Berlin Tag

Was lange währt, wird endlich was Wenn man am Spittelmarkt aus der U-Bahn steigt, kommt man nicht direkt über die Straße zum Haus PETRI. Ich hätte ja eine Ampel direkt davor erwartet, aber weit und breit ist keine zu sehen. Vielleicht ein Planungsfehler, der bislang niemandem aufgefallen ist? Man muss unter der Brücke hindurchgehen, über ein paar dort wohnende Personen steigen und auf der anderen Seite die Kleine Gertraudenstraße hochlaufen, um zum jüngsten Museum von Berlin zu gelangen, dem Haus PETRI. An einem Empfang sitzen zwei Mitarbeiter von WEWATCH undRead More
Eine fast untergegangene Welt Für manche Bücher wird´s aber Zeit. Sie müssen einfach sein. Das gilt ganz besonders für eine Werkschau des Fotografen Wolfgang Krolow, den die Assoziation A veranstaltet. Krolow (1950 – 2019) hat als der südwestdeutschen Provinz entlaufener Mensch die Bilder von Kreuzberg geprägt, die „man irgendwie kennt“. Es ist das Kreuzberg der 1970er und 1980er Jahre – die Zeit, als die Mauer noch stand, als Kreuzberg der place to be war, wenn man „anders“ leben wollte, das Hassobjekt von Ordnungspolitik und miefiger Piefigkeit, Freiraum und Utopia zumindestRead More
Berlin, ganz ohne Schminke Johannes Groschupf beweist sich mit »Skin City« erneut als großer Realist – von Alf Mayer Dieser Roman fegt los wie ein Rennpferd beim Boxenstart. Schon auf den ersten Metern wird die Klasse klar. Dann folgt Kurve auf Kurve, leichtfüßig und schnell, elegant. Und wir wissen, dass wir in guten Händen sind. Johannes Groschupf ist ein Autor, der schon in »Berlin Prepper«, in »Berlin Heat« und »Stunde der Hyänen« (alle bei Suhrkamp und herausgegeben von Thomas Wörtche) gezeigt hat, WIE SEHR Berlin seine Stadt ist. Jetzt sausenRead More
Einige Filmbücher – Vierte Lieferung Mit dem Tod von Hans Helmut Prinzler fehlt ein zuverlässiger Chronist für die eh prekäre Filmliteratur in Deutschland. Wir versuchen das partiell wettzumachen. Alf Mayer hat wieder einige Filmbücher zusammengestellt. Prinzlers Texte, die bis 1961 zurückreichen, sind auf seiner Website allesamt immer noch zugänglich – ein unglaublicher Schatz. Dieses Mal bei uns besprochen: Till Bamberg: Die Magie des Visuellen. Interview mit Filmkünstlern zu Special & Visuel EffectsThomas Bräutigam: Gefesselt im dunklen Raum. Filmrezeption in der Nachkriegszeit (1945-1960)Bent Evers: Irgendwas mit Film. Perspektiven junger Filmschaffender. 45Read More
„So ein Tag, so wunderschön wie heute“ Eine kleine Straße in Berlin mit großer Geschichte – von Gerd Conradt. Auf den Straßen der Großstädte geschehen oft Dinge von mafiosem Charakter. Sie ereignen sich im Verborgenen, oft unter heiterem Himmel, verlieren sich, um wieder zu erscheinen. Bewusst – unbewusst, schlafwandelnd sind Dichter, so wie ich einer bin. Ich liebe Zahlen, Statistiken, mit meinem geistigen GPS durchs All zu fliegen. Ein mutiger Adler, ein schlauer Fuchs, eine flinke Forelle. Zu erleben, wie die Sonne Schatten zum Leuchten bringt. Achtzig Meter ist sieRead More
Alle Bilder mehrfach codiert Helmut Newton: „Berlin, Berlin“. Herausgegeben und kommentiert von Matthias Harder. Taschen Verlag, Köln 2024. Format 21 x 27.5 cm, Gewicht 1,64 kg. 245 Seiten, 50 Euro. – Verlagsinformationen: taschen.com Eine Liebesgeschichte mit langen Unterbrechungen nennt Matthias Harder, Direktor der Helmut-Newton-Stiftung in Berlin und Herausgeber des gerade erschienenen Bandes „Berlin, Berlin“, das Verhältnis von Helmut Neustädter alias Helmut Newton und seiner Geburtsstadt Berlin. In den 1930er Jahren lernte Newton sein Handwerk bei der legendären Yva, die schon damals Mode-, Poträt- und Aktfotografie zusammendachte – sie hatte übrigens ihrRead More
Zum literarischen Erbe einer stolzen Tradition Vorwort von Thomas Wörtche zu dem von ihm herausgegebenen Band ”Berlin Noir«, 2018 Berlin macht es dem Noir nicht leicht. Oder ganz leicht. Die Tradition ist beeindruckend, wirkmächtig und auch beängstigend. Alfred Döblin, Christopher Isherwood, manche Stücke von Bertolt Brecht, die »Morgue«-Gedichte von Gottfried Benn, »M« von Fritz Lang und viele andere Narrative aus dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts, die allesamt einen tinge of noir haben, haben intellektuelle Maßstäbe gesetzt und literarisch-ästhetische Pflöcke eingerammt, an denen schwer vorbeizukommen ist. Möglicherweise hat deswegen nach dem ZweitenRead More

