2016 ist das 500. Todesjahr von Jheronimus van Aken alias Hieronymus Bosch. Die Niederlande ehren den Maler mit einer großen Ausstellung und anderen, vielfältigen Aktivitäten. Boschs Werk war und ist Gegenstand der unterschiedlichsten Auslegungen und Interpretationen, die versuchen, seine phantastischen, bizarren und oft schlicht rätselhaften Gestalten, Pflanzen, seine Mischwesen und seine offensichtlich mehrfach codierten Bilderwelten sinnhaft zu entschlüsseln. Surreale, absurde, grausame und komische Bildwelten, die sich tief ins kollektive Gedächtnis gegraben haben, egal, ob man seinen Intentionen gerecht wird oder nicht. Denn Selbsterklärungen oder Aussagen zu seinen Werken gibt es
Read More Das Wetter überAll 1 bild / 100 worte St. Anton am Arlberg, tiefer Schnee, bedeckt, 2°; Galtür regnerisch. Das Wetter auf Merkur findet auch diese Woche nicht statt, wir warten auf Aufbau der Atmosphäre. Skifahren in Kappl wohl kaum, doch O! der Schnee in Ischgl! Venus, diese Metze, hat schon wieder unsere Wettersonde bei der Landung geschmolzen, dafür Fiss: Es spiegelt der Berg sich im kaltglatten See… (Musikalische Einlage: lüpfige Ländler und Radiowellen-Störgeräusche.) Der hexagonale Sturm auf Saturn lässt und lässt nicht nach, die Baustelle in Serfaus ist neu, Regen
Read More Ausschnitt aus „Vier Quartette“ Zuhause ist da, wo man losläuft. Wenn wir älter werden wird die Welt uns fremder, das Muster vertrackter aus tot und lebendig. Nicht der eindringliche Augenblick isoliert, kein Davor und Danach, sondern ein Leben, das jeden Augenblick brennt und nicht bloß das Leben des einzelnen Menschen sondern das alter Steine, die unentzifferbar sind. Der Abend im Sternenlicht hat seine Zeit, der Abend im Lampenlicht hat seine Zeit ( Der Abend mit dem Fotoalbum ). Die Liebe ist am ehesten ganz bei sich selbst wenn Hier und
Read More Posted On April 2, 2016By Die RedaktionIn Litmag
Liebes CulturMag-Publikum, – herzlich willkommen zur Doppelausgabe von LitMag und MusikMag im April 2016! Das nächste CrimeMag wird am 15. April erscheinen. Und jetzt schnell los, denn wir haben ein volles Programm: 90.000 Neuerscheinungen gibt es jedes Jahr auf dem deutschen Buchmarkt. Viel zu viele! Ein guter Grund für Michael Höfler, zu versuchen, sein neues Buchprojekt „100 Gründe, keine Bücher mehr zu schreiben“, auf der Leipziger Buchmesse unter die Verleger zu bringen. Ein Bericht. Mehr Transparenz wird häufig gefordert, wenn es um Juryentscheidungen geht. Die gibt es bei uns: Drei
Read More 90.000 Neuerscheinungen gibt es jedes Jahr auf dem deutschen Buchmarkt. Viel zu viele! Ein guter Grund für Michael Höfler, zu versuchen, sein neues Buchprojekt unter die Leute zu bringen. Ein Bericht. „100 Gründe, keine Bücher mehr zu schreiben“. Diesen Buchtitel wollte ich auf der Leipziger Buchmesse an den Verlag bringen. Der Widerspruch darin sollte neugierig machen und die Branche die zur Veröffentlichung nötige Selbstironie aufbringen. Zur Sicherheit hatte ich aber auch gute Argumente dabei: Welche Bedeutung hatte es noch, ein Buch zu schreiben bei 90.000 weggedruckten Neuerscheinungen pro Jahr? Bei
