Geschrieben am 1. Juni 2025 von für Crimemag, CrimeMag Juni 2025

CrimeMag: Editorial Juni 2025

Herzlich willkommen!

Unser USA-Korrespondent Thomas Adcock widmet sich dem »American Embarassment«, natürlich reden wir von Trump, und da müssen wir durch. »Man muss mit dem auskommen, was man hat«, heißt es auch für Andreas Pflüger und Ulrike Damm, die exklusiv für uns ihr aufschlussreiches Gespräch rekonstruiert haben, dass die Beiden bei der Buchpremiere von »Die Poesie des Buchhalters« miteinander geführt haben – es ist eine Feier der Sprache. Alf Mayer würdigt den nun wieder aufgelegten Roman »Internationale Zone« als das, was er ist: Hardboiled-Meilenstein, Wien 1953 und ergänzt diesen Fund mit einem Porträt Milo Dor & Reinhard Federmann – oder der Unsinn von E und U.

Dietrich Leder entwickelt dieses Mal in seiner Kolumne eine provokante Arbeitshypothese zur Frage Warum sind Fernseh-Krimis so beliebt? Dirk Schmidt macht für uns einen Klassiker-Check für den Spion George Smiley während Joachim Feldmann die literarische Fortführung dieses Protagonisten durch John Le Carrés Sohn Nick Harkaway ins Visier nimmt: Ein Spion kehrt zurück.

Thomas Wörtche streift in einem Fotoband mit den Bildern von Wolfgang Krolow durch »Kreuzberg die Welt« und dann auch mit noch mit Ralph Gibson durch dessen »Photographs 1960 – 2024«. Georg Seeßlen und Christan Metz haben ihre Bestandsaufnahme von 2011 jetzt mit »Blödmaschinen II« fortgeschrieben, wir können Ihnen exklusiv einen Textauszug präsentieren.

In diesem Frühjahr wurde die Krimi-Bestenliste 20 Jahre alt, Alf Mayer hat dazu Fragen an Tobias Gohlis. (Zur aktuellen Juni-Liste geht es hier.) Bildmächtig, das Buch erkundet schließlich 350 Filme, wird die Besprechung von »Revolution in 35mm. Political Violence and Resistance in Cinema from the Arthouse to the Grindhouse, 1960–1990«, für das unser Autor Andrew Nette zusammen mit Samm Deighan verantwortlich zeichnet: Bewaffnete Cinephilie überschreibt Alf Mayer seine Besprechung.

Hanspeter Eggenberger bespricht für uns »Ozark Dogs« von Eli Cranor, Frank Rumpel Jérôme Ferrari »Nord Sentinelle«, Constanze Matthes »See der Schöpfung« von Rachel Kushner und außerdem Christoph Heins großen DDR-Roman »Das Narrenschiff«. Frank Schorneck hat »Coast Road« von Alan Murrin gelesen und auch »Ausgefranzt« von Oliver Uschmann. Hazel Rosenstrauch bringt uns mit Gesicht geben zu Ernst Volland und »Frauen im Widerstand gestern und heute«.

Die Fotografin Susan Madsen bietet uns dieses Mal wieder zehn »Wahre Geschichten«, Robert Rescue nimmt uns mit zu Bewerbungsgespräche und Nick Kolalowski zu Neal Stephenson. Mit »Zeit außerhalb der Zeit« überschreibt Pascal Ehrlich seine Filmbesprechung der Proust-Verfilmung »Le Temps retrouvé« von Raoul Ruiz.

Ingrid Mylo hat für uns als 3 x 11 Spielworte (41) – Lippen, Fehler, Huhn, Fotograf Carsten Klindt bringt uns wieder »Street Scenes«, dazu gibt es die Krimibestenliste Juni 2025, ferner Unser Archiv, jüngster Zeit (19) und wieder eine Schatzsuche lesenswerter Bücher sowie die 3. Folge von Sonar – Aus den Tiefen des Netzes: Interessante Links, gesammelt von Sonja Hartl.

In den Bloody Chops – Kurzkritiken, Juni 2025 besprechen Hanspeter Eggenberger, Joachim Feldmann, Tobias Gohlis, Sonja Hartl und Alf Mayer: Kate Atkinson: Nacht über Soho/ Hannah Deitch: Killer Potential/ Les Edgerton: Das grenzgeniale Pseudokidnapping (folgt noch)/ Samuel W. Gailey: Tiefer Winter/ Becky Manawatu: Auē/ Sue Hincenbergs: Very Bad Widows/ Maurice Leblanc: Die Gräfin Cagliostro oder die Jugend des Arsène Lupin/ Tobias Premper: Sommer Ende/ Dolores Redondo: Wenn das Wasser steigt/ Andreas Storm: Die Victoria Verschwörung. Für nonfiction, kurz versammelt Alf Mayer: Rachel McCarthy James: Whack Job: A History of Axe Murder/ Christoph Kreutzmüller, Bjoern Weigel: Berlin im Nationalsozialismus. Abriss einer Stadtgeschichte/ Ware, Dawes, Pariyar, Cree: England’s military heartland: Preparing for war on Salisbury Plain. Und unser Krimigedicht stammt diesmal von Christian Morgenstern und ist das »Bundeslied der Galgenbrüder«.

Ordentlich Lesestoff also wieder – bei uns wie gewohnt ganz ohne Bezahlschranke.

Herzliche Grüße von Alf Mayer, Sonja Hartl, Anne Kuhlmeyer, Thomas Wörtche und der ganzen CrimeMag-Crew

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