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Posted On September 1, 2025By Pascal EhrlichIn Crimemag, CrimeMag September 2025

Pascal Ehrlich schaut »La Dolce Vita «

La Dolce Vita – Die Masken der Stars Federico Fellinis „La Dolce Vita“ (1960) markiert nicht nur einen Wendepunkt in der Filmografie des Regisseurs, sondern stellt auch eine der definierenden filmtheoretischen Auseinandersetzungen mit dem Starsystem der Nachkriegszeit dar. Der Film operiert auf einer Metaebene, die das kulturelle Phänomen des Stars als Text behandelt – ein Konzept, das Richard Dyer später als „star text“ theoretisch fundieren sollte. Diese Textualität des Stars, die über das rein Filmische hinausgeht und alle Aspekte der modernen Celebrity-Erfahrung umfasst, wird von Fellini bereits 1960 in ihrerRead More
Die Kunst der filmischen Unzuverlässigkeit Joe Wrights Verfilmung von Ian McEwans Roman „Atonement“ (2007) stellt eine bemerkenswerte Herausforderung dar: Wie überträgt man die komplexe narrative Unzuverlässigkeit eines Romans in das visuelle Medium Film? Wright gelingt es meisterhaft, die verschiedenen Ebenen der Täuschung und Fehlinterpretation in eine cinematografische Sprache zu übersetzen, die den Zuschauer bis zur finalen Enthüllung in die Irre führt. Der Film beginnt im England des Jahres 1935 auf dem Landsitz der Familie Tallis. Wright etabliert von Anfang an eine Ästhetik, die zwischen objektiver Beobachtung und subjektiver Wahrnehmung oszilliert.Read More
Zeit außerhalb der Zeit: Raoul Ruiz‘ „Le Temps retrouvé“ In der Kunstgeschichte gibt es wenige Werke, die derart hartnäckig den Ruf der Unverfilmbarkeit genießen wie Marcel Prousts monumentale Romanreihe „À la recherche du temps perdu“. Die besondere Zeitkonzeption, die Vielschichtigkeit der Erzählebenen und die subtile Verflechtung von Erinnerung und Gegenwart scheinen jedem Versuch einer filmischen Adaption zu widerstehen. Und doch wagte der chilenische Regisseur Raoul Ruiz 1999 genau dies – nicht mit einer konventionellen Literaturverfilmung, sondern mit einer radikal eigenen kinematografischen Interpretation von Prousts Zeitverständnis. Das unmögliche Unterfangen Die BeziehungRead More
In den 50er und 60er Jahren verschlägt es einige bekannte amerikanische Autoren nach Hollywood. Neben Fitzgerald, Faulkner und Tennessee Williams arbeitet auch Raymond Chandler für die großen Filmstudios. Unter anderem schreibt er das Drehbuch zu Billy Wilders Film Noir „Double Indemnity“ (1944). Chandler, der 1888 in Chicago geboren ist, zieht 1895 mit seiner irischen Mutter nach England und genießt dort die Ausbildung an einer englischen Privatschule. Erst 1912 kehrt er in die USA zurück. Neben seiner Begeisterung für die viktorianische Literatur, kommt Chandler natürlich auch mit den britischen Detektiv RomanenRead More