Sprachliches Leuchtfeuer Muckle Flugga – eine auf den ersten Blick unwirtlich erscheinende Insel am allernördlichsten Zipfel Schottlands. Hier, wo die Shetland Inseln als „das Festland“ gelten, lebt ein bärbeißiger Leuchtturmwärter allein mit seinem jugendlichen Sohn. Früher gab es mehr Leben auf der Insel, mehrere Leuchtturmwärter und ihre Familien lebten hier. Nun hält allein noch das ungleiche Vater-Sohn-Gespann die Stellung. Aus Geldnot heraus vermietet der Leuchtturmwärter bisweilen widerwillig an zahlende Hausgäste, Vogelbeobachter und andere Einsamkeitssucher. Als der lebensmüde Dichter Firth sich hier einquartiert, hat dies unerwartete Auswirkungen auf das fragile emotionaleRead More
Das Unsichtbare in der Literatur Von „Requiem für einen Freund“ bis „Das Mädchen in Blau“: warum meine Romane metaphysische Thriller sind – Ein Laborbericht von Stefan Meetschen Mein Schreiben beginnt mit einer Idee: Mit ersten Figuren, einer ersten Handlungsskizze und wenigstens einem Bild, das mich fesselt, weil ich es noch nicht ganz verstehe, aber verstehen möchte. Dies alles fließt in ein erstes Treatment, das noch genug Raum für Überraschungen lässt. Das ist wichtig. Ohne Überraschungen würde ich mich nicht hinsetzen – Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat,Read More
Screamin‘ Jay Hawkins/ Bob Marley: I Shot the sheriff I shot the sheriff, but I did not shoot the deputy, no no no noI shot the sheriff, but I did not shoot the deputy, I’m tellin‘ you so All around in my home townThey are trying to track me downThey all say they want to bring me in guiltyFor the killing of a deputy, ahahahaFor the life of a deputy, but I say, ooh! I shot the sheriff, but I swear it was in self-defense, gotta protect myself you knowI shot the sheriff, but they say it was aRead More
Der Maikäfer, Direktor Haffenloher, Nscho-tschi und Karl Marx Eine Causerie zum Abschied von Mario Adorf – von Wolfgang J. Ruf Der erste Schauspieler, dem ich ganz persönlich begegnete, war Waldemar Leitgeb. Er war anlässlich des 50. Geburtstags von Adolf Hitler zum Staatsschauspieler ernannt worden – und behielt den Titel auch nach dem Kriegsende. Manchmal begegnet man ihm auch noch heute: etwa als Fürst Grigorij Orlow in dem berühmt-berüchtigen Fantasy-Film Münchhausen von Josef von Baky, der fünf Wochen nach der Kapitulation von Stalingrad in die Kinos kam. Für mich war dieserRead More
Herzlich willkommen! Die Wirklichkeit ist derzeit nur schwer zu ertragen, gerade Literatur erweist in solchen Tagen ihre Kraft oder erlaubt eine Tür in ein wenig Eskapismus. Einen realen Sonnenstreif fand unser USA-Korrespondent Thomas Adcock in seinem Kiez in Manhattan vor der Tür. In seinem Essay E Pluribis Unum – How to Melt ICE erzählt er uns die Geschichte von Tuychiboy Kholikov aus der zentralasiatischen Republik Tadschikistan, der sich als Immigrant in New York mit einem mobilen Obststand durchschlägt. Einen Helden der Arbeiterklasse verabschiedet Lutz Göllner in seinem Nachruf Len Deighton.Read More