Posted On Juli 3, 2024By Gerd ConradtIn Crimemag, CrimeMag Juli 2024

Gerd Conradt: Berlin Expo-Stadt 2035

Der wilde Ballon Wenige wissen, dass es in Berlin fünfunddreißig Orte gibt, die als Berge ausgewiesen sind. Mehrere Ortsteile tragen in ihrem Namen die Bezeichnung Berg: Prenzlauer Berg, Schöneberg, Kreuzberg, Lichtenberg. In dieser Geschichte erzähle ich von einem Jungen, der in der Waldsiedlung Eichkamp am Fuße des Teufelsbergs aufgewachsen ist. Als Lutz-Graf Ulbrich 1952 geboren wurde, gab es diesen Berg noch nicht. In den folgenden Jahren wuchs er in die Höhe. Ein Berg aus Trümmern und Abfall. So wie Lutz stattlich heranwuchs, wuchs auch der Berg, dieser bis zu einerRead More

Posted On Februar 1, 2024By Gerd ConradtIn Crimemag, CrimeMag Februar 2024

Gerd Conradt: Berlin, Kamerun

Auf meinem Schulweg in Erfurt, DDR, 1953, kam ich täglich an einer Bäckerei vorbei. Der Geruch frischer Backwaren hatte für mich etwas Magisches. Jedesmal blieb ich stehen, schaute mir die Auslagen an. Im Schaufenster hingen Transparente: Ewige Freundschaft mit der ruhmreichen Sowjetunion, Unser Arbeitsplatz – unser Kampfplatz für den Frieden. Daneben hing das Foto einer Verkäuferin aus dem Laden. Sie war als Aktivistin ausgezeichnet worden für vorbildliche sozialistische Arbeit im HO-Kollektiv. Unter dem Foto stand: Arbeite mit, plane mit, regiere mit! Ich ging hinein und kaufte mir für 5 Pfennig einen KamerunerRead More
Beckmann trägt – Eine neue Figur etabliert sich Alf Mayer über den zweiten Roman von Jochen Brunow „Einmal in ihrem Flussbett eingeschlossen, läuft die Geschichte Gefahr, darin zu versickern, wenn man nicht zulässt, dass sich ihre Zeit nach außen hin verlängert, dorthin, wo wir, die Protagonisten aller Geschichten, leben. Wo nichts abgeschlossen ist.“ (Michelangelo Antonioni; als Motto in „Die Chinesin“) Das hatte ich in meinen 45 Kritikerjahren so auch noch nicht: schon gleich wieder so viel Magnetismus, dass ich das neue, noch gar nicht erschienene Buch eines Autors unbedingt schnellstmöglichRead More
Diesem Autor kann man sich anvertrauen  Über Johannes Groschupf und seinen Berlin-Roman „Die Stunde der Hyänen“ Wie brav die Kriminalliteratur anno 2022 geworden ist – und wir mit ihr? –, lässt sich am Schock ermessen, den eine Abweichung vom Gewohnten und Erwarteten auslöst. Wenn die Erzählung aus der Spur springt. Wenn Figuren plötzlich etwas ganz anderes tun als sie sollen. Wenn das moralische Gleichgewicht kippt. Wenn die Lektüre zur Achterbahnfahrt wird. In „Die Stunde der Hyänen“, dem drittem Thriller von Johannes Groschupf, geschieht dies. Mehrere Male. Seine Figuren und erRead More

