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Posted On September 19, 2017By Die RedaktionIn Crimemag, Editorial

CrimeMag: Editorial Ausgabe September 2017

Herzlich willkommen zu unserer Septemberausgabe 2017 Anfang September traf sich in Hamburg die Branche zu KrimisMachen 3. Thomas Wörtche hielt den Eröffnungsvortrag, wir sind in den Besitz einer Mitschrift gelangt. Es geht unter anderem um „Das Ende des Kriminalromans … wie wir ihn kennen?“ Ein Ende Trumps wünscht unser USA-Korrespondent Thomas Adcock sich herbei, „Go to hell“ hat er als Überschrift gewählt. Die Romane von Gary Victor („Suff und Sühne“, „Schweinezeiten“, „Soro“) haben Frank Göhre zu einem großen Essay über diesen Autor und über Haiti angeregt. Sonja Hartl hat sich für CrimeMag alle FolgenRead More
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Posted On September 19, 2017By Thomas AdcockIn Crimemag, Kolumne

Kolumne: Thomas Adcock: ‘Go to Hell’

As a member of the American journalistic fraternity, Donald J. Trump labels me a “damned dishonest” purveyor of “fake news,” in league with “crooked bad people” who clearly despise the United States. Be duly warned! As Dorothy and Scarecrow intoned whilst traipsing through a scary forest in the Land of Oz, “Lions and tigers and bears, oh my…!” Last month in Arizona, during a rip-roaring rally of his fascistic flock, the president of the United States elaborated on his dim view of the likes of myself: “I really think theyRead More
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Posted On September 19, 2017By Frank GoehreIn Crimemag, Kolumne

Essay: Frank Göhre: Haiti und die Romane von Gary Victor

Wo Hyänen, Schweine und Geier furchtlos herumstolzieren  von Frank Göhre Wir nähern uns einem Land in der Karibik, das 1492 von Christoph Kolumbus entdeckt und unter der Herrschaft der Spanier von Sklaven aus Afrika urbar gemacht wurde. Ein Land, dessen westliches Drittel dann den Franzosen überlassen wurde. Ein Land, in dem 1791 Schwarze und Mulatten in blutigen Aufständen über ihre Kolonialherren siegten und die Unabhängigkeit erklärten. Für die Anerkennung der Republik aber forderte Frankreich 150 Millionen Francs. Das ist die unmittelbare Fortsetzung einer Geschichte der Ausbeutung und Unterdrückung, der KorruptionRead More
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„Begrüßung & nur ein paar Gedanken“ Das Ende des Kriminalromans … wie wir ihn kennen? Thomas Wörtche hielt anlässlich des Kongresses über Kriminalliteratur  – KrimisMachen 3, der Anfang September in Hamburg stattfand, die Eröffnungsrede. Lesen Sie eine Mitschrift: Was soll KrimisMachen3? Branchentreffen dienen üblicherweise pragmatischen Aspekten. In diesem Falle widmet es sich Schichten, die auf den ersten Blick nichts mit dem täglichen Geschäft zu tun haben – aber eben nur auf den ersten Blick … Auch wenn das Programm zunächst anmutet wie ein literatursoziologisches Seminar. Aber wir werden sehen … Thema:Read More
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Der scheindefekte Wahrheitsautomat oder Was hat Recherche mit Romankunst zu tun? Von Dietmar Dath Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti, 1927 nach siebenjährigem Schauprozess wegen Mordes hingerichtet, sind die wohl bekanntesten Justizopfer der US-Geschichte. Bereits ein halbes Jahr später veröffentlichte Upton Sinclair damals dazu – in elf aufeinander folgenden Monatsinstallationen – seinen großen zeithistorischen Reportageroman „Boston“. Wert legte er dabei auf die Feststellung: „This book is not fiction, but an effort at history.“ Anlässlich der verdienstvollen Neuübersetzung von Viola Siegemund unternimmt Dietmar Dath die Würdigung einer Romankunst, die im besten und vornehmsten Sinne der Wahrheitsfindung dient. «Wir habenRead More
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Posted On September 19, 2017By Die RedaktionIn Bücher, Crimemag

