Liminal border situation On the border between Poland and Belarus, the Forest has become the subject of a humanitarian crisis. An artist’s report, based on meetings with activists and refugees, charts this contested space. Poetry honours those lost in transit. I recall my visits to Podlasie, a region on the Polish border with Belarus – the border which divides extraordinary, primeval Puszcza Białowieska, the oldest Central European Forest, in half. I first visited the Forest at the age of ten. There was an oak tree in front of the house
Read More Berlin, ganz ohne Schminke Johannes Groschupf beweist sich mit »Skin City« erneut als großer Realist – von Alf Mayer Dieser Roman fegt los wie ein Rennpferd beim Boxenstart. Schon auf den ersten Metern wird die Klasse klar. Dann folgt Kurve auf Kurve, leichtfüßig und schnell, elegant. Und wir wissen, dass wir in guten Händen sind. Johannes Groschupf ist ein Autor, der schon in »Berlin Prepper«, in »Berlin Heat« und »Stunde der Hyänen« (alle bei Suhrkamp und herausgegeben von Thomas Wörtche) gezeigt hat, WIE SEHR Berlin seine Stadt ist. Jetzt sausen
Read More Sonja Hartl: Über einen Serienmörder erzählen (2) Vor kurzem habe ich erst geschrieben, dass ich fast nur noch gucke, was ich gucken will. Und vorigen Monat habe ich mich um das „fast“ in diesem Satz gekümmert. Denn natürlich gibt es Filme, die ich nach meinem Empfinden gucken sollte/müsste, weil sie direkt in mein Arbeitsgebiet fallen. Mit solchen Filmen ist es bei mir oft so: Ich schiebe sie jahrelang vor mir her, dadurch werden sie gefühlt unglaublich groß – und wenn ich mich dann endlich aufraffe, sie zu gucken, stelle ich
Read More Erinnerungen an den Piloten Der Flugkapitän Jürgen Ploog sitzt im Cockpit seiner Boing 737. Er fliegt über Länder und Kontinente. Er fliegt nach San Francisco, er fliegt nach Bangkok. Es ist Tag, es ist Nacht. Die Erdplatten verschieben sich, stoßen knirschend aneinander. Risse. Schnitte. Die Bilder überlagern sich. Der Schriftsteller Jürgen Ploog notiert und schreibt. Er notiert auf handtellergroßen Zetteln. Er schreibt im Hotel auf seiner Reiseschreibmaschine: „Draußen spannte sich der ungeheuere Bogen der Erdoberfläche …Shylock Holmes konnte nicht erkennen welcher Kontinent ihm in diesen Moment gegenüber lag …ausgedehnte Wolkenfelder
Read More »Ich liebe es, über die Welt zu schreiben, in der wir leben« Der Australier Garry Disher legt seit mehr als zwanzig Jahren zuverlässig jedes Jahr einen neuen Kriminalroman vor. Und das geradezu unheimlich beständig, stets auf Weltklasse-Niveau. Ein solcher Reichtum an immens guten Büchern und Geschichten, prall und lebensecht, ist Königsklasse. Im deutschsprachigen Raum erscheinen seine Bücher im (gerade mit C.H. Beck fusionierten) Unionsverlag; die Reihe mit dem Räuber Wyatt passenderweise bei Pulp Master. »Desolation Hill« ist der vierte Roman mit dem Outback-Polizisten Hirsch (Originaltitel: ”Day’s End«). ** ** Im
Read More 75 CulturMag-Autorinnen und -Autoren über das Jahr 2024 Pünktlich zu Silvester präsentieren wir Ihnen wieder unseren großen Jahresrückblick, den Alf Mayer kuratiert hat: 75 Autorinnen und Autoren aus aller Welt. 19 Texte davon in Englisch, aus den USA, Australien und Großbritannien – und dazu einige große Einzelbeiträge und Extras, unser Jahresarchiv 2024 sowie unsere CrimeMag Top Ten 2024. Welcome, dear CrimeMag/ CulturMag readers, take a bite of resilience from our Mammoth CulturMag’s Year’s End Issue 2024 with 75 contributors from round the world: Germany, Great Britain, Australia, U.S.A., 19 of these pieces written in English. Go, have a look. You might meet