Posted On November 18, 2022By Special SozialberufeIn Allgemein, News, Special Sozialberufe, Specials

Fernab des Systems ein Lächeln

Fernab des Systems ein Lächeln Ich unterrichte bis zu 128 Schüler*innen – jedes Schuljahr. Im Schnitt 4 Lerngruppen à 32. Wenn ich Glück habe sind es weniger, zu viele sind es immer. Zu viele für die zu kleinen Räume. Zu viele für die wenige Zeit. Und dann sind sie alle auch noch entweder kurz vor, schlimmstenfalls mitten in, oder kurz nach der Pubertät. Bis zu 4 Schulstunden die Woche stehe ich vor Ihnen. Ich entscheide im Sekundentakt und bin danach leer. Sie haben Zeit und schauen mich an. Was sieRead More
Blood-Sex-Death-Berlin Geboren wurde Calla Henkel 1988 in Minneapolis und schon seit vielen Jahren ist sie in Berlin verwurzelt – ihr Romandebüt hat sie allerdings in ihrer Muttersprache verfasst. Die Welt, in der sie die Story angesiedelt hat, die vibrierende Kunst- und Partyszene Berlins um die 2010er Jahre, ist ihr gut bekannt: Als Autorin, Regisseurin, bildende Künstlerin und Dramatikerin war und ist sie in Berlin aktiv, hat unter anderem an der Volksbühne inszeniert und stand als bildende Künstlerin gemeinsam mit Max Pitegoff im vergangenen Jahr auf der Shortlist für den PreisRead More

Posted On September 1, 2022By Max Annas/ Sonja HartlIn Crimemag, CrimeMag September 2022

Max Annas „MUK 3: Der Fall Daniela Nitschke“ 

Als Miriam Makeba in Ost-Berlin auftrat Eine Besprechung von Sonja Hartl zum dritten Band von Max Annas‘ „Morduntersuchungskommission“ sowie ein Textauszug (die Kapitel 1, 2 und 6) Ost-Berlin, 1987: Oberstleutnant Otto Castorp wurde von der Morduntersuchungskommission Gera nach Berlin versetzt und ermittelt in dem dritten Teil von Max Annas‘ Reihe in dem Todesfall von Daniela Nitschke. Sie wurde tot in einem Hinterhof gefunden – möglicherweise ist sie aus einem Fenster gefallen, möglicherweise wurde sie aber auch gestoßen. Besonders brisant ist, dass es ganz in der Nähe eine zweite Leiche gibt:Read More
Berlin, die ruhelosen Jahre Wie die Fotografin Brigitte Tast sich treiben ließ – eine Rezension von Alf Mayer Sich absichtlich verirren, in der Stadt herumfahren oder wandern, „und dann rätseln, wo ich wohl angekommen war und wie ich wieder zurückfinden würde“, das war Programm für die Fotografin Brigitte Tast, wenn sie aus ihrem kleinen Dorf bei Hildesheim in den Jahren 1995 – 98 alleine nach Berlin fuhr. Sie gehörte nicht richtig dazu, war eine Zugelaufene, eine Streunerin – und sie fand sich mit ihrer schweren Mamiya C 330 in derRead More
Groschupf
Literatur als Realitätsshow von Cybercrime Über den einzigartigen Thriller „Berlin Heat“ von Johannes Groschupf   Als „Berlin-Roman“ wurde der Erstling „Berlin Prepper“ von Johannes Groschupf immer wieder propagiert. Sein zweiter Thriller ist nun auf ähnliche Weise etikettiert worden. Das entspricht einer Mode, die heute in der Verlagswelt und im Buchhandel, in Marketing, Medien und Werbung gängig ist. Selbst die Krimi-Bestenliste führt ihre Qualitätstitel inzwischen mit dem Hinweis auf den Schauplatz ihrer Mordsgeschehnisse ein, ganz als ob diese Bücher wie Traum-Regionen für Pauschalreisen der Tourismus-Industrie angepriesen gehörten. Was mich anfangs zu JohannesRead More
Last Man Standing Der Abschlussberichts des Bundestags-Untersuchungsausschusses zum Terroranschlag am Berliner Breitscheidplatz kurz vor Weihnachten 2016 liegt noch nicht vor, da flattert mit „Der Solist“ bereits ein Thriller zum Fall Anis Amri auf die Krimistapel und das nicht von irgendwem, sondern von Jan Seghers alias Matthias Altenburg, der mit sechs – auch als ZDF-Serie verfilmten – Romanen um den Frankfurter Kommissar Marthaler bekannt wurde. Diese alten Polizei-Romane hatten eine schöne Leichtigkeit und erzählten breite, einnehmende Geschichten vom trägen Leben in und um Frankfurt am Main. Der neue ist enttäuschend, weilRead More

