner Großmutter berichtet, weiß Cal, was von ihm erwartet wird. Er besteigt die Fähren und findet sich schließlich mit zerschlissenen Jeans, langen gefärbten Haaren und einer letzten Ecstasy-Pille in der Hosentasche im Hafen wieder. EineRead More
ArtistVita (4). MALERLEBEN. Vincent van Gogh und die Folgen. Eines Tages wird alles anders sein – wenn ich mein Meisterwerk male. UND: Das Loch im Kopf. Oder verbunden bis in alle Endlichkeit. Auszug aus: Mama lächelt. Oder: Schiffe sterben in Algier Ich stehe am Fenster und schaue auf die Alemannenstraßeund warte, bis meine Manouches vorbeiziehen. Meine Karawane.Meine Sinti Brüder und Schwestern.Meine Brüder und Schwestern sagen, wir kommen vom Fluss Sindhu.Aber das stimmt nicht. Wir kommen von überall her. Wir sind seit jeher.Wir sind die Menschheit. Meinem Vater haben sie durchRead More
Jahrhundertkünstler? Notiz zum Tod von Timm Ulrichs und Georg Baselitz Kurioserweise versuchte ich 1980 als junger Künstler, der für zwei Monate als Gärtner bei den Wasserwerken arbeitete, mit beiden Kontakt aufzunehmen. Das war in Hannover und ich wollte bekannte Künstler treffen und ihnen meine Polaroidverfremdungen zeigen. Die SX-70 war eine tolle Kamera, die sich ganz zusammenfalten ließ und mit einem tragbaren Gurt zu einem sehr schönen visuelles Notizbuch wurde. Man machte ein Foto und hatte dann zwei Minuten Zeit, das sich entwickelte Bild mit Feuer, heissem Wasser, einem Stein oderRead More
Die Monate April, März, Februar, Januar 2026 Mit bis zu 40 Beiträgen jeden Monat, die gar nicht so kurzen Kurzbesprechungen dabei nicht mitgezählt, ist es viel Lesestoff, den wir Ihnen – ohne jede Bezahlschranke – regelmäßig zum Ersten des Monats frisch servieren. Hinweis zur Suchfunktion: Die Lupe für unser Archiv finden Sie (durch einen Bug leider schwer sichtbar) in unserer Titelleiste ganz rechts, zwei Fingerbreit neben »Über uns«. Geben Sie einfach den Autor ein, nach dem Sie suchen – wir haben über 10.000 Besprechungen und Porträts in unserem seit fastRead More
Eine komplexe, zerrissene Persönlichkeit Constanze Matthes über „Eisen“, das Künstlerporträt Sergej Eisensteins von Gusel Jachina Er war ein vielbegabter Tausendsassa und Künstler, ein Mann mit vielen Gesichtern. Sergej Eisenstein (1898-1948) gilt als einer der größten und einflussreichsten Filmemacher des 20. Jahrhunderts. Er war Filmpionier und Theoretiker. Mit seinen Werken „Panzerkreuzer Potemkin“ und „Iwan der Schreckliche“ erlangte er auch außerhalb des riesigen Reiches der Sowjetunion Ruhm. In ihrem neuen Roman „Eisen“ beschäftigt sich Gusel Jachina mit seinem wechselvollen Leben und seinem eindrucksvollen Lebenswerk. Jachina ist auch hierzulande bekannt geworden für ihreRead More
3 x 11 Spielworte (51) – Tisch, Schicksal, Früchte Wer liest, sammelt Sätze. Manchmal bewußt. Manchmal ist ein einziges Wort ausschlaggebend: hartnäckig taucht es immer wieder auf. Fliege, zum Beispiel. Oder Mitternacht. Oder Asphalt. In ganz unterschiedlichen Büchern und Zusammenhängen, bei ganz unterschiedlichen Schriftstellern. Solche Fliegensätze oder Mitternachtssätze oder Asphaltsätze finden, immer elf an der Zahl, in der Serie 3 x 11 Spielworte ihren Platz. Ein Spaß, ein Zeitvertreib. Und eine andere Art, auf Bücher zu deuten. – Von Ingrid Mylo. Dieses Mal schon zum einfünfzigsten Mal. Eine Idee, die so langeRead More
