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Posted On Mai 1, 2024By Alf Mayer/ Thomas WoertcheIn Crimemag, CrimeMag Mai 2024

nonfiction, kurz Mai 2024

Paul Auster, Spencer Ostrander: Bloodbath NationTobias Hauffe: Die Leere im Zentrum der Tat. Eine Soziologie unvermittelter GewaltAnnie Jacobsen: 72 Minuten bis zur Vernichtung. Atomkrieg. Ein SzenarioPatrick K. O’Donnell: The Unvanquished: The Untold Story of Lincoln’s Special Forces, the Manhunt for Mosby’s Rangers, and the Shadow War That Forged America’s Special OperationsSalman Rushdie: Knife. Gedanken nach einem Mordversuch The Last Bang (TW) Es gibt Bücher, die hätte ich lieber nicht gelesen. Annie Jacobsens 72 Minuten bis zur Vernichtung ist so eins. Ich bin nicht ängstlich, mir ist seit der Kuba-Krise schonRead More

Posted On Mai 1, 2024By Die RedaktionIn Crimemag, CrimeMag Mai 2024

Schatzsuche Mai 2024 – Lesestoff

Eine Vielzahl von Krimi-Neuheiten … … erscheinen jeden Monat, dazu Graphic Novels (vulgo: Comics) und DVDs und BluRays.  Unmöglich, das alles zu überblicken und zu rezensieren.  CrimeMag siebt und schürft deshalb für Sie und weist hier regelmäßig mit Hilfe der befreundeten Buchhandlungen Chatwins (Berlin), Wendeltreppe (Frankfurt)und Buchladen in der Osterstraße (Hamburg) auf interessante Neuerscheinungen hin.  ** ** Bitte denken Sie daran, dass gerade in diesen Zeiten Ihre lokalen Buchhandlungen besonderer Unterstützung und Solidarität bedürfen. Lieber dort bestellen als bei amazon. Man kann das nicht oft genug sagen – und tun. **** Claudia Denker vom Chatwins pausiert diesenRead More

