Der Kriminalroman als Trutzburg der Sinnhaftigkeit, als Trostbüchlein gar? Ein Essay von Thomas Wörtche Vielleicht kann man das Thema nur pointillistisch angehen: Denn was hier behandelt werden soll, ist eine ziemlich riskante Angelegenheit. Es geht darum, einem vor nicht allzu langer Zeit noch als trivial belächelten literarischen Genre eine Aufgabe aufzuhalsen, für die wesentlich anders strukturierte, menschheitsgeschichtlich konstitutive, durch die Jahrtausende unendlich ausdifferenzierte, durch “abgeschlossene Vokabulare” (im Sinne Richard Rortys) oder “scholastische Episteme” (im Sinne Pierre Bourdieus) definierte Systeme eigentlich zuständig sein sollten: Ausgerechnet die littérature maudite, die Kriminalliteratur soll
Read More Heimatkunde – als Kriminalliteratur „Heilige der Narrows Street“ ist der sechste Band von William Boyles literarischen Erkundungen des Südens von Brooklyn, eine Gegend, in der der Autor aufgewachsen ist. Die erzählte Zeit erstreckt sich von 1986 bis 2004. Alles beginnt in der Nacht vom 16ten auf den 17ten August 1986. Da erschlägt Risa Franzone ihren Gatten Saverio mit einer Bratpfanne, weil er ihre Schwester Giulia zu erwürgen droht. Eigentlich ein klarer Fall von Notwehr, aber in Panik und Unbeholfenheit rufen die Schwestern nicht die Polizei, sondern ihren getreuen Freund Chooch,
Read More Ein Auge muss rollen So surreal wie der Titel „Mond gefangen in einem toten Auge“ ist auch der roman noir von Pascal Garnier – man denkt sofort an das berühmte Auge von Luis Buñuel in „Un chien andalou“. Allein das Setting ist schon gespenstisch – ein Senioren-Resort in Südfrankreich, abseits städtischer oder zumindest dörflicher Infrastruktur. Fünfzig identisch aussehende Häuschen, ein Swimmingpool und ein Begegnungszentrum. Nebst einem ungeschlachten Faktotum oder Hausmeister namens „Mr. Flesh“, ein unheimlicher Gesell, der gerne Katzen totschlägt. Aber das Resort mit dem netten Namen „Les Conviviales“ steht
Read More Grausamkeiten Man liest es immer wieder in Rezensionen, Buchtipps und Besprechungen: Ein Kriminalroman sei unter anderem deswegen so gelungen, weil er zeigt, „was Menschen Menschen antun können“. (Nebenbei bemerkt, ein anderer Gassenhauer dieser Textsorten ist, dass ein Kriminalroman „zum Nachdenken anregt.“ Dazu kommen noch die Bemerkungen, ein Roman sei „mit Humor gewürzt“, und habe, gegebenenfalls, bei der „Personenzeichnung noch Luft nach oben“. Diese und andere abscheuliche Sprachspiele sind ein eigenes Thema, hier aber nur zum leichten Amüsement). Interessanter ist das aufgeplusterte Verwundern darüber, dass Menschen schlimme Dinge tun, andere Menschen
Read More Sommer 1970. Es war heiß, sehr heiß. Irgendein Sender – vermutlich der damalige Südwestfunk – spielte eine Musik, die mich wie eine Dampframme traf. Ich wusste nicht, was das war oder wie man das nennen sollte, aber es war anders. Da liefen elegante lange Linien, die aus dem Nichts zu kommen schienen, mal langsam, dann wieder schneller werdend, fast aus dem off, da war nichts von Thema – Solo – Thema – Solo, da pulste ein Rock-Rhythmus und dann waren da die scharfen, elektronisch modulierten Trompeten-Einwürfe und ein seltsames, knurrendes Instrument (Bennie
