Crimemag Category

Herzlich willkommen! Der bundesweite Corona-Lockdown jetzt im November wird uns allen mehr Zeit für uns selber geben, deshalb liefern wir Ihnen ein paar Lese-Briketts mehr ins Haus. 39 Beiträge, so viel wie noch nie, versammelt diese Ausgabe – wir wünschen gute Lektüre.. Unser USA-Korrespondent Thomas Adcock stimmt uns mit seinem Essay „Oops!“ auf die US-Präsidentschaftswahl ein. Felix Hofmann seziert in „Märchenland Amerika“ unser Verhältnis zu diesem Kontinent und Gerhard Beckmann führt uns noch einmal zu Jürgen Neffes wichtigem Buch „Das Ding“ für einen wichtigen politischen Zusammenhang. Unsere Korrespondentin Iris Boss hatteRead More
NORTH CHATHAM, New York — U.S.A. October 24 was a Saturday of dramatically mixed weather here in upstate New York, as mixed and moody as months of speculation by political scientists and amateurs alike over the prospects for the survival of America as we know it. This day was our first in a week of early voting in the lead-up to November 3—Election Day throughout the United States. So, there was I on that cool grey misty morning, near the front of a sidewalk line-up outside my polling station inRead More

Posted On November 1, 2020By Felix HofmannIn Crimemag, CrimeMag November 2020

Felix Hofmann über uns und die USA

Die USA — Europas Märchenland ... anläßlich eines Artikels von Verena Lueken in der FAZ vom 19.08.2020 (online hier) über eine Rede von Hannah Arendt aus dem Jahr 1975 und ein Briefchen von Joe Biden... * Seit ich angefangen habe, an meinem Denken zu arbeiten, um nicht auf der Stelle zu treten, gehört zu dieser Arbeit auch ein unerschöpfliches und unermüdliches Interesse an den Vereinigten Staaten und fast im Gleichklang damit die Einsicht in die Notwendigkeit, Hannah Arendt zu lesen. Ich kenne also die Rede von Arendt, und sie gehört definitiv nicht zu ihren bestenRead More

Posted On November 1, 2020By Vladimir AlexeevIn Crimemag, CrimeMag November 2020

Exklusiv für uns: KI-Crimegeschichten

Köstner‘sche Intelligenz vermittelt von Vladimir Alexeev Das klingt nach Science-Fiction, und doch ist’s wahr: Man nehme mehrere Millionen Büchern, Artikeln und Webseiten, trainiere Künstliche Intelligenz daran – und lasse sie selbst Texte schreiben. Im Freiflug. Zu jedem beliebigen Thema. Das KI-Forschungsinstitut OpenAI hat es vollbracht und mit “GPT-3” ein unglaublich fähiges Neurales Sprachmodell erschaffen. GPT-3 verfasst Geschichten, kann coden, oder als ein intelligentes Chatbot agieren. Denn es weiß praktisch alles. Und das – in verschiedenen Sprachen, darunter auch auf Deutsch. Ob GPT-3 auch versteht, was es weiß, bleibt dahingestellt. Ich hatteRead More

Posted On November 1, 2020By Iris BossIn Crimemag, CrimeMag November 2020

Iris Boss: Streik

Ich habe dieses Mal sehr früh mit dem Schreiben meiner monatlichen CulturMag-Kolumne angefangen, weil ich den ganzen Oktober in Hamburg und Minden mit Proben für das Theaterstück „SCHTONK!“ beschäftigt war. Sieben Tage die Woche – unbezahlt, da erst die Vorstellungen bezahlt gewesen wären. Die Vorstellungen einer Tournee, die vom 25.10. bis Weihnachten gedauert hätte.  Ich habe nachts in meinen Hotelzimmern an dem Text meiner CulturMag-Kolumne gearbeitet und habe ihn auch tatsächlich zu Ende geschrieben. Aber inzwischen ist so viel passiert, dass ich ihn nicht einfach so stehenlassen kann:  Ich hatteRead More
Im November erscheint bei Diogenes eine Neuausgabe von Patricia Highsmiths „Tiefe Wasser“, zu der Gillian Flynn das Nachwort* geschrieben hat. Ich kenne das Nachwort noch nicht, bin aber schon sehr gespannt darauf. Denn als ich „Tiefe Wasser“ gelesen habe, musste ich mehr als einmal an „Gone Girl“ denken. Highsmiths Roman über eine zutiefst unglückliche Ehe ist ein wichtiger Vorläufer zu „Gone Girl“ und dem domestic thriller. Mörderische Ehe Erzählt wird die Geschichte von Victor und Melinda Van Allen. Sie haben eine Tochter und leben in Little Wesley – ein Ort,Read More

