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Posted On Juni 1, 2016By Die RedaktionIn Bücher, Litmag

LitBits: Kurze Besprechungen neuer Bücher

Diesmal ganz sachlich, soweit das unseren Rezensenten möglich war: zwei Mal Literaturgeschichte, lesbar, dazu viele Schurken und drei Helden. Non fiction von Urs Bitterli, Martin Thomas Pesl, Till Zimmermann / Nikolas Dörr und Geoffroy de Lagasnerie – besprochen von Borgward Hoberman (BH) und Alf Mayer (AM). Romane als Dokumente ihrer Zeit (AM) Dies ist keine Literaturgeschichte, welche die Stilentwicklung verfolgt. Dies ist tatsächlich „eine etwas andere Kulturgeschichte“, wie der Untertitel es verheißt. „Nie zuvor in der Weltgeschichte hat der Mensch in einem kurzen Zeitraum so viel Gutes geleistet und soRead More

Posted On Juni 1, 2016By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Roman: Ronja von Rönne: Wir kommen

Röntgenbild einer Generation – von Karsten Herrmann „Maja ist nicht tot. Wenn Maja gestorben wäre, hätte sie mir davor Bescheid gesagt. Solche Dinge haben wir immer abgesprochen.“ – mit diesem funkelnden, ebenso grotesken wie flapsigen und berührenden Absatz beginnt Ronja Rönne ihren Debütroman „Wir kommen“ und zeichnet in den überzeugenden Sätzen und Seiten danach das Porträt einer Milleniumsgeneration zwischen Überfluss, Egomanie und Orientierungslosigkeit. Maja war der Fix- und Angelpunkt in der Kindheit der Ich-Erzählerin Nora, und sie war ein „rotes Tuch in einem Dorf, in dem das Sterben ebenso zuRead More
Taschen XXL Ein Mini-Zirkuszelt auf dem Gelände der Frankfurter Buchmesse, das kennen wir. Eine Weiternutzung des futuristischen Audi-Pavillons von der Automobilmesse während der Bücherschau gab es auch einmal, „brand eins“ profitierte davon (und konnte gerade mit dem 134-seitigen Audi-Geschäftsbericht 2015 als „Beilage“ seine Werbeeinnahmen aufbessern, das Wirtschaftsmagazin selbst hat 156 Seiten). Aber das sind Kinkerlitzchen gemessen an dem glamourösen und zugleich wohltätigen Auftritt, den sich der Verlag Benedikt Taschen auf der weltweit größten Messe der Eitelkeiten, nämlich beim Filmfestival von Cannes, jetzt im Mai 2016 einfallen ließ. Wie viele derRead More
Einsam in den mesozoischen Sonnenuntergang Der einsame Held kommt aus der Wüste, betritt den Saloon, sieht eine schöne Lady, wird ihr Beschützer, besiegt seine Feinde … und zieht wieder einsam in den Sonnenuntergang … frei und herrenlos. Und lässt ein gebrochenes Herz zurück. 1. Am Anfang schuf Gott die Dinosaurier Mein erstes Dinosaurier-Buch schrieb/malte ich 1978, ein DIN-A4-Heft wurde dafür umfunktioniert. Weitere DIN-A4-Hefte sollten folgen. Ich war gerade 9 Jahre alt – in kosmischen Maßstäben ca. 13, 5 Milliarden Jahre nach dem Urknall, aber noch vor dem Internet. Ein HeftchenRead More
2016 ist das 500. Todesjahr von Jheronimus van Aken alias Hieronymus Bosch. Die Niederlande ehren den Maler mit einer großen Ausstellungund anderen, vielfältigen Aktivitäten. Boschs Werk war und ist Gegenstand der unterschiedlichsten Auslegungen und Interpretationen, die versuchen, seine phantastischen, bizarren und oft schlicht rätselhaften Gestalten, Pflanzen, seine Mischwesen und seine offensichtlich mehrfach codierten Bilderwelten sinnhaft zu entschlüsseln. Surreale, absurde, grausame und komische Bildwelten, die sich tief ins kollektive Gedächtnis gegraben haben, egal, ob man seinen Intentionen gerecht wird oder nicht. Denn Selbsterklärungen oder Aussagen zu seinen Werken gibt es nicht.Read More