Read More Verzweiflung „Erschütterungen“ ist der sechste Kriminalroman um den haitianischen Inspektor Dieuswalwe Azémar – und der erste, den Gary Victor auf Kreolisch geschrieben hat. Azémar, der einzige nicht korrupte Polizist von Haiti, muss zu seiner Erschütterung den Tod der Tochter seiner Lebensgefährtin aufklären. Das Mädchen, deren Leiche wie Müll entsorgt wurde, ist deutlich einem ekelhaften Ritualmord zum Opfer gefallen. Azémars Ermittlungen führen zu noch mehr Morden nach dem gleichen modus operandi. Die Spur führt zu einer Art Loge mächtiger Männer, die seit dem 18. Jahrhundert existiert und deren Mitglieder ihren perversen
Read More Als Buch die reine Freude Mai, 1989. Miles Davis empfängt in seinem Haus in Malibu den Fotografen Ralph Quinke und den Journalisten Marco Meier. Quinke und Meier arbeiten für DU, das damals sowas von angesagte Schweizer Kulturmagazin – stylish, klug, informiert, brillant und ein klein wenig elitär. Ein Interview, zumal für weiße Journalisten, mit MD ist, so sagt man, eine schwierige Angelegenheit. Entweder taucht der Meister trotz Verabredung gar nicht erst auf – oder er ist übellaunig und kann unangenehm werden. Im September soll seine Autobiographie, die er zusammen mit
Read More Ein extrem vergnügliches Bilderbuch Thomas Wörtche über ein Sachbuch als Graphic Novel Die Geschichte der Kriminalliteratur im zunehmend beliebten Medium des Sach-Comics, das hat schon was. Die Szenaristin Claire Caland rauscht wie ein geölter Blitz durch die Geschichte des Genres, von mythologischen Urgründen bis fast heute. Die Zeichnerin Sandrine Kerion bebildert in schönster Ligne Claire-Manier eine gigantische Stoffmenge. Natürlich gilt auch für dieses Werk, was für alle ähnlichen Unternehmungen, egal, in welcher medialen Aufbereitung, gilt: Alles kann man nicht berücksichtigen, alles kann man nicht erwähnen. Eine wirklich erschöpfenden „Geschichte der
Read More Trost mit „Wir kriegen euch alle“ Was lesen Krimi-Fans eigentlich am liebsten? Ja, klar, Kriminalromane, aber welche? Natürlich die, die auf den Bestseller-Listen stehen. Jetzt eiern wir auch nicht rum, ob „meistverkauft“ auch „meistgelesen“ heißt. Wird schon so sein. „Spiegel Bestseller“ steht auf jeden Fall auf dem Cover von M.W. Cravens „Die Witwe“. Grund genug also, sich das Buch einmal (und exemplarisch) auf seine Feinmechanik anzuschauen, was nicht heißt, dass dieser Text hier nicht auch eine Rezension ist. Aber vielleicht lernen wir ja was darüber, wie Bestsellerei heutzutage funktioniert. Cravens
Read More Die Unbeschwertheit nur ein Traum Colin Walshs Debütroman „Kala“ erzählt von einer Clique junger Menschen, die im Jahr 2003 den idealen Sommer erleben. Ihr Heimstädtchen Kinlough an der irischen Westküste ist lebendig, idyllisch, heiter, einigermaßen wohlhabend und lebensfroh. Die Sonne scheint und the living is easy. Mittelpunkt der Clique ist Kala, schön, charismatisch, mit problematischem Background und ein klein wenig geheimnisvoll. Und dann verschwindet Kala plötzlich spurlos. Fünfzehn Jahre später, in der Jetztzeit des Romans, trifft sich „die Gang“ – so haben die Jugendlichen sich damals genannt – wieder in