Read More Erinnern leicht gemacht. Ein Blick zurück, auch in eigener Sache. Eine Schweizer Buchhändlerin und eine deutsche Lektorin kaufen sich einen traditionsreichen Zürcher Verlag. Die eine nimmt dafür das Erbe ihrer Mutter, die andere investiert den großzügigen Bonus für ihre vorherige Verlagstätigkeit und gibt später nach dem Tode meiner Mutter noch ein kleines Stückchen hinzu. Die eine ist fortan die Zahl, zuständig für die Finanzen, für den Verkauf und die Autorenhonorare, die andere ist das Wort, zuständig für das Programm, die Werbung und die Lizenzen. Zweieinhalb Jahrzehnte lenken sie die Geschicke
Read More Stauseemonster, Zulu-Schönheit und sexy Norah – Mehr Transparenz wird häufig gefordert, wenn es um Juryentscheidungen geht. Die gibt es hier: Drei Juroren der Litprom-Bestenliste, Anita Djafari, Katharina Borchardt und Thomas Wörtche, haben sich zusammengesetzt und drei Titel, die in der näheren Auswahl für den aktuellen Weltempfänger standen, diskutiert. Dabei waren sie nur manchmal einer Meinung. ■ Anita Djafari: Schön, dass wir zufällig drei Autorinnen ausgesucht haben. Wir haben ja beim Weltempfänger keine Frauenquote, das verbietet sich. Wobei ich den Thriller Sieben Jahre Nacht von Jeong Yu-jeong zunächst einem Autor zugeschrieben habe.
Read More Rasha Khayat, geboren 1978 in Dortmund, wuchs in Jeddah, Saudi-Arabien, auf. Als sie elf war, siedelte ihre Familie nach Deutschland zurück. Sie studierte Vergleichende Literaturwissenschaften, Germanistik und Philosophie in Bonn. Rasha Khayat lebt in Hamburg und arbeitet als freie Autorin, Übersetzerin und Lektorin. Sie betreibt den Blog „West-östliche Diva“. Karsten Herrmann hat sich mit der Autorin über ihren ersten Roman „Weil wir längst woanders sind“ (Dumont) unterhalten. Karsten Herrmann: Mit offensichtlich starken autobiographischen Bezügen kreist Ihr Debütroman um die Frage, was Heimat bedeutet und wie man bzw. frau mit zwei
Read More Wunderschön und ziemlich fremd: Zwei neue Comics von Jul Gordon und Sascha Hommer von Brigitte Helbling Neulich schaute ich einem Freund zu, wie er sich in Jul Gordons Comic „Le Parc“ verliebte. Er schlug das Buch auf, sah sich den Park aus dem Titel in nächtlicher Großaufnahme an. Blätterte weiter, hielt ein bei der Panel-Serie mit gymnastischen Übungen. Pause. Beschleunigung in Richtung hinten, im mittleren Tempo zurück, Vollbremsung bei der Doppelseite, auf der sich ein Rollstuhlfahrer in pointillistischem Schlaf verliert… „Wer ist das? Wo hast du das her?“ Ich erklärte
Read More Verspielter Provokateur hinter der Kamera von Peter Münder Der Fotograf Helmut Newton (1920-2004) wollte mit seinen Bildern den modischen Zeitgeist zwischen London, Paris und New York einfangen. Mit seinem Faible für entblößte High Heel-Amazonen und erotisch aufgeladene Posen verschaffte er sich den Ruf, mit seinen Fotos die Grenzen des guten Geschmacks ausloten zu wollen. Zu seiner ästhetischen Bilder-Inszenierung gehörte aber auch eine subtile Ironie, mit der er für verblüffende Effekte sorgte, wie der große, jetzt bei Taschen erschienene Bildband „Pages from the Glossies“ (Facsimiles 1956-1998) demonstriert. Als Helmut Newton 1963