Posted On Juni 1, 2016By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, LitMag-Lyrik

LitMag-Weltlyrik: Katarina Frostenson

Nahe Subotica (Für Danilo Kis) Wilde Hunde. Schienen. Maisfelder rings um Subotica Weiße Sonne Spuren vom Zirkusbesuch im Lehm, Pfähle im Boden Licht nach Wimpeln in der Luft eine Arche in der Landschaft gestrandet, ein Mann mit lammbraunen Haaren schaut daraus hervor aus deinem dreistöckigen Körper schaust du über die Felder sprichst zu dem, was du siehst: Wem gehören die Felder Felder, kommt zurück, wie ihr wart vor der Schlacht, ihr gehörtet nur den Amseln die Stimme verschwindet rau im Nebel eine blauschwarze Zunge, unser Schiff. Aus dem Schwedischen vonRead More
Blutmontag Jeden Monat präsentiert das LitMag einen interessanten Primärtext. Diesen Monat: Einen Auszug aus Rolf Schneiders Erzählung „Blutmontag“, erschienen bei CulturBooks.   1 Die Frage, wie die Entwicklung der DDR nach den Er­eignissen des Oktober 1989 zu bewerten sei, stellt sich immer wieder. In den einschlägigen Veröffentlichungen wird sie einigermaßen kontrovers beantwortet; unter Hinweis auf eine immer noch beträchtliche zeitliche Nähe und die weiterhin unübersichtliche Quellenlage verwei­gern manche Autoren überhaupt eine Bilanz. Solche Haltung mag verständlich erscheinen, angemessen ist sie nicht. Solange wir jenes Geschehen weiterhin im Bereich der bloßen GefühligkeitRead More
Was wäre, wenn… … es keine Kunst mehr gäbe? Das MMK widmet sich in seiner Ausstellung „Das imaginäre Museum“ dem Szenario des Verschwindens der Kunst – und meint damit das Betriebssystem Kunst unserer Zeit. Von Kerstin Schoof Das Szenario des “Imaginären Museums” ist in jedem Fall außergewöhnlich, Science Fiction und Old School zugleich: im Rückgriff auf Ray Bradburys Klassiker „Fahrenheit 451“, der eine Zukunft entwirft, in der Bücher verbrannt werden und zusehends verschwinden, versetzen das MMK, die Tate Liverpool und das Centre Pompidou ihre Kooperationsausstellung in eine Zukunft ohne Kunst.Read More

