Geschrieben am 31. Dezember 2025 von für Allgemein, Highlights, Highlights 2025

Highlights 2025: Monika Geier, Frank Göhre, Tobias Gohlis (und 20 Jahre Krimibestenliste)

Monika Geier: Was ist 2025 passiert?

Doris Gercke ist gestorben. Das hat mich sehr traurig gemacht.

Doris Gercke war eine der wenigen Personen, vor denen ich echten und großen Respekt hatte und habe. Ich bin regelrecht vor Ehrfurcht erstarrt, wenn sie mit mir geredet hat. Zu meinem Glück und meiner Begeisterung hat sie aber mehrfach und gern mit mir geredet. Sie war eine Künstlerin, Kollegin, Vereinsschwester, die ich gleichzeitig als großes Vorbild und sehr lebendigen, präsenten Menschen in meinem Leben erfahren habe. Und ich denke, „Präsenz“ ist ein gutes Wort, um Doris zu beschreiben.

Ihr Werk war immer im Gegenwärtigen, in den aktuellen Diskursen, in der allgemein benutzten Sprache verankert. Was sie dazugegeben hat, war eine lakonische Schärfe, ein manchmal schieres Verzweifeln an den Verhältnissen, die sie klar durchschauen konnte, und eine Ästhetik, die von ganz innen heraus kam. Schönheit hat Doris´ Texte durchzogen wie ein Rettungsseil, wie der kostbare Code, mit dem du dem Alptraum entkommst.

Doris Gercke besaß den Mut, sich allein mit ihrer schönen, spröden Sprache als Licht in Abgründe zu begeben, die selten so besonnen und kritisch erforscht wurden wie von ihr. Wie im Chandler-Krimi, wo dem Helden Marlowe letztlich nur die Worte bleiben, in denen er denkt und spricht, um seine Integrität zu wahren, ist auch in Doris Gerckes Texten die Sprache eine eigene moralische Instanz.

Doris war eine schöne Frau. Sie war hochelegant, und ihre Schönheit bestand zum großen Teil aus dem Fokus, den sie auf die jeweilige Situation richtete. Immer wunderbar angezogen, kam sie stets erst im letzten Moment auf die Bühne, sie konzentrierte sich voll auf die Menschen, mit denen sie zu tun hatte, und sagte oft in kurzen Worten den klügsten Satz des Abends. Und sie stellte hohe Ansprüche an sich. Ich weiß noch, wie schockiert sie eines Abends war, als herauskam, dass im Leben einer guten Bekannten eine große Veränderung stattgefunden hatte. Doris hatte davon nichts mitbekommen und sagte laut zu sich: „Eine, die schreibt, muss das wissen.“

Doris Gercke war eine, die schreibt. Sie hat sehr viel gewusst und sehr viel gegeben. Sie war mutig, nüchtern und freundlich, sie hat mich und andere unterstützt mit Rat, Aufmunterung und Präsenz, sie hat alle Texte gelesen, die ich ihr je geschickt habe (und das waren viele), sie hat immer geantwortet, sie wollte sogar zu meiner Party kommen, in die wildeste Hinterpfalz, aber dann hat das leider erst Corona und dann ihre Krankheit verhindert. Doris Gercke war eine wunderbare Person. Ich vermisse sie und bin dankbar, ihr begegnet zu sein.

»Antoniusfeuer« von Monika Geier wurde 2023 mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet.
Ihre Website hier.
im Mai 2026 erscheint von ihr „Ein schönes Kind“, wieder bei Ariadne. Es ist eine Hommage an ihren anderen (und zu Doris sehr verschiedenen :-)) Lieblingsautorinnen Agatha Christie und Josephine Tey. Von Doris Gercke erscheint in der Argument-Ariadne Literaturbibliothek was ganz Besonderes: ihre letzten Texte, die sie teils handschriftlich in einem Ordner dem Ariadne-Verlag anvertraut hat. Das Buch heißt „Von den Bewohnern der Städte“ und kommt im Februar zu Doris Gerckes Geburtstag heraus.

