Blues Detectives Ein kurzer Überblick über die afroamerikanische Kriminalliteratur – von Robert Brack Die Entdeckung von Jake Lamar („Das schwarze Chamäleon“, Edition Nautilus) haben wir ihm zu verdanken, jetzt führt uns der Hamburger Schriftsteller Robert Brack auf einen großen Aussichtsturm. Seine kenntnisreiche Expedition wirft Licht auf eine bisher (viel zu) wenig erhellte Seite der Kriminalliteratur. Zur Zeit der Harlem Renaissance in den 1920er Jahren schrieb der Schriftsteller und Journalist George S. Schuyler: „In den Wohnungen der schwarzen und weißen Amerikaner, die sich auf dem gleichen kulturellen und ökonomischen Niveau befinden,
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Noir in Palermo Was für eine kleine, schmutzige Geschichte, mit vielen Dimensionen. Frank Göhres neuer Roman „Sizilianische Nacht“ erzählt von einem Franzosen namens Jean-Paul Durand, der 1933 nach Palermo kommt, und sich „Heilung“ von der Heiligen Rosalia verhofft, die ihm ein „Bewusstsein für die Einzigartigkeit seiner Existenz“ gibt. Heilung hat er auch nötig: Er ist eine Art verspäteter Décadent, ein ferner Verwandter von Figuren à la Huysmans, ein Dandy à la Oscar Wilde, Freund von Marcel Proust, steinreicher Weltreisender, Schach-Genie und Erfinder, hypersensibel, bi-sexuell, Masochist und drogenabhängig. Begleitet wird er
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Abschluss der Ross Thomas Edition mit »The Seersucker Whipsaw« Von Hans Hütt Der Originaltitel des Krimis ist vertrackt. The Seersucker Whipsaw hieß er im Original. Seersucker ist ein Mischgewebe aus Baumwolle und Seide, pflegeleicht, waschbar, der Stoff eines verknitterten Tropenanzugs. Der Whipsaw gilt in der Börsensprache als Schrotsäge, mit der eine komplizierte Kursmanipulation beschrieben wird: jäh aufwärts und jäh wieder abwärts. Wer sie beherrscht, kann mit den Verlusten anderer riesige Gewinne einstreichen – oder genauso heftig verlieren. Die Story über einen Wahlkampf in einem westafrikanischen Land dürfte der zeitweiligen Berufstätigkeit
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„Der Klimawandel ist keine Erfindung“ Ein Gespräch mit dem Schriftsteller Burkhard Spinnen. Ein Mann spricht mit den Vögeln, während um ihn herum die Natur mit Hotels und Freizeitresorts zugepflastert wird. Rund um den Comer See in der Lombardei sind die Auswirkungen des Über-Tourismus besonders zu spüren. In den Alpen häufen sich Erdrutsche. Und die Vögel scheinen die Naturkatastrophen zu ahnen. „Erdrutsch“ ist ein hochspannender Roman von Burkhard Spinnen und Charles Wolkenstein, der eine mögliche Zukunft im Schatten des Klimawandels ausmalt. Change Fiction nennen das die beiden Autoren. Joachim Feldmann hat
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Massenmord im Businesspark Im Hinterland von Antibes an der Côte d’Azur gibt es den Technologie- und Wissenschaftspark Sophia Antipolis, benannt nach dem griechischen Wort für Wissen (Sophia) und der antiken Bezeichnung von Antibes (Antipolis). Er wird in Frankreich gerne als so etwas wie ein französisches Silicon Valley gesehen. Seit den 1970er Jahren hat sich Sophia Antipolis zu einer Art Retortenstadt entwickelt: In rund zweitausendfünfhundert Firmen arbeiten gegen vierzigtausend Menschen aus mehr als achtzig Ländern. Bedeutende Weltkonzerne wie Accenture, Bosch, Cisco, Dow, Hewlett-Packard, Hitachi, Huawei, IBM, Intel, SAP und Toyota haben
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