Was eine Lyrikerin von einem Spannungsautoren lernen kann Zum aktuellen Roman von Andreas Pflüger, Kälter (Suhrkamp 2025) – von Ulrike Schrimpf ** ** ich bin kälter für Andreas wer einmal um uns trauern wird kannniemand wissen aber dass er sich alsabrissbirne eignet und sie tote in sichträgt auch dass dinge nie mehr gutwerden hören zwei an jenem einenmorgen so ungesagtes glühendesdie zwanghaft hoffende und doch beraubte sich durchbleikristalle kämpfende jene unwissendedie nie erfuhr wie fliegen geht trotzdemschwebt sie über ein seil aus schwarzemlicht nur von ihm ersonnen kennst du luzyerinnerstRead More
»Bei meiner Schule in Gando gibt es keine Klimaanlage. Das Dach hebt sich leicht, so entsteht Kühlung durch Luftzirkulation. Das reicht. Oft sind es kleine Dinge. Wenn alle so bauen würden wie der Westen, wäre die Erde morgen kaputt.« (Francis Kéré) Natürlich sind auch Termiten gute Baumeister. Die Natur sowieso. Nachhaltiges Bauen, das führt heute jedes Projektbüro im Munde, wenn es um Aufträge geht. Die tatsächliche Architekturpraxis aber kann in dieser Hinsicht noch jede Menge Verstärkung und Ermunterung brauchen. Im Verlag Taschen, der eine formidable Bibliothek von Architekten-Monografien im PortfolioRead More
Milchmädchenrechnung Prag ist zauberhaft (nicht nur im Frühling). Aber nur allerhöchstens zehn Prozent der äußeren Schönheiten kamen bei meinem Besuch zur Entfaltung. Denn zu neunzig Prozent überstrahlte innerlich ein schmales Büchlein das Geschehen, in dem es u.a. auch um Satzbau geht. (Siehe nebenstehendes Foto.) Zunächst eine Vorwarnung: das folgende Gedankenprotokoll ist für Menschen eine Zumutung. Es handelt sich nämlich um eine Provokation, die den Maschinen gilt, welche das Internet permanent nach Texten durchsuchen. Vermutlich sind (maschinelle) Rechner, die gigantische Mengen von (ikonischen, symbolischen, indexikalischen und anderen) Zeichen durchforsten, leistungsstarke ToolsRead More
Sprachliches Leuchtfeuer Muckle Flugga – eine auf den ersten Blick unwirtlich erscheinende Insel am allernördlichsten Zipfel Schottlands. Hier, wo die Shetland Inseln als „das Festland“ gelten, lebt ein bärbeißiger Leuchtturmwärter allein mit seinem jugendlichen Sohn. Früher gab es mehr Leben auf der Insel, mehrere Leuchtturmwärter und ihre Familien lebten hier. Nun hält allein noch das ungleiche Vater-Sohn-Gespann die Stellung. Aus Geldnot heraus vermietet der Leuchtturmwärter bisweilen widerwillig an zahlende Hausgäste, Vogelbeobachter und andere Einsamkeitssucher. Als der lebensmüde Dichter Firth sich hier einquartiert, hat dies unerwartete Auswirkungen auf das fragile emotionaleRead More
