Andreas Pflüger Tag

National 1. Platz: Andreas Pflüger: Wie Sterben geht (Suhrkamp) Winter 1983. Auf der Glienicker Brücke ist alles bereit für den spektakulärsten Agentenaustausch der Geschichte. KGB-Offizier Rem Kukura – Deckname Pilger – soll gegen den Sohn eines Politbüromitglieds ausgetauscht werden. Mittendrin: Nina Winter, die Kukura als Einzige identifizieren kann. Doch auf der Brücke wird Nina in ein Inferno gerissen, und das Schicksal von ihr und Rem wird zu einer Frage von Krieg und Frieden zwischen den Supermächten. »Wie Sterben geht ist offensichtlich ein Roman über Russland und den Kalten Krieg. Gleichzeitig ist er, losgelöstRead More
Andreas Pflüger: Meine Kulturhighlights 2023 Prosa: Ofer Waldman, Singularkollektiv (Wallstein) Lyrik: Johanna Hansen (Bilder) und Ulrike Schrimpf (Gedichte), Pariser Skizzen / Je te flingue (Edition Melos) Sachbuch: Aurélie Bros (Hrsg.), Briefe von Frauen aus der Ukraine an die freie Welt (Elisabeth Sandmann Verlag) Serie: The Offer Film: Nur Nieten gezogen, die schlimmste war Avatar II. Album: Wilco, Cousin Wiederentdeckt: Puccini, Turandot, Mailand 1957, Maria Callas Konzert: Dvořáks Mittagshexe, Heimspiel der Berliner Philharmoniker, dirigiert von Robin Ticciati Ausstellung: Daniel Boyd, Gropius Bau Berlin Fotografie: Michael Dressel, Lost Angeles Architektur: Mario Cucinella Architects, Kirche Santa Maria Goretti in Mormanno, Kalabrien Ballett: Bin seit 66Read More
Was Tote träumen Ulrike Schrimpf zu Andreas Pflügers Roman  »Ich bin schon lang in diesem HausGebaut aus dem, was Tote träumen.« An einer Stelle seines aktuellen Romans Wie Sterben geht zitiert Andreas Pflüger, einer der führenden deutschsprachigen Erzähler, den Mythos Koras: Hades liebt sie so abgöttisch, dass er sie in Persephone umbenennt, in sein Schattenreich entführt und dort zur Totengöttin macht. Zeus aber, der das Leiden von Koras Mutter Demeter abmildern will, zwingt Hades dazu, Persephone immer im Sommer zurück an das Licht und in das Leben zu lassen. So wechselt KoraRead More
Den Tiger reiten Ein Interview mit Andreas Pflüger zu seinem Buch »Herzschlagkino« – von Alf Mayer Andreas Pflüger: Herzschlagkino. 77 Filme fürs Leben. Arche Literatur Verlag, Zürich 2023. Hardcover, 176 Seiten, 17 Euro. Alf Mayer: Mir ist bei der Lektüre deiner »77 Filme fürs Leben« aufgefallen, dass du im Kino genau hinschaust, wie jemand über seine Kindheit redet. Wie er es mit seinem Vater hält. Wie ein Film oder eine Filmfigur mit Kindheit umgeht, und wie das in dein Urteil eingeht, in deine Hochachtung oder Begeisterung. Andreas Pflüger (holt erst mal Luft): UuhhRead More
Filmbücher sind eine vom Aussterben bedrohte Spezies. Man muss sie besprechen, meint Alf Mayer und tut es: Andreas Pflüger: Herzschlagkino. 77 Filme fürs LebenGeorg Seeßlen: Lucky LukeNick de Semlyen: The Last Action Heroes: The Triumphs, Flops, and Feuds of Hollywood’s Kings of Carnage Lieferung zwei, Oktober 2023:Dwayne Epstein: Killin‘ Generals. The Making of The Dirty DozenEsther Kinsky: Weiter SehenMichael Petzel: Filmstadt Göttingen. Ein Kapitel deutscher FilmgeschichteCatherine Russell: The Cinema of Barbara StanwyckVolker Schlöndorff. Von Wiesbaden in die Welt. AusstellungskatalogRobert Zion: Fritz Lang in Amerika Lieferung eins, Dezember 2022:Juliane Batthyány: Wiener KinosDK (Hg.): Das Film-Buch. Big Ideas – einfach erklärtPeter Struck: Premierenfieber. DieRead More
pflüger
Artisten auf dem Hochseil Ein Interview mit Andreas Pflüger zu seinem neuen Thriller »Wie Sterben geht« Bei »KrimisMachen 3« in Hamburg saßen sie zum Thema Gewalt zusammen auf dem Podium, so erklärt sich das »Du« in diesem Interview. Ab dem 9. Oktober ’23 ist sein neuer Thriller im Buchhandel. Dieser Begriff steht auch auf dem Cover; vor Jahren (und bevor Pflüger zum Verlag kam) wäre das für einen Suhrkamp-Roman im literarischen Hauptprogramm undenkbar gewesen. Andreas Pflüger: Wie Sterben geht. Thriller. Suhrkamp Verlag, Berlin 2023. Hardcover, 448 Seiten, 25 Euro. – Sonderseite desRead More
„Wer fährt?“ – Das ist das Wichtigste Ein Interview mit Andreas Pflüger zum Buch Die Autos der TV-Kommissare Alf Mayer: Du warst einer der meistbeschäftigten „Tatort“-Autoren, ehe du im August 2018 deinen Ausstieg aus der Fernsehwelt bekanntgemacht hast, weil du dich seitdem nur noch auf deine Romane konzentrieren willst. Wie viele „Tatorte“ hast du denn auf dem Buckel? Andreas Pflüger: Es waren siebenundzwanzig, darunter acht „Weimarer“ zusammen mit Murmel Clausen. Ich glaube, mir fehlten nur drei „Tatorte“, dann hätte ich Felix Huby eingeholt, der die meisten geschrieben hat. Also wirdRead More
Kurzbesprechungen von Joachim Feldmann (JF), Sonja Hartl (sh) und Ulrich Noller (UN). Harlan Coben: Kein Sterbenswort Kenneth Fearing: Die große UhrTom Lin: Die tausend Verbrechen des Ming TsuMohamed Mbougar Sarr: Die geheimste Erinnerung der MenschenLea Stein: Altes Leid Er mordet sich von Utah nach Nevada  (sh) Es ist eine bekannte Geschichte: ein knallharter Außenseiter begibt sich auf einen Rachefeldzug, um die Männer zu töten, die seine Ehefrau entführt und ihn durch eine Intrige zu zehn Jahren Zwangsarbeit verdammt haben. Aber in Tom Lins Die tausend Verbrechen des Ming Tsu bewegtRead More

