Fitzgerald reloaded Sash Bischoff erzählt in ihrem Spannungsroman „Sweet Fury“ von den Dreharbeiten zu einer feministischen Neuinterpretation von F. Scott Fitzgeralds „Zärtlich ist die Nacht“. Packende Unterhaltung mit modernem Twist. Die Ausgangssituation von Sash Bischoffs psychologischem Spannungsroman „Sweet Fury“ ist recht einfach: Die erfolgreiche junge Schauspielerin Lila Crane will mit ihrem Verlobten – einem angesagten, einflussreichen, älteren Filmregisseur – eine moderne Version von F. Scott Fitzgeralds „Zärtlich ist die Nacht“ drehen. Um sich auf die Rolle vorzubereiten und ein Kindheitstrauma aufzuarbeiten, sucht sie die Hilfe eines Therapeuten. Aber in diesemRead More
»Ein trauriger Gedanke, den man tanzen kann« Diana Garcia Simon und ihr Roman »Hans der Schreiber«  – übers Parkett geführt von Alf Mayer „Jeder Mensch aber ist nicht nur er selber,er ist auch der einmalige, ganz besondere,in jedem Fall wichtige und merkwürdige Punkt,wo die Erscheinungen der Welt sich kreuzen,nur einmal so und nie wieder.Darum ist jedes Menschen Geschichte wichtig, ewig, göttlich,darum ist jeder Mensch solange er irgend lebt und den Willen der Natur erfüllt,wunderbar und jeder Aufmerksamkeit würdig.“ (Hermann Hesse, Demian, 1919) Ein argentinischer Roman aus der Pampa mit Frankfurt-Bezug?Read More
Pageturner positiv Ein Porträt des Hollywood-Detektivs Harry Engel und der Romane von Christof Weigold – von Wolfgang Brylla In Elia Kazans Filmblockbuster von 1976, dem prominent besetzten Hollywood-Streifen „The Last Tycoon“, gibt es eine sehr schöne Szene, in der die beiden Herzensbrecher der Nation –  Robert Mitchum und der unverschämt junge Robert de Niro – in einer Art Kinosaal einen anderen Schwarz-Weiß-Film mit Tony Curtis genauer betrachten. Dieser wird von dem Gutachter-Gremium verrissen: die Kneipen-Szene müsse umgeschrieben werden, weil niemand im Ernst so sprechen würde wie die Hauptprotagonisten. Mit einemRead More
Die Freude an der Unzugehörigkeit Hazel Rosenstrauchs autobiografische Reflexion »Gelber Stern und rote Windeln«, Heimatforschung der nicht konformen Art – besprochen von Alf Mayer In England geboren, in Wien aufgewachsen, mit zwanzig sehr freiwillig und sehr »erst recht« in die Bundesrepublik emigriert, ein bisschen als Protest gegen die antideutsche Erziehung, mehr noch aus Neugier und angezogen von einer politischen Wachheit, die damals damit zu tun hatte, dass die Kinder der schuldigen Väter – »meine Altersgruppe« – zu denken begonnen hatten, das zog Hazel Rosenstrauch nach Deutschland, weg aus Österreich, demRead More
Der Dickens-Mann und die abwesende Heldin Frank Schorneck über John Irvings neuen Roman “Königin Esther“ „Es gab zu viele offenen Fragen: Mit Dagmar schlafen oder nicht, Chantal schwängern oder nicht, sich von seiner Mom verstümmeln lassen oder nicht. Das Ringen wäre ihm wenigstens vertraut, so dachte Jimmy jedenfalls.“ – Ja, auch in seinem neuesten Roman zeichnet John Irving nicht unbedingt Standard-Lebensentwürfe nach. Doch obwohl Irving-Fans wieder jede Menge bekannter Motive wiedererkennen und sogar einem liebgewonnenen Charakter wieder begegnen können, hat der neueste Streich des 83jährigen Autors einige Längen und findetRead More