Read More Unsere Top Ten des Jahres 2024 (… sind wegen Punktgleichheit auf Platz 10 Top Twelve geworden) Ross Thomas: Die Narren sind auf unserer Seite (Ü: Gisbert und Julian Haefs, Alexander) Lavie Tidhar: Maror (Ü: Conny Lösch, Suhrkamp) Una Mannion: Sag mir was ich bin (Ü: Tanja Handels, Steidl) Megan Abbott: Wage es nur (Ü: Karen Gerwig, PulpMaster) Pascal Garnier: An der A 26 (Ü: Felix Mayer, Septime) Jake Lamar: Das schwarze Chamäleon (Ü: Robert Brack, Nautilus) Liz Nugent: Seltsame Sally Diamond (Ü: Kathrin Razum, Steidl) Hervé Le Corre: Durch die
Read More Sonja Hart: Wie erzählt man wahre Geschichten? NBA-Playoffs. Es fällt ein Begriff: „level of annoyance“. Damit beschreibt der Reporter den Zustand der Spieler, die schon seit drei Vierteln ständig gefoult werden. Den Begriff merke ich mir. Er beschreibt nämlich recht gut meinen unterschiedlichen Grad an Gefasstheit. ** Das Jahr 2024 beginnt vorzeitig mit einer Idee beim Frühstück am 30. Dezember 2023: die Caspar-David-Friedrich-Tour. Wir gucken alle drei großen Ausstellungen in Hamburg, Berlin und Dresden. Spoiler: Dresden schaffen wir nicht. Das Leben kommt dazwischen. Ansonsten läuft es mit der Kunst und
Read More Vanishing Point – Die große Zersplitterung Mit Alf Mayer auf Grand Tour durch das Jahr 2024 »Sagen Sie«, sprach mich eine Vertreterin des Gastlands Italien halb amüsiert auf der Buchmesse an, »ich habe jetzt drei Interviews mit großen deutschen Zeitungen gehabt, und alle haben sie mich danach gefragt, ob wir in der italienischen Literatur gern Klischees bedienen. Was haben denn die deutschen Kritiker für ein Problem?« Gemeint war unter anderem die Veranstaltung, die ich im Gastland-Pavillon moderierte: »Alle Nuancen des Krimis«. In der Pressemitteilung der Buchmesse hatte es geheißen: »Italien
Read More Mit bis zu 40 Beiträgen jeden Monat, die gar nicht so kurzen Kurzbesprechungen nicht mitgezählt, ist es viel Lesestoff, den wir Ihnen regelmäßig zum Ersten des Monats frisch servieren. Hier finden Sie einen Rückblick auf das vergangene Jahr 2024. Im Mai 2024 haben wir unseren 10.000 Beitrag veröffentlicht, allesamt sind sie pro bono entstanden, wurden komplett ehrenamtlich und non profit von Medienprofis und Buchautorinnen und Autoren geschrieben und kuratiert. Herzblut und Kompetenz sind unsere Devise. Einen Überblick über das Jahr 2023 finden Sie hier. Unser im August ’24 erschienenes Special Thomas Wörtche gibt es hier, ebenso sein
Read More Helmut Ziegler: Endlich wieder Gitarre geübt … 1. Der hirnrissigste Plan? Vier Bücher in einem Jahr veröffentlichen zu wollen. Es wurden dann auch nur drei. Zwei davon, wer denn mag, gibt es hier und hier. 2. Die gefährlichste Unternehmung? Ich bin nicht sicher: Zählt Sparring ohne Helm? 3a. Zugenommen? Wenig. Wenn, dann Muskelmasse. Das Bindegewebe am Bauch sieht das jedoch anders. 3b.Haare kürzer? Ich will ja, aber die Frau … 3c. Mehr Geld? Siehe Frage 14. 3d. Sparsamer geworden? Im Alter, heißt es, sinkt Bedürftigkeit. Aber: nein. 4. Die teuerste
Read More Robert Zion: Im Unzuhause 2024 Kino. Film des Jahres.„Schaut, was wir heute tun“ (Jonathan Glazer) Jenseits des immer rechtskonservativer werdenden, dabei ohnehin nur für eine jüdische Minorität sprechenden „Zentralrats der Juden in Deutschland“, der beim deutschen Bürgertum und seiner politischen Klasse fortwährend um den ersten Platz als definitive Opfergruppe buhlt und sich damit doch nur den voraufklärerischen Status des „Schutzjuden“ zurück erbettelt, schaut man als Bürger dieser Republik mit jüdischen Wurzeln sehr genau hin, auf welchem Stand sich die Aufarbeitung des Holocaust, die sogenannte „Erinnerungskultur“, in Deutschland gerade befindet. Ist