Bloody Chops September 2017

Bücher, kurz serviert Kurzbesprechungen von fiction und non fiction. Joachim Feldmann (JF), Alf Mayer (AM) und Thomas Wörtche (TW) über: James Lee Burke: Flamingo & Zeit der Ernte (und zwölf weitere) Massimo Carlotto: Der Tourist   Anne Chaplet: In tiefen Schluchten Virginie Despentes: Das Leben des Vernon Subutext Ellen Dunne: Harte Landung Lucie Flebbe: Totalausfall  Sven Heuchert: Dunkles Gesetz Thomas Hippler: Die Regierung des Himmels. Globalgeschichte des Luftkriegs Arlie Russell Hochschild: Fremd in ihrem Land. Eine Reise ins Herz der amerikanischen Rechten Mark Jones: Am Anfang war Gewalt: Die deutsche Revolution 1918/19Read More
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„Geheimdienst ist besonders spannend unter kulturhistorischer Sicht“ Ein Interview von Alf Mayer mit Bodo V. Hechelhammer, Chefhistoriker des BND, und eine Buchkritik. Ein Buch wie ein Brennglas. Eine Geschichte, die  Alexander Kluge nicht besser hätte erfinden können. Bodo V. Hechelhammers große Recherche „Doppelagent Heinz Felfe entdeckt Amerika. Der BND, die CIA und eine geheime Reise im Jahr 1956“ bündelt Politik-, Spionage- und Kulturgeschichte in geradezu idealtypischer Weise. Alf Mayer hat sich dazu mit dem Autor unterhalten, im Anschluss dazu seine Rezension. Alf Mayer: Zu diesem – man muss sagen, geradezu üppigRead More
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Der Abschluss Von Sonja Hartl Es ist zu Ende gegangen. Das Abenteuer, die atemberaubende Reise, die mir „Twin Peaks“ einen Sommer lang ermöglicht hat. Und es sie hatte einen großartig melancholisch-mysteriösen Abschluss! An ihrem Anfang stand mein Entschluss, dass ich David Lynch und Mark Frost vertrauen werden. Dass ich darauf baue, dass diese Reise irgendwohin führen wird, wohlwissend, dass niemals alle Rätsel gelöst werden. Und genauso war es auch. (Hinweis: Der folgende Text beschäftigt sich ausführlich mit dem Ende der dritten Staffel und enthält daher Spoiler.) In den letzten dreiRead More
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I Donna Daisy und Sancho Duck – Remythologisierungsversuche  „Die Ritterin und ihr Knappe“[1] ist eine wunderbare alternative history- und gender-story: Daisy (in der echten postmodernen Entenhausener Realität Donalds Verlobte, ja genau, die Verlobte von diesem Alltagsversager, der als Phantomias und Geheimagent regelmäßig die Welt retten muss). Daisy hier nun in der Rolle von Arthus und Donald als Knappe, durchaus mit dem Potential eines Sancho Panza! Wunderbar, wie Daisy beherzt das Schwert aus dem Stein zieht. Donald: „Aber sie ist ein Weib[2]! Geht das?“ Stimme: „Heutigentags geht alles.“[3] Also das berühmteRead More
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  Beatrice Behn und Dominique Ott waren nicht gemeinsam im Kino – dieser Artikel stellt ihre unterschiedlichen Blickwinkel auf den Film zueinander. Lesen Sie selbst. Einmal Vollgas, bitte Von Beatrice Behn Ich möchte die gewagte These aufstellen, dass es nur zwei ikonische Filmfiguren in der gesamten westlichen Filmgeschichte gibt, die „Baby“ mit Vornamen heißen. Eine davon ist Baby (Jennifer Grey) aus Dirty Dancing. Die andere wird schon sehr bald Baby (Ansel Elgort) sein, die Hauptfigur aus Edgar Wrights Baby Driver. Dieser Film gehört auch noch in eine zweite Kategorie: großartige Filme mit totalRead More
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Posted On September 19, 2017By Ute CohenIn Bücher, Crimemag

Roman: Benjamin Whitmer: Im Westen nichts

WILDROMANTISCHE, VOGELFREIE SCHEISSE Von Ute Cohen Countrysongs können einem das Hirn mindestens genauso aus dem Schädel blasen wie eine 38er. Verlierergeschichten ohne Happy End betäuben mit Galoppsound in Endlosschleife. Benjamin Whitmers „Im Westen nichts“ ist wie einer dieser Songs, die man in- und auswendig zu kennen glaubt, am liebsten wegdrücken möchte und dann doch bis zum Schluss anhört, die Wut im Bauch, der Handrücken verschämt die Tränen wegwischend. Das Setting ist nichts Neues: Pike, ein verwitterter, vom Leben gezeichneter Bulle bricht auf, den Tod seiner Tochter zu rächen. Sarah, verlassenRead More
Fay von Larry Brown