Posted On Dezember 31, 2022By Die RedaktionIn Highlights, Highlights 2022

Andreas Pflüger, André Pilz

Andreas Pflüger: Atemlos nach Florida Ein glückliches Ehepaar ist pleite; der Vermieter von Tom und Gerry Jeffers will die beiden aus ihrer Wohnung schmeißen. Doch Gerry, gespielt von Claudette Colbert, weiß seit einer Begegnung mit dem Wurstkönig Wienie King um ihre betörende Wirkung auf ältere reiche Männer. Sie verfällt auf die Idee, sich in Florida einen Millionär zu angeln, um ihrem geliebten Tom die berufliche Karriere zu ermöglichen, von der er träumt. Wie Preston Sturges das in Tempo und Witz umsetzt, bringt mich zum Niederknien. »Du hast keine Vorstellung, wasRead More
Der Große Deutsche Schuld Roman  Am Anfang, gleich im ersten Satz, wird Paula Bloom, die Heldin dieses Buches, von einer gewaltigen Wucht bis ins Mark erschüttert. Eine immense Wasserwand trifft den Bug des Truppentransporters, auf dem sie im letzten Kriegsjahr des Zweiten Weltkriegs nach Europa unterwegs ist. „Diese eine Welle würde sie nie vergessen…“, beginnt der Roman. Das ist mehr als eine Metapher. Die Wucht der Meereswelle, die auf eine Haut aus Stahl trifft und alle hinter diesem dicken Panzer bis ins Mark erschüttert, das ist auch die Kraft undRead More

Posted On Dezember 1, 2021By Constanze MatthesIn Crimemag, CrimeMag Dezember 2021

