Sonja Hartl über die Serienverfilmung von „Dornbusch“ Hätte man mich gefragt, welcher Roman von Ross Thomas am besten für eine Serien-Adaption geeignet wäre, hätte ich „Dornbusch“ (Briarpatch, 1984) gesagt: Es ist einer seiner wenigen Romane, die mit einem Mord anfangen und in denen die Nachforschungen zu diesem Todesfall als roter Faden fungieren könnten. Deshalb war ich sehr gespannt, als ich entdeckte, dass es eine Serienadaption gibt. „Briarpatch“ ist von Andy Greenwald – und das Ergebnis guckt sich wie eine Guy-Ritchie-Version von „Twin Peaks“ mit einem Hauch der Coens. Kurzum: Sie
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Neuer Thriller-Held, alter Populärmythos Alf Mayer zum Thriller »The Mailman« von Andrew Welsh-Huggins »Was passiert, wenn wir Rachel aus den Händen dieser Wahnsinnigen befreit haben, die uns umbringen wollten?«»Ganz einfach«, sagte Carter. »Dann stelle ich meine Sendung zu.«(Seite 100) ** ** Andrew Welsh-Huggins: The Mailman. Thriller. Aus dem amerikanischen Englisch von Werner Löcher-Lawrence. Hoffmann und Campe, Hamburg 2026. Klappenbroschur, 398 Seiten, 18 Euro. Nennen Sie mich altmodisch, aber ich habe Faible und Hochachtung für ein Genre, das vom Aussterben bedroht ist: Es ist der gute alte Thriller. Präzise konstruiert wie
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Morgen für Morgen Siri Hustvedt, Tove Ditlevsen und das Leben nach dem Wir „My dear, these things are life.“ (George Meredith) 1. Dreiundvierzig, hält sie den anderen immer wieder entgegen, ein Flehen, eine Beschwörung, eine Zahl, die ihre Endlichkeit erreicht, ein Beleg, der seinen Wert verloren hat. Und doch beharrt sie darauf, als würde es etwas ändern: hört mir zu, dreiundvierzig, sie sagt: „Verstehen Sie, dreiundvierzig Jahre waren wir zusammen“. Wir: Paul Auster und Siri Hustvedt, dreiundvierzig Jahre lang haben sie miteinander gelebt, das heißt doch etwas, das kann
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Deutschland in trouble Eine Besprechung von Wolfgang Brylla Beim österreichischen Polente Verlag ist vor kurzem Teil zwei der sogenannten „Berliner Trilogie” der polnischen Schriftstellerin Magdalena Parys erschienen, die seit vielen Jahren schon in der deutschen Hauptstadt lebt und von dort aus literarisch agiert. Mit dem Thriller „Der Prinz“, hervorragend übersetzt von Lothar Quinkenstein und Hans Gregor Njemz, wird von Parys ein wilder Ritt nicht nur durch die deutsche Vergangenheit und die an Absurdität grenzenden Verschwörungstheorien aufgetischt, sondern auch ein höchstaktueller Gegenwartsbezug aufgemacht. Denn es geht hier auch um nationalistische Bewegungen,
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Vorsicht, dieses Buch hat 100.000 Volt! Alf Mayer über »All das passierte in diesem irrsinnigen Milieu Frankfurt« von Kenneth Hujer – und daraus weiter unten ein Textauszug: Roger Fritz filmt »Frankfurt Kaiserstraße« Kenneth Hujer: All das passierte in diesem irrsinnigen Milieu Frankfurt. Elf Gespräche über eine Stadt. Ventil Verlag, Mainz 2025. Klappenbroschur, mit Abbildungen, 216 Seiten, 25 Euro. – Verlagsinformationen hier. ** ** Natürlich bin ich befangen. 33 Jahre Frankfurt, davon 14 mit einer Politikerin verheiratet. Trauzeuge: Daniel Cohn-Bendit. 33 Jahre, jedes Jahr am Freitagabend vor dem ersten Dienstag im
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