Posted On November 1, 2020By Thomas WoertcheIn Crimemag, CrimeMag November 2020

Thomas Wörtche: Thriller-Thema Corona

Neulich hatte mich das „Börsenblatt des Deutschen Buchhandels“ gefragt, wie’s denn so sei, mit Corona und Thrillern und überhaupt … Als es im Februar losging mit CORONA, hatte ich Angst. Vor den Lawinen von CORONA-Thriller-Manuskripten und -Exposés, die sicher gleich über mich hereinbrechen würden. Was dann auch prompt passierte – Thriller, die „die Wahrheit“ über die Pandemie enthüllten, die sich in dystopischer Schwarzmalerei suhlten und von arger literarischer Belanglosigkeit waren. Stufe zwei: Plötzlich las alle Welt das „Decamerone“ und Camus´ „Pest“, sozusagen als Trostbüchlein.  Uraltschmöker wie Dean R. Koontz „Die AugenRead More

Posted On November 1, 2020By Iris BossIn Crimemag, CrimeMag November 2020

Kolumne Iris Boss (6)

Diktatur und Dreck Wenn ich Diktatorin wäre, hieße meine Diktatur die „Die-da-Diktatur“. Erstens, weil es lustig klingt, und zweitens, um ganz klar zu machen, dass ich nicht „die da oben“ bin. Schließlich soll mir das Volk nicht die Schuld für all sein Unbill in die Schuhe schieben, es soll mich lieben, verehren und lobpreisen – wozu hält man sich denn sonst so ein Volk? In meiner „Die-da-Diktatur“ wären „Meine eigenen Bedürfnisse ernst, mich selbst nicht so ernst nehmen“, „Ein trefflicher Mitmensch sein“, „Zuhören“ und „Warum ich nicht der Nabel derRead More

Posted On November 1, 2020By Alf MayerIn Crimemag, CrimeMag November 2020

„Hollywood Calling“

Alf Mayer über das Fotobuch von Isadora Tast Der Kampf hat sich gelohnt. Jetzt liegt das Buch vor, nicht zuletzt durch eine Crowdfunding-Kampagne mitfinanziert. Seine Produktions-geschichte ähnelt der von Independent-Filmen: jahrelang hartnäckig verfolgt, trotz aller Widrigkeiten drangeblieben, zwischendurch Brotarbeiten gemacht, nie aufgegeben und dann Jahre nach den ersten Momenten des Traums doch noch verwirklicht. „Hollywood Calling“ heißt der Bildband von Isadora Tast. Sie porträtiert darin 60 Schauspielerinnen und Schauspieler, die es nach Los Angeles gezogen hat: junge und alte, Kinderstars und alte Hasen, weibliche und männliche Stand-Up-Comedians, eine Großmutter, einRead More

Posted On November 1, 2020By Die RedaktionIn Crimemag, CrimeMag November 2020

Bloody Chops

Kurzbesprechungen von Hanspeter Eggenberger (hpe), Joachim Feldmann (JF), Alf Mayer (AM), Frank Rumpel (rum), Frank Schorneck (FS), Thomas Wörtche (TW). Aravind Adiga: AmnestieSebastian Barry: Tausend MondeJaime Begazo: Die ZeugenGion Mathias Cavelty: InnozenzUta-Maria Heim: Toskanisches ErbeMick Herron: Real TigersMike Knowles: Tin MenNick Kolakowski: Love & BulletsPaolo Maurensig: Der Teufel in der SchubladeProsper Mérimée: TamangoRichard Middleton: Das GeisterschiffDenise Mina: Götter und TiereAndreas Niedermann: Blumberg (1 + 2)John Niven: Die F*uck-it-ListeSascha Reh: Großes Kino Zweifel und Schulden (rum) Für Denise Mina ist das Schreiben von Kriminalromanen, wie sie mal in einem Interview sagte,Read More

