Liebes CrimeMag-Publikum, 56 Fotos sind es in unserer kleinen Carsten-Klindt-Galerie mittlerweile geworden. Und es geht weiter. Kriminalliteratur wurde früher gerne als „Asphalt-Literatur“ abgetan. Wir finden, dass das ein Adelstitel ist. Wir mögen Asphalt, wir mögen Großstadt, wir mögen Realität. Deswegen präsentieren wir Ihnen hier eine Rubrik, die jeden Monat ein Bild des Fotografen Carsten Klindt zeigt – und bis Folge 34 manchmal Texte der Polizistin Nadja Burkhardt kombiniert hat: Street Scenes. Aus Realität wird Kunst, fragmentarisch und kaleidoskopisch. Freuen Sie sich mit uns! Hier Auftritt Nr. 1, Nr. 2, Nr. 3, Nr.4, Nr. 5, Nr.6, Nr.7, Nr. 8 und Nr.9, Nr. 10 und Nr. 11, Nr. 12 und Nr. 13 und Nr. 14 und Nr.
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Dinge in Bewegung, alte Zuschreibungen funktionieren nicht mehr – Eine Glosse Manchmal taucht sie völlig unverhofft auf: Die Sinnfrage. Diesmal auf der Frankfurter Buchmesse, als ein geschätzter Kollege eines geschätzten Verlages nach dem üblichen Business-Talk leicht umwölkten Blicks fragte: „Sagen Sie mal, stellt sich Ihnen in letzter Zeit auch manchmal die Sinnfrage?“ Ummpffff. Auf Transzendenz und Metaphysik war ich jetzt an dieser Stelle nicht so recht eingestellt, aber darum ging es dann doch letztendlich nicht. Naja, meinte er sinngemäß, wir haben ca. 85 Millionen Einwohner, und für richtig gute Bücher
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Florian Holzherr: Wall of Death. Motodrom. Hirmer Verlag, München 2023. Hochformat, 22 x 33 cm, gebunden. 224 Seiten, 150 Abbildungen, 69,90 Euro. Last of the Independents Dies ist ein Herzblut-Buch. Durch und durch. Sogar bis in die Gestaltung. Orange Glow (von Sirio Pearl) heißt das Vorsatzpapier, dessen Farbe sich in der Prägeschrift des Covers wiederfindet. Alles ist analog produziert, an die 50 Sponsorinnen und Sponsoren haben das über das Verlagsengagement hinaus möglich gemacht. Gestaltung: Clemens Theobert Schedler, Schrift: BVH Bart, Druckvorstufe und Druck: Trifolio, Verona. Hochformat und Bildgestaltung geben immer
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Septime suspense heißt die neue Reihe des Wiener Verlags, die vom klassischen »crime noir« bis hin zum zeitgenössischen Politthriller Akzente setzt. Zu »crime noir« zählt klar der 2010 im Alter von sechzig Jahren verstorbene Franzosen Pascal Garnier, der bei Septime eine Heimat finden wird. Erster Auftritt mit Der Beifahrer im Herbstprogramm 2023. Weitere Romane sollen folgen. Mit Der Tod ist eine Liebkosung des Norwegers Arve Moen erscheint ein echter Klassiker erstmals auf Deutsch. Erstmals erschienen 1948, wurde dieser Noir ein literarischer Volltreffer – ein sogenanntes One-Hit-Wonder. Der Autor Arve Moen war unter anderemJournalist und Jurist. Noch im Erscheinungsjahr
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Spione auf hoher See Patrick O’Brians Aubrey/Maturin-Romane sind alles andere als schlichte Krawumm-Schmöker von Thomas Wörtche. Der Kampa-Verlag startet gerade eine Neuauflage der 20 Romane (plus ein Fragment, siehe Anm. unten) von Patrick O’Brian, die weiland in der „Ullstein Maritim“-Reihe erschienen waren. Peter Weirs Verfilmung von „Master and Commander“ war damals Ende 2003 Anlass für TW, auf einen großen Erzähler hinzuweisen. Das ist heute umso dringlicher. Patrick O’Brian: Master und Commander. Das erste Abenteuer für Aubrey und Maturin (Master and Commander, 1970). Übersetzt von Jutta Wannenmacher, 1995 zuerst als Kurs auf
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Der Raum stets mehr als der Ort der Handlung Dass dieser Kriminalroman als Book on Demand erscheint und nicht bei einem Normalverlag, sagt etwas über die Verlagslandschaft, zeigt aber auch Haltung. Jochen Brunow ist ein Erzähler, ganz unbestritten, und das lange schon. Warum sollte er mit Anfang 70 Kompromisse machen? „Verdeckte Spuren“ ist als erster Teil einer Trilogie angelegt. „Die Chinesin“ und „Der Mann vom Meer“ sollen folgen. Mir immer noch unvergessen ist einer der schönsten Liebesfilme, die ich kenne: „Berlin Chamissoplatz“ von Rudolf Thome, Drehbuch: Jochen Brunow, Kamera Martin
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Films were my first love – and they will be my last Mit ersten Lieben ist es so: sie sind nie ganz vorbei, allen Enttäuschungen und Desillusionierungen zum Trotz. Winnie M Lis Protagonistin und Erzählerin Sarah Lai geht es in „Komplizin“ ähnlich wie mir: Auch ihre große Liebe sind Filme – aber die Realitäten der Filmbranche, das System dahinter haben diese Liebe fast zerstört. Deshalb arbeitet die 39-jährige am Anfang dieses Romans als Dozentin für Drehbuchschreiben an einem Community College in New York. Es ist das Jahr 2017, #Metoo nimmt
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Melange aus Me-Too-Narrativen „Alles schweigt“, so heißt der neue, mächtig gehypte Roman von Jordan Harper. Man schweigt über das, was jedermann weiß, wie der Originaltitel „Everybody knows“ lautet. Man schweigt in Hollywood und Los Angeles über die Machenschaften sehr mächtiger, sehr reicher und sehr hemmungslos-gieriger Männer, die sich sehr junge, oft minderjährige Frauen und Männer zuführen lassen, um ihren perversesten sexuellen Trieben zu frönen. Ein Kordon aus Top-Anwälten, skrupelloser Security, korrupter Polizei, geschmierter Medien und „Spezialisten“, alle zusammen im Insider-Jargon „Das Ungeheuer“ genannt, schützt die Herren und ihre willigen Helferinnen. Wer
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