Andreas Pflüger „Ritchie Girl“

Eindrucksvoll Constanze Matthes über einen herausragenden zeithistorischen Roman Obwohl so unendlich viel über den Zweiten Weltkrieg schon in der Vergangenheit berichtet, erzählt, geschildert worden ist, gibt es noch immer Geschehnisse, die erst jüngst ans Licht der Öffentlichkeit gekommen sind – weiße Flecken, die nun ausgefüllt werden und Konturen erhalten. Mehrere Jahre war ein Bericht des US-Justizministeriums unter Verschluss, der sich mit der engen Zusammenarbeit der USA mit hochrangigen Nazis auseinandersetzt. Ein brisantes Thema, mit dem sich Andreas Pflüger in seinem aktuellen Roman „Ritchie Girl“ auf herausragende Weise beschäftigt.  Nach seinerRead More

Posted On März 1, 2021By Die RedaktionIn Crimemag, CrimeMag März 2021

Bloody Chops März 2021

Kurzbesprechungen von fiction – Joachim Feldmann (JF), Günther Grosser (gg), Alf Mayer (AM), Frank Rumpel (rum) und Thomas Wörtche (TW) über: Taylor Brown: MaybellineHallie Ephron: Hüte deine ZungeReto Gloor: MatterStephen Greenall: Winter TrafficRobert Harris: VergeltungDoug Johnstone: Der BruchDominique Manotti: Marseille. 73Tara Moss: Die JägerinGeorge Orwell: 1984Andreas Pflüger: GeblendetLeonardo Sciascia: Ein Sizilianer von festen PrinzipienPeter Terrin: BlankoChristoph Wortberg: Trauma. Kein Entkommen Komplex und virtuos (rum) Stephen Greenall macht es einem nicht unbedingt leicht. Sein Roman ist erstmal spröde und anstrengend, sprachlich gelegentlich etwas manieriert. Es dauert, bis sich das anfängliche Dickicht etwas lichtet,Read More
Ivy Pochoda –Markus Pohlmeyer –Andreas Pflüger –Robert Rescue – Ivy Pochoda Hands down the most exciting book and surprising book I read this year was The Godmother by Hannelore Cayre—a French novel, recently published in America. It’s a razor sharp, witty, informative novel about a single mother who is Tunisian / Jewish and works as an Arabic translator for the Parisian drug squad. It’s rare to see a middle aged woman at the forefront of a crime novel in which she is treated as as well-rounded person, an active participant,Read More

Posted On Dezember 1, 2019By Constanze Matthes/ Alf MayerIn Crimemag, CrimeMag Dezember 2019

Ein Buch – Zwei Stimmen: „Geblendet“ von Andreas Pflüger

Meisterwerk der Thriller-Kunst Constanze Matthes und Alf Mayer über ein bei der „großen“ Kritik zu Unrecht weithin unbeachtet gebliebenes Buch. Kein Pro und Contra also, sondern der Versuch, die Facetten eines perfekt geschliffenen Diamantens zu erfassen. Jenny Aaron steht an einem Scheideweg. Fünf Jahre sind seit ihrer schweren lebensbedrohlichen Verletzung während eines verheerenden Einsatzes in Barcelona vergangen, fünf Jahre lebte sie seitdem in völliger Dunkelheit, fünf Jahre hat sie ihre Fähigkeiten so trainiert, dass sie weiterhin der Sonderabteilung angehören kann und zu gefährlichen Einsätzen gerufen wird. Nun könnte ihr Leben indes eine entscheidende Wendung erfahren – dank einer neuartigen Therapie in der Klinik von ProfessorRead More
Begnadigt, aber nicht frei Werner Fuld über „Geblendet“ von Andreas Pflüger Vor rund fünfzig Jahren machte sich Käthe Rehbein, manchmal jovial „Rehbeinchen“ genannt, in der ZDF-Serie „Der Kommissar“ als Sekretärin unentbehrlich. Gespielt wurde sie von Helma Seitz. „Helmchen“ heißt die Sekretärin bei Andreas Pflüger, und unentbehrlich ist sie auch. Als sie schwer verletzt und im Koma im Krankenhaus liegt, sitzen die harten Kerle an ihrem Bett und erzählen sich und ihr kuriose Geschichten aus dem gemeinsamen Alltag: Erzählen gegen den Tod. Im ersten Band gab es eine ähnlich Szene desRead More

Posted On September 1, 2019By Andreas PflügerIn Crimemag, CrimeMag September 2019

