Mit 30 bis manchmal sogar 40 Beiträgen jeden Monat, unsere Kurzbesprechungen dabei gar nicht mitgezählt, ist es immer ziemlich viel Lesestoff, den wir Ihnen Monat für Monat servieren. Hier ein Überblick übers Jahr 2023. Unsere regelmäßigen Kolumnen: die Schatzsuche empfehlenswerter Neuerscheinungen,ein Essay von unserem USA-Korrespondenten Thomas Adcock ,jedes Mal eine Kurzgeschichte von Robert Rescue, Smoking Gun von Krimiautor Nick Kolakowski, über mediale Verknüpfungen,Dietrich Leder seziert Crime im TV,Ingrid Mylo liest Bücher anders, findet je 3 x 11 Spielworte,street scenes vom Berliner Fotografen Carsten Klindt ,Anschau-Abenteuer von der Fotografin Susan Madsen,der Podcast Abweichendes Verhalten von Sonja Hartl und der Weltempfänger,sowie jeden Monat ein Krimigedichtund gelegentlich: Einige Filmbücher, Tafelfreuden, Bücher
Read More Alf Mayer über „Das Tarot von A. E. Waite und P. Colman Smith. Die Geschichte des populärsten Tarot der Welt„. In einer leinengebundenen Schlagkassette – wie ein Artefakt aus den Archiven des Vatikans oder eines Fürsten – kommt ein aufregend ultimatives Tarot-Buch, wie es noch keines gegeben hat. Der Verlag Taschen übertrifft sich damit wieder einmal selbst, die Zeichen dafür müssen günstig dafür gestanden haben. Die prächtige Box enthält einen kompletten Satz der vom Mystiker Arthur E. Waite zusammen mit der Künstlerin Pamela Colman Smith geschaffenen 78 Karten von 1909
Read More Was Tote träumen Ulrike Schrimpf zu Andreas Pflügers Roman »Ich bin schon lang in diesem HausGebaut aus dem, was Tote träumen.« An einer Stelle seines aktuellen Romans Wie Sterben geht zitiert Andreas Pflüger, einer der führenden deutschsprachigen Erzähler, den Mythos Koras: Hades liebt sie so abgöttisch, dass er sie in Persephone umbenennt, in sein Schattenreich entführt und dort zur Totengöttin macht. Zeus aber, der das Leiden von Koras Mutter Demeter abmildern will, zwingt Hades dazu, Persephone immer im Sommer zurück an das Licht und in das Leben zu lassen. So wechselt Kora
Read More „Da ist noch so viel mehr“ Darf man Filme, deren zentrales Motiv Alkoholabhängigkeit ist, als eigenes Genre bezeichnen, ähnlich Kriminalfilmen oder Romantischen Komödien? Und wie soll diese Gattung heißen? Alkoholikerfilm, Unterkategorie Suchtdrama oder Trinkerkomödie? Wie auch immer, das Genre hat Konjunktur. Und es hat sich mit den Jahren verändert. Seit dem eindringlichen Klassiker „Das verlorene Wochenende“ (1945) von Billy Wilder hat Hollywood jede Menge solcher Filme hervorgebracht, die schon selbst wieder zu Klassikern geworden sind. Die Stuhlkreise der Anonymen Alkoholiker, ob in der Luxusklinik oder im Gefängnis sind mittlerweile ikonisch,
Read More Den Tiger reiten Ein Interview mit Andreas Pflüger zu seinem Buch »Herzschlagkino« – von Alf Mayer Andreas Pflüger: Herzschlagkino. 77 Filme fürs Leben. Arche Literatur Verlag, Zürich 2023. Hardcover, 176 Seiten, 17 Euro. Alf Mayer: Mir ist bei der Lektüre deiner »77 Filme fürs Leben« aufgefallen, dass du im Kino genau hinschaust, wie jemand über seine Kindheit redet. Wie er es mit seinem Vater hält. Wie ein Film oder eine Filmfigur mit Kindheit umgeht, und wie das in dein Urteil eingeht, in deine Hochachtung oder Begeisterung. Andreas Pflüger (holt erst mal Luft): Uuhh
