Geschrieben am 1. August 2020 von für Crimemag, CrimeMag August 2020

CrimeMag: Editorial Ausgabe August 2020

Herzlich willkommen!

Gerne versorgen wir Sie mit ordentlich Sommerlektüre. Alleine unsere gar nicht so kurzen Kurzbesprechungen Bloody Chops und non fiction, kurz verarzten insgesamt 33 Bücher. Das schon ist mehr Inhalt, als manch eine Krimibeilage zu bieten hat, und das sind nur zwei unserer 34 Beiträge. 
Den Anfang macht wie immer unser USA-Korrespondent Thomas Adcock mit dem Neuesten zur Lage in den USA, die zur „Pariah Nation“ geworden sind. Unterstützung hat er von Christopher C. Moore, der für uns aus Thailand schreibt, mit aber eher abendländischem Kulturgut klar macht, was bei den US-Wahlen im November auf dem Spiele steht

Unsere Kolumnistin Iris Boss serviert Ihnen dieses Mal eine ordentlich große „Pizza Sociale“, Georg Seeßlen, der an einem Buch über die Corona-Krise arbeitet, seziert für uns die Systemrelevanz von Kultur, und das ist ziemlich hart und heftig. Markus Pohlmeyer beschenkt uns mit Teil III seiner Corona-Gedichte, Sulari Gentill weiß, dass Crime Fiction uns für Krisen stärkt, Sandi Baker hat Alarmierendes aus Südafrika und Michael Friederici berichtet aus Hamburg von Lesekleinkultur in Covid19-Zeiten.

Zeit also für Robert Rescue, seinen Geisterjäger Klaus Pelzer und die vier Reiter der Apokalypse. Carsten Klindt und Nadja Burckhardt bringen uns Street Scenes – Street Crimes, die Schatzsuche weist auf interessante Neuerscheinungen hin und Gerhard Beckmann hat mit einer neuen Studie aus Innsbruck „Starke Argumente für die Buchpreisbindung“. 

Mit Frank Göhre kommen wir nach „Brooklyn – als Tatort von Kriminalromanen“, mit Max Annas zu einem Textauszug aus seinem neuen Roman „Morduntersuchungskommission: Der Fall Melchior Nikoleit“. Matthias Wagner kuratiert gerade in Gera die hochinteressante Ausstellung „Geliebt, gehasst, geduldet – Groschenhefte in der DDR“ und Wolfgang Brylla rundet unseren kleinen DDR-Schwerpunkt mit einer Besichtigung alter „Polizeiruf„-Folgen.

Wolfgang Schweiger gratuliert Ulf Miehe zum 80. Geburtstag, Constanze Matthes hatte Freude mit Olga Tokarczuk und dem „Gesang der Fledermäuse“. Bodo V. Hechelhammer war für uns im Dokumentarfilmfilm „Die Tochter des Spions„, Peter Münder bespricht Petros Markaris’ „Zeiten der Heuchelei“ und erinnert mit einem Porträt von Siegfried Unseld an 70 Jahre Suhrkamp. Ingrid Mylo weiß „Drei wildere Arten, der Welt zu begegnen“, Hazel Rosenstrauch empfiehlt Ernst Lothars „Wunder des Überlebens“. Das vergessene Buch heißt der Wiener Verlag, der den Identitätsthriller „Leben verboten“ von Maria Lazar wieder entdeckt hat. Das Buch gab es bisher nur in einer gekürzten englischen Exilausgabe, wir machen Ihnen mit einem Textauszug Appetit.

Und dann sind da noch zwei Mehrfachtäter: Markus Pohlmeyer hat für uns die Serie „Rom“ wiedergesehen, sinniert zudem über die Härte der Serie „Spartakus“ und – wer Gedichte schreibt, tut das nicht im leeren Raum – über eine „ars poetica“. Für die Freunde der Tauromachie hat Alf Mayer das Schmankerl „Granero – Leben, Liebe und Tod eines Toreros“ entdeckt, in dem sich u.a. Hemingway und Bataille ein Stelldichein geben. Zudem bespricht er, oh „Herrschaft der Dinge“, sechs Bücher zur Konsumgeschichte, ist mit vier Büchern in der Kino-Geschichte unterwegs („Nicht nur eine nostalgische Mission“) und hat sich mit dem ungewöhnlichen Bildband „Western Portraits. The Unsung Heroes & Villains of the Silver Screen“ von Steve Carver beschäftigt.

In den „Bloody Chops“ zerlegen Hanspeter Eggenberger, Joachim Feldmann, Tobias Gohlis, Günther Grosser, Sonja Hartl, Alf Mayer, Kolja Mensing und Thomas Wörtche stattliche 21 Bücher, und zwar: Francisco Álvarez: Durruti/ Max Annas: Morduntersuchungskommission 2. Der Fall Melchior Nikoleit/ Lauren Beukes: Afterland/ Birgit Birnbacher: Ich an meiner Seite/ Ray Celestin: Gangsterswing in New York/ Tom Chatfield: Hier ist Gomorrha/ Lee Child: Der Bluthund/ Sophie Hénaff: Mission Blindgänger/ Gerhard Henschel: SOKO Heidefieber/ Robert Hültner: Inspektor Kajetan: Die gesamte Reihe/ Philip Kerr: Trojanische Pferde/ Dennis Lehane: Gone Baby Gone/ Nicolas Mathieu: Rose Royal/ Adrian McKinty: Alter Hund, neue Tricks/ Wolfgang Schweiger: Land der bösen Dinge
Jason Starr: Seitensprung/ Karsten Stegemann: Niewetow/ Olen Steinhauer: The Last Tourist/ Scott Thornley: Der gute Cop/ Felix Weber: Staub zu Staub/ Hideo Yokoyama: 50. 
Für non fiction, kurz waren Alf Mayer und Thomas Wörtche unterwegs und besprechen zwölf Titel: Oliver Bullough: Land des Geldes/ Gewerkschaftslinke Hamburg (Hg.): Das Schweinesystem/ Uki Goñi: Odessa. Die wahre Geschichte. Fluchthilfe für NS-Kriegsverbrecher/ Peter Haenger: Das Fleisch und die Metzger/ Jamie Hewlett – 40th Anniversary Edition/ div. Hg.: Konformistische Rebellen. Zur Aktualität des autoritären Charakters/ Stephan H. Lindner: Aufrüstung – Ausbeutung – Auschwitz. Eine Geschichte des I.G. Farben-Prozesses/ Paul Ott: Mord im Alpenglühen. Der Schweizer Kriminalroman/ Gordon Parks: The Atmosphere of Crime/ Gerald Posner: Pharma: Greed, Lies, and the Poisoning of America/ Michael Striss: Columbo – Der Mann der vielen Fragen/ Doug J. Swanson: Cult of Glory. The Bold and Brutal History of the Texas Rangers.

Das Krimi-Gedicht stammt von Shel Silverstein und leider gibt es immer noch nicht genügen Krimi-Veranstaltungen, dass wir Ihnen davon wie früher regelmäßig gewohnt berichten könnten.

Viel Vergnügen mit unserem CrimeMag im August wünschen Ihnen Sonja Hartl, Anne Kuhlmeyer, Alf Mayer und Thomas Wörtche und das gesamte CrimeMag-Team.

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