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Flüchtlingspolitik mit einem Twist – Ein Porträt der australischen Aktivistin Shen Narayanasamy. Von Chloe Hooper In Australien ist es Realität, woran bei uns die Flüchtlingsgegner und humanistisch Eingeschränkten arbeiten – die Abwehr der Asylsuchenden schon weit vor der Landesgrenze. „We have the shark patrol“, sagte mir ein Australier in einem Pub; fremdenfeindliche Parolen wie die mit der „Hai-Polizei“ bringen Wählerstimmen und halten die konservative und neoliberale Regierung im Amt. Seit 2013 fängt die australische Marine mit der „Aktion Souveräne Grenzen“ („Sovereign Borders“) Bootsflüchtlinge systematisch ab und zwingt sie zur Umkehr,Read More

Posted On Februar 15, 2016By Marcus MuenteferingIn Crimemag, Kolumnen und Themen, News

Bloody Questions: Karin Slaughter

The Crime Questionnaire (Vol. 12). Karin Slaughter von Marcus Müntefering Ist „Cop Town“ jetzt „der seit Jahren verdammt beste Polizeiroman alter Schule“, wie Alf Mayer hier im Crimemag behauptet? Oder ein „Polizeiroman mit einer geradezu subversiven Erzählstrategie“ und einem ausgeprägten „Sinn für Sozialgeografie“, wie ich bei Spiegel Online schrieb? Oder hat Thomas Wörtche Recht, der in seinem Leichenberg kritisierte: „Ihre ungelenke Dramaturgie tut schon fast weh, alles wird klitzeklein erklärt, die Redundanzen häufen sich.“ Vielleicht liegt die Wahrheit in der Mitte, so richtig wichtig ist das aber auch nicht. Denn auf jedenRead More

Posted On Februar 15, 2016By Katja BohnetIn Bücher, Crimemag

Roman: Clifford Jackman: Winter Family

Einschusslöcher von Katja Bohnet Ich liebe Western. Das Lakonische, Männer auf Pferden, Staub. Weniger Bud Spencer als Charles Bronson, Henry Fonda, Clint Eastwood, Claudia Cardinale, Hailee Steinfeld und später auch kongenial Javier Bardem. Weniger „Winnetou“ als „Spiel mir das Lied vom Tod“, „No Country for Old Men“ oder „True Grit“. Vor und nach allem Cormac McCarthy mit „All die schönen Pferde“ in der Literatur. Extreme Temperaturen und extreme Grausamkeit in einem Land, das sich selbst und die Welt im Konflikt zerreißt. Das in jeder noch so abgelegenen Ecke seiner LandesgrenzenRead More

Posted On Februar 15, 2016By Tobias GohlisIn Bücher, Crimemag

Sachbuch: Misha Glenny: Der König der Favelas

Die „gute Diktatur“ Als sich Rio de Janeiro als Austragungsstätte für die Fußballweltmeisterschaft bewarb und für die Olympischen Spiele 2016 kandidierte, hatte die Stadt am Zuckerhut ein Problem. Sie galt als unsicher. Mindestens ein Viertel der rund 7 Millionen Einwohner lebte und lebt in Favelas. Und die Favelas werden von Drogenbanden kontrolliert, auf die die Polizei keinen Zugriff hatte. Rechtzeitig vor Eröffnung der Olympischen Spiele ist jetzt ein Buch über die Machstrukturen in diesen Inseln der Armut und der Gewalt erschienen. Verfasst hat es Misha Glenny, ein versierter Kenner derRead More
  Film, Verbrechen und ungleiche Mittel (4) Heute: Anthony Manns „Devil´s Doorway“. Von Max Annas Ein Film über einen Kriegsheimkehrer war 1950 nichts Besonderes. Das hatte man gesehen in den Jahren zuvor, noch und noch. Doch der hier nach Hause kommt von den Schlachtfeldern ist kein gebrochener Mann wie die vielen, die in den Noirs der Nachkriegszeit portraitiert werden. Er ist stolz darauf, sich ein paar Streifen an der Uniform verdient zu haben – und er ist überzeugt davon, dass sie sein Leben nach dem Ende des Krieges verändern werden.Read More