Posted On Mai 3, 2016By Joe Paul KrollIn Bücher, Litmag, News

Roman: Benjamin von Stuckrad-Barre: Panikherz

Comebackalbum – Benjamin von Stuckrad-Barre erzählt von Absturz und Entzug, behält aber manches für sich. Von Joe Paul Kroll. Zu den Gemeinplätzen über mit dem Etikett Pop versehene Kunstwerke gehört, dass ihre Rezeption typischerweise im Modus des Fantums erfolge. Wie nun Benjamin von Stuckrad-Barre zu diesem Etikett kam und ob es nicht für ihn wie für seine ebenfalls unter dieser Rubrik verhandelten und abgekanzelten Kollegen eher ein Mühlstein war, gehört nicht hierher. Stattdessen mein Bekenntnis, Fan Stuckrad-Barres zu sein und sein neues Buch „Panikherz“ entsprechend erwartet, ihm entgegengefiebert zu haben:Read More
Die Weltenbauerin von Zoë Beck Laurie Penny ist in Deutschland bekannter als in ihrer Heimat Großbritannien oder überhaupt im englischsprachigen Raum. Warum das so ist, kann sie nicht beantworten, sie selbst behauptet immer, es läge sicherlich an der Übersetzung, was natürlich reines Understatement ist, denn wer sie im Original gelesen hat, weiß, wie präzise und klar sie schreibt. Veranstaltungen mit ihr sind meist ausverkauft, sogar die kurzfristig anberaumten Zusatztermine. Besonders bei ihren Veranstaltungen in Berlin fällt auf, dass viele Menschen im Publikum von Laurie Penny Antworten erwarten. Antworten auf ganzRead More
Die Biologie bricht eine Lanze für die Menschlichkeit –Josef H. Reichholf erzählt von der Evolution, dem Wunder der Feder und dem Krieg als Vater aller Dinge. Von Achim Stanislawski. Eine der besten Eisbrechergeschichten, die garantiert auf jeder Party mit vielen fremden Gästen gut ankommt, kann man aus einem Buch des Zoologen und Sachbuchautoren Josef H. Reichholf stibitzen: Es ist die Geschichte von der Entstehung der sesshaften Kultur (und damit auch mittelbar unserer modernen Kulturen) aus dem alten Brauch des Bierbrauens. In „Warum die Menschen sesshaft wurden“ beschreibt Reichholf eine Theorie,Read More
Manifest gegen den Atomwahn – Als ich die Ankündigung dieses Bandes zum ersten Mal sah, war mein Interesse sofort geweckt, gehöre ich doch zur Generation der deutschen Baby-Boomer, die die Katastrophe von Tschernobyl direkt miterlebt hat. Von Hanspeter Ludwig. Der Super-Gau von Tschernobyl jährt sich in diesem April zum vierzigsten Mal und natürlich ist der Veröffentlichungszeitpunkt dieses Bandes in Deutschland – zumindest von Seiten des Marketing – genau richtig gewählt. Die Ängste, die dieses Unglück überall in der Welt, speziell aber in Deutschland auslöste, waren beträchtlich. Immerhin waren erst wenigeRead More
„Weil wir so brav sind …“ – Die große Studie von Christian Adam über die Neuordnung der deutschen Bücherwelt in Ost und West nach 1945 ist für Alf Mayer ein Anlass, an den Widerstandskämpfer, Exilanten und Nachkriegsverleger Karl Anders zu erinnern und damit damalige Strukturen sichtbar zu machen. Christian Adams Buch ist nicht nur eine spannende, sondern auch eine kultur- und zeitgeschichtlich erhellende und wichtige Lektüre. Der Traum vom Jahre Null, ich kannte ihn aus den Unterhaltungen mit dem Vater einer Freundin. Über die Jahre gelang es mir, ihn immer mehrRead More
Danke! Bitte! Setzen! Mara Brauns Fußball-Highlights des Monats. Mann der Stunde Am Tag, nach dem Jürgen Klopp mit Liverpool seine alte Liebe Borussia Dortmund aus dem europäischen Wettbewerb gekegelt hatte, erklärte ein Journalist im Radio, der späte Sieg habe mit dem Trainer nichts zu tun, sondern sei der Magie der Anfield Road und dieses besonderen Vereins geschuldet. Selten so gelacht. Nicht etwa, dass ich besagter Heimspielstätte oder dem englischen Club die Magie absprechen wollte, und ja, wer nach 0:3-Rückstand im Finale der Champions League den Pott noch holt, hat definitivRead More
Geschichten einer Grenze: USA – Mexiko – Sieben großartige Erzählungen voller Schmerz und Poesie, angesiedelt zwischen zwei Welten an der Grenze der USA zu Mexiko, enthält der Band „Alles Beginnt und endet im Kentucky Club“ von Benjamin Alire Sáenz (*1954, New Mexico). Die meisten Erzählungen spielen in den durch den Rio Grande bzw. Río Bravo del Norte geteilten Grenzstädten El Paso und Ciudad Juárez. Von Doris Wieser. 2007 begannen die USA mit dem Bau einer Mauer entlang der Grenze zu Mexiko. Die Mexico–United States barrier soll illegale Migration verhindern undRead More
Zehn Tage mit Castro im revolutionären Freudentaumel – Der amerikanische Magnum-Photograph Burt Glinn flog nach der Flucht des kubanischen Diktators Fulgencio Batista am 1. Januar 1959 spontan von New York nach Havanna, um den revolutionären Aufbruch an der Seite Fidel Castros mitzuerleben und zu fotografieren. Glinn war mitten drin bei Aufmärschen, Versammlungen, Gefechten und bei Castros stundenlangen Reden vor begeisterten Zuhörern. Der jetzt erschienene Bildband der Midas Collection mit Glinns eindrucksvollen historischen Fotos zeigt die sagenhafte Euphorie eines revolutionären Aufbruchs. Von Peter Münder. Als er während einer New Yorker SilvesterfeierRead More

Posted On Mai 3, 2016By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag, News