Read More Auf die Faszination für Serienmörder*innen scheint Verlass zu sein. Die Norwegerin Victoria Kielland hat aber in ihrem Roman „Meine Männer“ einen hochinteressanten sehr poetischen Ansatz gefunden. – Von Sonja Hartl. Die Schwarze Witwe des Mittleren Westen, „Hell’s Belle“ oder auch Lady Blaubart sind die Beinahmen von Belle Gunness, die zwischen 1884 und 1908 mehr als 40 Menschen in den USA ermordet hat, bevor sie unter mysteriösen Umständen verschwunden ist. Nun begibt sich die norwegische Autorin Victoria Kielland in „Meine Männer“ auf eine poetische Verständnissuche. Bevor man sich auf die undurchsichtige,
Read More Seit über 50 Jahren auf der Bluesbühne Geboren in Mississippi, Kindheit in Memphis, als Teenager in den 60ern zu Hause auf der South Side in Chicago, neben Muddy Waters, Howling Wolf, Little Walter, um nur einige zu nennen. Enger Freund von John Lee Hooker. Nominiert für zwölf Gramy Awards, davon einen zusammen mit Ben Harper für das Beste Bluesalbum 2014 gewonnen („Get Up!“). Ersparen wir uns die Aufzählung der langen Liste von Superlativen zur Person und Musik von Charlie Musselwhite. Ich hatte Gelegenheit, den „elder statesman of the blues“ in
Read More Dinge in Bewegung, alte Zuschreibungen funktionieren nicht mehr – Eine Glosse Manchmal taucht sie völlig unverhofft auf: Die Sinnfrage. Diesmal auf der Frankfurter Buchmesse, als ein geschätzter Kollege eines geschätzten Verlages nach dem üblichen Business-Talk leicht umwölkten Blicks fragte: „Sagen Sie mal, stellt sich Ihnen in letzter Zeit auch manchmal die Sinnfrage?“ Ummpffff. Auf Transzendenz und Metaphysik war ich jetzt an dieser Stelle nicht so recht eingestellt, aber darum ging es dann doch letztendlich nicht. Naja, meinte er sinngemäß, wir haben ca. 85 Millionen Einwohner, und für richtig gute Bücher
Read More Spione auf hoher See Patrick O’Brians Aubrey/Maturin-Romane sind alles andere als schlichte Krawumm-Schmöker von Thomas Wörtche. Der Kampa-Verlag startet gerade eine Neuauflage der 20 Romane (plus ein Fragment, siehe Anm. unten) von Patrick O’Brian, die weiland in der „Ullstein Maritim“-Reihe erschienen waren. Peter Weirs Verfilmung von „Master and Commander“ war damals Ende 2003 Anlass für TW, auf einen großen Erzähler hinzuweisen. Das ist heute umso dringlicher. Patrick O’Brian: Master und Commander. Das erste Abenteuer für Aubrey und Maturin (Master and Commander, 1970). Übersetzt von Jutta Wannenmacher, 1995 zuerst als Kurs auf
Read More Films were my first love – and they will be my last Mit ersten Lieben ist es so: sie sind nie ganz vorbei, allen Enttäuschungen und Desillusionierungen zum Trotz. Winnie M Lis Protagonistin und Erzählerin Sarah Lai geht es in „Komplizin“ ähnlich wie mir: Auch ihre große Liebe sind Filme – aber die Realitäten der Filmbranche, das System dahinter haben diese Liebe fast zerstört. Deshalb arbeitet die 39-jährige am Anfang dieses Romans als Dozentin für Drehbuchschreiben an einem Community College in New York. Es ist das Jahr 2017, #Metoo nimmt
Read More Artisten auf dem Hochseil Ein Interview mit Andreas Pflüger zu seinem neuen Thriller »Wie Sterben geht« Bei »KrimisMachen 3« in Hamburg saßen sie zum Thema Gewalt zusammen auf dem Podium, so erklärt sich das »Du« in diesem Interview. Ab dem 9. Oktober ’23 ist sein neuer Thriller im Buchhandel. Dieser Begriff steht auch auf dem Cover; vor Jahren (und bevor Pflüger zum Verlag kam) wäre das für einen Suhrkamp-Roman im literarischen Hauptprogramm undenkbar gewesen. Andreas Pflüger: Wie Sterben geht. Thriller. Suhrkamp Verlag, Berlin 2023. Hardcover, 448 Seiten, 25 Euro. – Sonderseite des