Read More Zeitdokument erster Güte Alf Mayer über einen gewichtigen Bildband zu kleinstem Preis James Baldwin, Steve Schapiro: The Fire Next Time. Mit Texten von Steve Schapiro, James Baldwin, Gloria Karefa-Smart. Achtung: nur englische Ausgabe, kein deutscher Text. Verlag Taschen, Köln 2024 Hardcover, Format 14 x 19.5 cm, Gewicht 0,42 kg. 192 Seiten, 15 Euro. Verlagsinformationen hier: taschen.com Vor Twitter, Instagram, Facebook und anderen Kanälen und waren es Fotos, die Botschaften in die Welt trugen. Die 1970er Jahre waren das Jahrzehnt der Fotoreportage. Eine davon, und eine der wichtigsten war und ist »The Fire Next Time«
Read More Alle Bilder mehrfach codiert Helmut Newton: „Berlin, Berlin“. Herausgegeben und kommentiert von Matthias Harder. Taschen Verlag, Köln 2024. Format 21 x 27.5 cm, Gewicht 1,64 kg. 245 Seiten, 50 Euro. – Verlagsinformationen: taschen.com Eine Liebesgeschichte mit langen Unterbrechungen nennt Matthias Harder, Direktor der Helmut-Newton-Stiftung in Berlin und Herausgeber des gerade erschienenen Bandes „Berlin, Berlin“, das Verhältnis von Helmut Neustädter alias Helmut Newton und seiner Geburtsstadt Berlin. In den 1930er Jahren lernte Newton sein Handwerk bei der legendären Yva, die schon damals Mode-, Poträt- und Aktfotografie zusammendachte – sie hatte übrigens ihr
Read More »Das ist schon eine Glorie für sich« Ein Interview von Alf Mayer zur Renaissance-Reihe »Italienische Kulturstädte« von Tobias Roth Herausgegeben und übersetzt von Tobias Roth, sind die drei Bände über Neapel, Florenz, Rom – alle drei je neun Kapitel umfassend, schön gegliedert, gesetzt, illustriert und gestaltet – eine wunderbare Ergänzung zu Roths »Großlesebuch«, dem 2020 erschienenen Folio-Band »Welt der Renaissance«. Tobias Roth: Welt der Renaissance: Neapel. Italienische Kulturstädte, Band 1. Verlag Galiani, Berlin 2023. 208 Seiten, 22 Euro.Tobias Roth: Welt der Renaissance: Florenz. Italienische Kulturstädte, Band 2. Verlag Galiani, Berlin
Read More Sich vom Dünkel der anderen nie beirren lassen Eine Annäherung an die Arbeit von Thomas Wörtche – von Alf Mayer Ohne TW könnten Sie das hier gar nicht lesen, gäbe es CrimeMag/ CulturMag nicht oder wie immer Sie uns nennen wollen (alles erlaubt). Zehntausend Beiträge umfasst unser Archiv inzwischen, der älteste Eintrag von Thomas Wörtche ist mit »Bodo Strauss und der ganz normale Wahnsinn« überschrieben und vom 14.01. 2001 datiert. Damals hieß das Online-Magazin du jour für Literaturbesprechungen noch »titel«. 2007-2008 machte man einen Relaunch und das Magazin wurde für
Read More »Da war viel Wage- und auch eine Prise Übermut am Werk« Die Geschichte der Krimi-Reihe metro ist auf der Internetseite des Unionsverlags gut dokumentiert. Wir bringen Ihnen in diesem Special auch das Gründungsdokument, ein kaliber 38-Interview mit Thomas Wörtche sowie damalige Pressestimmen und außerdem exklusiv und erstmals eine Bibliografie der Reihe. Zu all dem auch TW himself mit dem Text „The making of metro“ aus seinem Band „Das Mörderische neben dem Leben“. Alf Mayer: Gab es sozusagen ein Schlüsselerlebnis, die metro-Reihe aus der Taufe zu heben? Wie ist sie entstanden?
