Regina Nössler: Ich musste einfach wissen, wie es weitergeht Ich habe mir dieses Jahr überhaupt keine Notizen gemacht, deshalb nenne ich nur kurz ein paar Bücher, die mir im Gedächtnis geblieben sind. Tawni O’Dell: Wenn Engel brennen (Ariadne, Argument-Verlag), Original: Angels Burning. Übersetzt von Daisy Dunkel. Eine Ermittlerin, die über 50 ist, wie angenehm (in Krimis sind die Protagonist:innen oft entweder ganz jung, Jugendliche oder Kinder, oder ca. 35 bis maximal 40). Sie ermittelt in Missouri. White trash. Paula Hawkins: Die blaue Stunde (dtv), Original: The Blue Hour. Übersetzt von
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Andreas Pflüger: Ganz bei mir und meinen Figuren Den renommiertesten deutschen Preis für Kriminalliteratur mit zwei Romanen in Folge zu gewinnen, setzt die Amarenakirsche auf die Sahnetorte. Es ist mein dritter. Beim ersten Mal, 2017, erhielt ich den Anruf im Auto und kam für Sekunden der Welt abhanden, sodass ich eine rote Ampel überfuhr. Dieser Preis war mit drei Punkten in Flensburg dotiert. Zum zweiten Mal durfte ich mich vor zwei Jahren für »Wie Sterben geht« über die Auszeichnung freuen. Ich erinnere mich dunkel, an dem Abend mit meiner Frau
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Sybille Ruge: More knit, less shit 2025. Job verloren. Mit Stricken angefangen. Wie ein Junkie im Wollladen rumgetrieben. Cashmere- und Yakwolle noch wertvoller eingeschätzt, wenn ich gekauft hatte. Tendenz entwickelt, das eigene Können zu überschätzen bei simultan auftretendem Minderwertigkeitsgefühl. Anfängersyndrom. Unmengen an Werkzeug gekauft und nachträglich als Weg der Vervollkommnung rechtfertigt. Festgestellt, dass deutsche Hunde gestrickte Klamotten tragen. Im Traum einem Husky ein Mäntelchen angezogen. Zerfleischt worden. KI konsultiert. Bekannnter Hund steht für positive Erinnerung. Scheiße, ich kenn den Hund nicht. Weitergestrickt. Denken in zwei Kategorien entwickelt: Fertig oder nicht
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Dirk Schmidt – And the winner is: South Park „Darf man das?“ ist eine relativ blöde Frage, wenn man einem Kunstwerk begegnet. Und doch ist sie mit Sicherheit im Verlauf der Geschichte oft gestellt worden und Mozart, Goya, Picasso und Pasolini et al. haben sie sich anhören müssen. Die Antwort generell und immer: Klar, darf man das, und die Tatsache, dass niemand sonst auf die Idee gekommen ist oder einen bereits im Diskurs befindlichen Gedanken mit absoluter Konsequenz weitergedacht und bis an die Grenzen des Sagbaren geführt hat, spricht eher gegen
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aufstehen seitdem sie an etwaigen toten arbeitet einen florierenden handel mit sterbenden treibt – keiner hätte je gedacht dass das funktioniert abgesehen von ihr selbst wie passend dass sie über harte schädel verfügt – wirkt ihr gesicht runder gleich einer schwimmpfütze so sanft von hinten ausgeleuchtet dass der tod ihr also schmeichelt lange schon war ihr appetit nicht mehr so hervorragend wie von dem tag an an dem sie definitiv beschloss sich wartend an betten zu setzen ein atmen aufzunehmen wenn niemand spricht was sie eines tags in eine regentonne
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