Posted On 15. Oktober 2016 By In Crimemag, Editorial With 1829 Views

CrimeMag: Editorial Ausgabe Oktober 2016

dsc_3858_2660Herzlich willkommen zu unserer Oktoberausgabe 2016

– Wieder liegen viele Eisen in unserem CrimeMag-Feuer, damit Sie es zuhause warm und erkenntnisreich haben. Sonja Hartl hat Carlo Bonini zum Start des Film „Suburra“ unter anderem danach gefragt, warum der Kriminalroman die beste Art und Weise ist, eine Gesellschaft zu beschreiben. Unser USA-Kolumnist Thomas Adcock hat außer der Reihe geschrieben (siehe hier), zusätzlich erklärt uns Joe R. Lansdale, warum seine Nachbarn in Ost-Texas Donald Trump wählen werden.

Das frisch bei CulturBooks erschienene Gesamtwerk unseres unvergessenen Carlo Schäfer wird Ihnen von Jörn Borges nahegebracht. Frank Göhre stellt uns in seiner Kolumne dieses Mal ein literarisches Magazin aus dem Maro Verlag vor, Thomas Wörtche sagt „jazz ’n crime – one more time“, Alf Mayer hat John Harvey zu seinem letzten Charlie-Resnick-Roman „Unter Tage“ befragt. Vom Jazzliebhaber Harvey stammt auch unser Krimi-Gedicht, es heißt schlicht „Chet Baker“.

In den „Bloody Chops“ hacken Joachim Feldmann, Alf Mayer, Alexander Roth, Frank Rumpel und Thomas Wörtche fiction und nonfiction von Friedrich Ani, Max Bronski, Dietmar Dath, Todd Goldberg, Andrew Michael Hurley, Jack London, Gunther Reinhardt, Alexa Rudolph, Oliver Jens Schmitt, Yrsa Sigurðardóttir , Peter Temple, Carl-Johan Vallgren, Matthias Wittekindt und Slavoj Žižek.

Der australische crime-Autor Alan Carter erklärt uns Kriminalität down under, Markus Pohlmeyer die Vielschichtigkeiten der TV-Serie „Borgia“ (3. Staffel). Alf Mayer steigt in Carola Dietzes Recherche über „Die Erfindung des Terrorismus“, Thomas Wörtche kann Tom Wainwrights „Narconomics. Ein Drogenkartell erfolgreich führen“ viel abgewinnen und Peter Münder begleitet den Soziologen Pascal Menoret zum „Joyriding in Riyad“.

Fiktional geht es mit Omar Shahid Hamid und „Der Gefangene“ nach Pakistan (Thomas Wörtche), mit Dennis Lehanes Erstling „Ein letzter Drink“ nach Boston (Alexander Roth), mit Liza Codys „Miss Terry“ nach London (Edina Picco, die wir herzlich begrüßen) und Veit Heinichens „Zeitungsfrau“ nach Triest (Joachim Feldmann). Frank Schorneck schreibt über Frank Schulz und „Onno Viets und der weiße Hirsch“, Mike Wulliger über Daniel Silvas „Der englische Spion“. Marcus Müntefering hat Friedrich Ani seine „Bloody Questions“ gestellt, Anne Kuhlmeyers Kurzgeschichte heißt „Manfred, die Verschwundenen und das BGB“.

Max Annas analysiert seinen Lieblingswestern, André de Toths „Day of the Outlaw“. Joachim Kurz von „Kino-Zeit.de“ erklärt uns, was Veit Harlans „Opfergang“ zu einem besonderen Film macht, und Andreas Köhnemann, ebenfalls von diesem empfehlenswerten Arthaus-Portal, weist uns auf „Swiss Army Man“ hin. Sonja Hartl schließlich legt uns zwei Filme über Justizskandale ans Herz, die besser als ihre Titel sind: „Das Versprechen“ und „Der Fall Kalinka“.

Wie immer informiert Claudia Fiedler in den Veranstaltungshinweisen zuverlässig über Lesungen und Events. Sie sehen, es liegen viele Eisen im Feuer. Wir wünschen Ihnen einen Goldenen Oktober, einen nicht zu nebligen halben November und wünschen gute Lektüre,

Anne Kuhlmeyer, Alf Mayer, Thomas Wörtche und das CrimeMag-Team

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  • Annette Dutton

    Danke für Alan Carters Artikel über die kriminellen Verhältnisse in Perth, WA. Ich lebe seit 15 Jahren in Australien und verfolge seither mit ungläubigem Staunen die katastrophalen Auswirkungen des Manchester-Kapitalismus der australischen Bergbau-Magnaten auf die hiesige Politk und Ökonomie. Die milliardenschweren Bonzen fordern (mit Erfolg) Privilegien vom Staat ein, zahlen kaum Steuern und beschweren sich nebenbei über die vermeintlich hohen Kosten für australische Arbeitnehmer. Besonders verhasst ist mir dabei ausgerechnet eine Frau: Gina Rinehart, Minen-Erbin und eine der reichsten Frauen der Welt, macht immer wieder mit unverschämten Äußerungen und Forderungen von sich reden. Einfach mal googeln. Ein unglaubliches, in sich geschlossenes Universum und wegen unvorstellbaren Reichtums scheinbar unantastbar.