Read More Weinen, leiden und sühnen Mit „Holy City“, der titelgebenden Stadt in Henry Wises Debütroman, ist Richmond, Virginia, gemeint. Im Bürgerkrieg einst die Hauptstadt der Konföderation und immer noch Hotspot des „Southern Pride“ ist sie für Deputy Sheriff Will Seems „die Fremde“. Er hat in Richmond gelebt, aber es zieht ihn zurück nach Euphoria County, seine Heimat im Süden des Bundesstaates, um sich einem ganzen Bündel voller Schuldgefühle zu stellen. Dort kommt es zu einem Mord an einem alten Freund. Ein anderer alter Freund, Zeke Hathom, wird verhaftet, obwohl ein jeder
Read More Apokalypslein, schöne Apokalypslein, frisch reingekommen … Im Winter unseres Missvergnügens könnte man fast den Eindruck haben, wir lebten in mindestens präapokalyptischen Zeiten. Sie wissen schon, „wertebasierte Weltordnung“, „Kulturkampf“, Klimawandel, Ukraine, Gaza, Iran, KI, Nazis und frische Pandemien im Anmarsch. Und so weiter … Das kann einem schon die Laune vermiesen. Und wer hätte gedacht, dass man Margaret Atwoods „The Handmaid´s Tale“ oder George Orwells „1984“ heute im Livestream aus den USA verfolgen kann? Nur halt nicht mehr als Fiction. Die ganzen Katastrophenmeldungen, die ganze ängstlich angespannte Stimmung, die im Moment
Read More ** ** Am 19. Februar 2026 wird Ross Thomas 100 Jahre alt. Das feiern wir. Siehe auch in dieser Ausgabe: Sonja Hartl: Ross Thomas lesen (Zwischenfazit)Salut Nr. 3: Alf Mayer: Lokalrunde mit Ross ThomasZweimal Podcast: William Marshall und Ross Thomas ** ** »Die im Dunkeln« – getrost auch eine heutige Lektüre Ross Thomas im Klassiker-Check von Thomas Wörtche Neulich habe ich Hitchcocks „Psycho“ wieder gesehen. Das erste Mal seit ca. 30 Jahren. Und vollständig, als ganzen Film und nicht als Exerzitium für Einzelbildanalysen oder durch die Augen von François Truffaut.
Read More Georges Simenons „Brief an meinen Richter“. Ein Bausteinchen zur Genese des Psychopathen in der Kriminalliteratur. „Ich habe über Liebe geschrieben wie über eine Geschlechtskrankheit“, gestand Georges Simenon seinem verehrten Freund und Förderer André Gide 1948 in einem Brief. Bis jetzt, denn jetzt ist alles anders: „Ich lernte die Liebe kennen, zufällig, die leidenschaftliche Liebe, deren geradezu griechische Schönheit, gepaart mit Zärtlichkeit, ich entdeckte“, heißt es euphorisch weiter. Was war passiert? Im Oktober 1945 hatte sich Simenon mit seiner Noch-Gattin Régine „Tigy“ Renchon, Sohn Marc und Liebhaberin/Haushälterin Boule (Henriette Liberges) nach
Read More Als die Welt noch erzählbar war Eine Renzension von Thomas Wörtche Manfred Sommer (1933 – 2007) war ein spanischer Comic-Künstler, ein wesentlicher Repräsentant des Autorencomics. Seine Episoden um den Kriegsreporter Frank Cappa erschienen in den Jahren 1981 bis 1989 in spanischen Publikationen, bei uns verspätet und verstreut in verschiedenen Magazinen. Neu in die Gesamtausgabe ist nur eine Episode aufgenommen worden, was aber die Relevanz dieser Ausgabe keinesfalls schmälert. Den gesamten „Frank Cappa“-Zyklus in einem Band betrachten zu können, ist extrem sinnvoll, weil Manfred Sommer immer ein bisschen unterschätzt war. Hier
Read More Noir as noir can be be – und schwärzer Thomas Wörtche über Garnier Nr. 4 bei Septime Die titelgebende „Eskimo-Lösung“ in Pascal Garniers Roman, bezieht sich auf den angeblichen Brauch der „Eskimos“, ihre moribunden Alten auf eine Eisscholle zu setzen und sie ins Nirvana treiben zu lassen. Ohne hier über die ethnologische Triftigkeit der Realität von „Altenmorden“ zu sinnieren: Bei Pascal Garnier ermordet Louis erst seine Mutter, dann die Altvorderen seiner Freunde und Exfrauen, um sich und denen ein auskömmliches Leben via Erbschaft zu verschaffen. Er tut es gern –
