
Liebes CrimeMag-Publikum,
hier präsentieren wir – neben unserem Haus- und Hof- und Hinterhof-Fotografen Carsten Klindt, weiter vorne in dieser Ausgabe – ein zweites visuelles Fenster in unserem Online-Magazin. Die Fotografin Susan Madsen erzählt visuelle Geschichten auf Social Media unter dem Titel „Eine wahre Geschichte“. Ihre Themen sind Voyeurismus, Erotik, Moral, Vergänglichkeit und Wahrheit.
Biografisches: Geboren 1964 in Aarhus, Dänemark. Seit 2018 Studentin an der Kunsthochschule Weißensee Berlin/Freie Kunst/Bildhauerei bei Else Gabriel, Knut Ebeling und Andreas Rost, wo sie während des Studiums die Fotografie als ihr bevorzugtes Medium entdeckte, um sich künstlerisch auszudrücken.
Ihr Motto stammt von H.C. Andersen: »Alles, was man anschaut, kann zu einem Abenteuer werden, und aus allem, was man berührt, kann man eine Geschichte machen!«
Zu Folge 1, Folge 2, Folge 3, Folge 4, Folge 5, Folge 6, Folge 7, Folge 8, Folge 9, Folge 10, Folge 11, Folge 12, Folge 13, Folge 14, Folge 15, Folge 16, Folge 17 und Folge 18. In unseren Highlights 2025 finden Sie als Extra zusätzlich (in Worten: zwölf) 12 Anschau-Abenteuer am Stück.
Eine erste längere „Wahre Geschichte“ gab es in unserem Jahresrückblick 2023 hier.
Im Juli 2024 hatten wir eine Premiere: Susan Madsen als Autorin – mit zehn wahren Geschichten aus ihrer Kindheit. Fortsetzung dann mit Folge 2, Folge 3, Folge 4, Folge 5 und im Oktober 2025 mit Folge 6. Da war schon ein Verlag gefunden. Wir freuen uns wie Schneekönige mit der Autorin.
Susan Madsen: Wahre Geschichten über unechte Kinder. etcetera press berlin, erscheint voraussichtlich im November 2025. Hardcover, ca. 128 Seiten, 18 Euro. ISBN 978-3-949792-34-2. – Internetseite des Verlags.
Vorbestellungen unter: www.etceterapressberlin.com
Die erste Auflage ist schon ausverkauft. Vorbestellungen werden angenommen.
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Katia Tangian
auf Facebook, wo Susan auch veröffentlicht, hat dort unter der Überschrift SUSAN GOES HOLLYWOOD folgendes veröffentlicht:
Susan Madsen macht großartige Fotos. Das wussten wir hier auf Facebook länger schon, denn wir dürfen diese Fotos schon länger bestaunen: Fotos, die gleichzeitig Statements und Fragezeichen sind, rätselhafte Fotos aus einem schwarz-weißen Paralleluniversum.
Und jetzt hat Susan ein Buch beim etceterapressberlin.com Verlag herausgebracht, in welchem nicht nur ihre Day-by-Day-Fotos, sondern auch ihre Texte zu finden sind. Und diese Texte waren mir persönlich neu, ich wusste nicht, dass Susan auch noch schreibt. Dabei gehen ihre Texte genauso unter die Haut wie ihre Fotos. Darin erzählt sie von ihrer Kindheit in Dänemark der 1970er, über ihr prekäres Lebensumfeld, ihre psychisch labile Großmutter, ihre Mutter, die Traumtänzerin, und über die kleine Susan, die auf diesem Seildraht mitbalanciert. Als Leser weiß man nicht, ob man mitweinen oder mitlachen möchte. Und jetzt stellt euch mal vor, wie das ist, wenn Susans Bilder und Texte in einem Buch zusammenschwingen! Bestellt ihr Fotomemoir „Wahre Geschichten über unechte Kinder“, verschenkt es, macht euch und euren Freunden damit eine Freude! Das Buch steckt voller Feen, weißem Schnee und schwarzer Magie! Ich bin mir sicher, dass es nicht das letzte Buch von Susan Madsen bleiben wird, wir werden noch einiges von ihr hören – und bis dahin wird euer Exemplar von „Wahre Geschichten“ einen echten Sammlerwert haben.
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Hier Alf Mayers Nachwort aus dem Buch:
Mit Bildern fing es an. Mit Bildern fängt es immer an.
Ohne Bilder keine Erinnerung.
Manche brennen sich ein. Manche bleiben flüchtig.
Flirrend. Schemen. Schattenzone. Sonnenstrahl.
Jetzt im Sommer/ Herbst 2025 macht gerade ein Film Furore, hat in Cannes Preise abgeräumt und ist deutscher Oscar-Kandidat: »In die Sonne schauen«, von Mascha Schilinski. Vier Mädchen-Generationen auf einem Vierseithof in der Altmark, Sachen-Anhalt, ein assoziativer Erinnerungsstrom über einen Zeitraum von rund hundert Jahren, 1910 bis in die Gegenwart. Die Regisseurin, deren erster richtig langer Film das ist, hat länger in einer Casting-Agentur für Kinder- und Jugenddarsteller gearbeitet. Sollten Susan Madsens Wahre Geschichten einer Kindheit je verfilmt werden, wünsche ich ihr, dass sie an eine Regisseurin wie Mascha Schilinski gerät.
Erst einmal aber haben wir sie.
Susan Madsen persönlich.
Ungefiltert. Rein.
Eigentlich ist sie Fotografin. Ich habe sie zuerst auf Social Media gesehen, wo sie ihre Bilder Stück für Stück als «Eine wahre Geschichte« veröffentlichte. So viel Kraft und Ausdruck in einem Schwarzweißfoto, Bild für Bild, hatte ich jenseits der alten Meister schon lange nicht mehr gesehen.
In unserem Online-Magazin geht es normalerweise um Worte. Viele Worte. Die Einzelbilder von Susan Madsen, die wir dann anfingen, von Monat zu Monat zu bringen, waren wie reinigendes Gewitter. Ein Gegengewicht. Die Welt in einer Nussschale. In einem Blick. Einem Augenschlag.
Und dann erzählte mir Susan, dass sie gerne schreiben würde. »Mach«, sagte ich. »Unbedingt.« Ich glaube, das war im Kern alles. Dann fing sie an zu schreiben. Immer mehr. Immer schöner.
Das Ergebnis liegt vor Ihnen.
Die Fotografin Susan Madsen, die in ihren Bildern den Minimalismus perfektioniert hat, erzählt uns von ihrer Kindheit. Antiautoritäre 1960er und 1970er. Bauernhof. Dänemark. Möglichst unverstellte Sprache, in der noch die kindliche Wortaneignung durchscheint. Minimalistisch. Wahr. Nichts erfunden.
Und viel in die Sonne geschaut.
Alf Mayer
Herausgeber CulturMag
… der als Bauernsohn aus dem Allgäu kommt, ebenfalls eine heftige Kindheit hatte und noch nie den Bogen oder den Schlüssel fand, darüber zu schreiben. Schon gar nicht so wie Susan. Das ist nämlich alles andere als einfach. Auch wenn es so aussieht. Pusteblume. Mäusespeck.














