Politik und Verbrechen: Ein Interview mit Thomas Wörtche im WDR Veröffentlicht am 19. Oktober 2017 beim WDR Wie politisch ist die Kriminalliteratur? Wie sieht es in Deutschland aus? Was können Politkrimis – was sollen sie? Welche Antworten können Politthriller in postfaktischen Zeiten (nicht) liefern? Welche Rolle spielt die Migration? Und wie kommt´s, dass in Sachen Politik die Realität hierzulande derzeit so viel kreativer ist als die Fiktion? Ein Gespräch zum Stand der Dinge – von Ulrich Noller. Thomas Wörtche, geboren 1954, Publizist, Literaturwissenschaftler, Herausgeber, ist einer der versiertesten Krimikenner Deutschlands.
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Am Anfang stand ein Verdacht Man wird kaum gefragt, wann man angefangen hat, Bücher zu lesen. Man wird jedoch relativ oft gefragt, wie man zum Lesen von Kriminalromanen gekommen ist. Da steckt schon ein klein wenig Voyeurismus drin, so etwa: Wann hast Du Deine erste Zigarette, Deinen ersten Suff, Dein erstes…. Und so weiter. Und dann, werden sie meistens auch brav abgeliefert, die kriminalliterarischen Initiationserlebnisse: Unter der Bettdecke, heimlich, meine Eltern wollten das nicht…. Und natürlich Geständnisse, die menschlich sind, allzu menschlich. Je nach Generation „Drei Fragezeichen“, Edgar Wallace, Enyd
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Im Juli 2016 unterhielt sich die Logbuch-Redaktion von Suhrkamp im Rahmen ihrer Reihe „Durch die Bibliothek…“ mit Thomas Wörtche. Hier die Fragen und die Antworten … Nach welchem System ordnen Sie Ihre Bücher?In der Logistik würde man mein System vermutlich »chaotische Lagerhaltung« nennen, bei der nur der Computer weiß, wo das einzelne Teil steht. Der Computer ist in diesem Fall mein Kopf, der sich, auch für mich erstaunlich, meistens daran erinnert, wo ich ein bestimmtes Buch wann zuletzt gesehen habe. Natürlich gibt es eine basale Grobstruktur: Non-Fiction, Theorie, Fiction, die
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Zum literarischen Erbe einer stolzen Tradition Vorwort von Thomas Wörtche zu dem von ihm herausgegebenen Band ”Berlin Noir«, 2018 Berlin macht es dem Noir nicht leicht. Oder ganz leicht. Die Tradition ist beeindruckend, wirkmächtig und auch beängstigend. Alfred Döblin, Christopher Isherwood, manche Stücke von Bertolt Brecht, die »Morgue«-Gedichte von Gottfried Benn, »M« von Fritz Lang und viele andere Narrative aus dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts, die allesamt einen tinge of noir haben, haben intellektuelle Maßstäbe gesetzt und literarisch-ästhetische Pflöcke eingerammt, an denen schwer vorbeizukommen ist. Möglicherweise hat deswegen nach dem Zweiten
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Veröffentlichungstermin für die von Deutschlandfunk Kultur beherbergte aktuelle Krimibestenliste August 2024: Freitag 2. August 2024. Online finden sie den Link zur Krimibestenliste bei Deutschlandfunk Kultur hier. Die Bestenliste wird jeden Monat kommentiert im Blog Recoil von Tobias Gohlis. Und hier gibt es sie als praktisches PDF zum Ausdrucken. Ein Archiv der letzten Jahre, eine wahre Schatzkammer der Kriminalliteratur, findet sich zurück bis 2005 hier. Die Jahres-Krimibestenliste 2023 gibt es hier bei uns ausführlich von Tobias Gohlis kommentiert. ** ** 1 (-) Ross Thomas: Die Narren sind auf unserer Seite (Alexander Verlag) 2 (1) Megan Abbott: Wage es nur! (Pulp Master) 3 (10) Liza Cody:
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Herzlich willkommen! Unsere Sommerausgabe bietet Ihnen viel Lesestoff und Abwechslung. Legen Sie sich unser Magazin in Ihrem Browser als Lesezeichen, Sie dürfen gerne wieder kommen. Unser USA-Korrespondent Thomas Adcock warnt: Watch out for Projekt 2025. Passend zur Olympiade ist der Bildband »Robert Doisneau und Paris«, Alf Mayer vergibt eine Goldmedaille für für einfühlsame Beobachtung und findet bei Ellen von Unwerth, »Heimat«: Auf der Alm, da gibt’s viel Camp. Frank Göhre erforscht bei Margaret Millar & Ross Macdonald Familiengeheimnisse und wie sie sich in ihren Romanen niederschlagen. Thomas Wörtche macht einen Klassiker-Check
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Jean Claude Gautrand: Robert Doisneau. Paris. Verlag Taschen, Köln 2024. Hardcover, XL-Format 25 x 34 cm, Gewicht 3.31 kg. 440 Seiten, 50 Euro. Verlagsinformationen: taschen.com Goldmedaille für einfühlsame Beobachtung Alf Mayer über die Monografie »Robert Doisneau. Paris« Er verabscheute Militärmusik, Militärgerichte und Militärkantinen. Seine Lieblingshelden waren die namenlosen Gewerkschafter, wohnen wollte er immer »nicht allzu weitvon denen entfernt, die über das Gleiche lachen wie ich«, und als natürliche Gabe hätte er gern die Fähigkeit gehabt, Träume anzuhalten. Pünktlich zur Sommer-Olympiade 2024 können wir nun Robert Doisneau (1912 – 1994) wiederbegegnen, dem ewigen und
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New York Two men with no desire to shake hands entered a broadcast studio in Atlanta one night in late June as player-combatants in a political drama routinely misnomered as debate. In reality, what the viewing audience beheld that night was a television art form as preposterous as professional wrestling. This time, sadly preposterous. As commentator Audie Cornish of CNN Television dubbed the event, “The Infirm versus the Unstable.” At screen right that night stood Joseph Robinette Biden, the Infirm: a slim and balding family man six feet in height
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