Geschrieben am 1. März 2026 von für Crimemag, CrimeMag März 2026

Susan Madsen: Anschau-Abenteuer – Folge 20

Liebes CrimeMag-Publikum,

hier präsentieren wir – neben unserem Haus- und Hof- und Hinterhof-Fotografen Carsten Klindt, weiter vorne in dieser Ausgabe – ein zweites visuelles Fenster in unserem Online-Magazin. Die Fotografin Susan Madsen erzählt visuelle Geschichten auf Social Media unter dem Titel „Eine wahre Geschichte“. Ihre Themen sind Voyeurismus, Erotik, Moral, Vergänglichkeit und Wahrheit.

Biografisches: Geboren 1964 in Aarhus, Dänemark. Seit 2018 Studentin an der Kunsthochschule Weißensee Berlin/Freie Kunst/Bildhauerei bei Else Gabriel, Knut Ebeling und Andreas Rost, wo sie während des Studiums die Fotografie als ihr bevorzugtes Medium entdeckte, um sich künstlerisch auszudrücken. 

Ihr Motto stammt von H.C. Andersen: »Alles, was man anschaut, kann zu einem Abenteuer werden, und aus allem, was man berührt, kann man eine Geschichte machen!«

Zu Folge 1Folge 2Folge 3Folge 4Folge 5Folge 6Folge 7Folge 8Folge 9Folge 10Folge 11Folge 12Folge 13Folge 14, Folge 15, Folge 16, Folge 17, Folge 18 und Folge 19. In unseren Highlights 2025 finden Sie als Extra zusätzlich (in Worten: zwölf) 12 Anschau-Abenteuer am Stück.

Eine erste längere „Wahre Geschichte“ gab es in unserem Jahresrückblick 2023 hier.

Im Juli 2024 hatten wir eine PremiereSusan Madsen als Autorin – mit zehn wahren Geschichten aus ihrer Kindheit. Fortsetzung dann mit Folge 2, Folge 3, Folge 4, Folge 5 und im Oktober 2025 mit Folge 6. Da war schon ein Verlag gefunden. Wir freuen uns wie Schneekönige mit der Autorin.

Susan Madsen: Wahre Geschichten über unechte Kinder. etcetera press berlin, erscheint voraussichtlich im November 2025. Hardcover, ca. 128 Seiten, 18 Euro. ISBN 978-3-949792-34-2. – Internetseite des Verlags.
Vorbestellungen unter: www.etceterapressberlin.com

Die erste Auflage ist schon ausverkauft. Vorbestellungen werden angenommen.

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Andreas Pflüger:
Seit langem liebe ich die Fotos von Susan Madsen, die sie regelmäßig hier, aber auch in CulturMag zeigt. Alf Mayer sagte darüber, dass Susan »den Minimalismus perfektioniert« habe, wie wahr. Ich schaue diese Bilder wie in einem Zettelkino, das die Magie besitzt, die Zeit anzuhalten.

Nun hat diese hochbegabte Frau ein Buch veröffentlicht, »Wahre Geschichten über unechte Kinder« heißt es und ist bei etcetera press erschienen. Darin finden sich einige dieser flirrenden Fotos, aber vor allem kurze Texte über Susans Kindheit, in denen sie Auskunft darüber gibt, wie es war, in Dänemark mit einer antiautoritären, kommunistischen Mutter aufzuwachsen. Sie erzählt vom Schrecklichen im Schönen und dem Schönen im Schrecklichen und von den Momenten, in denen beides eins wurde.

Wunderbar knappe Episoden sind das, in denen kein Wort zu viel und keins zu wenig ist, für mich das Höchste, was man stilistisch in der Literatur erreichen kann.»Bildung war ein Geschenk, für das ich hart arbeiten musste«, heißt es einmal. Oder auch: »Ich nahm Geigenunterricht und bezahlte es von meinem Taschengeld. Unserer Mutter zufolge hatte ich kein Talent. Sie untersagte mir, zu Hause zu üben. Wahrscheinlich hatte sie recht.«

Nein, Susan wurde nichts geschenkt; dass sie im zarten Alter von 54 begann, Kunst und Bildhauerei zu studieren, spricht für sich. Liebe Susan, man könnte sagen: Du bist auf deinem Weg.

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