Roman: Ben Lerner: 22:04

Brillante Meditation über Kunst und Sterblichkeit – Der 1979 geborene Ben Lerner ist derzeit einer der interessanten Schriftsteller aus den USA. Er startete als Lyriker und war der jüngste Finalist für einen National Book Award in dieser Sparte, bevor er 2012 seinen überraschend erfolgreichen und autobiographisch gefärbten Debut-Roman „Abschied von Atocha“ vorlegte. Dieser Erfolg ist auch der Ausgangspunkt seines neuen Romans „22:04“, in dem Lerner den Leser in ein ebenso gewagtes wie gewitztes Spiegelkabinett aus Leben und Literatur schickt. Ben Lerners Protagonist ist ein New Yorker Schriftsteller namens Ben (!),Read More

Posted On Mai 3, 2016By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag, News

Roman: Markus Berges: Die Köchin von Bob Dylan

Vom Abhandenkommen der Heimat – Gleich zwei Zielgruppen lockt der Erdmöbel-Sänger Berges mit dem Titel seines zweiten Romans: Fans kulinarischer Literatur und auch Fans von Bob Dylan werden hier sicherlich hellhörig. Von Etikettenschwindel zu schreiben, wäre übertrieben, schließlich wird in diesem Buch durchaus für Dylan gekocht, doch eigentlich sind sowohl der Weltstar als auch seine neue Tourköchin Nebenfiguren in der Schilderung eines von Brüchen geprägten Schicksals. Von Frank Schorneck. Der Prolog führt tief in die Vergangenheit mit der archaischen „Gute-Nacht-Geschichte“ von einer Schlittenfahrt, auf der das Lieblingstier eines Kindes geopfertRead More
Kunst, eine deutsche Tragödie. Gedanken zu Edgar Reitzʾ Meisternarrativ „Heimat“. Von Markus Pohlmeyer Aus der einzigartigen Serie „Heimat“ von Edgar Reitz möchte ich einige Aspekte zum Thema Kunst herausgreifen.[1] Heimat 1 umfasst die Enden des Ersten und Zweiten Weltkrieges, angesiedelt in einem Hunsrücker Utopia namens „Schabbach“. Heimat 2, in der Großstadt München, entwirft auf dem Hintergrund der Nachkriegszeit eine Künstlerbiographie – anhand des Werdeganges des Komponisten Herman Simon. Dieser beginnt experimentell, avantgardistisch, alle Klänge scheinen irgendwann tatsächlich technisch übersetzbar, machbar zu sein. Musik wird Technik. Am Ende überlebt nur derRead More
Sommerglück, Winterkrise – Selten gehen Cover und Titel eine solch verlockende Einheit ein. Man könnte auch sagen, sie sind eine Einladung zur sofortigen Lektüre. Ganz schnell geht diese auch tatsächlich dahin, so schnell, wie dieser einzigartige Sommer in dem Badeflecken Juan-les-Pins in Südfrankreich im Jahr 1926 ins Land zieht und mehr zurück lässt als eine „Postsommer-Melancholie“. Das handliche Büchlein „Der Sommer, in dem F. Scott Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte“ der aus Oxford stammenden Autorin und Journalistin Emily Walton erschien als Frühjahrstitel 2016 beim Wiener Braumüller Verlag. Walton lebt ebenfallsRead More
Merkwürdigkeiten des Alltags – Ein seltsam schönes Buch, das Zeichnungen und Texte zu etwas Größerem und Neuem zusammenbringt, ist Alf Mayer begegnet. Es kommt aus einem der ältesten Druckhäuser Europas, 1488 in Basel von Johannes Petri gegründet, der das Druckerhandwerk in Mainz zur Zeit Gutenbergs erlernte. Anstatt „Kleine böse Absichten“ könnte dieses Buch auch „Straßenlaternen am falschen Ort“, „Geröll im Rutschen“ oder „Mandarinen neben Kellerfenstern“ heißen, schreibt Rolf Soiron in seinem Vorwort – und er hat Recht. Und nicht. Absicht jedenfalls war es und ein Experiment, zwei Künstler des AusdrucksRead More
Bürgerliche Subversivität von Zoë Beck Sechs Haschischgeschichten, dazwischen Miniaturen, Schlaglichter auf ebenfalls Cannabis-getränkte Zusammenhänge, und schließlich noch eine Nachbemerkung zur Lage des Haschischkonsums: Das ist das schöne, schmale Buch „Surabaya Gold“ von Bernd Cailloux. Wir begegnen darin Menschen, die mit Haschisch, Piece, Gras, Shit, Cannabis … also mit diesem rauchbaren Zeugs in Berührung kommen und damit auf unterschiedliche Weise glücklich werden. Die beiden Rentner zum Beispiel, die sich in der Reha kennenlernen und gemeinsam auf der wenig frequentierten Parkbank in den Sonnenuntergang kiffen, oder die Freunde aus Schulzeiten, die anRead More