Das Unsichtbare in der Literatur Von „Requiem für einen Freund“ bis „Das Mädchen in Blau“: warum meine Romane metaphysische Thriller sind – Ein Laborbericht von Stefan Meetschen Mein Schreiben beginnt mit einer Idee: Mit ersten Figuren, einer ersten Handlungsskizze und wenigstens einem Bild, das mich fesselt, weil ich es noch nicht ganz verstehe, aber verstehen möchte. Dies alles fließt in ein erstes Treatment, das noch genug Raum für Überraschungen lässt. Das ist wichtig. Ohne Überraschungen würde ich mich nicht hinsetzen – Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat,Read More
Morgen für Morgen Siri Hustvedt, Tove Ditlevsen und das Leben nach dem Wir „My dear, these things are life.“ (George Meredith)             1. Dreiundvierzig, hält sie den anderen immer wieder entgegen, ein Flehen, eine Beschwörung, eine Zahl, die ihre Endlichkeit erreicht, ein Beleg, der seinen Wert verloren hat. Und doch beharrt sie darauf, als würde es etwas ändern: hört mir zu, dreiundvierzig, sie sagt: „Verstehen Sie, dreiundvierzig Jahre waren wir zusammen“. Wir: Paul Auster und Siri Hustvedt, dreiundvierzig Jahre lang haben sie miteinander gelebt, das heißt doch etwas, das kannRead More
Vorsicht, dieses Buch hat 100.000 Volt! Alf Mayer über »All das passierte in diesem irrsinnigen Milieu Frankfurt« von Kenneth Hujer – und daraus weiter unten ein Textauszug: Roger Fritz filmt »Frankfurt Kaiserstraße« Kenneth Hujer: All das passierte in diesem irrsinnigen Milieu Frankfurt. Elf Gespräche über eine Stadt. Ventil Verlag, Mainz 2025. Klappenbroschur, mit Abbildungen, 216 Seiten, 25 Euro. – Verlagsinformationen hier. ** ** Natürlich bin ich befangen. 33 Jahre Frankfurt, davon 14 mit einer Politikerin verheiratet. Trauzeuge: Daniel Cohn-Bendit. 33 Jahre, jedes Jahr am Freitagabend vor dem ersten Dienstag imRead More
3 x 11 Spielworte (50) – Blumen, Idee, Dinge II Wer liest, sammelt Sätze. Manchmal bewußt. Manchmal ist ein einziges Wort ausschlaggebend: hartnäckig taucht es immer wieder auf. Fliege, zum Beispiel. Oder Mitternacht. Oder Asphalt. In ganz unterschiedlichen Büchern und Zusammenhängen, bei ganz unterschiedlichen Schriftstellern. Solche Fliegensätze oder Mitternachtssätze oder Asphaltsätze finden, immer elf an der Zahl, in der Serie 3 x 11 Spielworte ihren Platz. Ein Spaß, ein Zeitvertreib. Und eine andere Art, auf Bücher zu deuten. – Von Ingrid Mylo. Dieses Mal schon zum fünfzigsten Mal. Wir gratulieren unserer AutorinRead More
Walter Ruggle: Schau Spiel Bruno Ganz. Eine Reise entlang der Filme des Schauspielers. Mit Filmbildern und Fotos von Ruth Walz und einem Nachklang von Jens Harzer. Verlag Scheidegger und Spiess, Zürich 2026. Hardcover, 392 Seiten, 308 farbige und 285 s/w-Abbildungen, 48 Euro. – Verlagsinformationen hier. ** ** Engel auf Erden Alf Mayer geniesst das wunderbare Filmbuch »Schau Spiel Bruno Ganz« von Walter Ruggle Echte Schweizer Wertarbeit und für mich bereits das Filmbuch des Jahres, das ist »Schau Spiel Bruno Ganz. Eine Reise entlang der Filme des Schauspielers« aus dem ZürcherRead More