Read More Sehr bekömmlich – Thomas Wörtche über Christoph Ribbats perspektivreiche Montage „Im Restaurant“, die vergnüglich und lehrreich die Diversität der Gastronomie sichtbar werden lässt. Essen ist in der Tat, wie die anderen Essentials der menschlichen Existenz, ein „soziales Totalphänomen“. Dieser Begriff stammt von Marcel Mauss und beschreibt im Grunde eine Evidenz. Anders als die klassischen Gastrosophien seit Brillat-Savarin (also ungefähr die Reihe über Eugen von Vaerst, Karl Friedrich von Rumohr, Alfred Walterspiel bis zu Harald Lemke, um nur einige zu nennen) beschäftigt sich der Anglist Christoph Ribbat nicht so sehr mit
Read More Vergebene Liebesmüh -T. Coraghessan Boyles Klassiker „Budding Prospects“ ist bei Hanser in einer Neuübersetzung erschienen. Die großartige Prosa hat in 30 Jahren nichts von ihrer überwältigenden Kraft eingebüßt. Von Andreas Pittler Ich erinnere mich noch sehr gut an meine erste Erfahrung mit T.C. Boyle. Damals arbeitete ich bei der Wiener Wochenzeitung „Falter“ in der Kulturabteilung, und weil ich dort als Experte für irische Literatur galt, legte mir der Ressortleiter eines Tages Boyles „Grün ist die Hoffnung“ in der Übersetzung von Werner Richter auf den Tisch. Dies mit der Bemerkung, der
Read More Europa ist eine Fata Morgana – „Blödmaschinen. Die Fabrikation der Stupidität“ hieß 2011 ihr Frontalangriff auf die Kulturindustrie, 2014 gefolgt vom großen Pamphlet „Geld frisst Kunst. Kunst frisst Geld“. Nun richten Markus Metz und Georg Seeßlen, seit vielen Jahren im Bayerischen Rundfunk und bei diversen Büchern ein gut eingespieltes Team, ihr Augenmerk auf die sogenannte Flüchtlingskrise und deren politische und kulturelle Semantik und Ikonographie. Es ist eine schonungslose Bestandsaufnahme. Alf Mayer hat sich das Buch „Hass und Hoffnung“ zu Gemüte geführt – und lässt die Autoren des Originaltons wegen dann
Read More Ein Hoch auf die Tanzkapelle Schmidt! – Frank Goosen, das ist für manche womöglich nur der Kabarettist mit dem unerschütterlichen Faible für den VfL Bochum, der seit einer Weile in der zweiten Liga mal dümpelndet, mal kämpft. Der Mann, der gerne gerufen wird, wenn es um das Ruhrgebiet oder um Fußball oder am besten noch die Kombination aus beidem geht. Keine Frage, mit „Liegen lernen“, vor allem aber „Radio Heimat“ und „Sommerfest“ hat sich Goosen als Chronist des Reviers etabliert – und bei manchen in der Schublade festgesetzt. Von Frank
Read More Von trinkenden Putzfrauen, Notaufnahmen und Nonnen von Zoë Beck Von Wiederentdeckung kann man bei Lucia Berlin kaum sprechen, zu ihren Lebzeiten hatte sie nur eine kleine, wenn auch erlesene Fangemeinde. Erst Jahre nach ihrem Tod schaffte sie es überraschend, wenngleich mehr als verdient, in die New York Times-Bestsellerliste und wurde von der Kritik mit Jubel aufgenommen. Vergleiche mit sämtlichen nordamerikanischen Größen (Carver, Munroe, etc.) der Kurzgeschichte wurden bemüht. Man spricht nun vom „bestgehüteten Geheimnis der amerikanischen Literatur“. Als hätte jemand sie versteckt, beschützt, dabei wurde sie nur schlicht von der großen Kritik
Read More Posted On April 1, 2016By Florian KniffkaIn Comic, Litmag
„So wird ein Gedanke zur Realität“ – von Florian Kniffka Phantastik – das ist die Literatur der Einbildungskraft. Hier bricht sie sich in ihrer freien Form Bahn und schert sich nicht um das Wirkliche oder auch nur um das Wahrscheinliche. Dass sie dem Unwirklichen eine Gestalt im menschlichen Vorstellungsvermögen gibt, das ist ihre besondere Eigenart. Die Materien, durch welche sie die Produktion der Einbildungskraft in die Welt gelangen lässt, sind nicht vorgeschrieben. Hier müsste nicht mehr nur von einer Literatur, sondern von einer allgemeinen Kunst der Einbildungskraft gesprochen werden. Wenn