Andreas Pflüger & Bernhard Sabel

Von Gantenbein zu Frankenstein Andreas Pflüger und sein Fachberater Professor Dr. Bernhard Sabel über die Liaison von Literatur und Hirnforschung, Jenny Aarons Stressfaktoren, toxische Hoffnung, Reparaturmechanismen des Nervensystems und Blindheit als anderes Sehen. Gerade ist im Hauptprogramm von Suhrkamp sein dritter Thriller mit der blinden Elitepolizistin Jenny Aaron erschienen. Mit „Geblendet“ übertrifft Andreas Pflüger sich selbst und „zementiert seinen Ruf als bester Thrillerautor der Welt“, schreibt Alf Mayer in seiner Besprechung im Frankfurter strandgut (S. 31). Nichts von den Schwächen und Problemen, die das dritte Buch einer Trilogie gerne hat.Read More
Die Seismographen – Agenten und Spione heute von Stefan May  Habent fata sua und so … Dieser Text basiert auf einem Radioskript, das nur in sehr reduzierter Form vom ORF realisiert wurde. Wir präsentieren Ihnen hier eine Prosafassung des Projektes, gespickt mit vielen O-Zitaten von Martin Maurer, Andreas Pflüger, Yassin Musharbash, Thomas Wörtche und andere mehr. „Ausspähen unter Freunden – das geht gar nicht“, hatte Angela Merkel vor einiger Zeit gesagt. Geht nicht, gibt´s nicht. Schon gar nicht in der Spionage. Auch wenn die deutsche Bundeskanzlerin angesichts amerikanischer Maulwurfsarbeit dasRead More

Posted On November 4, 2018By Andreas PflügerIn Specials, Verlust-Special 2018, Verlust-Special UNO

Andreas Pflüger „Niemals“

Den Vater verlieren – und mehr als ihn Ein Textauszug aus dem Thriller „Niemals“ von Andreas Pflüger Ein Blitz zerschneidet die Welt wie Papier. Dann noch einer. Innerhalb einer Nanosekunde ist die Welt weg. Bei Tempo zweihundertfünfzig verliert die Polizistin Jenny Aaron auf Seite 19 von „Endgültig“ ihr Augenlicht. Eine blinde Heldin in einem Actionthriller? Es ist die Kunst von Andreas Pflüger, uns mit der wehrhaften Jenny Aaron in bisher zwei Büchern – „Endgültig“ und „Niemals“  – den Puls auf ungeahnte Höhen zu beschleunigen. Ein Umgang mit Verlust , wie er aufregender kaumRead More