Read More »Ungeheure Neugierde und Lust auf das Neue, das Überraschende…« Ein Interview mit Winfried Hörning, Leiter der Suhrkamp-Taschenbuchabteilung – von Alf Mayer Wie war das? Wie fing das an mit Thomas Wörtche als Herausgeber einer Krimi-Reihe bei Suhrkamp? Gibt es dafür so etwas ein Gründungsdokument? (lacht) Nein, da muss ich Sie enttäuschen. Weder gab es eine Bewerbung noch ein Positionspapier. Wir haben über die Jahre einfach das eine oder andere Mal miteinander gesprochen. Bitte Details. Was Krimis angeht, gibt es bei Suhrkamp ja eine Vor-Wörtche-Zeit. Mitte, Ende der neunziger Jahre sollte
Read More The making of metro … In memoriam Jac Flessenkemper Metro – die weltumspannende Krimi-Reihe, die gar keine Krimi-Reihe war, sondern aus 155 spannenden Romanen aus aller Welt bestand, und die ich ab 1998 erfunden und bis 2007 in Kooperation mit dem Zürcher Unionsverlag herausgegeben habe – dieses metro also war, so konnte man zum Beispiel lesen, »die beste Krimi-Reihe Europas«, hat ein bisschen den Krimi-Markt in Richtung »Global Crime« gedreht und ein wenig Trend gesetzt. Metro fuhr ein paar zigtausend Rezensionen mit einem Lob-zu-Verriss-Quotienten von 9&2 ein, gab eine Art Blaupause für
Read More Jean Claude Gautrand: Robert Doisneau. Paris. Verlag Taschen, Köln 2024. Hardcover, XL-Format 25 x 34 cm, Gewicht 3.31 kg. 440 Seiten, 50 Euro. Verlagsinformationen: taschen.com Goldmedaille für einfühlsame Beobachtung Alf Mayer über die Monografie »Robert Doisneau. Paris« Er verabscheute Militärmusik, Militärgerichte und Militärkantinen. Seine Lieblingshelden waren die namenlosen Gewerkschafter, wohnen wollte er immer »nicht allzu weitvon denen entfernt, die über das Gleiche lachen wie ich«, und als natürliche Gabe hätte er gern die Fähigkeit gehabt, Träume anzuhalten. Pünktlich zur Sommer-Olympiade 2024 können wir nun Robert Doisneau (1912 – 1994) wiederbegegnen, dem ewigen und
Read More „Die Packhäuser der landwirtschaftlichen Betriebe standen wie Flugzeugschuppen am Rand der grünen Felder. Etwas weiter zur Stadt hin folgten die üblichen Tankstellen, Drive-ins und Motels. Der Highway war ein strenger, sozialer Äquator. In der nördlich höher gelegenen Hälfte lebten die Weißen; Inhaber und Angestellte von Banken,Restaurants, Textil-, Lebensmittel- und Spirituosengeschäften.“ (Ross Macdonald, 1952; dt. Ein Grinsen aus Elfenbein, Zürich, 1976) Der Highway 101, von Norden bis Süden an der kalifornischenKüste entlang. Von San Francisco bis Los Angeles.An Santa Barbara vorbei.An Hope Ranch.Hope Ranch ist eine Gemeinde am Pazifik mit ca.
