Christoph Hein – „Das Narrenschiff“ Alles beginnt mit einer Begegnung: Das kleine schüchterne Schulmädchen Kathinka trifft auf den großen Präsidenten Wilhelm Pieck. Verewigt auf einer Postkarte, die Jahrzehnte später die nunmehr erwachsene Kathinka zerreißen und im Papierkorb entsorgen wird. Da ist das Land namens DDR fast von der Karte verschwunden – und das Leben vieler meist nicht mehr, wie es einst war. Egal aus welcher Schicht sie stammten, ob sie Arbeiter oder eben jene Funktionäre waren, denen sich Christoph Hein in seinem neuesten voluminösen Roman „Das Narrenschiff“ zuwendet. 750 Seiten
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Hommage an Franz Kafka, und noch mehr Eine Besprechung von Frank Schorneck Joris jobbt in einem Baumarkt, doch er sieht sich als Schriftsteller. Das ist gar nicht so vermessen, wie es klingt, schließlich hat er vor ein paar Jahren tatsächlich einen unterhaltsamen Bestseller auf den Markt gebracht. An dessen Erfolg hat er aber nie mehr anknüpfen können: Nun haust Joris in einem Wohnwagen auf einem Campingplatz am Rhein, wo er sich vor seinen Gläubigern versteckt. Sein ganzer Stolz sind mehrere Regale voller Kafka-Bände – Romane, Erzählungen, dazu Biographien und Sekundärliteratur.
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3 x 11 Spielworte (41) –Lippen, Fehler, Huhn Wer liest, sammelt Sätze. Manchmal bewußt. Manchmal ist ein einziges Wort ausschlaggebend: hartnäckig taucht es immer wieder auf. Fliege, zum Beispiel. Oder Mitternacht. Oder Asphalt. In ganz unterschiedlichen Büchern und Zusammenhängen, bei ganz unterschiedlichen Schriftstellern. Solche Fliegensätze oder Mitternachtssätze oder Asphaltsätze finden, immer elf an der Zahl, in der Serie 3 x 11 Spielworte ihren Platz. Ein Spaß, ein Zeitvertreib. Und eine andere Art, auf Bücher zu deuten. Spielwort: Lippen Elf Zitate zusammengelesen von Ingrid Mylo Vielleicht hätte sich Edwin noch ein wenig
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Bundeslied der Galgenbrüder O schauerliche Lebenswirrn,wir hängen hier am roten Zwirn!Die Unke unkt, die Spinne spinnt,und schiefe Scheitel kämmt der Wind. O Greule, Greule, wüste Greule!»Du bist verflucht!« so sagt die Eule.Der Sterne Licht am Mond zerbricht.Doch dich zerbrachs noch immer nicht. O Greule, Greule, wüste Greule!Hört ihr den Huf der Silbergäule?Es schreit der Kauz: pardauz! pardauz!da tauts, da grauts, da brauts, da blauts! (Christian Morgenstern, 1895/1905)
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Herzlich willkommen! Wir begrüßen Sie zu unserer Mai-Ausgabe. Unser USA-Korrespondent Thomas Adcock sieht im Weißen Haus so etwas wie »A Criminal Gang« am Werk und berichtet von einer Demonstration in Manhattan, während unser Gast ariel rosé uns die prekäre Lage an der Grenze zwischen Polen und Belarus schildert. Robert Brack hat sich für für uns einen verdienstvollen Überblick der afro-amerikanischen Kriminalliteratur verschafft, betitelt ihn „Blues Detectives« und verlängert unsere Noch-zu-lesen-Listen enorm. Thomas Wörtche reist mit Frank Göhre und »Sizilianische Nacht« nach Palermo, der revanchiert sich mit einer Erinnerung an Jürgen
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New York Had she not proudly held high her protest sign—punctuated with a profanity she could not recall ever using in sixty-eight years of life—I might not have noticed the small, quiet woman in the boisterous crowd. Her voice was soft; her silver hair was tucked beneath the hood of a red parka worn against the cool drizzle of early spring; the top of her head barely reached my shoulders. It was Saturday afternoon in midtown Manhattan. She fell into step beside me as we marched slowly down Fifth Avenue,
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72 Porträt-Folgen sind es in unserer kleinen Carsten-Klindt-Galerie mittlerweile geworden. Und es geht weiter. Heute kommt wieder eine Folge dazu. Kriminalliteratur wurde früher gerne als „Asphalt-Literatur“ abgetan. Wir finden, dass das ein Adelstitel ist. Wir mögen Asphalt, wir mögen Großstadt, wir mögen Realität. Deswegen präsentieren wir Ihnen hier eine Rubrik, die jeden Monat ein Bild des Fotografen Carsten Klindt zeigt, manchmal jeweils zwei – und bis Folge 34 öfter Texte der Polizistin Nadja Burkhardt kombiniert hat: Street Scenes und Street Crimes. Hier Auftritt Nr. 1, Nr. 2, Nr. 3, Nr.4, Nr. 5, Nr.6, Nr.7, Nr. 8 und Nr.9, Nr. 10 und Nr. 11, Nr. 12, Nr. 13, Nr. 14, Nr.
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Liminal border situation On the border between Poland and Belarus, the Forest has become the subject of a humanitarian crisis. An artist’s report, based on meetings with activists and refugees, charts this contested space. Poetry honours those lost in transit. I recall my visits to Podlasie, a region on the Polish border with Belarus – the border which divides extraordinary, primeval Puszcza Białowieska, the oldest Central European Forest, in half. I first visited the Forest at the age of ten. There was an oak tree in front of the house
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