Geschrieben am 1. Dezember 2022 von für Crimemag, CrimeMag Dezember 2022, Editorial

CrimeMag: Editorial Ausgabe Dezember 2022

Herzlich willkommen!

„Crime Time“ findet unser USA-Korrespondent Thomas Adcock in Hinblick auf Trump und seine Spießgesellen – Zeit, die Clowns wegzusperren. Bachtyar Ali, der bekannteste zeitgenössische Schriftsteller des autonomen irakischen Kurdistan, erklärt uns, warum der Kriminalroman in der arabischen Kultur keinen Boden hat. Frank Göhre porträtiert für uns Jürgen Roland und damit St. Pauli und die Anfänge des deutschen Fernsehens vor 70 Jahren. Ebenfalls ein Jubiläum: Georg Stefan Troller wird 101 Jahre alt, wir gratulieren mit dem Textauszug „Der Maquisard“.

Elmar Krekeler hält eine Laudatio auf Johannes Groschupf, Alf Mayer bespricht Groschupfs neuen Berlin-Roman „Die Stunde der Hyänen“ sowie das Sachbuch „Österreichs Geheime Dienste“ von Thomas Riegler, die erste Darstellung der Nachrichtendienste im Nachbarland. Peter Münder verneigt sich vor Dan McCrums Recherchen im „House of Wirecard„.

Sonja Hartl findet „Wie die einarmige Schwester das Haus fegt“ von Cherie Jones ein großartiges Buch und hat auch noch zu Sybille Ruges „Davenport 160 x 90“ etwas nachzutragen. Constanze Matthes hat Joachim B. Schmidts wiederaufgelegten Erstling „In Küstennähe“ gelesen, Christopher Werth weiß die russischen science fiction-„Geschichten aus der Heimat“ von Dimitry Glukhovsky zu schätzen, Günther Grosser Gu Byeong-Mos „Frau mit Messer“.

Thomas Wörtche liest „Die rätselhaften Hojin-Morde“ von Seishi Yokomizo als einen alles andere als unschuldigen Retro-Krimi, Nick Kolalowski weist auf den noch zu wenig bekannten Jordan Harper hin. Dietrich Leder fasziniert anhand von George Perec und James Grady das abgründige Erzählen und das Gift das Originals.  

In der dieses Mal sehr großen Abteilung „Bewegtes Film“ blickt Dietrich Leder in seiner Kolumne hinter die Kulissen der Serie „Babylon Berlin“, Markus Pohlmeyer notiert zehn Punkte zu „Star Trek Picard 2“. Bodo V. Hechelhammer hat Hintergrund zum Wernher von Braun-Film „Ich greife nach den Sternen“, in dem Curd Jürgens die Hauptrolle spielte. Thomas Wörtche widmet sich einem Bildband über die Entstehung von „Die Klapperschlage – Escape from New York“, Joachim Feldmann bespricht Quentin Tarantinos erstes Filmbuch „Cinema Speculation„, Alf Mayer setzt dem das vielschichtige und vielstimmige „Hollywood. The Oral History“ entgegen, außerdem versammelt er Kurzbesprechungen weiterer Filmbücher.

Wie immer gibt es unsere Standards: nämlich die (gar nicht so kurzen) Kurzbesprechungen in den Bloody Chops und in nonfiction, kurz, dazu ausgewählte Neuerscheinungen in der Schatzsuche sowie die Krimibestenliste Dezember 2022 und den Meisterfotografen Carsten Klindt mit Street Scenes – Street Crimes. Der PodcastAbweichendes Verhalten“ von Sonja Hartl kümmert sich dieses Mal um Margaret Millar und dann gibt es auch noch, von ihr kuratiert, eine neue Ausgabe vom „Weltempfänger„.

Robert Rescue schenkt uns ein Interview mit einem umgeschulten Flugzeugentführer, „Knöpfe, Leben, Glas“ lauten dieses Mal die 3 x 11 Spielworte von Ingrid Mylo. Alf Mayer bespricht ihren Katharine Mansfield-Band „Alles, was ich schreibe – alles, was ich bin. Texte einer Unbeugsamen“, zudem hat er sich in den ungewöhnlichen Reise-Bildband „Remote Experiences“ versenkt und etabliert die neue Rubrik Tafelfreuden – Kulinarische BücherMarkus Pohlmeyer liefert uns „Herbst-Gedichte (II)“, porträtiert in der Reihe „Wozu dichten?“ den römischen Poeten Vergil und beschreibt mit einer Illustration des Barosaurus lentus ein künstlerisches Experiment.

Hazel Rosenstrauch begeistert sich am Sachbuch „Von der Vielfalt des Bauens“ von Gerd Ackermann und Ulrike Pfeil. Anja-Marleen Krause sieht in Karin Lindemanns Roman „Simons langer Schatten“ Leerstellen deutsch-jüdischen Lebens beleuchtet, für Gerhard Beckmann ist die Pleite der Kryptobörse FTX ein Bankrott des Effektiven Altruismus. Unser Krimigedicht heißt „Vigilante“ und stammt von Willie Colon. 

In unseren „Bloody Chops“ besprechen Joachim Feldmann, Sonja Hartl, Alf Mayer und Thomas Wörtche: Attica Locke: Pleasantville/ Sara Paretsky: Schiebung/ Matthias Wittekindt: Die rote Jawa/ Michael Mann, Meg Gardiner: Heat 2/ Markus Pohlmeyer: Und doch! – Gedichte. In „nonfiction, kurz“ bespricht Alf Mayer: Dennis Duncan: Index, eine Geschichte des. Vom Suchen und FindenDas Black-History-BuchDesign. Die visuelle Geschichte/ Sergio del Molino: Leeres Spanien. Reise in ein Land, das es nie gab/ Evan Osnos: Mein wütendes Land. Reise durch die gespaltenen Staaten von Amerika/ Georg Stefan Troller: Der Unnötige. Frühe Texte/ Irene Vallejo: Papyrus. Die Geschichte der Welt in Büchern / Philip Whiteman (Hg.): Das Flugzeug-Buch/ Wolfgang Will: Der Zug der 10.000. Die unglaubliche Geschichte eines antiken Söldnerheeres.

Viel Spaß mit unserem Lesestoff, kommen Sie gut über die Feiertage – und an Silvester erscheint dann unser Großer Jahresrückblick 2022.

Sonja Hartl, Anne Kuhlmeyer, Alf Mayer und Thomas Wörtche und das gesamte CrimeMag-Team.
– Und wenn Sie uns schreiben möchten, gerne an: CulturMag (at) gmx (Punkt) de

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