»Gespenster der Freiheit – Geschichten aus der Kultur« heißt die 2023 ins Leben gerufene, sehr beachtenswerte Website von Achim Forst und Manfred Etten, beide lange im Umfeld von ZDF/ 3SAT und diversen Filmfestivals aktiv. Ihr Motto »Die ganze Kultur ist eine große, endlose Zusammenarbeit« (August Strindberg) ist uns mehr als sympathisch. Das Antritts-Editorial hier. Ausdrücklicher Lesehinweis: www.gespenster-der-freiheit.de Es ist uns es eine Ehre – und eine große Freude – uns nun bei ihnen porträtiert wiederzufinden: Kulturelle Bewusstseinserweiterung. Das Online-Magazin CulturMag/CrimeMag – von Dietrich Leder. Dietrich Leder kennen Sie als Kolumnist
Read More ## New York Listen up, all you true-believers of the “Make America Great Again” persuasion: Congratulations! Your fever dreams have come true. Your seventy-seven million votes in the last presidential election birthed a new nation: the United States of Donald J. Trump, king of white Christo-fascism. Behold thine Führer: a multiply convicted felon, adjudicated fraudster and sexual predator, renowned deadbeat, world-class liar, huckster of gewgaws, serial adulterer, crypto shyster, mad bomber, incontinent vulgarian, six-time bankruptee, racist landlord, flatulent megalomaniac, a man who cakes his face in more makeup than all
Read More »FOLLOW THE BOYS« – »TRYING TO KEEP THEM SMILING« »WAR PHOTOS ON DULL PAPER« steht auf der verschlissenen Pappschachtel, in der Marlene Dietrich Aufnahmen aus ihrer Zeit als Truppenbetreuerin der US-Armee verwahrt hat. Die meisten Fotos stammen von Lin Mayberry, einer Komikerin und Mundharmonikaspielerin, keine professionelle Fotografin. Sie und »die Dietrich« waren Kameradinnen im Zweiten Weltkrieg, traten zusammen an die 500 Mal vor Frontsoldaten auf, oft ganz nahe an der Front. »FOLLOW THE BOYS«, war das Motto der Unternehmung. Marlene war Teil der amerikanischen Truppenbetreuung für die Alliierten, der United
Read More Mann-O-Mann * Report aus Cannes Sogar noch im winterlichen Cannes kann man IN DIE SONNE SCHAUEN und sich freuen oder aber melancholisch ans VATERLAND denken (Filmredits hier). Freilich bummeln nicht so viele Schaulustige die Croisette entlang wie im Mai zum Festival und es rennen dort auch keine Läufer ins Ziel wie im November beim Marathon des Alpes-Maritimes. Aber man sieht doch einige Passanten, die ihrer Wege gehen. Ich möchte wetten, dass die umtriebigen Geschäftsleute der Filmbranche ebenso wenig an diese Kulturstätte pilgern wie irgendein prominenter Star. Auch das Personal vom
Read More ABER – die zeitlose Zeit der Filmgeschichte Das Werk „The Clock“ des Videokünstlers Christian Marclay in Berlin Mit dem Slogan „arm aber sexy“, geprägt vor 20 Jahren, versucht Berlin, sich ein attraktives, weltoffenes Image zu geben. Aktuell heißt es „hart aber herzlich“. In beiden Sätzen stört mich das Wörtchen „aber“. Fakt ist, fast 20% der Berlinerinnen und Berliner leben an der Armutsgrenze. Auf Berlin lastet ein riesiger Schuldenberg von 75 Milliarden €. Jährlich werden Zinsen auf dieses Schuldgeld gezahlt, ein gutes Geschäft für die Leihgeber. Das besondere Übel am Kapitalismus
Read More Sonntagsspaziergang mit Intellektuellen Ich lese gerne ältere Bücher und fand in einem Band von 1990 Sätze, die sich für ein Gespräch unter Freunden eignen könnten – nicht als Trost, aber als Medizin gegen das Jammern. Karl Schlögel hatte damals einen Aufsatzband von 1909, Vechi, neu herausgegeben. Vertreter der russischen Intelligencija dachten darin über „Irrtümer ihrer Weltanschauung“ nach, „nicht aus hochmütiger Verachtung für ihre Vergangenheit, sondern aus Schmerz um diese Vergangenheit und in brennender Sorge um die Zukunft der Heimat“, wie es im Vorwort von Michail Geršenzon heißt. In seiner Einleitung