Posted On Mai 1, 2024By Die RedaktionIn Crimemag, CrimeMag Mai 2024

Die Krimibestenliste im Mai 2024

Veröffentlichungstermin für die von Deutschlandfunk Kultur beherbergte aktuelle Krimibestenliste Mai 2024:  Freitag 3.5.2024. Online finden sie den Link zur Krimibestenliste bei Deutschlandfunk Kultur hier. Die Bestenliste wird jeden Monat kommentiert im Blog Recoil von Tobias Gohlis. Und hier gibt es sie als praktisches PDF zum Ausdrucken. Ein Archiv der letzten Jahre, eine wahre Schatzkammer der Kriminalliteratur, findet sich zurück bis 2005 hier. Die Jahres-Krimibestenliste 2023 gibt es hier bei uns ausführlich von Tobias Gohlis kommentiert. 1 (-)                         Lavie Tidhar: Maror (Suhrkamp) 2 (7)                        Charles den Tex: Repair Club (HarperCollins) 3 (-)                         Friedrich Ani: Lichtjahre im Dunkeln (Suhrkamp) 4 (-)                         Mathijs Deen: Der Retter (Mare)Read More
Mit bis zu 40 Beiträgen jeden Monat, unsere Kurzbesprechungen dabei gar nicht mitgezählt, ist es immer viel Lesestoff, den wir Ihnen jeweils zum 1. des Monats frisch servieren. Hier ein Rückblick auf das laufende Jahr. Einen Überblick übers Jahr 2023 finden Sie hier. Und beachten Sie auch unseren großen Jahresrückblick 2023 mit 77 Autorinnen und Autoren. Unsere regelmäßigen Kolumnen: Die Schatzsuche empfehlenswerter Neuerscheinungen,ein Essay von unserem USA-Korrespondenten Thomas Adcock ,jedes Mal eine Kurzgeschichte von Robert Rescue, Smoking Gun von Krimiautor Nick Kolakowski, über mediale Verknüpfungen,Dietrich Leder seziert Crime im TV,Ingrid Mylo liest Bücher anders, findet je 3 x 11 Spielworte,street scenes vomRead More
Alf Mayer bespricht: Robert Crumb, David Zane Mairowitz: KafkaNora Krug: Im Krieg. Zwei illustrierte Tagebücher aus Kiew und St. PetersburgGabri Molist: Schlafen ist SterbenRoberto Saviano, Asaf Hanuka: I’m Still Alive. Im Fadenkreuz der MafiaRam V, Filipe Andrade: The Many Deaths of Laila StarrDanijel Žeželj: Wie ein Hund ** ** Trotziges Lebenszeichen (AM) »Müssen wir erst getötet werden, damit man uns glaubt?«, zitiert Roberto Saviano den von der Mafia mit 500 Kilogramm TNT in die Luft gesprengten Ermittlungsrichter Giovianni Falcone, dem er jetzt einen großen, wichtigen Roman gewidmet hat. (Hier nebenanRead More
Über Fariba Vafis „Der Traum von Tibet“ Wie übersetzt man Redewendungen aus dem Persischen ins Deutsche? Wie belässt man das, was zwischen den Zeilen steht in der Übersetzung? Und wie wichtig ist eine persönliche Beziehung zu der Autorin, die man übersetzt? Und warum träumt man von Tibet? Darüber spricht Sonja Hartl mit der Übersetzerin Jutta Himmelreich und Anita Djafari. Anhören lässt sich die Folge bei Spotify, allen gänigen Podcatchern und unter diesem Link.Read More
Der erste wirklich moderne Held der Kriminalliteratur Thomas Wörtche zur Figur des Luca Lamberti, jetzt auch in einer Graphic Novel Als vor ein paar Jahren, naja, so um 2018 rum, der Folio-Verlag einen der wichtigsten Meilensteine des europäischen Kriminalromans, das sogenannte „Duca-Lamberti-Quartett“ von Giorgio Scerbanenco (1911 – 1969)  in einer schönen Edition wieder auflegte, passierte das, was immer wieder und viel zu oft passiert. Die Kritik war begeistert, das breite Publikum zuckte mit den Achseln und las lieber kuscheligen Italien-Schrott von Donna Leon oder anderen Pizza & Pasta-Schlonz. Der NameRead More
Mit dem prächtig ausgestatteten „Mort Cinder“ von Héctor Germán Oesterheld und Alberto Breccia im avant-Verlag liegt nun nach „Eternauta 1969“ ein weiteres – von den alten Originalseiten neu gescanntes – Opus eines der größten Comic-Zeichner des 20. Jahrhunderts vor. Anlass genug für uns, eine Würdigung von Thomas Wörtche der Vergessenheit zu entreissen. – D. Red. Die Verweigerung von Eindeutigkeit Obwohl der argentinische Illustrator Alberto Breccia mittlerweile (posthum) auch hierzulande hoch gehandelt wird, hat man über seinen Beitrag zur Ästhetik des 20. Jahrhunderts selten nachgedacht. – Von Thomas Wörtche. „¿ QuéRead More
Wer liest, sammelt Sätze. Manchmal bewußt. Manchmal ist ein einziges Wort ausschlaggebend: hartnäckig taucht es immer wieder auf. Fliege, zum Beispiel. Oder Mitternacht. Oder Asphalt. In ganz unterschiedlichen Büchern und Zusammenhängen, bei ganz unterschiedlichen Schriftstellern. Solche Fliegensätze oder Mitternachtssätze oder Asphaltsätze finden, immer elf an der Zahl, in der Serie 3 x 11 Spielworte ihren Platz. Ein Spaß, ein Zeitvertreib. Und eine andere Art, auf Bücher zu deuten. Spielwort: Fliegen II Elf Zitate zusammengelesen von Ingrid Mylo             „Das ist eine Fliege“, sagte sie. „Achte jetzt genau auf ihre Flugbahn.“–Read More
