Posted On 15. April 2016 By In Crimemag, Editorial With 1757 Views

CrimeMag: Editorial Ausgabe April 2016

schaf 4Herzlich willkommen zur neuen CrimeMag-Ausgabe.

Nein, Johann Wolfgang schreibt (noch) nicht fürs CrimeMag, aber auch bei uns sprießt es und blühet und die Bäume schlagen aus. Im saftigen Gras unserer April-Ausgabe tollen sich die ungeschorenen Lämmer, während wir Ihnen ein volles Frühjahrsmenü servieren – mit all den Schattenseiten des Lebens, die Sie von uns zu erwarten gewohnt sind.

Als Vorspeisenteller haben wir Ihnen die „Bloody Chops“ angerichtet, in denen Joachim Feldmann, Alf Mayer, Alexander Roth, Frank Rumpel und Thomas Wörtche Bücher von Sigismund Krzyżanowski, Pierre Lagrange, Ioan Grillo, Schünemann & Volic, Elliott Chaze, Brian Panowich, Ross Thomas, Chris Holm, Christine Lehmann, Paolo Bacigalupi und Steven A. Westlake besprechen.

Thomas Adcock wundert sich gehörig über den Waffen-Wahnsinn im US-Wahlkampf, Frank Göhre über den TV-Wahnsinn im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, food & crime & ferstand betreffend. Max Annas nimmt sich in seiner Reihe „Film, Verbrechen und ungleiche Mittel“ des irren Terroristen-Films „Nada“ von Claude Chabrol an und der mehr oder weniger gelungen Verfilmungen der Romane von Jean-Patrick Manchette. Thomas Wörtche delektiert sich am ausgeflippten Comic „Ich, der Mörder“ von Antonio Altarriba & Keko, Marcus Müntefering hat Simone Buchholz für seine „Bloody Questions“ auf der Reeperbahn getroffen. Dort hat auch „Der Goldene Handschuh“ von Heinz Strunk sein Quartier, was sich der erstmals auf CrimeMag vertretene und herzlich begrüßte Knut Cordsen für uns genauer angesehen hat.

Gut zwei Flaschen Wein waren beim Gespräch von Alf Mayer mit Candice Fox im Spiel, die er im Rahmen seiner Reihe „crime from down under“ in Sydney getroffen hat. Sein nüchternes Urteil: Ihr Debütroman „Hades“ ist ein Höhepunkt des Frühjahrs. Im eben jenem Stadtteil, in dem Candice Fox aufwuchs, war P.M. Newton Polizistin, ihrem Roman „Die Götter von Bankstown“ entschwand zwar der deutsche Verlag, aber ein solides Interview mit Sonja Hartl ist uns diese Autorin allemal wert.

Unser Mexiko-Experte Jürgen Neubauer bespricht „Eine Geschichte der Gewalt“ von Oscar Martinéz, Frank Rumpel weiß über „Das dritte Leben“ von Juan Villoro Bescheid, während Peter Münder sich den neuen Roman von Urban Waite vorgeknöpft hat: „Keine Zeit für Gnade“. Alf Mayer freut sich über die Graphic Novel „Turmspringer. Null-Nr.“ und Peter Vogl erzählt uns in einem Auszug aus seinem Buch „Hollywood Justice“ etwas über die Ursprünge der Selbstjustiz im amerikanischen Film.

In der reichbestückten Abteilung „Bewegte Bilder“ vermag Alf Mayer dem weithin aus der Perspektive der US-Präsidentengattin  Eleanor Roosevelt erzählten russisch-ukrainischen Scharfschützenfilm „Red Sniper“ überraschend viel abzugewinnen. Katja Bohnet wundert sich anlässlich „Zoomania“ darüber, was an Noir und Frauenpower bei Disney möglich ist. Alexander Roth steigt in die Abgründe der französischen TV-Serie „Braquo“, wo die Cops die härteste Gang auf dem Platz sind – und Christopher Werth hat sich mit „Deadpool“ und „Batman vs. Superman“ den Clash der Comic-Häuser Marvel und DC angesehen. Es rappelt also in der Kiste.

Vom Krimigedicht „Taneytown“ von Steve Earle gibt es sogar eine grandiose Comicversion von Erik Kriek, auf die gerne von uns hingewiesen wird. Nicht nur wer lieber zuhört als Bilder sieht, braucht unbedingt unsere zuverlässig von Claudia Fiedler besorgten Veranstaltungshinweise.
Bleiben Sie gesund, genießen Sie die Sonne und unsere Lektüreangebote,
Anne Kuhlmeyer, Alf Mayer, Thomas Wörtche und das CrimeMag-Team

 

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