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William Boyle I picked up Marc Behm’s 1980 novel THE EYE OF THE BEHOLDER a while back—I can’t remember why exactly, but I didn’t read it at the time. I finally read it this year and, man, it’s just one of those books I can’t believe I’ve lived without this long. Truly an instant all-time favorite. Can’t stop thinking about it. Lines and images singing in my mind. It’s an existential noir fever dream. A beautiful meditation on obsession, loss, and loneliness. Hits like some holy combination of Richard BrautiganRead More
Finden, ohne zu wissen, wo zu suchen wäre… Ende Januar des just verflossenen Jahres 2025 hat diese Geschichte angefangen. Mit einem zufällig aufgeschnappten Hinweis – ich weiss nicht mehr, wo – auf das anstehende Jubiläum eines Medien-Events von 1950: die Ausstellung einer Fotoreportage über die Flüchtlinge und Vertriebenen aus den ehemals deutschen Ostgebieten, dem Sudetenland und der sowjetisch besetzten Zone. Eine Ankündigung, die meine Neugier erregte. Ich war 1950 elf Jahre alt. Bis in meine Umwelt hatte es damals keine Nachricht von dieser Fotoreportage geschafft. Von den  Ereignissen und politischen Zusammenhängen,Read More
Peter Blauner: 1975 Movies – A Consumer’s Guide Sometimes films are better than you remember them. Sometimes they are not. There’s a temptation to say that everything sucks now, and everything was better before. But in some cases, it’s true. At least in art. Or maybe you can just say that some years are better than others. The year 1939 produced the following novels: The Grapes of Wrath by John Steinbeck, The Big Sleep by Raymond Chandler, The Day of the Locust by Nathaniel West, Ask The Dust by JohnRead More
Sehr geehrter Herr Mayer, vielen Dank für Ihre Anfrage bezüglich eines Beitrags zu einem Krimi-Jahres-Rückblick 2025. Leider kann ich nichts liefern, weil mir im letzten Jahr krimi-mäßig herausragende Ereignisse nur in Bezug auf eigene Arbeiten zugestoßen sind, vor allem wegen meiner Übersetzung des Gangsterromans „Viper’s Dream“ von Jake Lamar. (Unsere Lesereise führte uns quer durch Deutschland und die Krönung war eine musikalische Lesung in der Hamburger JazzHall mit einer grandiosen Jazzband, die dreißig Jahre Harlem History kongenial mit einem Ritt durch dreißig Jahre Jazzgeschichte vertonte, mitgeschnitten von NDR Kultur undRead More
Sophia by Eisenstaedt. Photographs by Alfred Eisenstaedt 1961–1979. Von Sophia Loren signierte Collector’s Edition (No. 201–1.200). Verlag Taschen, Köln 2025. Hardcover in einer Schlagkassette, Format 28,6 x 38,8 cm, Gewicht 3,61 kg, 268 Seiten, 850 Euro. – Auch erhältlich in zwei Art Editionen mit signiertem Print (No. 1–200). Verlagsinformationen: taschen.com ** ** Was würde Sophia Loren tun?/ What Would Sophia Loren Do? heißt ein bezaubernder Netflix-Kurzfilm von 2021. Ross Kauffman porträtiert darin die Hausfrau Nany Kulik, die den Titel des Films quasi zur Leitfrage ihrer Lebens gemacht hat. Der FilmRead More
Lisette Buchholz: Die Vergeblichkeit all unseren Tuns Sei gefühllos!Ein leichtbewegtes HerzIst ein elend GutAuf der wankenden Erde. „Der größte Egoist der Literaturgeschichte“, wie ihn Raabe bezeichnet, hat das in seinem achtzehnten Lebensjahr (1767) erkannt. Und dieser Vers zieht sich durch das ganze Buch, durch die Lebensgeschichte von Velten (Valentin) Andres, Helene Trotzendorff und Karl Krumhardt: drei Kinder, die zusammen im Viertel Vogelsang einer nicht näher bezeichneten Stadt aufwachsen und sich ein Leben lang die Treue halten, bis mit dem Tod von Velten die Geschichte endet. Velten und Helene sind inRead More