Bilder als eigenständige Zeugen der Zeitgeschichte Eine Besprechung von Alf Mayer Das erste Foto in Gerhard Pauls 1,5 Kilo schwerer visueller Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ist ein Auftragsfoto von Erna Wagner-Hehmke, betitelt: »Bonn, 23.5.1949.« Die Unterzeichnung des Grundgesetzes. Jetzt im Mai 75 Jahre her. »Das Bild besitzt alles«, beginnt Gerhard Paul sein Magnum Opus, »was die frühe Bundesrepublik charakterisiert. Es zeigt – mit einer Ausnahme – ausschließlich feierlich gekleidete Herren in dunklen Anzügen sowie sechs männliche Fotografen bzw. Kameramänner, die ein Geschehen im Bild festhalten. Zwei von ihnen werden vonRead More
Literatur und Eingeweidewürmer Adelbert von Chamisso war zur Zeit der Französischen Revolution acht Jahre alt, nach vierjähriger Flucht landete er in Berlin und wurde in Preußen heimisch. Feingeister kennen ihn als Erzähler der Geschichte von Schlemihls wunderbarer Reise mit Siebenmeilenstiefeln, dass er auch Botaniker war, hat sich schon ein bisserl herumgesprochen. Dass er als Naturforscher an einer der “letzten großen Forschungsexpeditionen auf der Suche nach der legendären Nordostpassage” teilgenommen hat, erstaunt die Freunde, denen ich davon erzähle. Drei Jahre ist der poetische Botaniker auf dem unbequemen Schiff zwischen Südsee undRead More
Sehr gelungener Spagat Für 24,26 Millionen Euro wechselte 2004 das Gemälde „Junge Frau am Virginal“ nach einer Versteigerung des Londoner Auktionshauses Sotheby’s den Besitzer. Es war eine Sensation – nicht nur des Geldes wegen, den ein Telefonanbieter mal so eben aus dem Hut zauberte. Spekuliert wurde damals, ob das auf etwa 1670 datierte Werk des niederländischen Malers Johannes Vermeer (1632-1675) überhaupt echt ist. Nur wenige Gemälde existieren von ihm, die meisten sind bekannt. Und: In der Vergangenheit sorgte ein Landsmann des Alten Meisters für Entsetzen in der Szene. Han van Meegeren (1889 -1947) gilt alsRead More
Sprache, Form und Dichtung. engramme. dinge ohne augen zeugen. gedichte zu den arolsen archives – von Ulrike Schrimpf Dieser Text ist ein Vortrag, den die Schriftstellerin Ulrike Schrimpf für ein Symposium an der Folkwang Universität Essen und für Studierende im Bereich „Design / Buch- und Textgestaltung“ geschrieben hat. Wir veröffentlichen ihn mit ihrer freundlichen Erlaubnis. Hier geht es bei uns zu ihrer Besprechung von Andreas Pflügers „Wie Sterben geht“ und großen Gespräche mit Ulrike Damm, Tanja Schwarz und Steve Rasnic Tem bei uns hier. – D. Red. ** ** Das,Read More
»C’est comme un reportage« Alf Mayer über »Ernst Scheidegger: Fotograf« Seine Kamera setzte er immer taktvoll ein. Seine Fotos schreien nicht. Sie sind da. »Ernst Scheidegger: Fotograf« ist ein Buch, von dem man gleich weiß dass es in die eigene Bibliothek gehört. Ein Buch zum Bleiben. Zu seinem 100. Geburtstag ist es in dem von ihm 1997 zusammen mit Heiner Spiess gegründeten Verlag erschienen. Also ein Vermächtnis. Es zeigt frühe, zum großen Teil bisher unveröffentlichte Aufnahmen sowie eine Auswahl bedeutender Fotografien, die Scheidegger von Künstlerinnen und Künstlern seiner Zeit gemachtRead More
Alf Mayer über Midori Kitamuras große Monographie des japanischen Modeschöpfers Midori Kitamura (Hg.): Issey Miyake. Mehrsprachige Ausgabe (Englisch, Japanisch). Mit Texten von Kazuko Koike und Fotos von Yuriko Takagi und Irving Penn. Verlag Taschen, Köln 2024. Hardcover, Format 30 x 30 cm, 3,2 kg. 448 Seiten, 80 Euro. Verlagsinformationen: taschen.com „Bei Issey Miyake kann man sehen, wie der Samurai nahtlos in den Weltraumanzug übergeht“, fasst die Schriftstellerin und Textilentwicklerin Sybille Ruge, ehemals Kreativdirektorin bei der zu Zimmer + Rohde gehörenden Textildruckerei Taunus Textildruck, also bei der feinsten deutschen Adresse inRead More
Stone Cold Dead in the Market by Frederick W. Hendricks He’s stone cold dead in the marketHe’s stone cold dead in the marketHe’s stone cold dead in the marketI killed nobody but my husband Last night I went out drinkingWhen I came home I gave her a beatingSo she catch the rolling pin and went to work on my headUntil she bash it inI lie cold dead in the marketStone cold dead in the marketI lie cold dead in the marketShe killed nobody but her husband I lick ‚im wit‘Read More