Posted On November 1, 2020By Alf MayerIn Crimemag, CrimeMag November 2020

non fiction, kurz – 11/2020

Sachbücher, kurz und bündig Sekundärliteratur ist unerlässlich, wenn man nicht nur konsumieren will. Alf Mayer (AM) war auf einem Streifzug im Revier unterwegs. Ein Teil der hier angekündigten Rezensionen folgt noch in den nächsten Stunden bzw am Montag. Schauen Sie wieder vorbei. Bruno Cabanes (Hg.): Eine Geschichte des KriegesGeorges Manolescu: Fürst Lahovary. Mein abenteuerliches Leben als HochstaplerChristian Metz: Kitzel. Genealogie einer menschlichen EmpfindungRita Mielke: Atlas der verlorenen SprachenMittelweg 36: Von einsamen Wölfen und ihren RudelnFranziska Richter (Hg.): Echoräume des Schocks. Wie uns die Corona-Zeit verändertDaniela Rüther: Der „Fall Nährwert“ Goldstandard (AM)Read More
Eine Vielzahl Krimi-Neuheiten  … erscheinen jeden Monat, dazu Graphic Novels (vulgo: Comics) und DVDs und BluRays. Unmöglich, das alles zu überblicken und zu rezensieren. CrimeMag siebt und schürft deshalb für Sie und weist hier regelmäßig mit Hilfe von: Kaliber.38 und der befreundeten Buchhandlungen Chatwins (Berlin), Wendeltreppe (Frankfurt) und Buchladen in der Osterstraße (Hamburg) auf interessante Neuerscheinungen hin. Empfehlungen für DVDs, BluRays und Comics geben Katrin Doerksen und Thomas Groh.  Bitte denken Sie daran, dass gerade in diesen Zeiten Ihre lokale Buchhandlung(en) besonderer Unterstützung und Solidarität bedürfen. Lieber dort bestellen als bei amazon. Claudia Denker von der Krimiabteilung im Chatwins in Berlin-Schöneberg: Wieder mal ein Bücherpaket. Zwei Bücher – dachte ich.Read More

Posted On November 1, 2020By Wolfgang BryllaIn Crimemag, CrimeMag November 2020

Wolfang Brylla: Krimis aus Tschechien

Böhmische Dörfer? Großwerden hinter dem Eisernen Vorhang hatte nicht unbedingt nur seine Nachteile. Als Rotzlöffel kam man damals nicht umhin, sich mit der Unterhaltungsindustrie aus den sozialistischen Nachbarländern ein bisschen genauer zu befassen. Ungewollt selbstverständlich. Die Eltern glotzten die tschechoslowakische TV-Serie „Das Krankenhaus am Rande der Stadt“, ein östliches Pendant zur „Schwarzwaldklinik“, und die Blagen amüsierten sich bei dem kleinen Maulwurf – oh, wie süß! –, bei Pat und Mat – oh, wie komisch! – und beim braven Räuber Fürchtenix – oh, wie robinhoodig! Und es gab noch einen Fernsehkrimi,Read More

Posted On November 1, 2020By Christopher WerthIn Crimemag, CrimeMag November 2020

Playing Video Games (2): … mit Shakespeare

The Under presents Tempest Shakespeares letztes Stück The Tempest trifft auf neuste Gaming Technologie: Virtual Reality – von Christopher Werth Wer diesen Sommer per VR-Brille das Spiel The Under presents startete, konnte eine Überraschung finden: Ein Spiel im Spiel. In The Under presents erkundet man gemeinsam mit anderen zusammen ein geheimnisvolles Theater in einer dunklen Wüste. Das Besondere: Immer mal wieder werden die schrägen Künstler:innen und das Personal, die das Theater bevölkern, von echten Schauspieler:innen übernommen, die live mitspielen, um alles noch lebendiger und abwechslungsreicher zu machen.Wenn man das Spiel startet, landet man zunächst in einerRead More
Liebes CrimeMag-Publikum, Kriminalliteratur wurde früher gerne als „Asphalt-Literatur“ abgetan. Wir finden, dass das ein Adelstitel ist. Wir mögen Asphalt, wir mögen Großstadt, wir mögen Realität. Deswegen präsentieren wir Ihnen hier eine neue Rubrik, die jeden Monat Bilder des Fotografen Carsten Klindt und manchmal Texte der Polizistin Nadja Burkhardt kombiniert: Street Scenes und Street Crimes. Aus Realität wird Kunst in Bild und Wort, fragmentarisch und  kaleidoskopisch. Freuen Sie sich mit uns! Hier Auftritt Nr. 1, Nr. 2, Nr. 3, Nr.4, Nr. 5, Nr.6, Nr.7, Nr. 8 und Nr.9, Nr. 10 und Nr. 11, Nr. 12 und Nr. 13 und Nr. 14 und Nr. 15 und Nr. 16 und Nr. 17. Außerdem: Nr. 18, Nr. 19, Nr. 20, Nr. 21,und Nr. 22 und Nr. 23 und Nr. 24 und Nr. 25 und Nr. 26 …Read More
Vermutlich wird am Ende nicht gerüttelt Mir steht der Sinn nach einer dystopischen Serie. Irgendwas mit einer Katastrophe, einer entvölkerten Erde, mit Leichenbergen auf den Straßen, leeren Autobahnen, friedvollen Landschaften mit harmonisch eingebetteten Leichen und einer Bedrohung, gegen die sich die Überlebenden zur Wehr setzen müssen. Infrage käme da eine Zombieserie, aber die ist mir zu realistisch. Ich stoße auf die amerikanisch-französische Koproduktion „Krieg der Welten“ von 2019, díe gefühlt hundertste Verfilmung von H.G. Wells berühmten Roman „War of the Worlds“. Leider ist das Ende da schon bekannt und esRead More