Posted On April 14, 2018By Alf MayerIn Biografie, Crimemag, CrimeMag April 2018

Abschied von Philip Kerr

„Ich arbeite zwischen den Zeilen der Geschichte“ „Kalter Frieden“, die Übersetzung von „The Other Side of Silence“ erlebte er noch als Rohexemplar, aber er starb – mit 62 viel zu jung – bevor das Buch nun in die deutschen Buchhandlungen kommt. Es ist das elfte seiner insgesamt 13 Bücher mit dem Privatdetektiv und ehemaligen Berliner Kriminal-oberkommissar Bernhard „Bernie“ Gunther. Es waren bei weitem nicht seine einzigen Romane. Philip Kerr wird vermisst werden. Andreas Pflüger schrieb uns: Um eine Stimmung zu beschreiben, braucht man Gefühl. Um Action zu kreieren, braucht man Poesie. FürRead More
Halten Dero zu Gnaden Man könnte gar nicht so viel fressen, wie man kotzen möchte. Drehbuchautoren soll(t)en draußen bleiben. Andreas Pflüger platzt der Kragen. Hier sein KickAss. Am 25. Januar 2018 wird in Köln der Deutsche Fernsehpreis verliehen – zusammen mit Grimme die bedeutendste Auszeichnung für Fernsehschaffende im Lande; seriöser geht’s nicht, sollte man meinen. Nun hatte sich dieser Tage herausgestellt, dass Autoren und Autorinnen, deren Filme nominiert sind, nicht eingeladen worden waren. Betroffene, die ungläubig nachgefragt hatten, erhielten eine Antwort per Standardmail: »… dass der Deutsche Fernsehpreis dadurch, dass esRead More
Schweres Wasser – Leichte Mädchen … Eine etwas andere Kulturgeschichte der Bundesrepublik – Alf Mayer über die Romanserie MISTER DYNAMIT mit dem BND-Agenten Bob Urban. Teil 1: Der Schnelldurchgang Teil 2: Die Vergangenheit ist alles andere als tot  Teil 3: Das Personal, die Reiseziele und die Anfänge Teil 4: Meisterwerke der Klappentext-Kunst und Romane, die noch im Bücherschrank schwelen Teil 5: Bob Urban, Deutschlands Rache für den verlorenen Krieg? – Momentaufnahmen, querbeet. Teil 6: Anhänge Sie ist längst nicht hinreichend geschrieben, die vor Trivial- & Populärkultur und seriellem Erzählen unerschrockene LiteraturgeschichteRead More
Murali Perumal Ivy Pochoda Andreas Pflüger Hazel Rosenstrauch  Robert Rosenwald Murali Perumal Ein persönliches Highlight, was ich nicht unerwähnt lassen darf, war die Tatsache, dass Bücher dieses Jahr mein Rettungsring waren…nicht nur, was das Lesen an sich betraf, nein, sie erleichterten mir sogar den Umgang mit meinen Mitbürgern und schafften sozialen Zusammenhalt. Ich stieg regelmäßig mit einem Buch in der Hand in die U-Bahn und alle anfänglichen Verdachtsmomente einiger Mitfahrer, dass ich aufgrund meines Bartes und meines braunen Teints ein gemeingefährlicher Terrorist sein könnte, lösten sich beim Anblick des BuchesRead More
Alles ist fertig, es muss nur noch gemacht werden Andreas Pflüger und Erik Spiekermann über Typomanie, Arbeitsethos, Rhythmus und Form, den Bushidō, die Abwesenheit von Licht, Schwarzbrot und Schnapstrinken und ihre Zusammenarbeit. Niemals von Andreas Pflüger war nach seinem Endgültig nicht nur das zweite Buch im Hauptprogramm des Suhrkamp Verlages, bei dem statt „Roman“ die Bezeichnung „Thriller“ auf dem Cover steht. (Siehe dazu auch Alf Mayer im Freitag: „Genre is in the House“, sowie sein großes CrimeMag-Interview.) Niemals ist auch das erste Buch – und dies nicht nur bei Suhrkamp -, bei dem einRead More
Wartet, bis der Blinde ihn gesehen hat Andreas Pflüger über die Biographie „Das wiedergefundene Licht“ des Résistance-Kämpfers Jacques Lusseyran und wie sie ihn dazu inspirierte, eine blinde Actionheldin zu erfinden.  Der bei einem Schußwechsel erblindeten wehrhaften Polizistin Jenny Aaron kann man in den Thrillern „Endgültig“ und „Niemals“ begegnen  – siehe dazu auch das CrimeMag-Gespräch mit Alf Mayer in der letzten Ausgabe und seine Kritik im „Freitag“. Hier nun Andreas Pflüger: Als ich an einem hundskalten Januartag vor drei Jahren ein Buch in die Hand nahm, das mir von einem Freund geschenkt worden war,Read More

Posted On November 15, 2017By Werner FuldIn Bücher, Crimemag

Roman: Andreas Pflüger: Niemals

Wie man Thriller in große Literatur verwandelt Von Werner Fuld Beim Schreiben hat Gottfried Benn gewußt, wenn ihm drei besonders gute Strophen gelungen waren und hat dann noch zwei weitere dazu gedichtet, die das Ganze ruinierten. Solch letale Redundanz wird Andreas Pflüger nicht passieren: Er hat das Ende von Aarons Geschichte mit dem dritten Band angekündigt. Dieses Ende wird furchbar sein, denn – auch wenn er das jetzt noch nicht weiß – Pflüger kann Aaron nicht überleben lassen. Weil dem höchsten Glück die Tragik der Unwiederholbarkeit eingeschrieben ist, wird erRead More
Sinnesabenteuer – der Trillerautor Adam Hall Quiller, das war der Spion, der in der Kälte blieb. Freiwillig. Insgesamt 30 Jahre und 19 Bücher lang. Alf Mayer porträtiert den in Vergessenheit geratenen Adam Hall (1920 – 1995), der jetzt in Andreas Pflüger seinen Nachfolger gefunden hat.  Die Wege der Wiedergeburt sind unergründlich, das gilt auch für die literarische Variante. Die Hoffnung, so etwas noch mit den Quiller-Romanen von Adam Hall (aka Elleston Trevor) erleben zu können, hatte ich längst aufgegeben, nachdem sogar Jack Reacher sich in dieser Hinsicht als zu plaudertaschig, selbstgewiss und literarischRead More