Read More HUND IM SCHNEE 1 bild / 100 worte In einem Sitzungszimmer, der irre Wissenschaftler. „Und wer bitte soll das alles finanzieren“, fragt Die Bär. Ein Hund bellt draußen im Schnee. Ein Sekretär bringt auf einem Tablett einen exzellenten Espresso. „David Bowie“, sagt der irre Wissenschaftler, nicht als Antwort, sondern einfach so, oder auch wegen dem Tribute auf ARTE. „Dann ist ja alles gut“, sagt Die Bär und trinkt ihren Espresso. „Köstlich.“ Beide gehen zufrieden auseinander. Auch der Sekretär freut sich. Der Hund bellt weiter. „Ich trinke ja nur Tee“, murmelt
Read More — Breaking news 11.01.2026: gerade wurde unsere Arbeit vom Internetprojekt »Gespenster der Freiheit« porträtiert, worüber wir uns sehr freuen: Kulturelle Bewusstseinserweiterung. Das Online-Magazin CulturMag/ CrimeMag – von Dietrich Leder, den sie bei uns als Kolumnisten kennen und der dabei begründet, warum er über eine Seite schreibt, bei der er selbst Autor ist. Die Macher der »Gespenster der Freiheit«, Manfred Etten und Achim Forst, haben dazu einen Film gemacht (25:29 Min, YouTube-Link hier) und auch eine Kurzversion (7:53). ** ** Willkommen im Neuen Jahr 82 Autorinnen und Autoren erwarten Sie in
Read More Our Cuckoo’s Nest Called 2025 by James Grady Stay close as we sneak through our insane asylum called 2025! All around us flow humans trapped staring into their cellphones beaming ever-smarter Artificial Intelligence that can now shape 4 percent of voters’ choices plus “influencers” who hijack addicted watchers’ tick-tocks of time. Look: there’s A.I.’s humanity killer Arnold Schwarzenegger vowing “I’ll be back!” from THE TERMINATOR movie released in 1984, the year that George Orwell prophesized. There stands George staring at a screen showing this year’s documentary about
Read More Liebe Leserinnen und Leser, gerade wurde unsere Arbeit vom Internetprojekt »Gespenster der Freiheit« porträtiert, worüber wir uns sehr freuen: Kulturelle Bewusstseinserweiterung. Das Online-Magazin CulturMag/ CrimeMag – von Dietrich Leder, den sie bei uns als Kolumnisten kennen und der dabei begründet, warum er über eine Seite schreibt, bei der er selbst Autor ist. Die Macher der »Gespenster der Freiheit«, Manfred Etten und Achim Forst, haben dazu einen Film gemacht (25:29 Min, YouTube-Link hier) und auch eine Kurzversion (7:53). ** ** Mit bis zu 40 Beiträgen jeden Monat, die gar nicht so
Read More CrimeMag Top Ten 2025 (1) Lavie Tidhar: Adama (Ü: Conny Lösch; Suhrkamp) (2) Andreas Pflüger: Kälter (Suhrkamp) (3) Zoran Dvrenkar: Asa (Suhrkamp) (4) Ivy Pochoda: Sing mir vom Tod (Ü: Stefan Lux, Suhrkamp) (5) Johannes Groschupf: Skin City (Suhrkamp) (6) Liz Moore: Der Gott des Waldes (Ü: Cornelius Hartz, C.H.Beck) (7) Garry Disher: Desolation Hill (Ü: Peter Torberg, Unionsverlag) (8) Regina Nössler: Ein widerliches kleines Gefühl (konkursbuch) (9) Lilia Hassaine: Tödliche Transparenz (Ü: Anne Thomas, Lenos Polar) (10) Jerome Charyn: Ravage & Son (Ü: Jürgen Bürger, Suhrkamp) Hier bei uns
Read More Sonja Hartl und Thomas Wörtche blicken je einzeln auf das Jahr 2025 und unterhalten sich im Podcast „Abweichendes Verhalten“ über das Krimi-Jahr 2025 ** ** Das Jahr, according to TW Natürlich nervt und stresst alles: Die Weltlage, die Politik, die Ökonomie, das Klima, die sozialen Verwerfungen, die ubiquitäre Empathielosigkeit, Antisemitismus, Rassismus, Misogynie, Queerfeindlichkeit und andere Malaisen, die einem den Alltag vermiesen. Jo. Jammern und Wehklagen jedoch, Angst und Panik allenthalben können einem auf den Keks gehen, zumal all das Gequieke meistens auch nicht interesselos ist. Deswegen hatte ich eigentlich vor,
Read More Wooden Boat Festival, Tasmanien, Barramundi, Regenbogenforelle oder Lachs, der Forgotten Highway und die Kinos Neuseelands Flug durch das Jahr, der Deutsche Presserat ist auch dabei – Von Alf Mayer (Hier nebenan gibt es dann noch etwas über Bücher und Filme aus 2025 sowie einen Nekrolog.) »Das Leben geht weiter. Als es erlaubt ist«, notierte ich mir einst mit 30 als Aphorismus von Karl Kraus. Nun, ich hätte mir nicht vorstellen können, dass eine Missbilligung der Sorgfaltspflicht und Recherchequalität einer meiner früheren Lieblingszeitungen durch den Deutschen Presserat einmal zu (m)einer Weihnachtsüberraschung