Posted On November 1, 2020By Peter MuenderIn Crimemag, CrimeMag November 2020

John Dos Passos – Klassiker-Check

„Der Romancier als Trüffelschwein hat einen großen Vorteil gegenüber dem Soziologen“ Ein Besuch bei John Dos Passos anlässlich seines 50. Todestages am 28. September 1970 und der Neuübersetzung der „USA“-Trilogie von Dirk van Gunsteren und Josef Stingl – von Peter Münder. Mit seiner 1925 veröffentlichten Großstadt-Hymne „Manhattan Transfer“ und der darin verwendeten raffinierten Montage- und „Stream of Consciousness“-Technik avancierte John Dos Passos (1896-1970) zum Pionier einer neuartigen Erzähltechnik: Der klassische Protagonist fehlt hier ebenso wie der allwissende Erzähler; was Thackeray im bunten Gesellschaftspanorama „Vanity Fair“ zwar auch schon 1847 praktizierte und sogarRead More
Aschenputtel in Hollywood Von Robert Zion Ihre Geschichte sei wie die Aschenputtels gewesen, wie sie es in späteren Jahren immer wieder betonte, wie jenes Märchen, das von der Vorwegnahme künftiger Möglichkeiten einer Frau handelt. Geboren am 10. August 1923 als Marilyn Louis in – tatsächlich – Hollywood, wurde sie als 15-Jährige von Henry Willson auf ihrem Weg zur High School entdeckt. Doch zunächst zog sich Aschenputtel die passenden Schuhe noch nicht an – sie rannte vor Willson auf der Straße in ihren Strümpfen davon. 1943 unterschrieb sie dann schließlich doch bei der 20th CenturyRead More

Posted On November 1, 2020By Clemens GoldbergIn Crimemag, CrimeMag November 2020

KickAss von Clemens Goldberg

Ich bin der Scheingefechte müde Helmut Mauró ist von Igor Levit offenbar genervt, er hält ihn für einen weit überschätzten Pianisten. Er kann nicht verstehen, warum Levit immer berühmter wird und offenbar auch durch sein politisches Engagement an Einfluss in anderen Bereichen gewinnt. Da hat sich etwas angestaut, das muss jetzt raus. Deshalb schreibt er mit der Autorität eines wichtigen Autors und Kritikers der SZ einen Artikel. Es ist aber kein kritisch abwägendes Stück, sondern eine durch und durch bösartige Polemik. Auch eine Polemik kann ihre Berechtigung haben, aber geradeRead More

Posted On November 1, 2020By Bodo V. HechelhammerIn Crimemag, CrimeMag November 2020