Posted On September 19, 2017By Alf MayerIn Crimemag

Alf Mayer über Larry Brown

Schreib, was du weißt und kennst Unerklärlicherweise ist der 2004 gestorbene Larry Brown hierzulande ein Unbekannter geblieben. Jetzt ist sein Roman „Fay“  zu entdecken, „Joe“ soll in absehbarer Zeit folgen. Larry Brown war Heumacher, Ofen- und Zaunsetzer, Anstreicher, Gabelstapelfahrer, Hilfsarbeiter und lange Jahre dann Feuerwehrmann, sein Schriftstellerleben lang blieb er auf dem Boden. Das mit großer Qualität, und bevor man es Country Noir nannte. Alf Mayer hat sich dem Südstaaten-Autor angenähert. Normalerweise, wenn ein großer Autor stirbt, gibt es Tausende Worte zu seinen Ehren. Das ist gut so. Noch schöner aber ist, wenn Freunde, BewundererRead More
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Posted On September 19, 2017By Sonja HartlIn Bücher, Crimemag

Roman: Karan Mahajan: In Gesellschaft kleiner Bomben

Erschütterungen Von Sonja Hartl Dieses Buch wirft viele Fragen auf: Sind große Bombenanschläge wirklich schlimmer als kleine? Sie fordern mehr Opfer, brennen sich in unser Gedächtnis ein, verschaffen mehr Aufmerksamkeit – aber wie bemisst man eigentlich den Schaden? In Toten? In Schlagzeilen? Oder in den Folgen, die sie haben? Und wie beurteilt man diese Folgen, sind sie nicht eventuell nachträglich hergestellte Kausalitäten, die den Eindruck erwecken sollen, dass im Rückblick alles Sinn ergibt und als scheinbar unweigerliche Konsequenz bestimmte Ereignisse so eintreten mussten? Oder wird damit nicht vielmehr verschleiert, dassRead More
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Posted On September 19, 2017By Peter MuenderIn Bücher, Crimemag

Roman: Christian von Ditfurth: Giftflut

Terror-Anschläge auf Brücken, Fähren und den Eurotunnel: Was Ist die Botschaft? Irgendwas mit Wasser? Mit seinem dritten Band um Kommissar de Both liefert Christian von Ditfurth nach „Heldenfabrik“ und „Zwei Sekunden“ wieder einen gelungenen  Thriller: So eigenwillig, brillant und originell wie seine Hauptfigur ist auch „Giftflut“ angelegt. Von Peter Münder Besonders zimperlich bei der Beschreibung mörderischer Gemetzel war Christian von Ditfurth, 64, noch nie: Sieben Vorsitzende eines Chemiekonzerns werden bei einer Sitzung von einem angeheuerten Killerkommando ermordet; ein Bombenattentat wird auf den Konvoi der Kanzlerin und des russischen Präsidenten mittenRead More
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Heute: Stuart MacBride von Marcus Müntefering Muss man eigentlich 2017 noch etwas sagen zu Stuart MacBride aus Aberdeen? Inzwischen sollte doch jeder anglophile Krimileser seine Reihe um den aufgrund einer Mehr-als-Nahtod-Erfahrung Lazarus genannten Polizisten Logan McRae und seine Vorgesetzte Roberta Steel, die dauerfluchende Lesbe mit zweifelhaften Ernährungsgewohnheiten, kennen. Sollte. Irgendwie wird MacBride gern übersehen, bekommt in Deutschland kaum einen Fuß auf die Erde – Rankin hat die Hardcover und die besseren Übersetzer, bekommt mehr Rezensionen und taucht wenigstens gelegentlich mal in der Krimi-Bestenliste der “FAS” auf (an mir liegt’s nicht!).Read More
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Posted On September 19, 2017By Frank SchorneckIn Bücher, Crimemag