Posted On Mai 1, 2024By Die RedaktionIn Crimemag, CrimeMag Mai 2024

2024 Moore Prize: Let the Games Begin

Announcing the Jury for the 2024 Moore Prize for Writing on Human Rights The Christopher G. Moore Foundation is delighted to announce the jury for their eighth annual literary prize honouring books that feature human rights themes. The Prize has been established to provide recognition to authors who, through their work, contribute to theuniversality of human rights. This unique initiative is awarded annually, as chosen by a panel of judges whose own work focuses on human rights. The 2024 Moore Prize jury is comprised of Europe-based Burmese investigative journalist, ThinRead More

Posted On April 1, 2024By Die RedaktionIn Crimemag, CrimeMag April 2024

CrimeMag: Editorial April 2024

Herzlich willkommen! In unserm Garten sprießt und gedeiht es. Diese Frühlingsausgabe hat 43 Beiträge. Unser Amerika-Korrespondent Thomas Adcock sieht einen elektrisierenden Joe Biden bei seiner „State of the Union“-Rede – Joltin’ Joe. Thomas Wörtche knöpft sich die immer noch hochgehaltene Krimiweisheit ”Crime doesn’t pay« vor, fragt spöttisch, »Ach ja, wirklich?«, und findet außerdem bei Fabio Stassi »Die Seele aller Zufälle«. Sonja Hartl reist mit Patricia Melo in »Die Stadt der Anderen« und bringt uns Teil 2 ihrer Studie zum Irish Noir: »Urbanität und Verbrechen«. Alf Mayer war mit Sybille RugeRead More
WASHINGTON On the evening of March 7, an old man derided as “Sleepy Joe” by the world’s most famous criminal defendant made his way toward a mahogany dais in a marbled chamber of the United States Congress. Tucked beneath his arm were pages of a speech he would deliver over the next hour and six minutes, via live coast-to-coast television broadcast. Virtually no one in the media commentariat believed he was up to it. But clearly, the old guy was determined to confound all doubters and detractors who purvey theRead More
62 Porträt-Folgen sind es in unserer kleinen Carsten-Klindt-Galerie mittlerweile geworden. Und es geht weiter. Heute kommet wieder eine Folge dazu. Kriminalliteratur wurde früher gerne als „Asphalt-Literatur“ abgetan. Wir finden, dass das ein Adelstitel ist. Wir mögen Asphalt, wir mögen Großstadt, wir mögen Realität. Deswegen präsentieren wir Ihnen hier eine Rubrik, die jeden Monat ein Bild des Fotografen Carsten Klindt zeigt, jetzt sogar manchmal jeweils zwei – und bis Folge 34 manchmal Texte der Polizistin Nadja Burkhardt kombiniert hat: Street Scenes und Street Crimes. Aus Realität wird Kunst, fragmentarisch und  kaleidoskopisch. Freuen Sie sichRead More

Posted On April 1, 2024By Thomas WoertcheIn Crimemag, CrimeMag April 2024

TW: Crime doesn’t pay? Ach ja, wirklich?