Posted On Februar 15, 2016By Katja BohnetIn Bücher, Crimemag

Roman: Lee Child: Make Me

Über die Ästhetik des Augenblicks In seinem neuesten Thriller „Make Me“ schickt Lee Child seinen in allen Kampfsituationen erprobten Helden und Meisterschützen mit dem Zug in das von Gott verlassene Kaff „Mothers Rest“. Von Katja Bohnet Ruhig ist es in „Mothers Rest“. Gefährlich ruhig. Jack Reacher, Drifter und Ex-Militärpolizist, steigt eigentlich nur aus, um zu ergründen, warum der Ort genau diesen Namen trägt, was bis kurz vor Schluss des Romans ein Mysterium bleiben wird. Aber am Bahnsteig trifft er Michelle Chang, Ex-FBI Agentin, jetzt Privatermittlerin, die ihren Kollegen vermisst. (DerRead More

Posted On Februar 15, 2016By Anna Veronica WutschelIn Bücher, Crimemag

Roman: Karin Slaughter: Pretty Girls

Schrecken und Schauder In der Pressemappe zu “Pretty Girls” erklärt Karin Slaughter in einem Interview – man darf vermuten, dass sie kokettiert -: “Ohne den kleinsten Hintergedanken zu haben, kann ich sagen, dass die Leser von Thrillern die schlausten und attraktivsten Leser überhaupt sind!” Damit wäre wohl ein weiteres, bislang unerforschtes Mysterium endlich geklärt. Doch trotz der Schmeichelei schleichen sich unbehagliche Zweifel bezüglich dieser kühnen Behauptung ein. Nun, ein Blick auf die Kollegenrunde beruhigt, das sind alles hochgescheite und äußerst attraktive Köpfe. So weit also so gut. Bleibt jetzt nurRead More

Posted On Februar 15, 2016By Baerbel ReinkeIn Bücher, Crimemag

Roman: Benoit Bouthillette: L’Heure sans ombre

Kanadisch-indianisch-kubanische Zusammenarbeit von Bärbel Reinke L’Heure sans ombre ist der Krimi, auf den ich seit fast 10 Jahren gewartet habe und der mich nicht enttäuscht hat.  Benoit Bouthillette hatte 2005 mit seinem ersten Roman La Trace de l’escargot (Schneckenspur) viel Aufsehen erregt. Sein Inspektor Benjamin Sioui ist Indianer, kokainsüchtig, wie verrückt in die Gerichtsärztin verliebt, Fan von Kurt Cobain und elektronischer Musik. La Trace de l’escargot ist einerseits ein recht klassischer Krimi um einen Serienmörder, der sich in Francis Bacons Werk inspiriert, aber mit einer sehr eigenen Erzählstruktur und soRead More

Posted On Februar 15, 2016By Frank RumpelIn Bücher, Crimemag

Roman: Wolfgang Schorlau: Die schützende Hand

Beunruhigende Fiktionalisierung – „Finden und erfinden“ überschreibt der Stuttgarter Autor Wolfgang Schorlau sein Arbeitsprinzip, mit dem er sich stets gesellschaftlich brisanten Themen widmet, etwa der kriminellen Energie in der Pharma- und Fleischindustrie. In seinem achten Kriminalroman nimmt er sich nun den „Nationalsozialistischen Untergrund“ vor, dem zehn Morde,  zwei Sprengstoffanschläge und 15 Raubüberfälle zugeschrieben werden. Dabei geht es auch um die lückenhaften Ermittlungen der Behörden und deren Glaubwürdigkeit. Von Frank Rumpel Der Roman verkaufte sich seit Erscheinen über 150 000 Mal. Es mag daran liegen, dass der Prozess gegen Beate Zschäpe,Read More

Posted On Februar 15, 2016By Peter MuenderIn Bücher, Crimemag

Holger Karsten Schmidt: Auf kurze Distanz

Riskante Ermittlungen im illegalen Wettmilieu Aktueller geht es wohl kaum angesichts der jetzt hochkochenden Wettskandale bei hochkarätigen Tennis-Turnieren und im Profi-Fußball: Der im Hamburger Wettmilieu spielende Krimi „Auf kurze Distanz“ von Holger Karsten Schmidt zeigt, dass nicht nur im Fußball kriminelle Kartelle mit illegalen Absprachen Spiele manipulieren und Kasse machen. Von Peter Münder. „Es geht nur in erster Linie um Wettbetrug im großen Stil. Das ist nur die Fassade. Es geht um all die Kapitalverbrechen, die damit zusammenhängen“. HK Schmidt: Auf kurze Distanz Wetten dass? Beim Testspiel des Drittligavereins SVRead More

