Mit bis zu 40 Beiträgen jeden Monat, unsere Kurzbesprechungen dabei gar nicht mitgezählt, ist es immer viel Lesestoff, den wir Ihnen jeweils zum 1. des Monats frisch servieren. Hier ein Rückblick auf das laufende Jahr. Jetzt im Mai hatten wir unseren 10.000 Beitrag, allesamt pro bono entstanden, komplett ehrenamtlich und non profit kuratiert, von Medienprofis und Buchautorinnen und Autoren geschrieben. Herzblut und Kompetenz sind unsere Devise. Einen Überblick über das Jahr 2023 finden Sie hier. Unser jetzt im August ’24 erschienenes Special Thomas Wörtche gibt es hier, ebenso sein Werkarchiv. Und beachten Sie auch noch unseren großen JahresrückblickRead More
Albert Camus: Der FallLouis-Ferdinand Céline: KriegWilliam Godwin: Die Abenteuer des Caleb WilliamsJerzy Kosinski: Der bemalte VogelTom Kristensen: AbsturzJürgen Serke: Die verbrannten Dichter. Lebensgeschichten und DokumenteReiner Stach (Hg.): Franz Kafka. Der ProcessWalter Tevis: Die Partie seines LebensB. Traven: Das TotenschiffB. Traven: Der Schatz der Sierra MadreOtto F. Walter: Der StummeRichard Wright: Der Mann im Untergrund ** ** Schwarze Messe für die Freiheit (AM) »Für den modernen Menschen wird ein Satz genügen: Er trieb Unzucht und las Zeitung…«, dieser unsterbliche Satz findet sich in Der Fall (La Chute, deutsch auch als SündenfallRead More
Wenn man Worte hat, kann man froh sein – Ulrike Schrimpf spricht mit Antje Bones … über Kinder- und Jugendliteratur und ihren aktuellen Roman „Nebenan ist doch weit weg“, der 2023 bei dtv in der Reihe Hanser erschienen ist. „Es stimmt. Ich bin weit weg. Und es stimmt: Mir geht es gut. Mein Brotkringel schmeckt hervorragend. Die Sonne scheint. Ich laufe durch Krakau, ganz alleine. Ich bin frei. Ich glaube, ich fühle gerade in diesem Moment eine Freiheit, die ich vorher noch nicht hatte.Mir fehlt nichts. Nicht mal Anne.“ MitRead More
Alles hängt mit allem zusammen. Oder: Alain Delon stirbt am 18. August 2024. Nachdenken über Delons Schatten und seine Folgen – mit Auszügen aus dem Gedichtband Hey Käpt’n und dem Manuskript zu Sang et Merde. – Von Friedemann Hahn.    Es gibt keinen Zufall. Auch im Leben nicht. Douchy-Montcorbon im Loiret in der Région Centre-Val de Loire. Alain Delon stirbt um 08.15 Uhr. Ein Malinois an seiner Seite. „Was ich weiß, ist, dass ich meinen Hund nicht allein lassen werde.“ Loubo soll, wenn er vor ihm sterbe, vom Tierarzt erlöstRead More
Erst die Kicker, jetzt die Olympioniken: Deutsche Sportler versagen dabei , das Volk zu einen Dabeisein ist nicht alles! Der „olympische Traum“ lebt.  Diesmal hat Frankreich sein Sommermärchen erlebt. Alle Franzosen wurden – Brüder, Schwestern – und Diverse, während „die Deutschen“ im Medaillenspiegel auf das schlechteste Ergebnis seit 1952 abstürzten. Nationale Aufbruchstimmung sieht anders aus  – meint Michael Friederici, der die Eröffnung allerdings grandios fand. 2021 hatte das Olympische Komitee auf Vorschlag seines Präsidenten Thomas Bach das alte olympische Motto „citius, altius, fortius“, schneller, höher, weiter, um „communis“, gemeinsam –Read More
»Eine Welt, die nicht mehr weiß ist « – Der Aufenthalt in einem kleinen Schweizer Dorf prägt 1951/ 52 den politischen James Baldwin Ein Ausstellungskatalog mit Strahlkraft, besprochen von Alf Mayer Viel Tinte ist zum Thema Rassismus schon geflossen, ob wir als Menschheit diese klaffende Wunde je überwinden? Ich glaube nicht, dass es dafür hilft, Wörter abzuschleifen oder zu verbieten und Übersetzungen zu verhunzen. Mehr glaube ich an die Macht von Sinneserlebnis, an Eindruck, den etwas macht. Und hinterlässt. Der für mich wohl beste Beitrag zum 100. Geburtstag von JamesRead More
Die Kriminalliteratur zieht kaum jüngere Autorinnen und Autoren an – warum ist das so? Die Sommerferien sind vorbei. Das bedeutet auch, dass ich (und vermutlich viele andere Kollegen und Kolleginnen im Verlagsbusiness) mit unaufgefordert eingesandten Manuskripten geflutet werde. Naja, geflutet wird man eigentlich immer, aber in den Ferien hatten vermutlich auch Lehrerinnen und Lehrer Zeit, Kriminalromane zu verfassen, so nach dem Motto „Ich hab was von Chandler gelesen, da dachte ich, das kann ich auch“ (und das ist eine Bemerkung, die so oder ähnlich oft vorkommt). Brauchbares ist da seltenRead More
Textauszug mit freundlicher Erlaubnis des Autors aus: Jochen Vogt: Das muss der Reimreinbringer sein – und weitere Rückblenden. Wehrhahn Verlag, Hannover 2024. 160 Seiten, Hardcover, 16 Euro. Eine Ferienerinnerung Unter Literaturhistorikern gilt Jörg Fauser neben Rolf-Dieter Brinkmann seit längerem und unbestritten als Wegbereiter der deutschsprachigen Popliteratur: Das Arsenal ihrer »ästhetisch-poetologischen Gemeinsamkeiten«, schreibt der Essener Literaturwissenschaftler Werner Jung, umfasse den »Bezug auf die Alltäglichkeit, die Oberflächen im Hier und Jetzt, den radikalen Bezug auf die Subjektivität des Schreibenden« und »am Ende den Bezug auf US-amerikanische Beat- und Undergroundpoeten mit ihrem crossoverRead More