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Frank Göhre: VOM LEBEN UND LESEN –  Ein Rückblick auf sechs Jahrzehnte                                                                                        

JANUAR                                                                                                         (1962) Auf der Suche nach einer Ausbildung im Verlag oder Buchhandel Reise nach Stuttgart. „Es gibt Melodien und Lieder, die bestimmte Rhythmen betreun, die schlagen dein Inneres nieder und du bist am Boden bis neun.“         Gottfried Benn, „Gesammelte Werke 1“, herausgegeben von Dieter Wellershoff, Wiesbaden, 1960.                                                                                                                                            

FEBRUAR                                                                                                 (1968) Mit dem VW Bus nach Benidorm und Alicante. Damals noch menschenleerer Strand und ein paar Häuserreihen. Frisch gefangener Fisch auf dem Grill, Rotwein & 1 Joint. Lektüre: Hubert Fichte, „Die Palette“, Reinbek, 1968: „In Pissoirs geht man Stufen hinunter, in Bunker, in Krematorien, in die Pathologie, in Weinkeller. Es lassen sich mythologische Beziehung zum Hinabsteigen herstellen.“                                                                                                                                

MÄRZ                                                                                                       (1960) Mit dem Sohn des Lehrherrn (Technischer Großhandel) und Freunden in die Hütte des Vaters oberhalb der Ruhr. Gemeinsame E.A. Poe-Lektüre am Lagerfeuer. Später die Gesamtausgabe gelesen. „Poe Werke I, II, III“. Deutsch von Arno Schmidt und Hans Wollschläger, Olten, 1967.

                                                                                                                              APRIL                                                                                                      (1968) Straßentheater in Gelsenkirchen. Auf einem Laster mit Jazzband eine Lese-Aktion „Gegen die Dummheit“. Für mich entdeckt: Nell Dunn, „Leben in Battersea“, übersetzt von Hans Wollschläger. Frankfurt am Main, 1968.  Sechzehn Geschichten über den Alltag junger englischer Arbeiterinnen. 

MAI                                                                                                          (1978) Mit dem Weismann-Kunstmann Verlagskollektiv eine Woche auf  Lanzerote. Neuerscheinung des ehemaligen Verlagsautor Ernst Herhaus, „Kapitulation. Aufgang einer Krankheit“, München, 1977. „ … die beste und exakteste Beschreibung der Krankheit Alkoholismus.“ (Der Stern)                       

JUNI                                                                                                         (1975) Mit einer bundesdeutschen Schriftsteller-Delegation nach Moskau, Eriwan und Baku. Reiselektüre: Christian Geissler, „Das Brot mit der Feile“, München, 1973: Menschen zwischen Hamburger Hafen und NDR, Knast und Audimax. Der Arbeiter Ahrens will mit dem Kopf durch die Wand. Spruch machen kann ich allein, sagte er.                                                    

JULI                                                                                                                   (1981) Erstmals Wohnsitz Hamburg. Wochenendfahrten nach Sylt. Lektüre: Alfred Döblin, „Berlin Alexanderplatz“, Olten, 1961.                                                                                                                                 

AUGUST                                                                                                     (2008) Edition und Herausgabe der 10 Bände „Kriminelle Sittengeschichte Deutschlands“ abgeschlossen. 1 Roman und 5 Erzählungen für Hörbücher eingelesen, 1 Radio Tatort geschrieben, mit Uli Waller Vorlage für den TV-Film „Eine Nacht im Gran Hotel“ mit Franco Nero. Lektüre: Curzio Malaparte, „Die Haut“, Wien, 2006: Neapel 1943: Die deutschen Nationalsozialisten werden von den Neapolitanern vertrieben, die Alliierten sind gelandet und kämpfen gemeinsam mit den italienischen Widerstandskämpfern.                                                                                                   