Gerd Conradt: Ein Bunker – aufgelöst in Heiterkeit. Gomorra auf dem Heiligengeistfeld. Ist es möglich, dass ein begrünter Berg, dessen Innenleben aus Stahl und Beton besteht, der wie ein Hut auf dem größten Hochbunker thront, mitsamt diesem Bauwerk der Gewalt – unkaputtbar, unversöhnlich bis zuletzt, Symbol des Ewigkeits- und Überlegenheitsdenkens der NS- Zeit – zu einem  Weltwunder der Gegenwart wird? Ist dieses Arrangement, Pflanzen gegen Beton, die Versinnlichung einer Idee von Frieden ohne Krieg?  Deutet es an, die Dialektik der Widersprüche müsse  neu gedacht, gestaltet, visioniert werden? Indem man dieRead More
                                                                                         Ulrike Damm: Die Handschrift und ihr Eigensinn Ich habe Agnes, Emma und Jane im letzten Jahr kennengelernt. Drei Frauen, die um 1920 in verschiedenen psychiatrischen Kliniken lebten und deren künstlerische Werke in der Prinzhorn-Sammlung erhalten sind. Wenn ich für diesen Jahresrückblick darüber sprechen darf, womit ich meine Zeit verbracht habe, dann mit ihnen und mit den Ärzten, die definierten, wer sie waren. Der Assistenzarzt und Kunsthistoriker Hans Prinzhorn bildete eine seltene Ausnahme; aus seiner Haltung ist die Figur Franz Sternberg hervorgegangen. In meinem nächsten Roman forget me not habeRead More
Krazy
Claudia Denker: Gutes und Schlechtes Lassen wir den ganzen Nachrichtenwahnsinn mal weg – wenn ich auf mein privates Jahr 2025 zurückblicke, kann ich doch Schönes finden. Nach dem Tod meines Vaters (siehe Text vom letzten Jahr an dieser Stelle), war ich 2025 besonders dankbar, gute Freund*innen zu haben. Ich stand vor einem Berg Bürokratie, an dem ich drohte zu verzweifeln. Als ich nicht mehr weiterkam, hatte ich dann doch plötzlich eine Steuerberaterin, Hilfe bei der Krankenkostenabrechnung und langsam sortierte sich alles. Die Unterstützung und der Beistand meiner Lieblingsmenschen haben michRead More
Katrin Doerksen – in Saarbrücken „HALLO DEUTSCHLAND, DU MIESES STÜCK SCHEISSE!“ Ich hatte nicht damit gerechnet, auf einem etablierten und vielfach geförderten Filmfestival einen Film zu sehen (und dann auch noch im offiziellen Wettbewerb), der mit einem Lied mit dieser hingeschmetterten Textzeile beginnt. Am Ende durfte ich ihm auch noch einen Preis geben. Das Jahr 2025 begann für mich mit einem Auftrag als Mitglied der KritikerInnenjury auf dem Nachwuchsfilmfestival Max Ophüls Preis in Saarbrücken. Wir vergaben Preise in den Sparten Spiel- und Dokumentarfilm, unser Programm war dementsprechend voll, irgendwann rauschenRead More
Stefan Ertl: 2025 FILME: Neu: THE CARPENTER´S SON (Lotfy Nathan) * LE COMTE DE MONTE-CHRISTO (Alexandre de La Patallière & Matthieu Delaporte) * HERETIC (Scott Beck & Bryan Woods) * JUROR #2 (Clint Eastwood) * LA MORSURE (Romain de Saint-Blanquat) * MIROIRS NO. 3 (Christian Petzold) * THE SURFER (Lorcan Finnegan) * TATORT: DER STELZENMANN (Miguel Alexandre) * UN FANTASMA EN LA BATALLA (Augustín Díaz Yanes) *   Alt: THE DELTA FORCE (Menahem Golan) * FLEUR D´OSEILLE (Georges Lautner) * HELL´S HEROES (William Wyler) * THE LINEUP (Don Siegel) *Read More
Fesseln und Abenteuer und Tod In meinen letzten Highlight-Beiträgen erzählte ich nicht allein von den Büchern meines Jahrs, sondern berichtete von „Abenteuern“ auf der kleinen kanarischen Insel La Palma. (Ob das wen außer Alf Mayer und mich interessiert? – Oder nur etwas ist für meine „private Archivierungslust“, die ermöglicht wird in diesen von Alf Jahr für Jahr engagiert zusammengestellten und schön gestalteten Highlight-Rückblicken, danke!) – Siehe 2024: Eine große Freiheit, 2023: Mein Krimiberg, 2022: Aus der Lavasteinzeit, 2021: 18 Meter, 2020 hier, die Red. Mir fällt die Serie von EnidRead More
