All posts by Sonja Hartl

Sonja Hartl arbeitet als freie Journalistin im Radio, Print und Online. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind (Kriminal)-Literatur, Film und soziale sowie gesellschaftspolitische Implikationen von Gender und Herkunft. Sie war Chefredakteurin von Polar Noir, betreibt das Blog Zeilenkino und ist Mitgründerin des Sígne-Journalistinnenkollektivs, Mitglied in der Jury für die Krimibestenliste von Deutschlandfunk Kultur und Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und für den Deutschen Krimipreis. Sie ist in Berlin eine der drei Stimmen beim "Talk Noir" und seit Anfang 2020 verstärkt sie unsere Redaktion - worüber Alf Mayer und Thomas Wörtche sich sehr freuen. Ihr Blog Zeilenkino ist sowohl ein Film-, ein Literatur- als auch ein Krimi-Blog: www.zeilenkino.de Mehr zu ihrer beruflichen Tätigkeit unter www.textstube.de Ihre Texte bei CulturMag.de: http://culturmag.de/author/sonja-hartl

„Vielleicht ist die Scham, die ich empfinde, eine Stellvertreter-Scham, von der ich meine, irgendwer müsse sie doch schließlich empfinden.“ Über Verbrechen schreiben Im Jahr 1969 wurde Jane Mixer im Alter von 23 Jahren ermordet. Offiziell galt der Fall als ungelöst, allerdings wurde vermutet, dass sie Opfer des sogenannten Michigan Murderer John Norman Chapman geworden ist. Sie ist die Tante der Autorin Maggie Nelson, die Anfang 2000 angefangen hat, zu diesem Fall zu recherchieren und den Gedichtband „Jane: A Murder“ geschrieben, der 2005 veröffentlicht wurde. Anfang November 2004 rief ein DetectiveRead More

Posted On April 1, 2020By Sonja HartlIn Crimemag, CrimeMag April 2020, News

Verlage und #covid-19

Wie nehmen Verleger*innen die derzeitige Situation wahr? Katja Cassing (Cass Verlag): Was der Serienmörder liest Ich sitze in meinem Büro am Schreibtisch. Obwohl der Verlag mitten im Ort liegt, ist es still. Normalerweise hört man um diese Zeit wenigstens ein paar Schüler – der Hauseingang nebenan ist zum Leidwesen unserer Nachbarn für eine Zigarette vor oder nach dem Unterricht sehr beliebt –, aber seitdem die Schule geschlossen ist, kommen auch keine Schüler mehr. Jeder Tag fühlt sich an wie Sonntag. Im Arbeitsalltag hat sich allerdings so gut wie nichts geändert.Read More
Fiesta in Santa Fe Ein Mann kommt in eine Stadt, um einen weitaus mächtigeren Mann zu erpressen – das ist der Ausgangspunkt von Dorothy B. Hughes‘ Kriminalroman „Ride the pink horse“, der in der deutschsprachigen Ausgabe von Goldmann 1981 den Titel „Der Tod tanzt auf den Straßen“ bekommen hat. Tatsächlich ist dieser Titel zwar weit weg vom Original, aber er beschreibt die Atmosphäre vor Ort: In der Stadt findet gerade eine Fiesta statt mitsamt Umzug und Prozession. In der deutschsprachigen Ausgabe wird dieser Ort fälschlicherweise als „eine kleine Stadt inRead More
Über das Altern und die Zeit Martin Scorsese versammelt seine alten Mitstreiter und dreht einen Mafia-Film. Allein das verdient schon Aufmerksamkeit. Aber noch dazu läuft er auf Netflix. Ob das zusammenpasst: Marty und Streaming? Gleich die erste Sequenz in Martin Scorseses The Irishman ist eine Referenz: die Kamera folgt einem langen Flur, nach und nach ist zu erkennen, dass es sich wohl um ein Pflegeheim handelt. Vor knapp 30 Jahren gab es ebenfalls schon einmal eine lange Kamerafahrt, eine kleine Hommage an Touch of Evil, die selbst legendär geworden ist: Ray Liottas HenryRead More
Systemisches Schweigen  „Durchbruch“ ist der Titel der deutschen Übersetzung von Ronan Farrows Buch „Catch and Kill“, in dem er von seiner Arbeit zu den Gewaltvorwürfen gegen Harvey Weinstein erzählt. Er verwundert aus zwei Gründen: sicherlich wurde das jahrzehntelange Schweigen über die Taten Weinsteins und zahlreicher anderer, überwiegend US-amerikanischer Männer gebrochen, aber ob damit tatsächlich ein ‚Durchbruch‘ in dem Umgang mit sexualisierter Gewalt und der Berichterstattung erzielt wurde, ist angesichts des eintretenden backlash und der bisher noch abzuwartenden juristischen, gesellschaftlichen und persönlichen Folgen noch zu bezweifeln. Zudem bezieht sich der Originaltitel „Catch andRead More