SEPTEMBER                                                                                                 (1968) Die ersten Essener Song Tage. „Zwischentöne sind nur Krampf im Klassenkampf“ (Franz Josef Degenhardt), „Fuck the USA“ (The Fugs),  Frank Zappa und seine Mothers treten im Jugendzentrum auf. Rolf Dieter Brinkmann wuselt mit einer Videokamera durch die Gruga Halle. Meine Lektüre in diesen und weiteren Tagen. Hubert Selby, „Letzte Ausfahrt Brooklyn“ deutsch von Kai Molvig, Reinbek, 1968. Sechs Prosastücke die unter die Haut gehen.                                                                                                       

OKTOBER                                                                                                 (2025) Frankfurter Buchmesse im TV. Gastland: Die Philippinen. Ich lese Patricia Evangelista, „Some People Need Killing. Eine Geschichte der Morde in meinem Land“, Hamburg, 2025.  Parallel dazu Eleanor Coppola, „Vielleicht bin ich zu nah. Notizen bei der Entstehung von Apocalypse Now“ (auf den Philippinen), Reinbek, 1980.

NOVEMBER (2023) Im Kino Scorsese, „Killers of the Flower Moon“ mit De Niro und   DiCaprio. Die Osage-Morde. Über Tage gepackt (und von der Dramaturgie des Buchs beeindruckt): Nicola Lagioia „Die Stadt der Lebenden“. Der grausame Mord zweier jungen Römer. Vielleicht veröffentlicht eines Tage auch jemand eine ebenso groß angelegte Reportage über Amanda Knox, den „Engel mit den Eisaugen“. Sie soll im November 2007 in Perugia ihre Mitbewohnerin getötet haben. Kam in Haft. Wurde verurteilt. Wurde freigesprochen. Ein Justizirrtum?

DEZEMBER (2025) Physiotherapie. Massage. Trainingsrad. – Kaffee und Arbeit an einem Horst Königstein-Lesebuch (beim Literaturfond Antrag auf Förderung der Arbeit gestellt. Entscheidung März 2026). – Ruhepause. Nachmittags weiter mit der Archivierung des Königstein Nachlass. Dabei über Kopfhörer das Hörspiel von Hubert Fichte „Djemma el Fna – Der Platz der Gehenkten“, „Hörwerke 1966 – 86“, Frankfurt am Main, 2006.  Und: „Jazz und Lyrik“, Gert Westphal liest Gottfried Benn und Heinrich Heine: „Ein neues Lied, ein besseres Lied will ich euch singen …

Frank Göhre lebt und arbeitet in Hamburg. Seine Texte bei uns hier.

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Tobias Gohlis: »Wir zeigen euch die besten Krimis!«

Zum Jahresende 2025 hat sich Tobias Gohlis, der Gründer und Sprecher der Krimibestenliste von seinem Amt zurückgezogen, bleibt der Jury aber als Mitglied erhalten. Anlässlich von 20 Jahren Krimibestenliste hat Alf Mayer im Sommer 2025 ein Gespräch mit Tobias Gohlis geführt, Link dazu hier: »Das Bewusstsein für gute Kriminalliteratur gefördert«.

Wir ergänzen das alles hier nun durch ein Interview, das Nils Kahlefendt im Sommer mit Tobias Gohlis und Katrin Doerksen geführt hat.

Nils Kahlefendt : Im März 2005 wurde die Krimibestenliste erstmals auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt; Sie, Herr Gohlis, gelten als ihr »Erfinder« – wie kam es dazu?

Tobias Gohlis: Ich hatte 2001 die Krimikolumne in der »Zeit« übernommen und dachte, ich würde mich mit dem Genre auskennen. Ich merkte jedoch rasch, dass es eine Welt des Lesens jenseits von Henning Mankell und Donna Leon gab – und dass es spannend sein könnte, die Literaturkenntnis professioneller Krimi Aficionados einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Hat Sie die SWR-Bestenliste inspiriert?