Read More Geradliniges Gedankenspiel Mit seiner Romanserie um die „Slow Horses“, eine unwahrscheinlich schräge Truppe des britischen Geheimdienstes, und vielleicht noch mehr durch die daraus entstandene Streaming-Serie, ist Mick Herron zum Publikums- und Kritikerschwarm geworden. Also schiebt der Diogenes Verlag jetzt ein Frühwerk von Herron aus dem Jahr 2003 nach: „Down Cemetery Road“, mit dem deutschen Untertitel „Zoë Boehm ermittelt in Oxford“. Und weil man Emma Thompson für die Rolle der Zoë Boehm gewinnen konnte, war die nächste Verfilmung nur eine Frage der Zeit. Das ist ökonomisch betrachtet natürlich alles gut und
Read More Der Nabel der Welt Es gibt Mac´s Place und Joe´s Bar. Was es mit letzterer auf sich hat, verrät Thomas Wörtche Man sollte die Geschichten um „Joe´s Bar“, die das argentinische Duo José Muñoz (Bild) und Carlos Sampayo (Text) 1981ff und, als eine Art Coda, 2000/2001 erzählen, am besten im Zusammenhang mit ihrem Zyklus „Alack Sinner“ (seit 1979) betrachten. Die Figur des Alack Sinner, ein Privatdetektiv in New York, der sich in einem virtuosen, graphischen Irrgarten bewegt und dabei oft enigmatische „Fälle“ zu bearbeiten hat, war ein Frontalangriff auf die
Read More Drogen, Jazz und Mord „Viper´s Dream“ von Jake Lamar ist ein Roman, der sich aus mehreren Themenkomplexen zusammensetzt. Da ist einmal die Geschichte von Clyde Morton aus Meachum, Alabama, der im Jahr 1936, also während er Großen Depression, wie so viele schwarze Menschen aus dem Süden beschließt, sein Glück in New York City, genauer in Harlem, zu machen. Man hat ihm eingeredet, er sei ein begnadeter Trompeter, aber das ist eine Illusion. Er ist nur ein elender Stümper auf diesem Instrument. Aber er ist ein begnadeter Verkäufer, vor allem für
Read More Der reine Horror Gustavo Faverón Patriaus gigantischer Roman „Unten leben“ erzählt von der Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts. Ganz grob gesagt: „Unten leben“, der sechshundertseitige Roman des peruanischen Gelehrten und Schriftstellers Gustavo Faverón Patriau, erzählt die Geschichte von George Bennett junior aus Maine. George dreht Filme, für die der Begriff „Avantgarde“ zu harmlos wäre. Zudem ist er ein mehrfacher Mörder, immer in Bewegung zwischen Paraguay, Bolivien, Chile und Peru. George ist auf den Spuren seines Vaters, George Bennetts senior, der ein übler Folterknecht und Psychopath im Dienst der CIA und damit
Read More Trad-Washing Eine ganz hübsche Grundidee für seinen Kriminalroman-Erstling, „Mord im November“ hatte der britischen Autor Simon Mason da. Zwei Ermittler gleichen Rangs und gleichen Nachnamens müssen in Oxford einen komplizierten Mordfall aufklären. Der eine DI Wilkins heißt Ray, der andere DI Wilkins Ryan. Aber damit hat es sich schon mit den Parallelen. Ray Wilkins ist hochgebildet, Absolvent eines ehrwürdigen Colleges in Oxford, modisch und kulinarisch auf der Höhe des Zeitgeists, sieht blendend aus, ist charmant und schwarz. DI Ryan Wilkins schlurft mit Jogginghose und Basecap durch die Gegend, ist im