Read More Vom Glück der Aufklärung und der Allgegenwärtigkeit der Gewalt Alf Mayer hat sich eine eher ungewöhnliche Festschrift angeschaut Gerd Hankel, Susanne Fischer, Wolfgang Knöbl (Hg.): Die Gegenwart der Gewalt und die Macht der Aufklärung. Festschrift für Jan Philipp Reemtsma. Zwei Bände im Schuber, Hardcover mit Fadenbindung und Lesebändchen. Verlag zu Klampen, Springe 2023. Hardcover, 1006 Seiten, 68 Euro. Mit Festschriften ist das so eine Sache, richtig etwas für die breitere Öffentlichkeit sind sie selten. Diese „Festschrift für Jan Philipp Reemtsma“ ist es. „Die Gegenwart der Gewalt und die Macht der Aufklärung“ lautet ihr Titel. Tausend Seiten, zwei Bände im
Read More Ein Interview von Alf Mayer mit Robert Zion über sein aktuelles Buch „Fritz Lang in Amerika“ Die zweibändige Erstauflage des Buches (im Schuber) ist bereits vergriffen. Achtung: Gewinnspiel. Wir konnten uns zwei Exemplare sichern, die wir unter den Einsendungen verlosen, die uns bis 30.10. per Mail erreichen. Stichwort: Fitz Lang in Amerika. Bitte an: crimemag (at) gmx.de (Und hier der datenschutzrechtliche Zusatz: Die Gewinner werden ausgelost und per E-Mail benachrichtigt. Mit der Teilnahme willigen Sie in die Erhebung und Verwendung Ihrer E-Mail-Adresse zur Durchführung und Abwicklung des Gewinnspiels ein. Im Falle
Read More „Diese Sendung ist kein Spiel: Die unheimliche Welt des Eduard Zimmermann“, so heißt der Film von Regina Schilling, der neulich für große Aufmerksamkeit sorgte. Schilling seziert in diesem brillanten Film-Essay die psychosozialen Befindlichkeiten Westdeutschlands, Österreichs und der Schweiz vor allem in den 1960er, 1970er und 1980er Jahren. Mediengeschichte als Mentalitätsgeschichte also, Bilder als semantisches Material, mit denen eine Gesellschaft über sich selbst verhandelt. Tatsächlich war „Aktenzeichen XY ungelöst“ ein Dauerbrenner in deutsch-schweizer-österreichischen Wohnzimmern. Ich war bei Sendestart 1967 dreizehn Jahre alt, musste also nicht heimlich schauen. Wenn meine Eltern zugesehen haben, haben
Read More Das Campen ist des Mörders Lust, Leichenschilf und Seewind-Morde, Müritz, Mord und Mückenstich, Schweigende Boote, Möwenfraß, Letzte Hoffnung Meer, Küstenwolf, Küstenbrut, Einmal Grillen macht noch keinen Camper, Tote Schwaben leben länger, Nur der Danneberg sah zu, Aufgebockt und abgemurkst, Wenn die Alpen Trauer tragen, Nebel über der Uckermark, Wenn das Böse nach Brandenburg kommt, Tödliches Kreta/ Sardinien/ Piemont/ Bornholm/ Rügen/ Lissabon, Mord im Hotel Sacher, Düster ruht die See, Nachts schreit das Meer, Kalt flüstern die Wellen, Leise stiegt die Flut, Dunkel leuchten die Klippen, Schluchtenscheißer, Tod in Garmisch/ Cornwall/