Read More National: Platz: Andreas Pflüger: Kälter (Suhrkamp) Platz: Zoran Drvenkar: Asa (Suhrkamp) Platz: Susanne Tägder: Die Farbe des Schattens (Tropen) International: Platz: Lavie Tidhar: Adama (Suhrkamp), deutsch von Conny Lösch Platz: Liz Moore: Der Gott des Waldes (C.H. Beck), deutsch von Cornelius Hartz Platz: Gustavo Faverón Patriau: Unten leben (Droschl), deutsch von Manfred Gmeiner Alle bei uns besprochen:Andreas Pflüger: Kälter – ein großes Interview von Alf MayerZroran Drvenkar: Asa – von Ulrich NollerSusanne Tägder: Die Farbe des Schattens – von Constanze Matthes und Tobias GohlisLavie Tidhar: Adama – von Tobias Gohlis
Read More Die Ministranten – Versuch über Altardienst und Alltag Von Alf Mayer & Georg Seeßlen (mit und ohne Ministrationshintergrund) ** ** Fumetti der sehr besonderen Art gaben Georg Seeßlen und Alf Mayer im Jahr 2025 den Anstoß zu diesem Essay – es wurde eher eine Expedition. „Kleine Rauchwölkchen“ meint der Begriff, mit dem in Italien der Sprechblasen wegen die Comics liebevoll benannt werden, auch die fotoromanzi gehören hier dazu. – Hier sind es Weihrauchwölkchen. Tief in die Abgründe der katholischen Kirche blicken die Fotoromane, die der Messdiener, Filmemacher und Schriftsteller Wenzel
Read More New York On the evening of December 17, 2025, the resident White House criminal* attempted to claim moral and governmental competence in a prime time television address that convinced virtually no one of its merit or import. Indeed, the speech failed to garner a single mention in the next morning’s print edition of the New York Times—a dearth of coverage that affirmed the journal’s front-page slogan from 1897 onward: “All the news that’s fit to print.” The roundly mocked and reviled speech was, at best, a thud of exhaustively familiar
Read More In Sachen Karl Anders – (M)Eine Beschwerde beim Deutschen Presserat Der Deutsche Presserat missbilligt, wie die »Frankfurter Rundschau« ihre eigene Geschichte darstellt und sie bis heute nicht gründlich selbst recherchiert – Von Alf Mayer Siehe auch: Karl Anders – Eine Recherche von Alf Mayer: Überblick Sie wollten es aussitzen. Einfach nicht beachten. Meine Anfragen um Stellungsnahme nicht beantworten. Meine Recherchen nicht zur Kenntnis nehmen oder sich damit auseinandersetzen. Sich taub und stumm stellen. Die Sache durch Nichtbefassung erledigen. Das, was man in Psychologie und Politik- und Geschichtswissenschaft Verdrängung nennt. Das,
Read More Wolfgang J. Ruf: Das Jahr 2025 – Ein unfrisierter Rückblick Zum Jahresbeginn 2025 grüßte ich Freunde und Bekannte mit diesen Worten von Johann Wolfgang Goethe: „Wer das erste Knopfloch verfehlt, kommt mit dem Zuknöpfen nicht zu Rande.“ Je älter ich werde, umso näher kommt mir dieser Klassiker in seiner Art und Weise, auf die Welt und aufs eigene Leben zu blicken. Im vergangenen Jahr begegnete er mir ein paar Mal ganz unverhofft. Am 7. Juni verstarb der große Theatermacher Claus Peymann. Geradezu blitzartig hatte ich die geschwungene Neonschrift mit diesen
Read More »Es ist an der Zeit, den Kampf mit der falschen Frontenstellung abzublasen« Plädoyer an die Hochkultur-Wächter, den ambitionierten Kriminalroman nicht mehr als Schund abzutun – Ein Essay von Karl Anders aus dem Jahr 1952 Erstmals digitalisiert bringen wir den Verächtern und Liebhabern der Kriminalliteratur einen Grundlagen-Text der Nachkriegszeit zur Kenntnis. Der Essay »Der Kriminalroman. Versuch einer Einordnung« von Karl Anders erschien im damals führenden Bibliothekars-Journal »Bücherei und Bildung“ Heft 5/6 1952. Den Sonderdruck davon, eine zwölfseitige lachsfarbene Broschüre, verteilte der Verleger Karl Anders wie ein Missionar. Als Hintergrund dazu gehört,
