Geschrieben am 1. Juni 2022 von für Crimemag, CrimeMag Juni 2022, Editorial

CrimeMag: Editorial Ausgabe Juni 2022

Herzlich willkommen!

Prof. Dr. jur. Albrecht Götz von Olenhusen berichtet für uns über das Symposium „Allein gegen Leni Riefenstahl“ in Freiburg, das der Filmemacherin Nina Gladitz gewidmet war. Erstmals seit 40 Jahren konnte dabei der vom WDR in den Giftschrank gesperrte Dokumentarfilm „Zeit des Schweigens und der Dunkelheit“ wieder gezeigt werden. CulturMag hatte im September 2021 die Herstellung der Öffentlichkeit für diesen Film in einem Offenen Brief an den WDR-Intendanten gefordert. Autor des Briefes war der Buchmarkt-Experte Gerhard Beckmann, der sich dieses Mal mit einem Lob der inhabergeführten Buchhandlungen sowie mit einer radikalen Positionsbestimmung seiner Haltung zur Buchbranche zu Wort meldet.

Unser USA-Korrespondent Thomas Adcock plädiert mit Abort the Court. ‘Pro God, Pro Guns, Pro Trump’ für die Abschaffung des Obersten Gerichtshofes. Rolf Barkowski konnte nach zwei Jahren Pandemie endlich wieder nach Mississippi reisen und seiner Leidenschaft frönen: Blues dort, wo er herkommt, erlebt beim 19. Juke Joint Festival – und jetzt bei uns mit vielen ungeschminkt authentischen Fotos.

Alf Mayer schreibt über seinen früheren Mentor Otl Aicher, der Jahrhundert-Designer wäre jetzt 100 geworden. Zudem hat er sich mit Joachim Feldmann für „Ein Buch – Zwei Stimmen“ zusammengetan, beide sind sich einig, dass Sybille Ruge mit „Davenport 160 x 90“ einen herausragenden Roman geschrieben hat.

Tobias Gohlis empfiehlt Volker Reinhardts Voltaire-Biographie, Thomas Wörtche die eigenwillige Graphic Novel „Gläserne Gedanken“ von Matthias Gnehm, und Wolfgang Brylla hat zu Marek Krajewskis Eberhard-Mock-Reihe einige Einwände. Unser Kolumnist Dietrich Leder beobachtet im TV, wie schwer es Tatort-Kommissarinnen beim Sterben haben. Nick Kolalowski entdeckt den von ihm schon beinahe abgeschriebenen Filmregisseur Guy Ritchie wieder – während Sven Friedrich sich über James Spader als Raymond Reddington in der Serie „The Blacklist“ freut und unser Kurzgeschichten-Autor Robert RescueAbends bei Reddit“ war.

Unser Hausautor Markus Pohlmeyer – so darf man jemanden nennen, der mit „Warum dichten: Über Horaz“ seinen 150. Beitrag bei uns veröffentlicht, wir gratulieren mit einem Tusch! – hat uns den herzlich begrüßten Günter Rinke vermittelt, der Ihnen Wolfdietrich Schnurre als Lyriker nahebringt. Zudem weist er auf den weithin untergangenen Film „Reminiscence“ hin, der in der Liga von „Blade Runner“ spielt.

Janine Ziegler liest „Poor Dogs“ von Ute Cohen, Ingrid Mylo hat als 3 x 11 Spielworte dieses Mal: Masken, Gespenster II, Koffer. Christopher Werth hat sich für die bereits 15. Ausgabe seiner Kolumne „Playing Video Games“ der Welt von „Virtual Virtual Reality 2“ ausgesetzt. Hazel Rosenstrauch hat mit dem Roman „Zeitzuflucht“ von Georgi Gospodinov eine gute Erfahrung gemacht, ebenfalls gerne ist Peter Münder dem Autor Christian Schultz-Gerstein und dessen Sammelband „Rasende Mitläufer, Kritische Opportunisten“ begegnet.

Wie immer gibt es unsere Standards: nämlich die (gar nicht so kurzen) Kurzbesprechungen in den Bloody Chops und in nonfiction, kurz, dazu ausgewählte Neuerscheinungen in der Schatzsuche sowie die Krimibestenliste Juni 2022, den Meisterfotografen Carsten Klindt mit Street Scenes – Street Crimes, eine Sommerausgabe des Weltempfängers und in Sonja Hartls PodcastAbweichendes Verhalten“ Tiefschürfendes zu Chester Himes.

Thomas Wörtche bespricht einen Sachbuch-Mix zu Polizei und Justiz. Hanspeter Eggenberger weist uns nachdrücklich auf „Nur die Wahrheit“ von Yves Gaudin hin, Günther Grosser hat „Der große Fehler“ von Jonathan Lee mit Gewinn gelesen. In unserem Textauszug „Von Agenten und Kundschaftern“ aus dem Buch „Publikumspiraten“ beschäftigt sich Andreas Kötzing mit den Spionagefilmen der DEFA als Gegenentwurf zum westlichen Genrekino.

Unser KrimigedichtFrankie’s Gun“ stammt von den The Felice Brothers. In den Bloody Chops schreiben Hanspeter Eggenberger und Joachim Feldmann über: Stephen Mack Jones: Princess Margarita Illegal/ Eryk Pruitt: Das schnelle Leben/ Jacob Ross: Die Knochenleser. In nonfiction, kurz sind es Alf Mayer und Thomas Wörtche über: Hermann Bausinger: Vom Erzählen/ Markus Brauckmann, Gregor Schöllgen: München 72/ Julio Cortázar: Unerwartete Nachrichten/ Martin Edwards: The Life of Crime. Detecting the History of Mysteries and Their Creators/ Caroline Elkins: Legacy of Violence: A History of the British Empire/ Klaus Gietinger, Norbert Kozicki: Freikorps und Faschismus. Lexikon der Vernichtungskrieger/ Mittelweg 36: Schwerpunkt: Publikationsregime/ Christiane Schalles: „…Transport von Personen, Thieren, Waaren und Gegenständen aller Art …“ 175 Jahre Eisenbahn in Bad Soden am Taunus 1847 – 2022/ sowie Stefanie Mathilde Frank/ Ralf Schenk (Hg.): Publikumspiraten. Das Genrekino der DEFA.

Kommen Sie alle gut durch diese Zeiten. Viel Freude am Lesen wünschen Ihnen

Sonja Hartl, Anne Kuhlmeyer, Alf Mayer und Thomas Wörtche und das gesamte CrimeMag-Team.

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