Posted On Februar 15, 2016By Stefan LinsterIn Bücher, Crimemag

Roman: Andrea Camilleri: Das Spiel des Poeten

Montalbano hat Entzugserscheinungen … und wir auch … Stefan Linster hatte sich auf den neuen Montalbano gefreut, auf „Das Spiel des Poeten“. Jenseits einer virtuosen Übersetzung aber war es keine rundum freudige Begegnung. „Womöglich war sein mörderischer Wahnsinn eine Spielart der Grausamkeit von Kindern, die einer Eidechse den Schwanz abschneiden.“ Wenn es auch schmerzt, so muss ich es doch einmal loswerden. Das letzte Werk des hochverehrten Camilleri hat mich ziemlich enttäuscht! Wobei es eigentlich ganz munter angefangen hat. Nämlich so: Nach Jahrzehnten friedlich ausgelebten religiösen Fanatismus beschließt ein steinaltes Geschwisterpaar,Read More

Posted On Februar 15, 2016By Joachim FeldmannIn Bücher, Crimemag

Roman: Larry Block: Sünden der Väter

Pflegekräfte gesucht Wer vom Schreiben leben will, darf nicht wählerisch sein. Also fabriziert der junge Lawrence Block neben Kriminalstorys auch Softpornos unter Pseudonym, im Schnitt ein Buch pro Monat. Das schult. Block ist längst ein routinierter Autor, als ihn seine Kriminalromane in den siebziger Jahren bekannt machen. Inzwischen zählt der heute 77-Jährige zu den Großmeistern der Spannungsliteratur. Seine Romane um den Buchhändler und Einbrecher Bernie Rhodenbarr, den Auftragsmörder Keller und den alkoholkranken Privatdetektiv Matthew Scudder gelten als Klassiker des Genres und dienten mehrfach als Vorlage für einschlägige Filme, zuletzt 2014Read More

Posted On Februar 10, 2016By Stella SinatraIn Allgemein, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Schwamm drüber 1 bild / 100 worte Und ich erlebte Freiheit, als ich unter Brücken schlief in Bern. Was für ein struppiger Hund ich doch war! Nur meine Schwestern liebten mich, bevor sie verschwanden, die Wölfe, versteht ihr. All those highways full of lost girls… Schwamm drüber. MR. TRUMP! Vier Sterne am Nachthimmel sind nach ihm benannt, jedoch die Sterne von Hillary und Marco leuchten heller. Kostenpunkt pro Stern: eine Handvoll Dollar. Zurück zu mir: Ich suchte und fand Unterschlupf, wham bam thankee m’am, und dann – Schwamm drüber –Read More
Kritisches Denken und anspruchsvolle Gegenwartsliteratur – Ein Verlagsporträt von Senta Wagner. In Österreich dreht sich geografisch gesehen alles um Berge, Täler und Gewässer. Dazwischen liegen verstreut die Städte und Dörfer. Zu den Nebenflüssen der Donau gehört der Inn, ein Dreiländerstrom, an dem Innsbruck liegt, umgeben von viel Bergraum. Das Präfix im Namen bezeichnet die Brücke über den Fluss. Wir sind in Tirol, aus der Vogelperspektive betrachtet am Hals der liegenden Landesgitarre. Inzwischen ist Schnee gefallen, die Gebirgsspitzen sind weiß. Die Tage dürften „wegen dem Föhn blau und sonnig und wolkenlos“Read More

Posted On Februar 1, 2016By Hanspeter LudwigIn Comic, Litmag, News

Comic: Tobi Dahmen: Fahrradmod

Wild mit Fahrrad oder: Was in Wesel los war – Eigentlich müssten die späten 1980er und frühen 1990er Jahre inzwischen reichlich abgefeiert sein, wenn inzwischen sogar »Formel Eins« wiederbelebt wurde. Nun verhält es sich allerdings so, dass die Generation X – also die Generation der deutschen Baby-Boomer, die in diesen Jahren erwachsen wurde – inzwischen zentrale Plätze in unserer Gesellschaft besetzen und sie damit formen. Dazu gehört dann auch, dass diese Fortysomethings und Fiftysomethings ihr bisheriges Leben Revue passieren lassen und so mancher seine Geschichte dazu erzählt. So auch TobiRead More

Posted On Februar 1, 2016By Karsten HerrmannIn Litmag, News, Porträts / Interviews