Posted On Dezember 1, 2019By Sonja HartlIn Crimemag, CrimeMag Dezember 2019

Sonja Hartl über Dorothy B. Hughes

Women in Crime: Über „In A Lonely Place“ von Dorothy B. Hughes In einer besseren Welt wäre der Name Dorothy B. Hughes ebenso geläufig wie Chandler und Hammett, Highsmith und Christie. Tatsächlich aber scheint sie vielen unbekannt zu sein. Obwohl ihr Roman „In a lonely place“ (dt. „Einsamer Ort“) sogar mit Humphrey Bogart verfilmt wurde, eine deutsche Übersetzung erstmals 1980 im Goldmann Verlag erschien und es 1999 eine überarbeitete Ausgabe in der metro-Reihe im Unionsverlag gab. Dennoch wissen nur wenige, dass Dorothy B. Hughes acht Jahre vor Tom Ripley einenRead More

Posted On Oktober 3, 2019By Sonja HartlIn Crimemag, CrimeMag Oktober 2019

Sonja Hartl zu „She Said“

Die Unbestechlichen Nach monatelangen Recherchen veröffentlichte am 5. Oktober 2017 die New York Times einen Artikel, in dem die Journalistinnen Jodi Kantor und Megan Twohey darlegen, dass der Hollywood-Produzent Harvey Weinstein seit Jahrzehnten Frauen belästigt und mindestens acht Vergleiche geschlossen hat, damit Schauspielerinnen, Produktionsassistentinnen und Mitarbeiterinnen der Weinstein Company über die Vorfälle zu schweigen. In ihrem Buch „She Said“ erzählen Jodi Kantor und Megan Twohey nun von ihren Recherchen, die zu dem Artikel geführt haben. Dabei geht es ihnen weniger um die Person Harvey Weinstein als vielmehr das System, das seine Taten jahrzehntelang ermöglichte. Read More
„Eigentlich hassen die alles“ Sonja Hartl mit Johannes Groschupf im Gespräch zu „Berlin Prepper“ Eigentlich wollten Johannes Groschupf und ich die Strecke abgehen, die die Hauptfigur seines Kriminalromans „Berlin Prepper“ zu Trainingszwecken zurücklegt. Aber das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung. Also gingen wir stattdessen in ein Café, um uns über sein Buch und Berlin zu unterhalten. Warum haben Sie einen Krimi geschrieben? Johannes Groschupf: Ich hatte in den letzten sechs, sieben Jahren Arbeit bei verschiedenen Berliner Zeitungen oder auch überregionalen Zeitungen, dort habe ich einlaufende Kommentare derRead More
Über Blindstellen und Frauen, die Krimis schreiben Ein Einwurf aus gegebenem Anlass – von Sonja Hartl Ende Mai veröffentlichte die New York Times ihre „Summer Reading“-Empfehlungen, darunter sind auch sieben Thriller, und Vanessa Friedman leitete ihren Überblick ein, dass sich nun auch in männlich dominierten Thriller-Welt etwas getan hätte: „There have always been exceptions to this rule, of course — women who broke through and became part of the canon, like Agatha Christie’s Miss Marple and Patricia Cornwell’s Kay Scarpetta. But they were the minority, at least until the Girl books, GillianRead More
Viel mehr als Murakami Wie kommt man eigentlich auf die Idee, einen Verlag für japanische Literatur zu gründen? Und was genau unterscheidet japanische Literatur von anderen Literaturen der Welt? Sonja Hartl hat sich mit der Verlegerin Katja Cassing unterhalten.  Die Leidenschaft für das Lesen steht am Anfang des cass verlags. „Sobald ich lesen konnte, habe ich alles gelesen, was mir in die Finger kam“, erzählt Katja Cassing am Telefon. Dass sie nun japanische Literatur verlegt, ist indes eher ein Zufall. „Nach dem Abitur stand für mich fest, dass ich eine SpracheRead More
Blut auf Schnee Eine Spinne ziert die Leinwand, dann krabbelt sie über ein Schachbrett, an dem zwei Mädchen sitzen. Sie schauen einander in die Augen, im Hintergrund ist ein leicht heruntergekommener, großer Raum, der kalt wirkt. Ohnehin ist alles kalt in diesem seltsamen Haus. Ist es ein Waisenhaus? Ein Versteck? Dann erfahren die Mädchen, dass ihr Vater sie zu sehen wünscht. Die eine ist alarmiert, die andere folgsam. Sie fassen einander an den Händen, gehen über den Flur, sehen eine wankende Frau verschwinden und stehen schließlich in dem Zimmer, inRead More