Read More Max Annas: Daniel Woodrell, James Schamus, Ang Lee, Debra Granik Schön, die Debatte mal umzudrehen. Als ich Daniel Woodrells WOE TO LIVE ON gelesen habe, der Autor ist unlängst verstorben mit 72 Jahren (siehe auch das Farewell von John Harvey in dieser Ausgabe, d. Red.), war ich erschreckt über die Rohheit und Nacktheit des Geschilderten wie der Sprache. Die gespenstische Mischung aus Gleichgültigkeit und Selbstverständlichkeit, mit der in der Eröffnungsszene die männlichen Mitglieder einer passierenden Familie ermordet werden, prägt das ganze Buch. Davon bleibt in der Adaption, dem Bürgerkriegsfilm RIDE
Read More Merzmensch Review 2025 Sie kennen mich ja, ich warne hier schon seit Jahren (2021, 2022, 2023, 2024) – aber auch bei Die Zeit: “Wir sind am Anfang einer neuen Kulturepoche”. Ein ganzes Buch habe ich buchstäblich diesem Thema gewidmet: Wenn nun auch die Gesellschaft für Deutsche Sprache den Begriff “KI-Ära” zum Wort des Jahres erklärt, dann muss doch was dran sein, oder? Wobei, wie Peter Weibel bereits 2021 schrieb, es gäbe keine KI als solche, sondern “ein Ensemble von Maschinen, Medien, Programmen, Algorithmen, Hardware und Software” (KUNSTFORUM, 2021). Also sollten
Read More William Boyle I picked up Marc Behm’s 1980 novel THE EYE OF THE BEHOLDER a while back—I can’t remember why exactly, but I didn’t read it at the time. I finally read it this year and, man, it’s just one of those books I can’t believe I’ve lived without this long. Truly an instant all-time favorite. Can’t stop thinking about it. Lines and images singing in my mind. It’s an existential noir fever dream. A beautiful meditation on obsession, loss, and loneliness. Hits like some holy combination of Richard Brautigan
Read More Finden, ohne zu wissen, wo zu suchen wäre… Ende Januar des just verflossenen Jahres 2025 hat diese Geschichte angefangen. Mit einem zufällig aufgeschnappten Hinweis – ich weiss nicht mehr, wo – auf das anstehende Jubiläum eines Medien-Events von 1950: die Ausstellung einer Fotoreportage über die Flüchtlinge und Vertriebenen aus den ehemals deutschen Ostgebieten, dem Sudetenland und der sowjetisch besetzten Zone. Eine Ankündigung, die meine Neugier erregte. Ich war 1950 elf Jahre alt. Bis in meine Umwelt hatte es damals keine Nachricht von dieser Fotoreportage geschafft. Von den Ereignissen und politischen Zusammenhängen,
Read More Peter Blauner: 1975 Movies – A Consumer’s Guide Sometimes films are better than you remember them. Sometimes they are not. There’s a temptation to say that everything sucks now, and everything was better before. But in some cases, it’s true. At least in art. Or maybe you can just say that some years are better than others. The year 1939 produced the following novels: The Grapes of Wrath by John Steinbeck, The Big Sleep by Raymond Chandler, The Day of the Locust by Nathaniel West, Ask The Dust by John
Read More Sehr geehrter Herr Mayer, vielen Dank für Ihre Anfrage bezüglich eines Beitrags zu einem Krimi-Jahres-Rückblick 2025. Leider kann ich nichts liefern, weil mir im letzten Jahr krimi-mäßig herausragende Ereignisse nur in Bezug auf eigene Arbeiten zugestoßen sind, vor allem wegen meiner Übersetzung des Gangsterromans „Viper’s Dream“ von Jake Lamar. (Unsere Lesereise führte uns quer durch Deutschland und die Krönung war eine musikalische Lesung in der Hamburger JazzHall mit einer grandiosen Jazzband, die dreißig Jahre Harlem History kongenial mit einem Ritt durch dreißig Jahre Jazzgeschichte vertonte, mitgeschnitten von NDR Kultur und
Read More Sophia by Eisenstaedt. Photographs by Alfred Eisenstaedt 1961–1979. Von Sophia Loren signierte Collector’s Edition (No. 201–1.200). Verlag Taschen, Köln 2025. Hardcover in einer Schlagkassette, Format 28,6 x 38,8 cm, Gewicht 3,61 kg, 268 Seiten, 850 Euro. – Auch erhältlich in zwei Art Editionen mit signiertem Print (No. 1–200). Verlagsinformationen: taschen.com ** ** Was würde Sophia Loren tun?/ What Would Sophia Loren Do? heißt ein bezaubernder Netflix-Kurzfilm von 2021. Ross Kauffman porträtiert darin die Hausfrau Nany Kulik, die den Titel des Films quasi zur Leitfrage ihrer Lebens gemacht hat. Der Film
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