Roman: Graham Norton: Ein irischer Dorfpolizist

Grüner wird’s nicht von Frank Schorneck „Es war in der Einwohnerschaft von Duneen weitgehend akzeptiert, dass, sollte ein Verbrechen geschehen und es Sergeant Collins gelingen, den Täter festzunehmen, dieser Verhaftung wohl kaum eine Verfolgung zu Fuß vorausginge.“ – Sergeant PJ Collins war schon dick, bevor er seinen Dienst in Duneen antrat, einem südirischen Kaff, das verschlafen zu nennen noch ein Euphemismus wäre. Ein Polizeialltag, der zwischen den reichhaltigen, von der fürsorglichen Haushälterin zubereiteten Mahlzeiten noch so manche zusätzliche Leckerei bereit hält und ansonsten weder geistige noch körperliche Beweglichkeit erfordert, hatRead More
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Posted On September 19, 2017By Peter BlaunerIn Biografie, Crimemag

Peter Blauner: From crack houses to tv shows

Real to Reel: From Slow Motion Riot to Law & Order: SVU by Peter Blauner. With „Proving Ground“ – see CrimeMag’s „Reading Ahead“ in last month’s issue – he just came back from an eleven year hiatus as a novelist. Alf Mayer called it “ an author’s comeback of considerable weight“. And Richard price stated: „Over the last 25 years Peter Blauner has proven to be a master of the urban darkside, his crime novels suffused with a knowing compassion for the bottom dogs who live in the Minotaur’s maze thatRead More
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Posted On September 19, 2017By Beatrice BehnIn Crimemag, Film/Fernsehen

Film: Darren Aronofsky: mother!

Ein Experiment von genialster Brutalität Von Beatrice Behn Wenn man nach Darren Aronofskys mother! das Kino verlässt, dann wankend in Körper, Geist und Seele. Genau so fühlt es sich an, wenn ein Film wie eine Waffe benutzt wird, die sich gegen das Publikum richtet und gleichzeitig da ist, um seine heilige menschliche Integrität zu beschützen. Wahrlich, mother! ist eine Schrotflinte, deren Munition einem direkt ins Gesicht geschossen wird und deren Blei vorher in existenzialistische Säure ganzer Philosophengenerationen getaucht wurde, damit sie sich durch das Fleisch frisst, durch die Muskeln und Sehnen, das Fett undRead More
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Posted On September 19, 2017By Die RedaktionIn Crimemag, Krimigedicht

Krimigedicht

I got a razor By Willie Dixon Who me? Man, you know I ain’t never Lost no fight I’m way too fast for that cat Now look If me an a grizzly’s havin‘ a fight No! Don’t you think the fight ain’t fair You talkin‘ ‚bout helpin‘ me? You better help that grizzly bear I’ve got a razor, man And I’ve got a *chib, this a cinch Man, I can split a bolt a-lightnin‘ Befo‘ the lightnin‘ could move an inch Now, look If me an a wildcat Is allRead More
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Posted On September 19, 2017By Claudia FiedlerIn Crimemag, Veranstaltungen

Veranstaltungskalender

Krimilesungen vom 19.09.2017 bis 15.10.2017 Unser Veranstaltungskalender bietet Ihnen eine feine Auswahl an interessanten Autoren, die sich zurzeit auf Lesereise befinden. Bernhard Aichner präsentiert „Totenrausch“: 21.09.2017         Kronensaal, A-Bludesch, Beginn 20:00 Uhr 25.09.2017         Bestattungshaus Kuckelkorn, Köln, Beginn 20:00 Uhr 28.09.2017         Kulturzentrum Reither-Haus, A-Herzogenburg, Beginn 19:00 Uhr 07.10.2017         Öffentliche Bibliothek der Pfarre Asten, A-Asten, Beginn 19:00 Uhr 10.10.2017         Stadtbücherei, Langen, Beginn 20:00 Uhr 15.10.2017         Kulturzentrum, A-Sillian, Beginn 11:00 Uhr Weitere Infos gibt es hier. Lesungen von Friedrich Ani aus „Ermordung des Glücks“: 26.09.2017         Theater der Keller, Köln, Beginn 20:00 Uhr 27.09.2017         Bürgermeisterhaus,Read More
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Posted On August 15, 2017By Die RedaktionIn Crimemag, Editorial