Kingston – London Sonja Hartl über die Verfilmung des Romans von Victor Headley (Zu uns in Kino wird „Yardie“ nicht kommen, ist nur als DVD aus UK erhältlich, aber einer Beachtung wert. Siehe nebenan auch den Textauszug aus dem Roman von 1992 – Übersetzung: Jürgen Bürger – sowie einen Text von Robert Brack über Victor Headley wie auch den Klassiker-Check von Frank Göhre in CrimeMag Januar 2012 – d. Red.) Yardie beginnt mit einem Voice-over des Protagonisten D (Aml Ameen), damals noch ein Kind, das in Jamaika im Jahre 1973 in den BergenRead More
Psychogramm einer Gesellschaft Sonja Hartl über die Miniserie von David Schalko und Evi Romen Eine Totale einer Häuserschlucht von oben. Es schneit, die Hochhäuser ziehen wie in einen Schlund hinunter. Dort geht ein Kind, ein Mädchen, ohne Jacke. Aus dem Off hört man einen Radiosprecher, der von einem vermissten Mädchen spricht. Aus Afghanistan war sie geflüchtet, nun fehlt jede Spur der Neunjährigen. Das Mädchen mit der roten Jacke indes begegnet einem Clown mit weißen Ballons, der sofort an Stephen Kings Eserinnert. Er fragt sie, ob sie einen will, doch sie lehntRead More
An der Seite des Mannes Ein Buch, das von der Realität ein gutes Stück eingeholt wurde, ist Alafair Burkes „The Wife“. Vor dem Skandal um Brett Kavanaugh geschrieben, erzählt sie von dem renommierten Wirtschaftsprofessor Jason Powell, dem vorgeworfen wird, eine Studentin sexuell belästigt zu haben. Dieser Vorwurf bringt sein Leben ins Wanken, seine Ehefrau Angela aber hält zu ihm. Sie ist „The Wife“, sie ist eine dieser Ehefrauen, die nicht glauben wollen, was man über ihren Ehemann sagt. Sie will nicht sehen, dass ihr schönes, bequemes Leben auf einer LügeRead More
Empörung oder: Die Hässlichkeit des Tötens Sonja Hartl über einen umstrittenen Film Manchmal ist die Rezeption eines Films ebenso interessant wie der Film an sich: Als bei der diesjährigen Berlinale Fatih Akins „Der Goldene Handschuh“ uraufgeführt wurde, fand der Film unter den anwesenden KritikerInnen mehrheitlich keine Zustimmung: eklig sei er, war zu lesen, das Buch sei ja viel besser. Nun ist „das Buch ist besser“ kein Bewertungskriterium für einen Film. Mal abgesehen davon, dass es zwei verschiedene Medien sind, sagt dieser Satz nichts über den Film an sich aus, überRead More
Noch knapper, noch lakonischer … und gerade mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet. Rezension von Sonja Hartl Frühmorgens kam der Anruf. „Ein brennendes Auto. Schon wieder. Wir müssten das mit den brennenden Autos mal langsam in den Griff kriegen, hieß es. Die brennenden Autos interessieren mich nicht besonders. Du weißt genau, warum deine Autos brennen, Hamburg.“ Doch dieses brennende Auto ist anders. Es brannte eben nicht aus Wut oder Zorn oder Dummheit. In diesem brennenden Auto war ein Mensch. Da ist er, gleich auf den ersten Seiten von „Mexikoring“ vonRead More
Down South Eine Rezension von Sonja Hartl Zwei Leichen in einer Woche sind zu viel für den kleinen Ort Lark in Texas, das weiß die 69-jährige Geneva ganz genau. Zwei Tote – Michael Wright, ein schwarzer Anwalt aus Chicago, und Missy Dale, eine weiße Kellnerin aus Lark –, einfach zurückgelassen an einem Ufer. „Sie verschwenden keinen Gedanken mehr an den Mann (…), wenn ein weißes Mädchen tot aufgefunden wird“, bemerkt auch einer der Gäste in Genevas Café am Highway 59. Und vielleicht hätte er recht behalten, dass sich die PolizeiRead More
Quälende Erinnerungen Zwei Frauen. Selma Sudić, alt, alleine wohnend, Tagespflegerinnen kommen vorbei. Theres Rössler, Mitte 30, verheiratet, eine Tochter. Sie kennen einander zu Beginn von Anne Goldmanns „Das größere Verbrechen“ nicht, verbunden sind sie durch die Anordnung der Kapitel. Gleich am Anfang stehen die Erinnerungen von Selma Sudić, nach einem doppelten hochgestellten Strich folgt dann Theres‘ Gedankenstrom. Es ist diese Anordnung und die jeweilige Ich-Perspektive, durch die die Geschichten dieser Frauen von vorneherein in einen Dialog treten. Dann erhält Theres im ersten Kapitel einen Anruf, der sie mit ihrer VergangenheitRead More