Gohlis: Absolut. Die wurde ja 1975 von Jürgen Lodemann ausdrücklich als Gegenentwurf zur »Spiegel«-Bestsellerliste gegründet. Der pathetische Gedanke »Wir zeigen euch die besten Krimis« war 30 Jahre später auch das Leitmotiv unserer Liste.

Die wird, eine Besonderheit, tatsächlich nur von Kritikerinnen und Kritikern zusammengestellt, aktuell zählt die Jury 18 Mitglieder. Anfangs war auch die Ex-Gesundheitsministerin Andrea Fischer dabei und die Wiener Edelfeder Franz Schuh.

Gohlis: Schuh war mein Vorgänger als Krimikolumnist bei der »Zeit«. Und Andrea Fischer, die damals auch eine Kolumne beim Hörfunk hatte, war gelegentlich sogar als Krimi-Übersetzerin tätig.

Rund ein Viertel der deutschsprachigen Novitäten sind Krimis, ein irrer Output. Wie ist Ihre Arbeit organisiert? Lesen Sie tatsächlich alles?

Gohlis: Jedes Jurymitglied entscheidet autonom, wie es sich bemustern lässt und empfiehlt monatlich aus seinem Lesepensum vier besonders herausragende Titel. Übrigens nicht nur brandneue: Die Krimis auf der Liste dürfen maximal ein Jahr alt sein. Dazu kann jeder maximal drei Mal für dasselbe Buch votieren, was eine gewisse Rotation ermöglicht. Wer an den Büchern beteiligt ist, darf logischerweise nicht mitstimmen – deshalb musste etwa Thomas Wörtche ausscheiden, als er Krimiherausgeber bei Suhrkamp wurde. Technisch läuft es so, dass mir alle zu einem Stichtag Mails schicken. Ich zähle die Stimmen aus und gebe das Feedback in die Runde. Und ich bin der, der als Einziger alle Krimis liest, die neu auf die Liste kommen, weil ich sie alle kommentieren muss.

Katrin Doerksen: Hilfreich fürs Verfahren ist, dass wir insgesamt eine nach Alter, Hintergründen und Interessen ziemlich heterogene Gruppe sind, etwa mit speziellem Faible für unterschiedliche Länder.

In Ihrem Fall Japan.

Doerksen: Ja, ich lese fast automatisch alles, was aus Japan oder angrenzenden Ländern kommt. Und habe seit dem Studium ein Interesse an afrikanischen Literaturen. Aber ich bin nicht der Typ für feste thematische Vorlieben. Ich möchte, dass Literatur ein Fenster in andere Welten für mich öffnet, die möglichst weit von meiner eigenen entfernt sind. Der Krimi mit seiner un erschöpflichen Vielfalt an Settings und Spielorten eignet sich da bestens!

Und wie sind Sie selbst zur Liste gekommen?

Doerksen: Ich habe vor rund sechs Jahren angefangen, für die »FAZ« Krimis zu rezensieren und bin eigentlich immer noch dabei, mir dieses weite Feld zu erschließen. Dann kam irgendwann der Anruf von Tobias Gohlis.

Welche Rolle spielt die Liste heute als Service-Tool im Handel?

Doerksen: Ich habe zwar schon Feedback von Autoren oder Verlagen bekommen, die sich für eine Rezension bedanken. Die haben einen dann eher auf dem Schirm und werden womöglich freigiebiger mit dem, was sie einem künftig zur Verfügung stellen. Aber wie sich die Liste auf den Verkauf auswirkt – darüber habe ich gar keine Kenntnisse.