HAM.LIT-Special: Heinz Helle im Interview

Heinz Helle, 1978 in München geboren, liest am 4.Februar auf der HAM.LIT 2016. In seinem zweiten Roman verbringt eine Gruppe junger Männer ein Wochenende auf einer Berghütte. Als sie ins Tal zurückkehren, sind die Ortschaften verwüstet, die Menschen sind tot oder geflohen, die Häuser und Geschäfte geplündert, die Autos ausgebrannt. Ein Endzeitszenario in 69 Einzelbildern, das gnadenlos und doch wehmütig ist. Karsten Herrmann hat sich mit Heinz Helle unterhalten. Karsten Herrmann: Ihr neuer Roman ist ein knallhartes Endzeitdrama, in dem fünf junge Männer von einem Alpen-Berghütten-Trip in eine vom KriegRead More
2016 ist das 500. Todesjahr von Jheronimus van Aken alias Hieronymus Bosch. Die Niederlande ehren den Maler mit einer großen Ausstellung und anderen, vielfältigen Aktivitäten. Boschs Werk war und ist Gegenstand der unterschiedlichsten Auslegungen und Interpretationen, die versuchen, seine phantastischen, bizarren und oft schlicht rätselhaften Gestalten, Pflanzen, seine Mischwesen und seine offensichtlich mehrfach codierten Bilderwelten sinnhaft zu entschlüsseln. Surreale, absurde, grausame und komische Bildwelten, die sich tief ins kollektive Gedächtnis gegraben haben, egal, ob man seinen Intentionen gerecht wird oder nicht. Denn Selbsterklärungen oder Aussagen zu seinen Werken gibt esRead More

Posted On Februar 1, 2016By Brigitte HelblingIn Bücher, Litmag

HAM.LIT-Special: Anke Stelling: Bodentiefe Fenster

Schau dich nicht um, Kassandra geht um – In diesem Roman wird selten gelacht. Mütter nehmen sich nicht frei und gehen abends einfach mal aus, ins Kino oder ins Konzert, mit Nichtmüttern oder Mitmüttern, Arbeitskollegen, Sportkollegen, Nachbarn… Stattdessen sorgen sie sich um die eigenen Kinder, sind genervt von den Kindern der andern. Auch die Freunde geben Anlass zur Sorge, und mehr noch die Freundinnen, jede auf ihre Art dabei, direkt in den Abgrund zu schlittern. Sandra, die Erzählerin in „Bodentiefe Fenster“, weiß das. Sie spricht unablässig davon. Der Kindername „Kassandra“,Read More

Posted On Februar 1, 2016By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag

HAM.LIT-Special: Ulla Lenze: Die endlose Stadt

Tale of two cities – Zwei Megacities spielen die Hauptrolle in Ulla Lenzes viertem Roman, und schon der Titel deutet an, dass die Autorin Parallelen zieht zwischen Istanbul und Mumbai, und dass sie sie sich dem Begriff der Stadt als solcher nähert. Von Frank Schorneck Schon in ihrem 2003 erschienenen Debüt „Schwester und Bruder“ blickte die Berliner Autorin weit über den europäischen Tellerrand hinaus, verarbeitete sie ihre Erfahrungen aus einem eigenen Lebensabschnitt in Indien. Als Stadtschreiberin von Damaskus und mit Aufenthaltsstipendien in Istanbul und Mumbai wurde sie auch von politischenRead More

Posted On Februar 1, 2016By Michael HoeflerIn Kolumnen und Themen, Litmag

Einwurf: Dialogkultur mit Zwangsmonologikern

Wir kennen sie alle (und sie scheinen sich gerade jetzt exponentiell zu vermehren): Menschen, mit denen man sich nicht unterhalten kann, selbst wenn man sich noch so viel Mühe gibt, weil sie jedes Gespräch sofort unter einem endlosen Redeschwall ersticken. Michael Höfler mit einem kleinen Vorschlag zum Umgang mit diesen Zwangsmonologikern. Ein Phänomen, das ich schon länger zu beobachten glaube, ist das des urbanen Zwangsmonologikers: Zeitgenossen meist männlicher Herkunft in einem Alter, in dem der homo sapiens eigentlich seit Jahrzehnten wissen sollte, dass er sein Gegenüber besser mit Höflichkeit undRead More

