Geschrieben am 1. Februar 2022 von für Crimemag, CrimeMag Februar 2022

CrimeMag: Editorial Ausgabe Februar 2022

Herzlich willkommen!

Unseren großen Jahresrückblick 2021 mit 90 Autorinnen und Autoren aus aller Welt finden Sie noch hier nebenan. Das Magazin-Jahr beginnen wir mit einer Primzahl, nämlich mit 37 Beiträgen. So viele Elefanten führte Hannibal auf seinem Zug über die Alpen mit sich, so viele Theaterstücke verfasste William Shakespeare und Richard Nixon, der 37ste Präsident der USA, meinte bei seinem Rücktritt am 9. August 1974: „Dies ist das 37ste mal, dass ich zu Ihnen aus diesem Raum (dem Oval-Office) spreche.“

Das alles ist nun länger her, vernünftiger aber ist das Land (und die Welt) seitdem leider nicht geworden. Unser USA-Korrespondent Thomas Adcock sieht ein „America Gone Mad“, unsere Kolumnistin Iris Boss muss schon ihren „Spaziergang“ gegen Wortnapper verteidigen. Deshalb fordert sie: „Wort halten!“ Und Bestseller-Autor Andreas Pflüger, dessen Roman „Ritchie Girl“ sich mit der deutschen Schuld beschäftigt, interveniert zum Thema „Das Erinnern und das Vergessen“.

Branchenkenner Gerhard Beckmann deckt den „Treppenwitz Statistik beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels“ auf, Thomas Wörtche fragt in Sachen Eckpunkte der Kriminalliteratur,  „Was soll uns Raymond Chandler heute?“ und „Chester, Wer?Ingrid Mylo hat wieder 3 x 11 Spielworte dabei, diesmal „Listen, Schnee,  Gedanken“.

Robert Rescue erzählt vom „Kälte-Gottesdienst“ im Wedding, Markus Pohlmeyer sinniert luzide zum Film „Ich bin dein Mensch„. Außerdem hat er sich der Graphic Novel „Moby Dick“ und des XXL-Bandes „Spider-Man. 1962–1964“ angenommen. Bodo V. Hechelhammer porträtiert den Agenten „OSS 177“ in Serie und Film, Alf Mayer widmet sich dem „XXL James Bond Archiv“ und findet „So viel Bond war nie“. Nick Kolakowski blickt auf Cormac McCarthys „The Counselor“ als übersehenes Meisterwerk.

Sonja Hartl startet einen neuen Podcast, nennt ihn „Abweichendes Verhalten“, und findet auch beim Blick auf Nella Larsens Roman „Passing“/ Seitenwechsel“ und Rebecca Halls Verfilmung neue Lesarten, Thomas Groh freut sich über die Neuedition von „Abwärts“.

Wie immer gibt es unsere Standards: nämlich die (gar nicht so kurzen) Kurzbesprechungen in den Bloody Chops und in nonfiction, kurz, dazu ausgewählte Neuerscheinungen in der Schatzsuche sowie die Krimibestenliste Februar 2022 und Meisterfotograf Carsten Klindt mit Street Scenes – Street Crimes.

Harald Mühlbeyer hat einen Nachruf auf Herbert Achternbusch, Christopher Werth in seiner Kolumne Playing Video Games diesmal „Industria“. Herzlich begrüßen können wir Katharina Herrmann, sie gibt ihren Einstand mit einem Einwand zu Werner Herzog „Das Dämmern der Welt“ und einer Eloge auf „Revolver Christi“ von Anna Albinus. Frank Rumpel bespricht „Das Schlupfloch“ von Mike Nicol, Frank SchorneckLove. Alles, was du liebst“ von Roddy Doyle und „Mädchenmeuterei“ von Kirsten Fuchs. Ebenfalls eine Doppelpackung bringt Peter Münder mit: „Sein oder Nicht Sein“ von Klaus Pohl und Stefan Neubauers Fotoband „Kulturerbe sowjetische Kasernen“.

Hazel Rosenstrauch war mit Stephan Thome und „Pflaumenregen“ in Taiwan, Constanze Matthes mit Walter Tevis beim „Damengambit“, außerdem erzählt sie von Antonio Muñoz Molinas „Schwindende Schatten“. Unser Textauszug kommt von Keith Gessen, sein Roman „Ein schreckliches Land“, kann helfen, Russland besser zu verstehen. Thomas Przybilka gibt mit „About Crime Fiction“ Hinweise zur Sekundärliteratur und unser Krimigedicht kommt von Sting. 

In den Bloody Chops besprechen Hanspeter Eggenberger, Joachim Feldmann und Frank Rumpel Kriminalromane, und zwar: Herbert Heinrich Beckmann: Es sind Kinder/ Thomas Christos: 1966/ Candas Jane Dorsey: Drag Cop/ Candice Fox: 606 / Zhou Haohui: 18/4. Der Hauptmann und der Mörder/ Michael Jensen: Blutgold/ Josef Kleindienst: Mein Leben als Serienmörder/ Denise Mina: Totstück/ Alan Parks: Bobby March forever/ Scott Thornley: Der gute Killer.

Alf Mayer hatte für nonfiction, kurz folgende Sachbücher auf dem Schreibtisch: Monica Black: Deutsche Dämonen. Hexen, Wunderheiler und die Geister der Vergangenheit im Nachkriegsdeutschland/ Stig Dagerman: Deutscher Herbst/ Carol Leonnig: Secret Service Die geheime Geschichte der Agenten, die den US-Präsidenten schützen sollen/ Guy Stern: Wir sind nur noch wenige/ Katalog Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941-1944/ Susan Williams: White Malice: The CIA and the Covert Recolonization of Africa.

Viel Freude am Lesen wünschen Ihnen

Sonja Hartl, Anne Kuhlmeyer, Alf Mayer und Thomas Wörtche und das gesamte CrimeMag-Team.

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