William Boyle I picked up Marc Behm’s 1980 novel THE EYE OF THE BEHOLDER a while back—I can’t remember why exactly, but I didn’t read it at the time. I finally read it this year and, man, it’s just one of those books I can’t believe I’ve lived without this long. Truly an instant all-time favorite. Can’t stop thinking about it. Lines and images singing in my mind. It’s an existential noir fever dream. A beautiful meditation on obsession, loss, and loneliness. Hits like some holy combination of Richard Brautigan
Read More Das Generationentrauma überwinden? Holt Davidson, ein Feuerwehrmann aus Kansas, war seit mehr als zwei Jahrzehnten nicht mehr in seiner Heimatstadt Thompsonville, Colorado. Als er erfährt, dass seine Mutter, zu der er keinen Kontakt mehr hatte, Selbstmord begangen hat, kehrt er zur Beerdigung zurück, in der Hoffnung, Frieden mit ihr zu schließen. Er verbringt die Nacht in seinem Elternhaus, durchsucht jeden Raum und sucht nach Erinnerungsstücken aus der Vergangenheit. Statt nostalgischer Souvenirs entdeckt er eine Waffe, einen Liebesbrief und ein Polaroidfoto eines Mannes, der in seinem eigenen Blut liegt. Wer ist
Read More Trauma Therapie Noir (oder nur: Therapie Noir) Holt Davidson, wer ist dieser Mann? Ende Dreißig, Anfang Vierzig. Arbeitet für die Feuerwehr, in Topeka. Einmal hat er eine Heldentat vollbracht, ein Baby aus einem brennenden Haus gerettet. Dieses Licht kann sie vielen Schatten aber nicht überstrahlen. Ein Mann aus dem Dunklen. Einer ohne Eigenschaften. Kaum etwas wollte je gelingen in seinem Leben, schon gar nicht Familie, Beziehungen. Nur den Job, den scheint er hinzubekommen, immerhin hat er ihn ja noch. Mehr nicht. Kein Leben, keine Identität, keine Beziehung. Ein Leben mit
Read More Gar nicht so kurze Kurzkritiken zu aktueller Kriminalliteratur von: Hanspeter Eggenberger (hpe), Joachim Feldmann (JF), Tobias Gohlis (TG) und Alf Mayer (AM): Anna Bailey: Unsere letzten wilden TageJon Bassoff: TodestaufeTimo Blunck: Ein kleines Lied über das SterbenJerome Charyn: Ravage & SonJonathan Coe: Der Beweis meiner Unschuld Louise Doughty: Deckname BirdAndreas Izquierdo: Über die Toten nur Gutes. Ein Trauerredner ermitteltJill Johnson: NachtschattengewächseAlan Parks: Möge Gott Dir vergebenGustavo Faveròn Patriau: Unten lebenRoyston Reeves: Ich war’s nichtArno Strobel: Welcome Home ** ** Ein Meister kehrt zurück in sein Revier (TG) Jerome Charyn (1937
Read More Sandi Baker: Unexpected readings in a year of unexpectations One of the unexpected events this year, among the many that occurred and which will still happen in the short space between when this is published and midnight on 31 December 2024, is the change in my reading habits. I’ve been able to read pretty much any genre or anything, but over the past year or so, I’ve noticed that I haven’t been doing much reading. This came as quite a jolt – I just didn’t seem to have much time.
Read More Ulrich Baron: Looking Backward 2023 „I heard the news today—oh, boy!“ Sah sie manchmal auch und sah dabei viele, die nicht mehr da sind. Shane MacGowan und Sinead O‘Connor etwa. Kann sie noch hören. Etwa beim gemeinsamen Auftritt von „Dubliners“ und „Pogues“ im Jahre 1987. MacGowan hatte zwar damals schon wenige Zähne, aber so wunderbar rote und abstehende Ohren, dass er damit jeden Weihnachtsmarkt und -Baum hätte zieren können. Oder die junge und Sinead O‘Connor, die im Studio mit ihrer kristallenen Stimme – begleitet von den „Chieftains“ –„The Foggy Dew“ aufnimmt. “In
Read More Ulrich Baron: Stairway to heaven In Zeiten Masken und der häuslichen Isolation habe ich den Reiz des tschechoslowakischen Animationsfilms wiederentdeckt und das anhand der zahlreichen Episoden um die unzertrennlichen Freunde und unerschrockenen Bastler „Pat a Mat“, die 1976 vom Prager Regisseur Lubomír Beneš (1935-1995) per Stop-Motion-Technik ins Leben gerufen wurden. Die beiden sind Nachbarn, Mützenträger und im Original etwa handspannengroß. Mit ihren Holzköpfen samt aufgemalten Gesichtern, den unter Pullovern verborgenen Pfeifenreinigerarmen und den vierfingrigen Händen sind sie weit entfernt von dem Realismus heutiger Animationstechniken, doch was Ausdrucksfähigkeit und subtile Eleganz