Read More Die Reisevorbereitungen für das internationale Babylon-Festival, das von der UNESCO gefördert wurde und nun zum 10. Mal stattfinden würde, waren getroffen, die ausgewählten Gedichte von Fouad Al-Auwad übersetzt, meine Ängste, sprich Reisedaten, im ELEFAND Programm des Auswärtigen Amtes hinterlegt, der Koffer für respektable 30 °C gepackt, fehlten nur am Freitag die Informationen und Flugtickets für Sonntag oder Montag. Ruhe bewahren und Tee trinken, kein leichtes Vorhaben im Land der Checklisten und Terminplaner. Natürlich kamen die Ticketinformationen, die Deutsche Bahn von Berlin nach Frankfurt fiel nicht aus, sondern traf pünktlich ein, was
Read More Porträt einer Serienmörderin Aus: Olga O’Groschen, Gebrauchsanweisung für Neukölln (1988) Frau Kathmann nötigt den Neuköllnern besondere Bewunderung ab, da sie es geschafft hat, von einer gewöhnlichen Putzfrau zur Berufsmörderin aufzusteigen. Mit monatlich zwei Morden steht sie mittlerweile in der Neuköllner Kriminalstatistik an allererster Stelle. Ihre Bekannten sprechen von ihr mit warmen Worten, stellen ihre Bescheidenheit und ihren nimmermüden Tatendrang in den Vordergrund, vor allem aber ihre bleierne Gelassenheit bei Verfolgungsjagden mit der Polizei, die sie wieder und wieder zu packenden Straßenkämpfen gestaltet, ohne dabei jemals gefasst worden zu sein. Frau
Read More „Fotograf der Anderswelt“ nennt Freddy Langer in seinem Nachwort Miron Zownir, der in der Tat zu den Größten seines Fachs gehört. Zownirs Straßenfotografie gilt im Allgemeinen als radikal, tabu-brechend, extrem. Wegen seiner Sujets – dem Streetlife der Freaks, der Marginalisierten, Versehrten, den Devianten und anderen Außenseitern. Zownir blickt in Ecken, in die zu blicken, weh tun kann. Ohne Glamour, ohne sensationelle Grobreize. Extrem sind dabei die Lebensschicksale, die Lebensentwürfe, die soziale Situation der Menschen, die seine Kamera abbildet. Und es sind beileibe nicht nur Opfer der Verhältnisse, sondern auch Menschen,
Read More Mathias Enards Roman „Der perfekte Schuss“ ist ein verstörendes Buch. Herauszufinden warum, versucht Thomas Wörtche In kriegerischen Zeiten ist „Krieg“ als Thema von Kunst und Literatur nicht besonders überraschend. Krieg hat Konjunktur. Und im Fall von Mathias Enards Roman „Der perfekte Schuss“ den Effekt, dass wir endlich diesen sperrigen, widerborstigen und gleichzeitig luziden Roman aus dem Jahr 2003 endlich in deutscher Übersetzung lesen dürfen. „Der perfekte Schuss“ ist ein Roman über einen namenlosen Scharfschützen in einem namenlosen Krieg. Angesiedelt in einem namenlosen Land, in einer unbestimmten Zeit. Die beschriebene Vegetation weist
Read More Ein Buch, größer als das Leben Wir, die Lebenden. Dieses Buch zeichnet, als wäre es japanische Kalligraphie, menschliches Schicksal mit starkem, entschlossenem Strich, sagt wichtige und schöne Dinge mit wenigen Worten, schweigt und blendet ab in den richtigen Momenten, weiß um die Kraft dessen, was zwischen den Worten ungesagt bleibt. Seinen 499 Seiten zum Trotz hat es nichts von sich träge hin wälzendem Schmöker, die Erzählbögen sind elegant, entfalten sich wie ein kakemono, ein japanisches Rollbild. Manchmal kehrt man an den Anfang eines Kapitels zurück, um den Bogen noch einmal zu
Read More Deepti Kapoor: Zeit der Schuld In den USA wurde “Zeit der Schuld“ nach Erscheinen mit Mario Puzos Mafia-Klassiker “Der Pate“ vergleichen. Damit hängt die Latte ziemlich hoch. Deepti Kapoor nimmt sie – elegant und dynamisch. Der Vergleich mit dem Paten hinkt und trifft trotzdem in Schwarze. Fünf Menschen sterben, alle obdachlos, eine schwangere Frau dabei, als der Fahrer eines dicken Mercedes nachts in Delhi die Kontrolle über seinen Wagen verliert. Interessiert eigentlich niemand weiter, denn es gibt so viele Arme auf den Straßen der Metropole. Aber der Schein muss natürlich