Read More Zukunft mit Tradition –„Macht“ entführt uns in das Jahr 2031. Die Erde steht vor dem finalen Kollaps. Die Politik, an deren Hauptschalthebeln nun Frauen sitzen, versucht mit Notmaßnahmen das Ende noch hinauszuzögern. Fleisch oder Benzin zum Beispiel gibt es nur im Tausch gegen CO2-Gutscheine, mit denen ein reger Handel betrieben wird. Die Jungbrunnenpille Ephebo lässt alte Menschen ganz schnell wieder jung und spritzig wirken, zum Preis eines extrem erhöhen Risikos, in den nächsten Jahren an Krebs zu erkranken. Smartphones sind von riesigen Compunikatoren ersetzt worden, statt gegooglet wird geshammt, man
Read More Unterwegs in außerzeitlichen Dimensionen – Slammer-Star Elias Hirschl betritt mit zwei Romanen innerhalb von zwei Jahren die Bühne der Literatur. Von Senta Wagner. Mit monströsen Titeln schafft man es locker auf die jährliche Longlist des „Ungewöhnlichsten Buchtitels“. Auch Elias Hirschls Roman namens „Meine Freunde haben Adolf Hitler getötet und alles, was sie mir mitgebracht haben, ist dieses lausige T-Shirt“ dürfte gute Chancen haben. Das T-Shirt ist ein Schnäppchen vom Souvenirstand, dem einzigen dieser Art, den es nur in diesem genauso ungewöhnlichen Buch gibt. Auch der Autor hat eines abbekommen (Foto
Read More Enttäuschte Sehnsucht – Geschichte in Geschichten – Orhan Pamuk gibt mit seinem neuen Roman „Diese Fremdheit in mir“ einen ebenso mitreißenden wie auch tiefen Einblick in die politischen Umwälzungen der Türkei der letzten 30 Jahre. Dies geschieht fast nebensächlich. Im Zentrum stehen bei ihm die Menschen und ihre Geschichten in der Mega-City Istanbul. Von Jörn Borges. Pamuk beginnt mit dem aufregendsten Moment im Leben seines Helden Mevlut. Der entführt mit Hilfe seines Cousins Süleyman seine Angebetete und wird hierbei bereits das erste Mal das Opfer einer familiären Intrige. Durch die atmosphärisch
Read More Stalins Kopf von Elfriede Müller Es gibt unterschiedliche Formen, den Stalinismus aufzuarbeiten. Die Literatur ist eine davon. Unter dem Vorwand der Stalinismuskritik werden häufig Kommunismus, Sozialismus, Anarchismus, linke Utopien und Ideenwelten gleich mit entsorgt und das Ende der Geschichte verkündet, wie z. B. beim deutschen Erfolgsautor Eugen Ruge. Dies trifft auf Trojanow nicht zu. Auch beschreibt er zum Glück nicht seine eigene Familie, sondern den Werdegang zweier sich gegenüber stehender Männer, deren Gegnerschaft sich im Postrealsozialismus fortsetzt. Erstaunlich finde ich es, dass ein Postgulagroman 2015 erscheint. Das literarische Meisterwerk von
Read More Neue Bücher von Henning Ahrens, Boris Fishman, Rolf Rietzler, Karsten Lampe, Joachim Meyerhoff, Gary Shteyngart, Patrizia Nanz, Claus Leggewie, Hallgrímur Helgason, Michael O’Neill, Hellmut Lemmer, Hans Herbert Grimm, Shida Bazyar und Orna Donath – besprochen von Alf Mayer (AM), Michael Höfler (MH), Karsten Herrmann (KH), Bruno Arich-Gerz (BAG), Jörn Borges (JB), Zoë Beck (ZB) und Ulrich Noller (UN). Die Heimat und der böse Wolf (KH) – Ein wagemutiges, poetisch-märchenhaftes Stück Literatur legt der auch als Lyriker und Übersetzer tätige Henning Ahrens mit „Glantz & Gloria“ vor und nimmt dabei zugleich das