Read More „So weit bin ich vorher noch nicht gegangen“ „Factory Town“ von Jon Bassoff ist vermutlich das wildeste Buch, das je im nicht gerade braven Polar Verlag erschienen ist. Ein Buch, in dem sich immer wieder mitten im Satz die Erzählperspektive verbiegt und die Ebenen wechseln. Von der Kritik wurde der Band bisher wenig beachtet. 2016 erschien im gleichen Verlag „Zerrüttung“, damals für den Grand Prix de Littérature Policière nominiert, Frankreichs bedeutendster Auszeichnung für Kriminalromane. Marcus Müntefering hat den Autor interviewt. Jon Bassoff: Factory Town (2020). Übersetzt von Sven Koch. Mit einem
Read More Sandi Baker (in English) –Ulrich Baron –Jon Bassoff (e) –Rolf Barkowski – Jon Bassoff Okay, I get it. 2020 was brutal, especially here in the United States. We were blighted by two plagues called Covid and Trump. But the good news is that artists continued to plow through the destruction and create works of meaning. Here’s what got me through the misery: I’ve got to admit that I’m a sucker for lobotomies, so I’ve really enjoyed the Netflix series, Ratched. Sarah Paulson is so good as a sometimes manipulative, sometimes monstrous
Read More Sandi Baker –Rolf Barkowski –Ulrich Baron –Jon Bassoff –Gerhard Beckmann – Sandi Baker: Jam, Shakespeare and Inequality in South Africa South Africa is one of the most unequal countries in the world with a Gini coefficient ( the Gini coefficient measures inequality) of between 0.660–0.696 where ‘0’ represents a perfectly equal society and ‘1’ a completely unequal society. So, it is no surprise that to survive people take to the streets where they beg at traffic lights, clean car windows, sell sweets and fizzy drinks and perform acrobatics. Some even
Read More Jon Bassoff Harry Bingham Peter Blauner Lawrence Block Katja Bohnet William Boyle Ken Bruen Declan Burke James Lee Burke Jon Bassoff Things are dark in America with our pseudo-fascist, anti-intellectual government securely in place, so the only thing that can make me feel better is the arts. Perhaps I will soon lock myself inside an abandoned bowling alley with only my booze, books, music, and literature to keep me company. Yeah, that sounds good. I really like to bowl, too! Here’s my short list of what I was reading, watching,
Read More Grenzerfahrungen Die Country Polar-Romane von Benjamin Whitmer, Matthew F. Jones und Jon Bassoff Von Alexander Roth Donald Trump ist Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Eine Tatsache, die für viele Menschen überraschend kam, aber eine Tatsache, der wir uns wohl oder übel stellen müssen. Hierbei gilt wie so oft: Wer Krimis liest, ist klar im Vorteil. In Zeiten, in denen Wählerumfragen an Aussagekraft verlieren, lohnt es sich, gut sortierte Buchhandlungen nach Antworten zu durchforsten – man findet sie dort zuhauf. Nehmen wir beispielsweise den Country Noir. Alleine beim Hamburger Polar
Read More Liebe Leserinnen und Leser von CulturMag, kurz vor den Feiertagen präsentieren wir Ihnen auch in diesem Jahr wieder unseren großen Jahresrückblick. Dieses Mal in acht Teilen – chaotisch, unterhaltsam, kenntnisreich – die Tops & Flops von LitMag, MusikMag & CrimeMag, wie unsere Autorinnen und Autoren das Jahr 2016 sahen: Bücher, Filme, Musik, TV, Kino, Alltag und Wahnsinn … ungeordnet & unabhängig. Feiern Sie schön, erholen Sie sich ein bisschen & rutschen Sie gut ins neue Jahr! Herzlich, Ihre Zoë Beck, Jan Karsten, Anne Kuhlmeyer, Tina Manske, Alf Mayer, Thomas Wörtche &
Read More We want it darker Finstere Bücher in finsteren Zeiten. Oder für finstere Zeiten? Schon okay, denn ausgerechnet Kriminalliteratur ist für Bespaßung eher wenig geeignet. Einen ziemlich extremen Dunkelwert bietet „Zerrüttung“ von Jon Bassoff. Eine Rezension von Thomas Wörtche. Das Drama fängt mit einer Charles-Williams/Jim-Thompson-artigen Standardsituation: Ein Veteran mit entstelltem Gesicht und Schrottkarre bleibt in einem runtergeranzten Kaff in the middle-of-nowhere hängen. Er beschützt die auch nicht mehr gerade taufrische Dorfschönheit vor ihrem Brutalinski von Ehemann, hüpft mit ihr in die Kiste und soll, solchermaßen umgarnt, den fiesen Gatten aus dem
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