Posted On Oktober 1, 2020By Bodo V. HechelhammerIn Crimemag, CrimeMag Oktober 2020

Bodo V. Hechelhammer: Interview mit Oliver Hilmes

Ein kalter Fall Oliver Hilmes, Jahrgang 1971, ist promovierter Historiker. Seit 18 Jahren arbeitet er aber für die Berliner Stiftung Philharmoniker als Kulturschaffender und ist als Chefredakteur verantwortlich für deren Magazin 128. Bekannt ist Hilmes aber vor allem durch seine erfolgreichen Biografien, etwa über Alma-Mahler Werfel, Cosmia Wagner oder über Ludwig II. Seine Sachbücher schaffen es regelmäßig auf die Bestsellerliste des Spiegels; so auch sein aktuelles Werk. Mit seinem neuesten Buch, »Das Verschwinden des Dr. Mühe. Eine Kriminalgeschichte aus dem Berlin der 30er Jahre«, betritt der etablierte Autor Oliver Hilmes aberRead More

Posted On November 3, 2019By Hans Richard FischerIn Crimemag, CrimeMag November 2019

Entdeckung: Hans Richard Fischer

Unter den Armen und Elenden Berlins 1887 war dieser schmale Band ein Aufreger. Investigative Berichterstattung, wie man sie nicht gewohnt war und wie sie ein journalistisches Genre mitbegründete. Ihr Autor Hans Richard Fischer war damals ganze 24 Jahre alt. Für seine Reportagen vom Rand der Gesellschaft verkleidete er sich als Bettler, verbracht einige Nächte im Asyl für Obdachlose in der Berliner Friedrichstraße, besuchte die unterschiedlichsten Stätten der Prostitution oder die „Irrenanstalt“ Dalldorf. Jetzt werden sie erstmals seit 1887 wieder aufgelegt. Mit freundlicher Genehmigung von Peter Graf präsentieren wir Ihnen einenRead More
Die Verlockung des Nichts – ohne Moralkeule Es gab Zeiten, in denen Siouxsie and the Banshees „Cities in Dust“ die Hymne aller wolllustig dem Untergang Geweihten war. Endo- und exogen verstärkt, waren alle Sinne auf Selbstverlust geeicht. „No Future“ war keine Mahnung an Umweltzerstörer, schon gar keine Parole einer rebellischen Klimajugend, es war schlicht und einfach die süße Verlockung des Nichts. Zugleich aber gab es bereits erste Kassandrarufe und eine noch zart verschleierte Ahnung einer Welt, in der sich dunkles Sehnen im lodernden Höllenfeuer zu einem Häufchen Asche verwandeln würde.Read More
Liebes CrimeMag-Publikum, Kriminalliteratur wurde früher gerne als „Asphalt-Literatur“ abgetan. Wir finden, dass das ein Adelstitel ist. Wir mögen Asphalt, wir mögen Großstadt, wir mögen Realität. Deswegen präsentieren wir Ihnen heute zum zweiten Mal eine neue Rubrik, die jeden Monat Bilder des Fotografen Carsten Klindt und Texte der Polizistin Nadja Burkhardt kombinieren: Street Scenes und Street Crimes. Aus Realität wird Kunst in Bild und Wort, fragmentarisch und  kaleidoskopisch. Freuen Sie sich mit uns! (Hier Auftritt Nr. 1)                            STREET SCENES „Street Scenes“Read More
Liebes CrimeMag-Publikum, Kriminalliteratur wurde früher gerne als „Asphalt-Literatur“ abgetan. Wir finden, dass das ein Adelstitel ist. Wir mögen Asphalt, wir mögen Großstadt, wir mögen Realität. Deswegen starten wir heute mit einer neuen Rubrik, die jeden Monat Bilder des Fotografen Carsten Klindt und Texte der Polizistin Nadja Burkhardt kombinieren: Street Scenes und Street Crimes. Aus Realität wird Kunst in Bild und Wort, fragmentarisch und  kaleidoskopisch. Freuen Sie sich mit uns!                             STREET SCENES „Street Scenes“ ist eine Serie des BerlinerRead More
Der Ost-Blick „Die gefrorene Charlotte“ ist 1993 erschienen und wurde in diesem Jahr neu aufgelegt. Wenn Literatur wesentlich, politisch und zeitlos sein soll, dann ist es dieser Roman auf unterhaltsame und berührende Weise, findet Anne Kuhlmeyer. Hinterher kann jeder, hinterher wissen alle alles besser, die Schlauen, die Historiker und die Nichtdabeigewesenen. Aber mittendrin muss man die Geschichte ohne Sicherheitsnetz leben. Im Normalfall läuft das ganz gut, es sein denn, es kommt einem eine Revolution in die Quere. 1989. Berlin. Tantchen, ihre Geliebte Hedda, ihr Down-behinderter Sohn Horsti und Cora OstRead More

