Interessante Links, gesammelt von Sonja Hartl Offenbar ist es ein neuer Trend, das Fotografieren bei Konzerten zu verbieten. Paul McCartney hat deshalb im Nachhinein Fotos von seinem Konzert auf Reddit geteilt – und wurde prompt gesperrt. Immerhin sorgen sich wenigstens noch Reddit-Moderatoren um Urheberrechte … Der einzige forensische Pathologe Islands hat viel zu tun: Die vielen isländischen Krimi-Autor*innen haben nämlich viele Fragen an ihn. Deshalb gibt er nun eine Kurs. Bei Crimereads kann man eine Roundtable Discussion zu African Crime Writing nachlesen – da sind einige interessante Einsichten zu finden.
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Der Markt für Graphic Novels wird breiter, im Vergleich zu den Comic-Nationen Japan, USA und Frankreich holt der deutsche Markt auf (ein informativer Text aus 2025 von Sven Jachmann hier). Wir bieten Ihnen in dieser Kolumne interessanten Beifang. Alf Mayer bespricht: Andrea Horbinski: Manga’s First Century. How Creators and Fans Made Japanese Comics, 1905–1989Judith Kranz: SomaMana Neyestani: Papiervögel Martin Oesch: FleischeslustEin Hinweis als Farewell: Yoshiharu Tsuge Und beachten Sie auch noch aus unseren letzten Ausgaben: Thomas Wörtche: Sehr gelungen: »Die Geschichte des Krimis« als ComicAlf Mayer: Literaturgeschichte im Comic: »Es
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Drei Romane und ein Todesfall Frank Schorneck über Molly Keane „Das gute Benehmen“, Megan Nolan „Kleine Schwächen“, Colin Barrett „Wilde Häuser“ und die Comedy-Thriller-Serie „How to get to heaven from Belfast“ von Lisa McGee (Netflix) ** ** Hinter der Fassade Vor nicht ganz vier Jahren gründete sich in München ein Verlag, der sich auf die Fahnen geschrieben hat, nachhaltig zu arbeiten. Kjona lässt den Booktok-Trend von Farbschnitten und sonstigen Veredelungen links liegen, verzichtet auf Schutzumschläge und legt auch in Punkto Papier und Farben hohe ökologische Maßstäbe. Nachhaltigkeit beschränken die Verlagsgründer
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Die letzten ihrer Art Eigentlich ist „Lovely Rita“ eine Mogelpackung: Denn Rita Urbaniak, obgleich Titelfigur, taucht erst auf Seite 225 des neuen Romans von Frank Goosen in persona auf – und es soll noch einmal bis zum letzten Kapitel dauern, bis Lovely Rita ihren ersten Dialog bekommt. „Haus Himmelreich“ hätte das Buch auch heißen können, denn tatsächlich ist die fiktive Bochumer Eckkneipe so etwas wie die eigentliche Hauptfigur. Sie lebt und atmet und ist so viel mehr als nur ein schnöder Ort: Als eine der letzten ihrer Art ist sie
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Die Hölle ist im eigenen Kopf Ein guter Titel ist ein Versprechen. „Voices. Ich kann euch hören“ löst es ein – und zwar mit beklemmender Konsequenz. Natalie Chandlers Psychothriller beginnt dort, wo jede Selbstgewissheit endet: im Körper, der nicht mehr gehorcht. Ihre Protagonistin Tamsin Shaw, eine forensische Psychiaterin, liegt nach einem Autounfall im Koma mit Locked-in-Syndrom. Kein Blinzeln, kein Zucken, kein Laut. Doch ihr Bewusstsein ist in dieser gelähmten Hülle hyperaktiv. Wie der Titel „Voices“ schon sagt, hört Tamsin alles, nimmt alles in ihrer Umgebung wahr: Gespräche, Zweifel, Lügen. Hilflos,
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Emotional sehr fordernd Constanze Matthes zu dem Roman von Jacqueline Harpman Schon als kleines Kind lebte sie in einem unterirdischen Gefängnis, hier ist sie aufgewachsen. Weder hat sie Erinnerungen an das Davor, noch wird ihr irgendetwas gelehrt. Sie existiert nur, beobachtet, stellt Fragen. So vergehen Jahre, bis eines Tages ein unvorhergesehenes Ereignis geschieht. Gemeinsam mit den 39 weiteren Frauen unterschiedlichen Alters schafft es die Jüngste der Gruppe ans Tageslicht – und in die Freiheit. Es ist ein unfassbares Geschehen, das die belgische Autorin Jacqueline Harpman (1929-2012) in ihrem dystopischen Roman „Ich, die
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Der Buchbau zu Basel Notiz zu einem mustergültigen Geschichtsprojekt: zehn Bände über die Stadt an der Grenze Im Herbst 2026 wird es abgeschlossen und dennoch auf immer ein work in progress sein, das Mammutprojekt Stadt.Geschichte.Basel. Ein Wahnsinns-Unternehmen, ein Meilenstein. Ein Vorzeigeprojekt. Zehn Bände, eigene Internetseite, Social Media (sta.ge-ba), Blog (stadtgeschichtebasel.ch), Podcast, Community Building im Bereich Digital History, Download-Möglichkeiten in Fülle. Die Reihe schlägt den zeitlichen Bogen von 50 000 v. Chr. bis in die Gegenwart. Das alles unverstaubt, modern und frisch und großzügig. Bestens illustriert und gestaltet. Gestochen scharfe Reproduktion
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Kino-Glücksmomente François Loebs „Die Straßenbahn, die ins Kino wollte“ ist eine Hymne voller Poesie, Sehnsucht und Melancholie an die Paläste der Illusion und die Wunder des Lichts, mit wunderbaren Ausbrüchen und Ausflügen aus der Wirklichkeit. Cinemania. Oder in einem Satz: bestes, nein, herrliches Fantasie-Kino zum Lesen. Nein, ganz trifft das nicht. Es ist ein Buch zum Mitreisen, zum Miterleben, mit dem uns der Schweizer Loeb in eine Welt voller kleiner und großer Wunder führt. Angesteckt mit dem Kinovirus wurde er bei seinem ersten Besuch 1944 in Lyon als Vierjähriger. Hingeflogen
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