Posted On Februar 1, 2016By Sophie SumburaneIn Bücher, Litmag

HAM.LIT-Special: Monique Schwitter: Eins im Anderen

Vom Kommen und Gehen – An einem Freitagabend im Januar 2013 sitzt die Schriftstellerin mit Schreibblockade an ihrem Computer, die Kinder im Bett, der Mann beschäftigt, und googelt den Namen ihres Ex-Freundes Petrus. Und stößt auf die Nachricht seines Todes. Wie von selbst laufen jetzt die Bilder der verflossenen Liebe vor ihrem inneren Auge ab, was folgt ist ein erfreulich unlarmoyantes Panorama der modernen Lieben. Was heißt es zu lieben, warum kommt sie, warum geht sie. Gespickt mit Autobiografischem ist „Eins im Anderen“ mehr, als eine Sammlung von Liebesgeschichten. VonRead More

Posted On Februar 1, 2016By Anne KuhlmeyerIn Bücher, Litmag

HAM.LIT-Special: Jackie Thomae: Momente der Klarheit

Witzig und böse – Es gibt keine Liebe mehr unter den Menschen, jedenfalls keine romantische, die „bis der Tod euch scheidet“ haltbar wäre, nicht unter den Kreativ-Berlinern in Jackie Thomaes Debütroman. Die 1972 in Halle geborene Journalistin und TV-Autorin erzählt die Geschichten urbaner Normalneurotiker*innen, die miteinander befreundet, verwandt, liiert, verheiratet oder irgendwie um die Ecke verbandelt sind. Einige von ihnen halten plötzlich inne und stellen fest, dass die Liebe fort ist, jenes Phänomen, von dem sie glaubten, es begründe ihre Zweisamkeit, ja ihr Leben. Von Anne Kuhlmeyer Da ist Bender,Read More

Posted On Februar 1, 2016By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Stories: Adam Johnson: Nirvana

Trotziger Lebenswille und skurriles Lebensglück – Der 1967 in South Dakota geborene Adam Johnson ist einer der neuen Stars der amerikanischen Literaturszene – vor zwei Jahren wurde er für seinen in Nordkorea spielenden Roman „Das geraubte Leben des Waisen Jun Do“ mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete und jetzt erhielt er für seine Kurzgeschichtensammlung „Nirvana“ auch noch gleich den National Book Award. Von Karsten Herrmann. Wie viele seiner Kollegen ist Adam Johnson durch die Schule des Creative Writings gegangen und lehrt es heute selber an der ehrwürdigen Stanford University. Doch im GegensatzRead More

Posted On Februar 1, 2016By Peter MuenderIn Bücher, Litmag

Autobiografie: Peter Scholl-Latour: Mein Leben

„Abu Scholls“ Autobiografie: Spannende Reportagen, unbequeme Einsichten, genaue Analysen – Peter Scholl-Latours Reportagen aus Kriegs- und Krisenregionen waren auch klarsichtige Analysen, die mit historischen Exkursen garniert waren: Indochina, besonders Vietnam, übte immer die größte Faszination auf ihn aus, wie sein grandioser Band „Tod im Reisfeld“ von 1979 zeigte. Aber Scholl-Latour (1924-2014) war auch in Algerien und Kenia, in Ägypten, im Kongo, Angola und im Goldenen Dreieck als Reporter im Einsatz, wo er mit großem Scharfblick die mörderischen Auflösungserscheinungen des Kolonialismus sezierte. In „Mein Leben“ mischt er seine letzten Impressionen ausRead More
Danke! Bitte! Setzen! Mara Brauns Fußball-Highlights des Monats. Tor des Monats Da sich das CULTurMAG den Dezember über in der Winterpause befand, schauen wir in der heutigen Kolumne sogar auf zwei Monate zurück, nämlich besagten Dezember und den nun zu Ende gehenden Januar. Dennoch kann es keinen Zweifel daran geben, welcher Treffer hier zu nennen ist: Es handelt sich dabei selbstverständlich um das grandiose Sitztor, welches der Mainzer Jairo Samperio am 15. Spieltag im Hamburger Volksparkstadion erzielte. Halb sank er und halb zog man ihn, halb war’s das Schienenbein undRead More
Fairy tales and nightmares –Hans Fallada’s real name was Rudolph Ditzen – allegedly a combination of names from characters in Grimm’s fairy tales. But his life story was closer to a lurid nightmare than a fairy tale – and Hinrichs has successfully portrayed this with stunning images. By Lucy Renner Jones. Mental breakdowns and psychiatric confinement, morphine addiction, the early murder of his best friend in a double suicide pact, ostracism then intimidation under the Nazi regime and his near-fatal shooting of his first wife. On the inside cover of hisRead More