Interview mit dem früheren Präsidenten des BND

Ein Buch als Mutprobe Bodo V. Hechelhammer unterhält sich mit Gerhard Schindler über dessen Buch „Wer hat Angst vorm BND?“ Es ist eine ungewöhnliche Konstellation, wie Sie das nur bei uns auf CulturMag geboten bekommen: Der Chefhistoriker des BND unterhält sich mit einem ehemaligen Chef eben jenes Nachrichtendienstes. Man muss nicht alle Positionen teilen, um aus dem ungewöhnlichen Einblick „in den Dienst“, wie ein Vorgänger das nannte, Honig zu saugen. – d. Red. Gerhard Schindler: Wer hat Angst vorm BND? Warum wir mehr Mut beim Kampf gegen die Bedrohungen unseres LandesRead More
Höchste Qualität in arktischen Sümpfen Sibirien ist ein riesiges, primär mit negativen Assoziationen belastetes Land, und dann entschließt sich eine Engländerin, dort nach Klavieren zu suchen. Den Anstoß gab eine Pianistin, die sie in einer Jurte getroffen hatte. Sophy Roberts – es ist ihr erstes Buch! – reiste kreuz und quer durch das von Eis und Sümpfen, aber auch von großartigen Menschen geprägte Land und findet sowohl Klaviere wie auch hilfsbereite Menschen, außerdem kennt sie viele Geschichten, die sie in wissenschaftlicher wie in „schöner“ Literatur gefunden hat, von Anton TschechowsRead More
Ingrid Mylo über Bücher von Leonard Cohen, Peter Stamm und Jonas Eika             Ein Schrei aus dem All, an den sich pelzige Tiere schmiegen. Ein Sommertag als Rechenaufgabe. Ineinandergeschobene Flugreisen, Menschen mit nur einem Gesicht, die Zukunft verschachert, die Hoffnung eine subtile Form von Folter. Erschöpfungszustände, aus denen man in leergefegten Räume erwacht. Wer sieht uns beim Schlafen zu?             Löcher, in die Bankgebäude stürzen: und unter den Trümmern finden die Angestellten ein neues Zuhause. Löcher zur Gewinnung von Metallen. Löcher, durch die Füße gestreckt werden. Löcher im Kopf, aus denen dasRead More
Propagandakrieger und Verhörspezialisten  Zu vier Büchern aus dem Bohlau Verlag – und einem ganz besonderen Kapitel des Zweiten Weltkriegs Für mich sind sie das Sonderzeichen des Zweiten Weltkrieges, sozusagen Das Große „&“. Für andere mögen sie eine Fußnote sein, die Soldaten von Camp Ritchie und Camp Sharpe, aber sie sind der Stoff, aus dem die Thriller sind. Sie waren die Schnittstelle von Exil und Widerstand, wahnwitzigen Lebensläufen, psychologischer Kriegsführung und Wagemut, gewonnenem Zweitem Weltkrieg und Rückführung der Deutschen und Österreicher in die Demokratie. Zahllose Vernehmungen von Kriegsgefangenen, Überläufern, Kriegsverbrechern, MitläufernRead More
Kriegsheimkehrer*innen Ein Textauszug aus dem Buch Bruno Cabanes (Hg.): Eine Geschichte des Krieges. Vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart (Une histoire de la guerre. Du XIXe siècle à nos jours, 2018). Unter Mitarbeit von Thomas Dodman, Hervé Mazurel und Gene Tempest. Mit Beiträgen von 57 Autorinnen und Autoren. Aus dem Französischen von Daniel Fastner, Michael Halfbrodt und Felix Kurz. Hamburger Edition, Hamburg 2020. Gebunden, 903 Seiten, umfangreicher Index, 39 Euro. – Kurzbesprechung in dieser Ausgabe in unserer Rubrik „non fiction, kurz„. Kriegsveteranen bildeten nicht immer eine bestimmte soziale Gruppe. Dazu musstenRead More

Posted On November 1, 2020By Hans-Juergen DoeppIn Crimemag, CrimeMag November 2020

Zensur bei Books on Demand

Es lebe die Freiheit der Kunst! Kampf der Zensur! Von Hans-Jürgen Döpp Zum Kontext: Der Autor verfügt über eine beachtliche Sammlung erotischer Kunst, die die Grundlage seiner verlegerischen Aktivitäten ist. Über die Publikation ausgewählter erotischer Werke versucht er in aufklärerischer Absicht, diese vom Flair des Geheimen und Verbotenen zu befreien, das sie in der bürgerlichen Gesellschaft lange umkleidete. In der Zeit zwischen 1970 und 1990 entwickelte sich, auch angestoßen von der 68er-Bewegung,  eine sexualliberale Einstellung, die eine Vielzahl von „freien“, schönen Büchern auf diesem Gebiet zur Folge hatte. Diese Zeiten sindRead More
Grenzgänger Wann ist eigentlich die Geschichte eines Verbrechens noch ein Krimi – und wann dazu im Gegensatz schon nicht mehr? Im Bereich der Genreliteratur, Abteilung „Kriminalroman“, haben in den Jahrzehnten vielfältige Entwicklungen stattgefunden, ein teils hoch kreativer Prozess. Am Interessantesten war er oft da, wo SchriftstellerInnen die Grenze des Genres ausgelotet haben. Die, wie sich herausstellte, einen ausgesprochen schmalen Grat darstellt – so schmal, dass möglicherweise gar keine Grenze mehr auszumachen ist. Ein Krimi? Na ja, halt ein Roman. Und das eröffnet Möglichkeiten … Jüngstes Beispiel dieser Entwicklung ist derRead More