Drei Romane und ein Todesfall Frank Schorneck über Molly Keane „Das gute Benehmen“, Megan Nolan „Kleine Schwächen“, Colin Barrett „Wilde Häuser“ und die Comedy-Thriller-Serie „How to get to heaven from Belfast“ von Lisa McGee (Netflix) ** ** Hinter der Fassade Vor nicht ganz vier Jahren gründete sich in München ein Verlag, der sich auf die Fahnen geschrieben hat, nachhaltig zu arbeiten. Kjona lässt den Booktok-Trend von Farbschnitten und sonstigen Veredelungen links liegen, verzichtet auf Schutzumschläge und legt auch in Punkto Papier und Farben hohe ökologische Maßstäbe. Nachhaltigkeit beschränken die VerlagsgründerRead More
Der Buchbau zu Basel Notiz zu einem mustergültigen Geschichtsprojekt: zehn Bände über die Stadt an der Grenze Im Herbst 2026 wird es abgeschlossen und dennoch auf immer ein work in progress sein, das Mammutprojekt Stadt.Geschichte.Basel. Ein Wahnsinns-Unternehmen, ein Meilenstein. Ein Vorzeigeprojekt. Zehn Bände, eigene Internetseite, Social Media (sta.ge-ba), Blog (stadtgeschichtebasel.ch), Podcast, Community Building im Bereich Digital History, Download-Möglichkeiten in Fülle. Die Reihe schlägt den zeitlichen Bogen von 50 000 v. Chr. bis in die Gegenwart. Das alles unverstaubt, modern und frisch und großzügig. Bestens illustriert und gestaltet. Gestochen scharfe ReproduktionRead More
Klarheit des Ausdrucks Eine Besprechung der zweibändigen Monografie, 1080 Seiten Norman Foster, von Alf Mayer Norman Foster. Networks. Introdution Philip Jodidio, Essay by Norman Foster. English edition. Verlag Taschen, Köln 2026. Hardcover, Format 22.8 x 28.9 cm, Gewicht 2,1 kg, 368 Seiten 80 Euro. – Beide Bände (Works + Networks) zusammen über 3.000 Abbildungen. Norman Foster. Works. Edited by Philip Jodidio. English edition. Verlag Taschen, Köln 2026. Hardcover, Format 22.8 x 28.9 cm, Gewicht, 3,2 kg, 712 Seiten, 80 Euro. – Verlagsinformationen zum Buch: taschen.com ** ** Wüsste ich sonstRead More

Posted On April 1, 2026By Friedemann HahnIn Allgemein, Crimemag, CrimeMag April 2026

Friedemann Hahn: ArtistVita (3)

Anm. d. Red: Siehe auch ArtistVita, Oktober 2025, und ArtistVita (2). Stills: Zu den Filmbildern. ** ** MALERLEBEN: Der Abschied. Vincent van Gogh und die Folgen. HAEVEN MUST WAITE. Oder: JACKSON POLLOCK UND DER JAPANISCHE BLICK. Der Maler Gregor Hildebrandt in Tokyo 2025. ODER. VOR EDO. IN DEN BILDER (2). WENN MAN IN WIRKLICHKEIT EINER INSEL SICH NÄHERT, ERGREIFT EINEN TROTZ DES ENTZÜCKENS AN IHRER ERSCHEINUNG, AN DER VON DEM FREMDEN UND ZAUBERISCHEN ELEMENT DES WASSERS GESCHÜTZTEN LAGE UND IHREM SO DEUTLICH BEGRENZTEN VORHANDENSEIN INMITTEN EINES UNÜBERSEHBAREN RAUMES, BEI DEMRead More
Nachruf auf Cees Noteboom Ein Farewell von Katharina Borchardt Gestern noch hatte sich Herman Mussert zuhause in Amsterdam schlafen gelegt, aufgewacht aber ist er morgens in einem Hotelzimmer in Lissabon. „Ich war mit dem lächerlichen Gefühl wach geworden, ich sei vielleicht tot“, vermerkt der traumverwirrte Altphilologe daher gleich zu Beginn von „Die folgende Geschichte“. Mit diesem Roman wurde Cees Nooteboom bei uns berühmt. Darin wird Mussert nach komplizierten Liebesverwicklungen und längeren Klassikerlektüren am Ende auf eine unwirkliche Lethe-Fahrt geschickt. Während dieser letzten aller Fahrten soll er seine Lebensgeschichte erzählen, weswegenRead More