Gohlis: Anfangs wurden die Liste ja als Plakat an über 1.000 Buchhandlungen verschickt. Mit der Einstellung dieser recht teuren Aussendung startete ein Newsletter, der alle Medienwechsel überlebt hat. Ich weiß, dass Buchhändlerinnen und Buchhändler das dort enthaltene PDF der Liste zum Selbstausdrucken schätzen. Dazu gibt’s auf meinem Blog (recoil.togohlis.de) einen Newsletter, der sich an etwa 1.100 Fans – darunter auch Buchhändler und Krimi Multiplikatoren – richtet. Für kleinere Verlage – sie sind oft die, die die Entdeckungen machen – ohne eigenen Werbeetat ist die Krimibestenliste allerdings meist das einzige Werbemittel.

Wo stehen heute Krimi und Krimikritik in den Medien?

Gohlis: Die stehen leider insgesamt immer schlechter da. Es gibt generell weniger Besprechungen, traditionelle Printmedien setzen mehr und mehr auf Onlineformate, auch im Hörfunk fristet der Krimi, wie Literatur generell, eine Nischenexistenz. Denken Sie an Andreas Ammers fast halb stündige Krimikolumne beim »Bayrischen Rundfunk«, leider längst beerdigt. Neue entstehende Blogs fangen diese Entwicklung nur zum Teil auf. Eine fundierte, regelmäßige Kritik gibt es derzeit noch im »CrimeMag« das Teil des Onlinemagazins »CulturMag« ist.

Doerksen: Es gibt seit einigen Jahren im digitalen Raum unter jüngeren Leuten wieder vermehrt Diskussionen über Literatur. Ich sehe rege Auseinandersetzungen auf Plattformen wie »Goodreads«, stärker im englischen Sprachraum.

Die Grenzen zwischen U und E sind lange perdu; mit Wolf Haas’ »Wackelkontakt« (Hanser) oder Cemile Sahins »Kommando Ajax« (Aufbau) findet man Krimis inzwischen auch auf der Nominiertenliste des Preises der Leipziger Buchmesse. Macht das Ihre Arbeit schwieriger?

Doerksen: Es macht sie interessanter! Solche Unschärfen befeuern ja auch unsere Diskussionen über die Wertmaßstäbe eines guten Krimis. Geht es nur um die Erfüllung eines Katalogs literarischer Qualitätsmerkmale? Oder auch darum, ob der Autor, ja: tolle Ideen hat, etwas Neues mit dem Genre anstellt?

Streiten Sie gelegentlich darüber, was eigentlich ein Krimi ist?

Gohlis: Eher wenig. Was leider auch daran liegt, dass wir zu wenig diskutieren. Wir haben in der Regel zwei Verständigungsmechanismen: Zum einen die Abstimmungsergebnisse. Und eine Mailingliste, in der Kriterien zwar hie und da anklingen, aber kaum je ausdiskutiert werden. In unseren Regularien haben wir das Problem ideal gelöst: Krimi ist, was wir als Krimi auswählen. Punkt.

Haben Sie den Freiraum, wirkliche Innovationen auf die Liste zu heben? Oder landen dort dann automatisch der neue Ani, Groschupf, Garry Disher?

Doerksen: Manchmal kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, zumal, wenn man noch recht frisch in der Jury ist, und bestimmte Namen immer wieder auftauchen. Dann möchte man natürlich wissen, was die lieben Kolleg:innen so toll gefunden haben, liest auch – und ist, schwupps! – selbst in der Dynamik drin. Grundsätzlich gibt es natürlich die Möglichkeit, Vorschläge einzubringen – und ich habe auch schon festgestellt, dass das funktioniert.

Die Hinwendung zum Unterkomplexen in der Kulturberichterstattung ist allgegenwärtig. Wie zufrieden sind Sie mit Ihren Arbeitsbedingungen als Krimikritiker?

Doerksen: Ich habe ja als Filmkritikerin angefangen, hier herrscht derselbe Befund: Man findet zwar die Nischen, in denen man publizieren kann. Davon leben lässt sich nicht. Man ist darauf angewiesen, sich mit einem Brotjob die Nischen, für die man brennt, offenzuhalten.

Das ganze Interview auf boersenblatt.net (Bezahlschranke).

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