CrimeMag: Editorial Ausgabe August 2017

Herzlich willkommen zu unserer Augustausgabe 2017 Das Crime-Genre ist ein weites Feld. Predigen wir immer wieder. Exemplifiziert wird Ihnen das hier mit unserem prallen Magazin, mit dem wir nun aus der Sommerpause zurückkehren. Da kommentiert zum Beispiel die Hamburger Autorin Simone Buchholz (aktuell gerade ihr „Beton Rogue“) im Gespräch mit Marcus Müntefering die Ereignisse beim „G 20-Gipfel“ äußerst kritisch, da bieten wir Ihnen exklusiv die Eingangssequenz aus Viet Thanh Nguyens großem Vietnam-Thriller „Der Sympathisant“. Da schreibt unser USA-Korrespondent Thomas Adcock mit „SHOOT!“ über den Waffenkult in den USA und wie das mit denRead More
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Verraten und verkauft Simone Buchholz war während des G20-Gipfels nicht in Hamburg. Weil sie mitten auf St. Pauli wohnt, quasi auf halbem Weg zwischen Reeperbahn und Schanze, in einer engen Straße, die auf jeden Fall zu den Routen der Gewalt gehören würde. Und weil sie ein neunjähriges Kind hat, das sie nicht in Gefahr bringen wollte. War es die richtige Entscheidung? Vielleicht nicht. Aber es war die einzig mögliche. Im Interview mit Marcus Müntefering spricht die Schriftstellerin darüber, was sie in den Wochen nach (und vor) dem Gipfel erlebt hatRead More
Der Sympathisant von Viet Thanh Nguyen

Posted On August 15, 2017By Viet Thanh NguyenIn Crimemag

Primärtext: Viet Thanh Nguyen: Der Sympathisant

„So ist das mit den Dingen, die gefährlich sind…“ CrimeMag-Lesern ist er bereits wohlbekannt: unser Autor Viet Thanh Nguyen, dessen Erstling – aus dem wir hier den Anfang veröffentlichen dürfen – sowohl den Pulitzer-Preis als beste „fiction“ wie auch den Edgar (Allen Poe Award) als beste „crime novel“ des Jahres errungen hat. Sein eleganter und kluger Vietnam-Thriller „Der Sympathisant“ ist rundum eine Freude, und beweist, dass die Zeit großer Politthriller keineswegs zuende ist, sondern eine Zukunft hat. Herzlich willkommen damit in Germany, dear Viet! Viet Thanh Nguyen bisher bei CrimeMag: Essay: „I am a refugee.“ MitRead More
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Posted On August 15, 2017By Thomas AdcockIn Crimemag, Kolumne

Kolumne: Thomas Adcock: SHOOT!

 I shall not now dwell upon the daily caboodle of news involving an orange-faced hoodlum with a soft spot for swastikas—he who presides over an imploding White House. Were there simple justice in America—a nation where uniformed nazis and kluxers armed with semiautomatic assault rifles and side arms are now free to march through the streets of Charlottesville, Virginia—this despicable man would be in prison, along with his flock of fools and felons. We hope for their imminent departure from the nation’s capital, preferably in manacles, and a time thatRead More
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Posted On August 15, 2017By Michael WuligerIn Bücher, Crimemag

Roman: Sam Bourne: Der Präsident

Eine Kugel für Trump Kann man Donald Trump eigentlich noch toppen? Schwierig, schwierig, Sam Bourne hat es in seinem Roman „Der Präsident“ versucht, aber ist gescheitert. Mike Wuliger ist enttäuscht. Die amerikanischen Demoskopen stellen eine Frage leider nie: Wie viele Bürger träumen davon, dass ihren derzeitigen Präsidenten der Schlag treffen möge, notfalls auch die Kugel eines Attentäters? Die zustimmenden Antworten wären möglicherweise höher als Trumps aktuelle Popularitätswerte. In Sam Bournes “Der Präsident” – der englische Originaltitel heißt “To kill the President” – scheint dieser Wunsch in Erfüllung zu gehen. WeilRead More
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Labyrinth der Bewusstseins-Zombies. Brauchen wir noch ein Buch, noch eine Exegese, noch eine Meditation über den Film noir? Thomas Brandlmeier nennt seinen Beitrag zu einer unendlichen Diskussion „Film noir. Die Generalprobe der Postmoderne“ Doch, ja, meint Thomas Wörtche, dieses Buch brauchen wir. „Film noir existiert nicht“, so beginnt der Münchner Filmwissenschaftler Thomas Brandlmeier sein Buch über eben dieses nicht-existierende Phänomen. Er hätte auch sagen können: Kein Mensch weiß so genau, was „Film noir“ ist.  Aber natürlich erkennen wir alle einen Film noir, wenn wir einen sehen.  Diese Filme existieren, aberRead More