Assignment Nuclear Nude … – Robert E. McGinnis hat die Bildsprache der Populären Kultur des 20. Jahrhunderts mit seinen Covern und Illustrationen entschieden mitgeprägt. Am 10. März 2025 ist er mit 99 in seinem Haus in Old Greenwich, Connecticut, gestorben. Alf Mayer hat erst jetzt davon erfahren, entbietet ein Farewell. Ed McBain, Richard Stark, John D. Macdonald. A.A. Gardner Fair, Carter Brown und manch anderen bin ich zuerst seiner Cover wegen begegnet. Es waren starke Titelmotive. Nicht alle Bücher hielten, was das Bild auf dem Umschlag versprach. Ullstein etwa hatteRead More
Sonja Hartl: Über einen Serienmörder erzählen (2) Vor kurzem habe ich erst geschrieben, dass ich fast nur noch gucke, was ich gucken will. Und vorigen Monat habe ich mich um das „fast“ in diesem Satz gekümmert. Denn natürlich gibt es Filme, die ich nach meinem Empfinden gucken sollte/müsste, weil sie direkt in mein Arbeitsgebiet fallen. Mit solchen Filmen ist es bei mir oft so: Ich schiebe sie jahrelang vor mir her, dadurch werden sie gefühlt unglaublich groß – und wenn ich mich dann endlich aufraffe, sie zu gucken, stelle ichRead More
Erinnerungen an den Piloten Der Flugkapitän Jürgen Ploog sitzt im Cockpit seiner Boing 737. Er fliegt über Länder und Kontinente. Er fliegt nach San Francisco, er fliegt nach Bangkok. Es ist Tag, es ist Nacht. Die Erdplatten verschieben sich, stoßen knirschend aneinander. Risse. Schnitte. Die Bilder überlagern sich. Der Schriftsteller Jürgen Ploog notiert und schreibt. Er notiert auf handtellergroßen Zetteln. Er schreibt im Hotel auf seiner Reiseschreibmaschine: „Draußen spannte sich der ungeheuere Bogen der Erdoberfläche …Shylock Holmes konnte nicht erkennen welcher Kontinent ihm in diesen Moment gegenüber lag …ausgedehnte WolkenfelderRead More
Der „Godfather des deutschen Underground“ Ein opulenter Reader erinnert an den Schriftsteller und Langstreckenpiloten Jürgen Ploog, der in diesem Jahr 90 Jahre alt geworden wäre – Von Joachim Feldmann In seiner Ausgabe vom 8. August 1971 berichtet der „Spiegel“ von einer „neuen Jugendbewegung“. Geheuer ist sie dem Nachrichtenmagazin nicht: „Zurück zur Natur und zur Manufaktur drängen die Leistungsverweigerer einer um sich greifenden Ohne-mich-Bewegung. Als Hippies suchen sie, was Deutsche speziell verlockt: apolitischen Freiraum. Nicht Wandel in Fabriken und im Staat, die eigene Wandlung gilt. Rezepte liefert die US-Drogen-Subkultur.“ Und dasRead More
In den 50er und 60er Jahren verschlägt es einige bekannte amerikanische Autoren nach Hollywood. Neben Fitzgerald, Faulkner und Tennessee Williams arbeitet auch Raymond Chandler für die großen Filmstudios. Unter anderem schreibt er das Drehbuch zu Billy Wilders Film Noir „Double Indemnity“ (1944). Chandler, der 1888 in Chicago geboren ist, zieht 1895 mit seiner irischen Mutter nach England und genießt dort die Ausbildung an einer englischen Privatschule. Erst 1912 kehrt er in die USA zurück. Neben seiner Begeisterung für die viktorianische Literatur, kommt Chandler natürlich auch mit den britischen Detektiv RomanenRead More