Weit entfernt vom Genreüblichen Schon auf der ersten Seite ist er unverkennbar präsent – der Wittekindt-Sound. Behutsam nähert sich die Erzählstimme dem Protagonisten, der selbst in kursiv markierten Passagen zu Wort kommt. Doch das ist eigentlich als Beschreibung nicht präzise genug. Denn hier wird nicht gesprochen, sondern gedacht. Und zwar so unstrukturiert, wie wir es aus unserem eigenen Erleben kennen. Ein alter Hut, mag mancher da einwenden. Schließlich sind Bewusstseinsstrom und innerer Monolog seit Beginn der literarischen Moderne etablierte Erzählverfahren. Auch in der populären Literatur. Aber darauf kommt es nicht
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Beckmann trägt – Zum zweiten Roman von Jochen Brunow „Einmal in ihrem Flussbett eingeschlossen, läuft die Geschichte Gefahr, darin zu versickern, wenn man nicht zulässt, dass sich ihre Zeit nach außen hin verlängert, dorthin, wo wir, die Protagonisten aller Geschichten, leben. Wo nichts abgeschlossen ist.“ (Michelangelo Antonioni; als Motto von „Die Chinesin“) Mir immer noch unvergessen ist mir einer der schönsten Liebesfilme, den ich kenne: „Berlin Chamissoplatz“ von Rudolf Thome, Drehbuch: Jochen Brunow, Kamera: Martin Schäfer. Bei der Uraufführung am 1. November 1980 auf den Hofer Filmtagen war ich dabei. Zwanzig Tage
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Um besser zu werden, muss es viel schlechter werden HP Eggenberger zum vorletzten Band der Ross-Thomas-Werkausgabe Kaum ist Lucifer Dye vom Geheimdienst entlassen worden, nachdem eine Aktion in Asien schiefgelaufen ist, bekommt er in den USA ein lukratives Angebot. Der als geniale Schnelldenker geltende junge Victor Orcutt will ihn in seinem kleinen Team, mit dem er eine korrupte Kleinstadt an der texanischen Golfküste säubern soll. Zu Orcutts Truppe gehören zudem der ehemalige Polizeichef Homer Necessary, wegen Korruption entlassen, und die Ex-Prostituierte Carol Thackerty. „Um besser zu werden, muss es viel
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Der Krimi im Bildschirmformat boomt. Dietrich Leder, der viele Jahre für die „Medienkorrespondenz“ über das Fernsehen schrieb, ehe dieses zweiwöchentliche Periodikum im Dezember 2021 eingestellt wurde, nimmt sich jeden Monat eine Erscheinung des laufenden Krimi-Programms vor und seziert, wie es die Darsteller der Pathologinnen und Pathologen in den Serien versprechen. Buch, Film, Serie – ein Vergleich Als die Serie „Presumed Innocent“ (Aus Mangel an Beweisen) weltweit von Apple TV+ am 12. Juni 2024 mit den ersten beiden Folgen gestartet wurde, gewann sie rasch eine stabile und für diesen Streamingdienst große
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„Das Ende einer Ära der konventionellen Weiblichkeit“ Ute Cohen im Gespräch mit der Filmregisseurin Tau Tau Mengan PINKY SWEAR – WHATEVER SHE WANTS, Thriller, Deutschland 2023, Regie und Buch: Tau Tau Menghan. Produktion: Lumax, Berlin. Kamera Damir Mukimov, Schnitt Mayar Attia, Musik Milu Grutta, mit: Nadine Nourney, Christoph Schulenberger, Chris Angel Walker, Sean Lee, Tau Tau Mengan u.a.; Länge: 91 Min, Filmverleih Unfiltered Artists. Liebe Mengan, im „American Dictionary of Americanisms“ heißt es im Jahre 1860: „Pinky, pinky bow-bell,Whoever tells a lieWill sink down to the bad placeAnd never rise
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»Alles, was man anschaut, kann zu einem Abenteuer werden« Liebes CrimeMag-Publikum, hiermit präsentieren wir – neben unserem Haus- und Hof- und Hinterhof-Fotografen Carsten Klindt, weiter vorne in dieser Ausgabe mit seinem inzwischen 66. fotografischen Beitrag – ein zweites visuelles Fenster in unserem Online-Magazin. Die Fotografin Susan Madsen erzählt unter anderem visuelle Geschichten auf Social Media unter dem Titel „Eine wahre Geschichte“. Ihre Themen sind Voyeurismus, Erotik, Moral, Vergänglichkeit und Wahrheit. Biografisches: Geboren 1964 in Aarhus, Dänemark. Seit 2018 Studentin an der Kunsthochschule Weißensee Berlin/Freie Kunst/Bildhauerei bei Else Gabriel, Knut Ebeling und Andreas
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Die Suche nach einem „Bürgeramt, das Kapazitäten frei hat“ Schier unerträglich ist der Schmerz, der mich befällt, als ich auf meinen Personalausweis schaue. Die Hände zittern, der Ausweis fällt auf den Boden. Mühsam hebe ich ihn auf und erinnere mich wehmütig an jene Zeit vor zehn Jahren, als ich ihn erneuern musste und ins ferne Hellersdorf gereist bin, weil das dortige Bürgeramt Kapazitäten frei hatte. Was war das für ein erhebender Moment gewesen, als ich seinerzeit das Amt mit dem frischen Dokument verließ, erleichtert von all den Sorgen, die man
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Hanspeter Eggenberger (hpe), Joachim Feldmann (JF), Ulrich Noller (UN) und Thomas Wörtche (TW) über: Bernhard Aichner: YokoMark Billingham: Die Handschrift des TodesMargot Douaihy: Verbrannte Gnade. Ein Schwester Holiday-KrimiWayne Johnson: Das rote Kanu Joe R. Lansdale: More Better DealsDavide Longo: Am Samstag wird abgerechnetSeichō Matsumoto: Tokio Express Chris Whitacker: In den Farben des Dunkels ** ** Blut und Gier tränken den amerikanischen Traum (hpe) Ed Edwards ist unzufrieden mit seinem Leben. Er ist Koreakriegsveteran. Er verkauft Gebrauchtwagen, kennt alles fiesen Tricks und Kniffe für dieses Business. Er will mehr. Er hat
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