Ein Buch aus einer anderen Dimension Alf Mayer versenkt sich in ein Buch beispielloser Hingabe, die Farben-Expedition von Werner Schmidt Werner Schmidt: James Joyce und die Farben des Ulysses. Kommentiert von Dirk Teubner, mit 21 Autoren aus Philosophie, Literatur- und Kunstwissenschaft und Anglistik. Text Deutsch, teilweise Englisch. Dr. Cantz’sche Verlagsgesellschaft DCV, Berlin 2025. Hardcover mit Prägung, Lesebändchen und Poster, Format 20 x 27 cm. 328 Seiten, Hardcover, über 240 Abbildungen, 59 Euro. – Verlagsinformationen hier. – Internetseite von Werner Schmidt hier: www.wernerschmidt-artist.de – Eine Ausstellung zum Buch gibt es hier:Read More
Nicht nur anlässlich des Lesefestes „Frankfurt liest ein Buch“ 2026 Die Schriftstellerin Marie Luise Kaschnitz lebte von 1941 bis zu ihrem Tod 1974 im Frankfurter Westend. In dem jetzt Ende Januar erschienenen Buch „Gott und die Welt – Aufzeichnungen aus der Wiesenau“ schildert sie den gesellschaftlichen Aufbruch nach dem 2. Weltkrieg, studentische Proteste & tiefgreifende städtebauliche Veränderungen. Bei dem Band handelt es sich um eine Komposition der Frankfurt-Texte aus „Tage, Tage, Jahre„, angereichert mit Funden aus anderen Werken von Marie Luise Kaschnitz, herausgegeben von Rainer Weiss, der zwei Jahrzehnte imRead More
Es röten sich die Sägeblätter Alf Mayer zum Langgedicht »Kreuzfällen« von Tobias Roth und Daniel Bayerstorfer Am Tag, als ich zum ersten Mal dieses Buch in Händen hielt, wurde der Zugspitze, Deutschlands höchstem Berg, per Hubschrauber ein generalüberholtes Gipfelkreuz geliefert: 4 Meter 88 hoch, 300 Kilo schwer und wieder rundum golden glänzend. Frische 27 Gramm Blattgold, in einer Werdenfelser Kunstschmiede fachmännisch appliziert. Touristen hatten es mit derart vielen Stickern verklebt, dass eine Reinigung unumgänglich geworden war. Jetzt soll eine Schutzfolie solche Kleberei verhindern. Und bitte bitte, appellieren seit Juni 2025Read More
»Kunst ist ein ganz und gar urtümlicher menschlicher Ausdruck« Alf Mayer über die monumentale Monographie über Ai Weiwei Ai Weiwei hätte ein Maler wie sein älterer Halbbruder Ai Xuan werden können. Dessen bevorzugte Sujets sind Nomaden und ihre Kinder in tibetanischer Winterlandschaft, sein Stil ist dem chinesischen Neo-Realismus zugeordnet und auf dem Kunstmarkt sehr erfolgreich. Ein Blick auf diese Bilder – und es ist klar, dass Ai Weiwei ein völlig anderes Verständnis von der Welt und vor allem von der Kunst entwickelt hat und praktiziert. Ja, er ist umstritten. Ja,Read More
3 x 11 Spielworte (49) – Kunst, Unterwäsche II, Geräusch Wer liest, sammelt Sätze. Manchmal bewußt. Manchmal ist ein einziges Wort ausschlaggebend: hartnäckig taucht es immer wieder auf. Fliege, zum Beispiel. Oder Mitternacht. Oder Asphalt. In ganz unterschiedlichen Büchern und Zusammenhängen, bei ganz unterschiedlichen Schriftstellern. Solche Fliegensätze oder Mitternachtssätze oder Asphaltsätze finden, immer elf an der Zahl, in der Serie 3 x 11 Spielworte ihren Platz. Ein Spaß, ein Zeitvertreib. Und eine andere Art, auf Bücher zu deuten. – Von Ingrid Mylo. Dieses Mal schon zum neunundvierzigsten Mal. ** ** Spielwort: KunstRead More