Posted On März 14, 2018By Thomas WoertcheIn Crimemag, CrimeMag März 2018

Anthologie: Berlin Noir

Schwarze Geschichten Berlin Noir ist eine Anthologie, die im Rahmen der großangelegten Noir Series des New Yorker Akashic Verlags im Herbst 2018 erscheint. Aus naheliegenden Gründen war die deutsche Lizenzausgabe, die, wie andere Bände der Noir Series, bei CulturBooks erscheint, mit 13 extra für den Band geschriebenen Originalgeschichten früher fertig – als Appetizer präsentieren wir Ihnen hier das Vorwort von Herausgeber Thomas Wörtche Berlin macht es dem Noir nicht leicht. Oder ganz leicht. Die Tradition ist beeindruckend, wirkmächtig und auch beängstigend. Alfred Döblin, Christopher Isherwood, manche Stücke von Bertolt Brecht,Read More

Posted On Februar 15, 2018By Bodo V. HechelhammerIn Crimemag, CrimeMag Februar 2018

Buch: Jan Mohnhaupt: Der Zoo der Anderen

Vom Wettrüsten der Tiere Von Bodo V. Hechelhammer Bully Buhlan (1924 – 1982) besang 1951 in seinem unvergessenen Schlager »Ich hab noch einen Koffer in Berlin« als städtische Attraktion wie selbstverständlich auch den »kleinen Bären im Zoo«. Berlin und sein zoologischer Garten, der bereits 1844 eröffnet wurde und damit der älteste Zoo Deutschlands ist, gehörten einfach zusammen. Der Berliner liebt seinen Zoo. Oder seinen Tierpark? Was normalerweise wie ein Synonym erscheint, trennt in Berlin Welten. Doch die Metropole sollte nach Ende des Zweiten Weltkrieges nicht nur politisch in zwei voneinanderRead More
  Berlin, das Original „Es wird Nacht im BERLIN der Wilden Zwanziger“ von Robert Nippoldt (Bilder) und Boris Pofalla (Text) ist ein absoluter Hammer-Pracht-Band. Thomas Wörtche wälzt sich wollüstig in Bildern und Texten und Songs. Ein bisschen ironisch ist das Ganze schon: Da treten ein paar, literarisch gesehen, mittmäßige bis belanglose Romane eine Welle los – die „Gereon-Rath“-Romane von Volker Kutscher. „Der nasse Fisch“, das erste Buch der Serie erschien 2007, also vor genau zehn Jahren. Heute ist der Hype voll erblüht – zigfach kloniert in ebenso belanglosen Mee-too-Büchern wie KerstinRead More