Read More Posted On April 1, 2016By Christiane QuandtIn Bücher, Litmag
Literarisches Gift, das süchtig macht – Eine Studie über den Spannungsaufbau – Buchstäblich bleibt einem die Luft weg bei der Lektüre von Marianne Gareis‘ deutscher Übersetzung von Samanta Schweblins Romandebüt „Das Gift“. Schlägt man das Buch mit dem knallrot verschwommen-organischen Titelbild erst einmal auf, so ist es praktisch unmöglich, es wieder wegzulegen, bevor es ausgelesen ist. Die Lektüre wird zur körperlichen Erfahrung, die Spannung überträgt sich direkt und ebenso erbarmungslos wie das titelgebende Gift. Kurz, die „Studie über den Spannungsaufbau“, wie es die Autorin treffend ausdrückt, ist mehr als gelungen. Von
Read More Auf der Suche nach dem größeren Sinn -Stefan Slupetzkys neuester Roman bringt uns den Autor näher als jemals zuvor – und damit einen ungeahnt großen Gewinn. Von Andreas P. Pittler Eigentlich könnte Daniel Kowalski friedlich seine Tage zubringen. Genug verdienen, um sorgenfrei leben zu können, abends in die Kneipe gehen und danach den Schlaf des Gerechten schlafen. Doch kann, wir ahnen es, der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen – nun, in diesem Fall – Schicksal nicht gefällt. Ein Brief seiner Großtante aus Israel erschüttert Daniels mühsam
Read More 6,3 zu 100 Millionen -Mit Fotoaufnahmen noch nicht erreichter Qualität möchte der Verlag Taschen auf eine bedrohte Tierart aufmerksam machen. Alf Mayer hat sich das Buch angesehen. Haie sind nicht das, wofür wir sie halten. Steven Spielberg hat da Schlimmes angerichtet, und nicht nur er, denn „der Mensch schützt nur, was er liebt“, wie der Meeresforscher Jacques-Yves Cousteau wusste. Auch für seinen Enkel Philippe Cousteau Jr. hatten Haie einst „Augen wie schwarze Löcher, so stumpf und teilnahmslos wie ein Albtraum nach einem Horrorfilm“ – bis er im Jahr 2012 den
Read More Neue Kinderbücher von Anne-Caroline Pandolfo („Die Tintenspinner“), Britta Sabbag, Maite Kelly, Joëlle Tourlonias („Die kleine Hummel Bommel sucht das Glück“), Silke Schlichtmann („Pernilla oder warum wir nicht in den sauren Apfel beißen mussten“) und Annika Scheffel („Nelli und der Nebelort“). Vorgestellt von Frank Schorneck. Duo mit 16 Armen Eine Geschichte vom Fremdsein und vom aufeinander Zugehen hat die Französin Anne-Caroline Pandolfo in wenigen Bildern und komplett ohne Sprache geschaffen: Ein Krake und eine Spinne begegnen sich. Zunächst wissen der Achtarmige und die Achtbeinige nicht, was sie voneinander halten sollen, dann
Read More Kein Außerhalb von Geschichten -Ein Essay zur Hermeneutik von Wilhelm Schapp. Von Markus Pohlmeyer Prolog Die Rezeption von Wilhelm Schapps Büchern verlief nicht einfach, unter anderem auch weil er jenseits einer universitären Institution philosophierte. Hermann Lübbe erinnert sich an die Antwort Schapps „von anspruchsvoller Bescheidenheit“, warum er „den Beruf des Juristen“ ergriffen habe: „Die Philosophie, in der er sich einigermaßen sicher bewegen zu können glaube, hätte doch ihrem Umfang nach niemals für eine dreißigjährige Dozententätigkeit ausreichen können.“[1] Geschichtenhermeneutik als Anthropologie Was ist ein Essay? Ein Versuch, im denkerischen Experimentieren zu
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