Read More Working for paradise Frank Göhre liest „Arbeitet nie! Die Erfindung eines anderen Lebens“ – Aus dem Leben einer Verlegerin Eine Frau erzählt. Sie erzählt ihre Geschichte, assoziativ, die Zeiten wechselnd, informativ und unterhaltsam. Als Jugendliche schon stark politisiert bricht sie das Soziologie-Studium ab, hat mit 21 Jahren eine große Liebe, die sich zu einer dauerhaften Partnerschaft auf gegenseitiger Augenhöhe entwickelt. 1972 gründen Hanna Mittelstädt und Lutz Schulenberg gemeinsam mit Pierre Gallissaires einen Verlag. Anlass sind die Schriften einer Gruppe anarchistisch-revolutionär geprägter Künstler und Theoretiker, die als „S.I.“ („Situationistische Internationale“) die Revolten der Achtundsechziger in Paris und Rom stark beeinflusst haben.
Read More Dialoge und Werkstätten: Comics im Literaturhaus Bericht zu einem Symposium in München und den Graphic Novel Tagen in Hamburg. Reden wir vom Publikum. Im Literaturhaus München am 11. Februar füllte es den großen Saal, interessierte Stadtmenschen unterschiedlichen Alters, die gekommen waren, um fünf Stunden lang mehr zu erfahren über den Dialog zwischen Comics und Wissenschaften. Panel Panel, hieß das Symposium, Bilder für das Unsichtbare. Bayerisches im Literaturhaus München Das Netzwerk „Comic in Bayern“ ist eine Neugründung von 2022. Zu den Hauptunterstützern gehört das Bayerische Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst; mit
Read More In ihrem Podcast „Abweichendes Verhalten – Gespräche über Crime Fiction“ unterhält sich Sonja Hartl in der neuen Folge mit Frank Göhre über Elmore Leonard, Detroit, Hollywood und die vielen Leonard-Verfilmungen. Zu hören gibt es den Podcast unter diesem Link und bei allen gängigen Podcatchern.
Read More Claudia Gehrke, Regina Nössler (Hg.): Konkursbuch 58. Arbeit. Mitarbeit Sigrun Casper. konkursbuch Verlag Claudia Gehrke, Tübingen 2023. Klappenbroschur, 428 Seiten, 16,80 Euro. Essays, Sachtexte, Geschichten, Berichte aus dem Leben, Gedichte, Interviews und viele Bilder – das enthält die von konkursbuch-Verlegerin Claudia Gehrke und der Krimiautorin Regina Nössler herausgegebene Anthologie „Arbeit“, gerade als Konkursbuch 58 erschienen. Eine Besprechung von mir hier nebenan in dieser Ausgabe in „nonfiction, kurz“. Und hier als Textauszug die Summe meiner gewerkschaftlichen Begegnungen mit dem Prekären. (Natürlich nur die Scholle eines Eisbergs, aber immerhin.) Und siehe auch, immer noch nicht
Read More Melisssa Ginsburg: Sunset City (2016.) Aus dem Amerikanischen von Kathrin Bielfeldt. Polar Verlag, Stuttgart 2023. 214 Seiten, 17 Euro. – Siehe auch die „Bloody Chops“ in dieser Ausgabe. Sonja Hartl: „Sunset City“ ist Ihr erster Kriminalroman. Was reizt Sie an diesem Genre? Melissa Ginsburg: Ich habe als Dichterin angefangen und nicht-erzählende Lyrik geschrieben, aber ich habe immer gerne Romane gelesen, vor allem Krimis. Als ich anfing, Belletristik zu schreiben, wollte ich in einem Genre arbeiten, das eine straffe Struktur verlangt. Ich dachte, wenn ich mich mit den formalen Konventionen des
Read More