Ein Buch aus einer anderen Dimension Alf Mayer versenkt sich in ein Buch beispielloser Hingabe, die Farben-Expedition von Werner Schmidt Werner Schmidt: James Joyce und die Farben des Ulysses. Kommentiert von Dirk Teubner, mit 21 Autoren aus Philosophie, Literatur- und Kunstwissenschaft und Anglistik. Text Deutsch, teilweise Englisch. Dr. Cantz’sche Verlagsgesellschaft DCV, Berlin 2025. Hardcover mit Prägung, Lesebändchen und Poster, Format 20 x 27 cm. 328 Seiten, Hardcover, über 240 Abbildungen, 59 Euro. – Verlagsinformationen hier. – Internetseite von Werner Schmidt hier: www.wernerschmidt-artist.de – Eine Ausstellung zum Buch gibt es hier:Read More
Holy City Henry Wise Polar
Weinen, leiden und sühnen Mit „Holy City“, der titelgebenden Stadt in Henry Wises Debütroman, ist Richmond, Virginia, gemeint. Im Bürgerkrieg einst die Hauptstadt der Konföderation und immer noch Hotspot des „Southern Pride“ ist sie für Deputy Sheriff Will Seems „die Fremde“. Er hat in Richmond gelebt, aber es zieht ihn zurück nach Euphoria County, seine Heimat im Süden des Bundesstaates, um sich einem ganzen Bündel voller Schuldgefühle zu stellen. Dort kommt es zu einem Mord an einem alten Freund. Ein anderer alter Freund, Zeke Hathom, wird verhaftet, obwohl ein jederRead More
Nicht nur anlässlich des Lesefestes „Frankfurt liest ein Buch“ 2026 Die Schriftstellerin Marie Luise Kaschnitz lebte von 1941 bis zu ihrem Tod 1974 im Frankfurter Westend. In dem jetzt Ende Januar erschienenen Buch „Gott und die Welt – Aufzeichnungen aus der Wiesenau“ schildert sie den gesellschaftlichen Aufbruch nach dem 2. Weltkrieg, studentische Proteste & tiefgreifende städtebauliche Veränderungen. Bei dem Band handelt es sich um eine Komposition der Frankfurt-Texte aus „Tage, Tage, Jahre„, angereichert mit Funden aus anderen Werken von Marie Luise Kaschnitz, herausgegeben von Rainer Weiss, der zwei Jahrzehnte imRead More
Genial leicht An Leichtigkeit ist Daniel Faßbenders Krimidebüt „Heaven’s Gate“ (Diogenes) kaum zu überbieten. Alles macht Freude bei diesem Roman, dessen Haupthandlung überwiegend auf den Philippinen im Surfermilieu spielt: die Story, die Erzählweise, der Held und die Sprache. Dem Züricher Verlagshaus ist mit Faßbender ein guter Fang gelungen. Schon in „Die weltbeste Geschichte vom Fallen“ (2018), dem Erstling Faßbenders, in dem ein junger Roofer auf die Dächer Stockholms steigt, konnte man diese spezifische Erzählwerkstatt beobachten, die sich durch eine unglaubliche Frische und Unbekümmertheit beim Spinnen der Geschichten charakterisiert. „Heaven’s Gate“Read More
Ein US-Noir, den es (bisher) nur auf Deutsch gibt Dave Zeltserman gehört schon seit einigen Jahren zu den herausragenden Noir-Thriller-Autoren aus den USA. Das ist auch auf Deutsch nachzuprüfen. Zwischen 2013 und 2017 veröffentlichte der kleine Berliner Verlag Pulp Master seine „Man out of prison“-Trilogie, die aus den voneinander unabhängigen Titeln „Paria“, „Small Crimes“ und „Killer“ besteht. Drei absolut brillante Noir-Romane. Nun gibt es endlich neuen Stoff von Zeltserman, mit dem er seinen Ruf bestätigt und weiter festigt: „Alles endet hier“ ist von Pulp Master schon seit mehreren Jahren angekündigtRead More