Monika Geier: Was ist 2025 passiert? Doris Gercke ist gestorben. Das hat mich sehr traurig gemacht. Doris Gercke war eine der wenigen Personen, vor denen ich echten und großen Respekt hatte und habe. Ich bin regelrecht vor Ehrfurcht erstarrt, wenn sie mit mir geredet hat. Zu meinem Glück und meiner Begeisterung hat sie aber mehrfach und gern mit mir geredet. Sie war eine Künstlerin, Kollegin, Vereinsschwester, die ich gleichzeitig als großes Vorbild und sehr lebendigen, präsenten Menschen in meinem Leben erfahren habe. Und ich denke, „Präsenz“ ist ein gutes Wort,Read More
Johannes Groschupf: Lutsch ihn einfach rein. Ein Jahr am Billardtisch In diesem Jahr habe ich eine fremde Welt betreten, eine Welt seltsamer Rituale und Gebräuche, eine Welt, in der die Zeit stillzustehen scheint, solange nur die Bälle auf dem Tuch laufen. Ich bin einem Billardklub beigetreten. Vorbei sind die sporadischen Abende im verrauchten Hinterzimmer einer Kneipe, in der noch ein müder Pooltisch steht, um den sich alle Trinker versammeln. Vorbei die Abende in öffentlichen Billardhallen mit sechs oder acht Tischen, die von Jugendlichen belagert werden. Vorbei die ruhigen Abende mitRead More
Friedemann Hahn Kirk Douglas in Lust for Life
MALERLEBEN. Vincent van Gogh und die Folgen. Vielleicht verloren haben. Oder: Über die Seele des Bildes. OLYMPIA. Im nächtlichen Zug ebenmäßig schön, / der Dichter trinkend. // Er schrieb nicht mehr über diese eine Nacht. / Zu weit schon hatten sich die Bilder entfernt von dem, / was er schreiben konnte. / Lediglich ein, zwei Bilder blieben ihm zurück, / die er sich so zusammenfasste: // Im nächtlichen Zug ebenmäßig schön, / der Dichter betrunken. (Bernd-Otto Niederstrasser, KAVAFISIENNES vielleicht verloren haben, 1990 – 91) HEY KÄPT´N. Die wahren Bilder. DasRead More
Welch ein Reichtum. Welch ein Land. Italien. Deine Paläste. Immer wieder. Wie eine große, schwere, edle Schatzkiste liegt der neue Prachtband aus dem Verlag Taschen auf dem Tisch: Massimo Listri: Italienische Paläste. XXL-Format, 29 x 39,5 cm, 640 Seiten, 6,81 kg schwer. Unmöglich, dieses Buch bei einem einzigen Durchgang zu erfassen. Zu viel Schönheit, zu viel meisterliche Proportion, zu viel göttlich-schönes Detail, zu viel an ästhetischer Erfahrung in einem Band. Er bietet eine überwältigende visuelle Kulturgeschichte, wie sie so noch kein Buch unternommen hat. Dieses Buch ist selbst so großRead More
Monsters Old and New : Edward Wilson’s »Farewell Dinner For a Spy«, etc. Edward Wilson is known – though perhaps not as known as he should be – for a handful of fast moving and historically-based espionage novels. What differentiates his fiction from his fellow genre travellers – e.g., John LeCarré, Charles McCarry, Ben Pastor, Robert Littell, Alan Furst – is his humane, but unapologetic, leftist perspective. Nothing all that radical, yet insistent, particularly when it comes to the relationship between an increasingly subservient Britain and an ever more powerful U.S.. InRead More
Brigitte Helbling: Lesen, Schauen, Wiederlesen LESEN: MRX MASCHINE MRX-MASCHINE: Ich habe das Buch jetzt schon zum dritten Mal gekauft, und das will etwas heißen für jemanden, die Bücher lieber erstmal aus der Bibliothek holt (und nicht nur wegen Platzmangel in den Regalen). Natürlich war grad Weihnachten, und ich wollte das Buch verschenken. Es ist ein hübsches, knapp 200 Seiten umfassendes Bändchen von Matthes & Seitz, erschienen bereits 2018 in der Reihe „Fröhliche Wissenschaft“. Weshalb wollte ich es verschenken, wo ich es selbst noch gar nicht fertig gelesen hatte. Vermutlich, damitRead More
Adrian Hyland: Gob-smacked by the Master The past year has been, for me, the usual whirlwind of reading, from Homer to Herron, from Paul Celan to Ilhan Pappe, a cornucopia of Marlowes, from Christopher to Philip. Doing some renovations on my home, I resurrected a few battered old friends from a tea-chest in the garden shed: Georg Trakl, Marina Tsvetaeva, the Australian poet, Greg Day. What the termites and silverfish had left was a joy to read. I’m not sure whether it’s my age or my reaction to the enervatingRead More