Posted On September 16, 2018By Sonja HartlIn Crimemag, CrimeMag September 2018

Sonja Hartl über tote Mädchen

Dead Girls Everywhere Ein Mädchen mit blutleerem Gesicht, tot, in Plastikfolie gewickelt. Die tote Laura Palmer in der ersten Folge von „Twin Peaks“ ist eines der bekanntesten Bilder der Seriengeschichte. Ein Mädchen, grausam zu Tode gekommen, verkörpert den Zusammenprall von (unterstellter) Unschuld und Verdorbenheit. Ihre Ermordung ist nun Anlass, von dem Städtchen Twin Peaks zu erzählen – und von dem ermittelnden FBI-Agenten Dale B. Cooper. Laura Palmer faszinierte auch mich damals – und das Geheimnis um ihren Tod hat mich bis heute nicht losgelassen. Mit ihr begann aber auch dieRead More
Reise an den Schauplatz eines Romans Von Sonja Hartl Im Juli bin ich mit Max Annas nach Finsterwalde gefahren und habe mich mit ihm über seinen neuen Roman unterhalten, der nicht nur „Finsterwalde“ heißt, sondern zum Teil auch in dieser kleinen Stadt im südbrandenburgischen Landkreis Elbe-Elster spielt. Im Grunde genommen hätte das Buch auch in einer anderen Stadt spielen könnte, die in der Nähe zu Berlin liegt – für Finsterwalde sprachen vor allem der Name und das erste Bild, das Max Annas hier gefunden hat. „Als ich auf dem MarktplatzRead More
Der Feind in meinem Bett Während mit dem „Unknown Girl“ und den „Final Girls“ im Titelwesen der Krimineuerscheinungen weiterhin „gegirlt“ wird, CrimeMag hat sich mit diesem Unwesen schon mehrfach beschäftigt (siehe hier und hier), sind mittlerweile auch die – gewissermaßen – erwachsenen Varianten auf dem deutschsprachigen Krimimarkt vertreten. Im vorigen Jahr gab es bereits „The Women in Cabin 10“, in diesem Frühjahr „The Women in the Window“ und „The Wife Between Us“. Obwohl ganz ohne Frau im Titel, passt auch Karen Clevelands „Wahrheit gegen Wahrheit“ hervorragend in diese Reihe. Gerät dochRead More
Spannender Roadtrip Den Edgar für das beste Debüt hat 2018 Jordan Harper für „She Rides Shotgun“ gewonnen, der unter dem deutschen Titel „Die Rache der Polly McClusky“ erschienen ist. Der passt in diesem Fall sogar recht gut, steht doch im Zentrum die Kriminalisierung der elfjährigen Polly McClusky. Bisher hat sie das Leben einer Außenseiterin geführt – an der Schule hat sie so gut wie keine Freundinnen oder Freunde, denn sie ist ruhig, sehr intelligent und wirkt daher ein wenig sonderbar. Eines Tages holt sie unverhofft ihr Vater Nate von derRead More