Read More Die ganze Palette der Schwarzen Romantik – in neuem Kontext In Zeiten des allgemeinen, also auch kriminalliterarischen Kuschelns gegen die böse Welt könnte man sich mal wieder an einen bedeutenden Störenfried erinnern – an Jim Thompson. Findet Thomas Wörtche. Bevor Deputy Sheriff Lou Ford einen jugendlichen Kleinkriminellen seelenruhig mit dessen Gürtel in einer Gefängniszelle erhängt, um einen Mord zu verschleiern, den der Gesetzeshüter selbst begangen hat, erklärt er seinem Opfer den Lauf der Dinge: „Wir leben in einer verkehrten Welt, weißt du. Die Polizisten spielen die Gangsterrollen, und die Gangster
Read More Ein Textauszug – mit freundlicher Genehmigung von Herausgebern und Verlag – aus: Rolf Aurich / Michael Wedel (Hg.) Die „Filmkritik“. Eine Zeitschrift und die Medien. Band 23, Reihe »Film und Schrift«, edition text+kritik, München 2024. 270 Seiten, mit s/w Abb., 29 Euro. (AM) Ziemlich passgenau auf seinen vierten Todestag jetzt im Juni 2024 fiel das Erscheinen eines von manchen schon länger ersehnten Bandes, der in zwölf Werkporträts und auf Basis umfassender Archivrecherchen eine Neubetrachtung der vielleicht wichtigsten deutschsprachigen Filmzeitschrift – eben der »Filmkritik« – als Teil der bundesrepublikanischen Medienlandschaft von
Read More Narrativ der Gnade Die Krimikultur als Erzählform der gnadenlosen Gesellschaft von Ulrich Noller Mit freundlicher Genehmigung von Autor und Verlag – entnommen aus dem jetzt im Juni erschienenen Band: Konrad Heiland (Hg.): Gesellschaft ohne Gnade. Psychoanalytische, philosophische und soziologische Perspektiven. Buchreihe: Forum Psychosozial. Psychosozial-Verlag, Gießen 2024. 255 Seiten, Broschur, 32,90 Euro. – Verlagsinformationen hier. ** ** Um es direkt auf den Punkt zu bringen: Der Krimi war und ist schon einmal für mich persönlich, ganz subjektiv: eine Gnade. Das begann 1989, und zwar mit dem Roman Königin Zabos Sündenbock von
Read More Laudatio auf Georg Seesslen – von Prof. Dr. Moritz Baßler Mit dem Lessing-Preis für Kritik 2024 feiern wir heute Georg Seeßlen, den großen Film- und Kulturkritiker, eine der prägenden Figuren des kulturellen Lebens der Bundesrepublik Deutschland. Mir ist bewusst, dass der Laudator bei so einer Gelegenheit tunlichst nicht zuerst über sich selbst reden sollte. Und doch möchte ich Sie zunächst einmal kurz wegführen aus dem Wolfenbüttel von 2024, aber auch weg aus München, wo der Jubilar 1948 geboren wurde, aufwuchs und später Malerei, dann Kunstgeschichte und Semiologie studierte, weg aus Kaufbeuren, wo
Read More Der Lessing-Preis für Kritik 2024 würdigt die Herkulesarbeit von Georg Seeßlen (AM) Mit großer Freude gratulieren wir unserem Autor – und meinem langjährigen Freund – Georg Seeßlen zur Auszeichnung mit dem Lessing-Preis für Kritik 2024. Georg Seeßlen, Jahrgang 1948 und in München Kunstgeschichte und Semiologie studiert, als Maler nicht verkäuflich, als Musiker zu ungenau, vom Bildhauen zu schweigen, ist einer der letzten Enzyklopädisten unserer Tage. Die Bandbreite seiner sensibilité universelle, wie das bei Diderot geheißen hätte, spiegelt sich in seinen Arbeiten, sei es zu Pop oder Porno oder zum Cop-Film,
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