Hella Kothmann: Ungeplant und unvorhergesehen 2025 hatte viele Glücksmomente, trotz deprimierender Zeiten und oftmals schwieriger Umstände. Ein intensives, wildes Jahr am Ende des ersten Viertels eines Jahrhunderts. Und ja, da mach ich mir nichts vor, das letzte Viertel meines Lebens liegt vor mir. Sometimes I don’t know whereThis dirty road is taking meSometimes I can’t even know the reason why … Reisen muss sein.Ein Flussboot an der chinesischen Grenze zu Laos, der Mekong, Savannakhet, die bis heute unüberwindbaren Mekong-Fälle.Wüste in Tunesien, Küste in Norddeutschland.Lung Cu, Vietnams nördlichster Punkt, ein langgehegtes Wunschziel,Read More
Mein Jahr in Bildern Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November DezemberRead More
Susan Madsen – 12 x Anschau-Abenteuer Susan Madsen erzählt unter anderem visuelle Geschichten auf Social Media unter dem Titel „Eine wahre Geschichte“. Ihre Themen sind Voyeurismus, Erotik, Moral, Vergänglichkeit und Wahrheit. Biografisches: Geboren 1964 in Aarhus, Dänemark. Seit 2018 Studentin an der Kunsthochschule Weißensee Berlin/Freie Kunst/Bildhauerei bei Else Gabriel, Knut Ebeling und Andreas Rost, wo sie während des Studiums die Fotografie als ihr bevorzugtes Medium entdeckte, um sich künstlerisch auszudrücken.  Ihr Motto stammt von H.C. Andersen: »Alles, was man anschaut, kann zu einem Abenteuer werden, und aus allem, was man berührt, kann manRead More
Ulrich Mannes: Weitgehend unter dem Radar In Ermangelung mitteilenswerter Seh- und Lesererlebnisse beschränke ich meinen Rückblick auf die Toten des Jahres, genauer auf solche, die vor allem in den aufregenden späten 60er Jahren der deutschsprachigen Filmszene Spuren hinterlassen haben und deren Abschied weitgehend unter dem publizistischen Radar geblieben ist. Hochbetagt starb am 18. April Erich Tomek (*1930), das Mastermind der Lisa Film, das unter vielen Pseudonymen, darunter Florian Burg oder Patrizia Piccardi, die Drehbücher zu fast allen Siggi-Götz-Filmen geschrieben hat (vgl. Rückblick 2024). Sein Metier waren Verwechslungsklamotten á la DIERead More
Christina Mohr: Meine Top Ten Alben 2025 Little Simz – Lotus Suede – Antidepressants Chris Imler – The Internet Will Break My Heart Die Heiterkeit – Schwarze Magie Sudan Archives – The BPM Deep Sea Diver – Billboard Heart Miley Cyrus – Something Beautiful Sophie Ellis-Bextor – Perimenopop Blood Orange – Essex Honey King Princess – Girl Violence ** ** Marcus Müntefering: 2025 – Was vom Jahre übrig bleibt Literatur: Karl Ove Knausgård – Die Schule der Nacht. Lange Jahre habe ich einen großen Bogen um Knausgård gemacht, weil: Autofiktion,Read More
3 x 11 Spielworte (47): Feuer, Gesetz, Worte III – von Ingrid Mylo Wer liest, sammelt Sätze. Manchmal bewußt. Manchmal ist ein einziges Wort ausschlaggebend: hartnäckig taucht es immer wieder auf. Fliege, zum Beispiel. Oder Mitternacht. Oder Asphalt. In ganz unterschiedlichen Büchern und Zusammenhängen, bei ganz unterschiedlichen Schriftstellern. Solche Fliegensätze oder Mitternachtssätze oder Asphaltsätze finden, immer elf an der Zahl, in der Serie 3 x 11 Spielworte ihren Platz. Ein Spaß, ein Zeitvertreib. Und eine andere Art, auf Bücher zu deuten. – Von Ingrid Mylo. Dieses Mal schon zum siebenundvierzigsten Mal. **Read More
Andrew Nette: Last Drinks at the Hotel Adlon: Finishing the Bernie Gunther series and beyond 2025 was the year that I finally finished Philip Kerr’s 14 book long Bernie Gunther series. If the Dead Not Rise (2009), the sixth entry, was the final one that I tackled. I finished it in Berlin, where I am currently living, which felt fitting. The same day, I visited the very powerful Memorial to the Murdered Jews of Europe in the city’s Mitte district and went for a walk to visit the nearby famous HotelRead More