Read More Relevant und/ oder innovativ? Eine Glosse von TW Manchmal reibt man sich doch verwundert die Augen. Da ist zum Beispiel zu lesen, dass Rachel Kushner mit „See der Schöpfung“ (Rowohlt, Ü: Bettina Abarbananell) den „Spionageroman neu erfindet“, bzw. „den Polit-Thriller neu erfindet“ (SWR); Oder Uketsus „Hen Na E – Seltsame Bilder“ (Lübbe, Ü: Heike Patzschke) wird auf allen Kanälen als „innovativ“ gefeiert. Nun ist Kushners „See der Schöpfung“ ein sehr guter Roman, ohne Zweifel. Er ist ebenso zweifelsohne weder Spionageroman noch Politthriller, naja, letzteres vielleicht ein klein wenig, aber nicht
Read More Eine fast untergegangene Welt Für manche Bücher wird´s aber Zeit. Sie müssen einfach sein. Das gilt ganz besonders für eine Werkschau des Fotografen Wolfgang Krolow, den die Assoziation A veranstaltet. Krolow (1950 – 2019) hat als der südwestdeutschen Provinz entlaufener Mensch die Bilder von Kreuzberg geprägt, die „man irgendwie kennt“. Es ist das Kreuzberg der 1970er und 1980er Jahre – die Zeit, als die Mauer noch stand, als Kreuzberg der place to be war, wenn man „anders“ leben wollte, das Hassobjekt von Ordnungspolitik und miefiger Piefigkeit, Freiraum und Utopia zumindest
Read More Die Verantwortung der Interpretation liegt klar beim Betrachter Sollte ich die Fotografien von Ralph Gibson pitchen, würde ich sagen: Präzise Rätselhaftigkeit. Der jüngst erschienene Retrospektivband „Photographs 1960–2024“ dokumentiert eindrücklich seinen Status als Solitär in der Fotogeschichte eines halben Jahrhunderts. Man muss gar nicht groß darüber grübeln, was seine Arbeiten so rätselhaft, oft gar hermetisch macht. Schubladen funktionieren nicht. Am ehesten noch ex negativo: Gibsons Bilder erzählen nichts, keine Geschichten, keine Anekdoten. Sie sind auf ihre Sujets, ihre Objekte konzentriert. Abstrakt, surreal, radikal enigmatisch. Fotos pur. Sie erliegen dem Abgebildeten nicht,
Read More Noir in Palermo Was für eine kleine, schmutzige Geschichte, mit vielen Dimensionen. Frank Göhres neuer Roman „Sizilianische Nacht“ erzählt von einem Franzosen namens Jean-Paul Durand, der 1933 nach Palermo kommt, und sich „Heilung“ von der Heiligen Rosalia verhofft, die ihm ein „Bewusstsein für die Einzigartigkeit seiner Existenz“ gibt. Heilung hat er auch nötig: Er ist eine Art verspäteter Décadent, ein ferner Verwandter von Figuren à la Huysmans, ein Dandy à la Oscar Wilde, Freund von Marcel Proust, steinreicher Weltreisender, Schach-Genie und Erfinder, hypersensibel, bi-sexuell, Masochist und drogenabhängig. Begleitet wird er
Read More Eine Liebeserklärung von Thomas Wörtche Edward Gorey (1925 – 2000) gehört neben Alfred Jarry zu meinen frühesten, seriösesten und gleichzeitig dauerhaftesten ästhetischen Prägungen. Und obwohl ich nie auf einer Urne gestanden oder in einer Terrine gelegen bin und sowas auch nicht für erstrebenswert halte, ist der „doubtful guest“ vermutlich die einzige literarische Figur, zu der ich je so etwas wie ein identifikatorisches Verhältnis entwickeln konnte. Und es geht sehr wahrscheinlich auch auf Edward Gorey zurück, dass ich fortan von „murder and mayhem“, inszeniert mit stoischer Komik wie in „The Gashlycrumb
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