Frauen wählen: Dekonstruktion des Rachetrillers Sonja Hartl – Kritikerin, Journalistin, Bloggerin u.a. bei kinozeit.de und zeilenkino.de  – schreibt uns: Man nehme einen Mann, der Kinder befreit, füge Blut und Gewalt hinzu und fertig ist – ja, was genau? Lynne Ramsay hat mit A Beautiful Day geschafft, was nur wenigen gelingt: einen Genrefilm, der das von ihm bediente Genre dekonstruiert. Im Grunde genommen folgt der typische Rachethriller einer einfachen Formel: Der Protagonist ist ein ehemaliger Polizist, Soldat, Elitekämpfer, Agent oder ähnliches, der seine entführte oder ermordete Tochter, Frau, Familie rächt. Dafür mussRead More
Unwiderstehlich: Maggy Garrisson Von Sonja Hartl „Lach doch mal, Maggy!“ heißt der erste Teil mit dreibändigen Comic-Reihe mit Maggy Garrisson – und der Titel fasst so vieles in so wenige Worte. Man muss ihn in dem leicht genervten Ton lesen, in dem dieser Satz bei wohl jedem ankäme, der ihn gesagt bekommt. Wer hört denn schon gerne, er solle mal lachen? Denn wäre einem danach zumute, würde man es ja tun. Und zugleich spiegeln sich in ihm die Erwartungen, die man die Heldin einer Reihe stellt: Sie sollte fröhlich sein.Read More
Ein paar Gedanken zum 70. Geburtstag Kann eine tote Mutter ermüdend sein? Fraglos ist es tragisch, dass James Ellroy seine Mutter verloren hat, als er gerade einmal zehn Jahre alt war. Vergewaltigt und ermordet wurde sie, der Täter wurde nie gefasst. Seither arbeitet sich Ellroy an ihrem Tod ab. Erst mit Drogen, Kriminalität und Psychosen, dann literarisch. Es ist eine von Ellroys Obssessionen. In jeder Frau, die ihm begegnet, sucht er seine Mutter, in einer Rothaarigen in seinen Büchern ist sie zu finden, manche finden ihre Spuren sogar in denRead More

Posted On Februar 15, 2018By Sonja HartlIn Crimemag, CrimeMag Februar 2018

Film & Comic: Black Panther

Wakanda forever! Von Sonja Hartl Wakanda ist eine Utopie: Ein Staat in Afrika, der nicht kolonialisiert wurde und seine Bodenschätze, seinen Reichtum, seine technologische Fortschrittlichkeit vor der Welt verbirgt. Ein idealer Handlungsort für den Afrofuturismus – und von drei Werken optimal genutzt. Willkommen in der „World of Wakanda“ Roxane Gay hat für Marvel ein Superheldencomic geschrieben, in dessen Zentrum zwei Frauen stehen, die Schwarz sind und einander lieben. Allein dieser Satz löste bei mir Begeisterung aus, aber ein Happy End hat diese Geschichte dennoch nicht: Ihre Reihe „World of Wakanda“Read More