Kurzkritiken zu aktueller Kriminalliteratur von: Joachim Feldmann (JF), Sonja Hartl (sh) und Thomas Wörtche (TW). Sowas von fies (TW) Und weiter geht´s mit der wunderbaren Pascal-Garnier-Edition bei Septime. „Die Insel“ ist ein auf knappe 160 Seiten komprimiertes Delirium. Vier verlorene Seelen saufen sich zur Weihnachtszeit in Versailles hackedicht zu, gegen Ende sind zunächst nur noch zwei davon übrig, die sich schon fast wollüstig verwahrlosen und verkommen lassen. Irgendwie konsequent, denn die beiden hatten schon als Jugendliche Blut an den Händen. Man ist doch immer wieder erstaunt, mit welch erfreulicher Radikalität
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Der Elefant im Raum Es mag sich an dieser Stelle schon das eine oder andere Mal angedeutet haben, dass ich nicht unbedingt ein großer Fan der Kriminalromane des Golden Ages bin. Das ist kein Bauchgefühl, sondern hat schon seine Gründe, warum ich mit diesen Residuen der gesellschaftspolitischen und literarischen Anti-Moderne nicht allzu viel anfangen kann. Und dass diese Texte nach fast einhundert Jahren immer noch gerne als Goldstandard der Kriminalliteratur betrachtet werden, finde ich bizarr bis ärgerlich. Aber darum geht es hier nicht. Oder vielleicht doch. Gerade lese ich Margery
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Vorige Woche habe ich einen Film aus der Bibliothek geholt. Auf diesen Film habe ich mehrere Wochen gewartet, er war immer ausgeliehen. Nun aber liegt die Disc da. Es ist ein bisschen wie früher, als ich freitags aufgeregt in die Videothek ging – in der Hoffnung, dass die Filme, die ich sehen wollte, noch da sind. Es ist noch nicht einmal ein besonders neuer Film – oder ein Film, den ich nicht woanders bekommen hätte. Er lief sogar schon einmal auf Arte. Aber ich wollte ihn nicht einfach streamen. Ich
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Sebastian Knauer über Norbert F. Pötzls „Das Schattenreich des Alexander Schalck-Golodkowski“ Der gelernte Feinmechaniker war als stellvertretender Minister und Mitglied des SED-Zentralkomitees ganz oben in der real-sozialistischen DDR angekommen. Sein Auftrag: Devisen zu beschaffen, um Westwaren importieren zu können, die die DDR nicht selbst produzieren und mit ihrer nicht konvertiblen Währung nicht bezahlen konnte. Zugleich brauchte die DDR immer mehr Geld vom Westen, um den stets drohenden Staatsbankrott abzuwenden. Dafür baute der „Devisenbeschaffer“ Alexander Schalck-Golodkowski den geheimnisvollen Bereich „Kommerzielle Koordinierung“ (KoKo) auf, ein Imperium von mehr als 200 Firmen, die
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Liebes CrimeMag-Publikum, hiermit präsentieren wir – neben unserem Haus- und Hof- und Hinterhof-Fotografen Carsten Klindt, weiter vorne in – ein zweites visuelles Fenster in unserem Online-Magazin. Die Fotografin Susan Madsen erzählt unter anderem visuelle Geschichten auf Social Media unter dem Titel „Eine wahre Geschichte“. Ihre Themen sind Voyeurismus, Erotik, Moral, Vergänglichkeit und Wahrheit. Biografisches: Geboren 1964 in Aarhus, Dänemark. Seit 2018 Studentin an der Kunsthochschule Weißensee Berlin/Freie Kunst/Bildhauerei bei Else Gabriel, Knut Ebeling und Andreas Rost, wo sie während des Studiums die Fotografie als ihr bevorzugtes Medium entdeckte, um sich künstlerisch auszudrücken.
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