Posted On Mai 3, 2016By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Roman: Stewart O’Nan: Westlich des Sunset

Die letzte Chance – Francis Scott Fitzgerald war mit Romanen wie „Der große Gatsby“ der literarische Shooting-Star der 1920er Jahre und führte zusammen mit seiner Frau Zelda ein extravagantes und exzessives Leben. Doch schon in den 30er Jahren versiegte sein Ruhm und er drohte in Vergessenheit zu geraten. Von Karsten Herrmann. In seinem biographischen Roman „Westlich des Sunset“ widmet sich Stewart O’Nan dieser schwierigen Phase, in der Fitzgerald „durch eine Reihe von Rückschlägen, die er als Pech betrachtete, zum Heimatlosen geworden [war].“ So war seine Frau Zelda in der PsychiatrieRead More

Posted On Mai 3, 2016By Michael BuselmeierIn Bücher, Litmag

Roman: Michael Zeller: Falschspieler

Der fortdauernde Krieg – Michael Zellers Roman „Falschspieler“ über einen Literaturskandal der 50er Jahre. Von Michael Buselmeier. Michael Zellers Roman „Falschspieler“, der jüngst als überarbeitete Fassung im Brockmeyer Verlag erschienen ist, (er wurde 2008 erstmals unter dem Pseudonym „Jutta Roth“ als angebliches Debüt einer 1967 geborenen Autorin veröffentlich) hat einen frühen Skandal zum Gegenstand, der den sich gerade etablierenden Literaturbetrieb der Bundesrepublik erschütterte. Im Jahr 1952 erschien unter dem Namen „George Forestier“ (im Roman „Leon Desmoulins“) der Gedichtband „Ich schreibe mein Herz in den Staub der Straße“, der allseits BegeisterungRead More

Posted On Mai 3, 2016By Die RedaktionIn Bücher, Litmag

LitBits: Kurze Besprechungen neuer Bücher

Neue Bücher von Niklas Luhmann, Dennis Gastmann, Brigitte und Hans-Jürgen Tast, Marlen Schachinger, Hanspeter Britt, Wiglaf Droste, Juan Villoro und dem Hamburger Institut für Sozialforschung – besprochen von Alf Mayer (AM), Michael Höfler (MH), Senta Wagner (SW) und Karsten Herrmann (KH). Intellektuelle Durchdringungsqualität, witziges Geschenk (AM) Ein guter neuer Chef wäre, wer zum Amtsantritt sein Team mit diesem kleinen, im Warnwesten-Orange gehaltenen Band beschenken würde. Welch eine souveräne Geste. Ob Jürgen Kaube, der Herausgeber dieses verhalten witzigen Buches, das an der Frankenallee in Frankfurt gemacht hat, als er zum FAZ-Mitherausgeber ernannt wurde?Read More

Posted On Mai 3, 2016By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag

Kinderbuch: Ute Wegmann: Dunkelgrün wie das Meer

Reinigendes Gewitter – Ein fesselndes Kinderbuch muss nicht immer spannende Abenteuer rund um Detektive, Piraten, Vampire oder sonstige Schurken bieten. Dass auch eine kleine, aus dem Alltag herausgegriffene Sommergeschichte auf gerade mal 80 großzügig (und sehr treffend) illustrierten Seiten ungemein packend und aufwühlend sein kann, beweist Ute Wegmann in ihrer Erzählung „Dunkelgrün wie das Meer“: Eigentlich sollte für Linn die beste Zeit des Jahres beginnen. Es sind Sommerferien und die Familie fährt wie schon in den letzten Jahren nach Holland ans Meer. Doch über dem Start in den Urlaub hängenRead More