Peter Hammans Tag

Johannes Groschupf: Mit Ricarda Lang und Friedrich Merz an der Champagner-Bar im Adlon 2024 war das Jahr der glücklichen Recherche. Ich wollte einen Thriller schreiben, der in der Berliner Kunstwelt spielt: Künstler und Galeristen und Sammler, Ausstellungen und Auktionen. Im Januar saß ich an einem Samstag von sieben Uhr abends bis fünf Uhr morgens im eiskalten Atelier des begnadeten Malers Daniel Mohr und spielte Skat, um an Insiderinformationen zu kommen. Wir waren zu viert, hockten in Mantel und Mütze, von wimmernden Heizlüftern umgeben, mischten mit klammen Fingern, rauchten Kette, trankenRead More
Johannes Groschupf: Ein Glücksfall Thomas Wörtche verzog keine Miene, als er mir ein Angebot machte, das ich nicht ablehnen konnte. Wir saßen bei einem Italiener am Rande Kreuzbergs. Es war spät geworden. Der Wirt wischte den Tresen mit dem Geschirrtuch. Claudia Denker, die uns zusammengebracht hatte, nippte an ihrem Grappa. Ich entschuldigte mich und ging zur Toilette. Ich schaute nicht nach, ob hinter dem Spülkasten eine Waffe versteckt war, sondern warf mir am Waschbecken kaltes Wasser ins Gesicht. Ob ich einen Thriller für seine Krimireihe bei Suhrkamp schreiben wolle? „Ja“,Read More