„Crime doesn’t pay“, auf diesem volkspädagogischen Kalauer beruht unser Verständnis des Verhältnisses von Verbrechen und Gesellschaft. Und mindestens 80% der kriminalliterarischen Erzählungen, egal, in welcher medialen Darreichungsform, repetieren mantrahaft diesen politisch nicht absichtslosen Glaubenssatz. Und selbst viele Noirs gratifizierten diese Überzeugung, wenn am Ende alles schlecht und der Loser tot ist. Ein klarer Fall von kognitiver Dissonanz – wir wissen, dass das nun wahrlich nicht stimmt, aber wir wollen fest daran glauben. So fest, dass man auf die Idee kommen könnte, Kriminalliteratur, besonders das, was wir „Krimi“ nennen, sei speziellRead More
Auf den Straßen São Paulos Die 14-jährige Jéssica lebt auf der Praça Matriz – einem öffentlichen Platz in der Millionen-Metropole São Paulo. Die Straße war ihre Zuflucht: Ihr Bruder wurde ermordet, ihre Mutter ist vor Trauer krank geworden, sie wurde von einer Tante aufgenommen, wo sie wiederholt sexualisierte Gewalt erfahren hat. Also ist sie abgehauen und schlägt sich nun durch. Vieles lernt sie durch den Müllsammler Chilves, der ein Auge auf sie hat. Bis er verhaftet wird und Gefängnis kommt. Jéssica und Chilves sind zwei der faszinierenden Figuren in PatríciaRead More
Sybille Ruge
Geld verträgt kein Gewissen Machine Gun Ruge muss man diese Autorin wohl künftig nennen. Sybille Ruge wagt sich in ihrem zweiten Roman in die Welt der Superreichen – Alf Mayer gibt einen Schnelldurchlauf. K2 stellte mich als Mitarbeiterin im Family Office vor. Die Erwähnung seiner privaten Vermögensverwaltung hatte schlagartig Stille ausgelöst. Eine mystische Erhabenheit, wie sie nur ein Privatvermögen erzeugt, das bei 300 Millionen beginnt und bei unaussprechlichen Zahlen endet. Jetzt verstand ich das Kostüm, zu dem er mich genötigt hatte.(Seite 17) – Und später, Seite 151: Kennst du dasRead More
Ein vertikaler Riss in der Wirklichkeit Der erste deutschsprachige Erzählungsband von Steve Rasnic Tem ist im Literatur Quickie Verlag erschienen: „Das langsame Fallen von Staub an einem ruhigen Ort“ ist eine Sensation. Die Autorin Ulrike Schrimpf – siehe auch den Lesungshinweis ganz unten – hat sich mit dem Schriftsteller unterhalten. „Manche würden sagen, ich sei ein Mann mit mickriger Vorstellungskraft. Manche würden sagen, ich hätte mein Leben mehr heimgesucht als es gelebt. Aber ich mag einfach einen ruhigen Ort, wo ich sitzen und lesen kann, wo ich das langsame FallenRead More
Pläne und Sackgassen Eine Besprechung von Frank Rumpel Damit war nun wirklich nicht zu rechnen. Noch ein Tabor Süden. Und was für einer. Friedrich Ani hat sich nochmal in die Rolle des schweigsamen, sehr präsenten und genau beobachtenden Ex-Polizisten geschrieben. Der hat auf der Suche nach Vermissten schon ganze Universen entdeckt, in denen lange niemand mehr Licht gemacht hat. Und diese Miseren und Verwerfungen, auf die er da gestoßen ist, sind nicht an ihm vorbei, sondern durch ihn hindurch gekrochen, haben ihn empfänglich gemacht für die Untiefen versehrter Leben. InRead More
Einfach nur brillant Vince Corso, der Held von Fabio Stassis Roman “Die Seele aller Zufälle“ ist Aushilfslehrer, Gelegenheitsdetektiv und vor allem Bibliotherapeut. Sein Ansatz ist, für jedes menschliche Problem, das seine Klientinnen und Klienten ihm vortragen, die dazu passende, heilsame Lektüre zu empfehlen. Ach, wie schön es wäre, würde dieses Berufsbild ökonomisch ersprießlich tatsächlich existieren. Corsos literarisches und kulturhistorisches Wissen ist in tutta Roma bekanntermaßen immens. Und so beauftragt ihn eine Dame aus der Gesellschaft, die literarische Quelle von bruchstückhaften und anscheinend unzusammenhängenden Worten und Zeilen zu finden, die ihrRead More