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Posted On April 1, 2016By Brigitte HelblingIn Comic, Litmag, News

Comics: Jul Gordon: Le Parc // Sascha Hommer: In China

Wunderschön und ziemlich fremd: Zwei neue Comics von Jul Gordon und Sascha Hommer von Brigitte Helbling Neulich schaute ich einem Freund zu, wie er sich in Jul Gordons Comic „Le Parc“ verliebte. Er schlug das Buch auf, sah sich den Park aus dem Titel in nächtlicher Großaufnahme an. Blätterte weiter, hielt ein bei der Panel-Serie mit gymnastischen Übungen. Pause. Beschleunigung in Richtung hinten, im mittleren Tempo zurück, Vollbremsung bei der Doppelseite, auf der sich ein Rollstuhlfahrer in pointillistischem Schlaf verliert… „Wer ist das? Wo hast du das her?“ Ich erklärteRead More
Verspielter Provokateur hinter der Kamera von Peter Münder Der Fotograf Helmut Newton (1920-2004) wollte mit seinen Bildern den modischen Zeitgeist zwischen London, Paris und New York einfangen. Mit seinem Faible für entblößte High Heel-Amazonen und erotisch aufgeladene Posen verschaffte er sich den Ruf, mit seinen Fotos die Grenzen des guten Geschmacks ausloten zu wollen. Zu seiner ästhetischen Bilder-Inszenierung gehörte aber auch eine subtile Ironie, mit der er für verblüffende Effekte sorgte, wie der große, jetzt bei Taschen erschienene Bildband „Pages from the Glossies“ (Facsimiles 1956-1998) demonstriert. Als Helmut Newton 1963Read More
Sehr bekömmlich – Thomas Wörtche über Christoph Ribbats perspektivreiche Montage „Im Restaurant“, die vergnüglich und lehrreich die Diversität der Gastronomie sichtbar werden lässt. Essen ist in der Tat, wie die anderen Essentials der menschlichen Existenz, ein „soziales Totalphänomen“. Dieser Begriff stammt von Marcel Mauss und beschreibt im Grunde eine Evidenz. Anders als die klassischen Gastrosophien seit Brillat-Savarin (also ungefähr die Reihe über Eugen von Vaerst, Karl Friedrich von Rumohr, Alfred Walterspiel bis zu Harald Lemke, um nur einige zu nennen) beschäftigt sich der Anglist Christoph Ribbat nicht so sehr mitRead More

Posted On April 1, 2016By Andreas PittlerIn Bücher, Litmag, News

Roman: T. Coraghessan Boyle: Grün ist die Hoffnung

Vergebene Liebesmüh -T. Coraghessan Boyles Klassiker „Budding Prospects“ ist bei Hanser in einer Neuübersetzung erschienen. Die großartige Prosa hat in 30 Jahren nichts von ihrer überwältigenden Kraft eingebüßt. Von Andreas Pittler Ich erinnere mich noch sehr gut an meine erste Erfahrung mit T.C. Boyle. Damals arbeitete ich bei der Wiener Wochenzeitung „Falter“ in der Kulturabteilung, und weil ich dort als Experte für irische Literatur galt, legte mir der Ressortleiter eines Tages Boyles „Grün ist die Hoffnung“ in der Übersetzung von Werner Richter auf den Tisch. Dies mit der Bemerkung, derRead More
Europa ist eine Fata Morgana – „Blödmaschinen. Die Fabrikation der Stupidität“ hieß 2011 ihr Frontalangriff auf die Kulturindustrie, 2014 gefolgt vom großen Pamphlet „Geld frisst Kunst. Kunst frisst Geld“. Nun richten Markus Metz und Georg Seeßlen, seit vielen Jahren im Bayerischen Rundfunk und bei diversen Büchern ein gut eingespieltes Team, ihr Augenmerk auf die sogenannte Flüchtlingskrise und deren politische und kulturelle Semantik und Ikonographie. Es ist eine schonungslose Bestandsaufnahme. Alf Mayer hat sich das Buch „Hass und Hoffnung“ zu Gemüte geführt – und lässt die Autoren des Originaltons wegen dannRead More

Posted On April 1, 2016By Frank SchorneckIn Bücher, Litmag

Roman: Frank Goosen: Förster, mein Förster

Ein Hoch auf die Tanzkapelle Schmidt! – Frank Goosen, das ist für manche womöglich nur der Kabarettist mit dem unerschütterlichen Faible für den VfL Bochum, der seit einer Weile in der zweiten Liga mal dümpelndet, mal kämpft. Der Mann, der gerne gerufen wird, wenn es um das Ruhrgebiet oder um Fußball oder am besten noch die Kombination aus beidem geht. Keine Frage, mit „Liegen lernen“, vor allem aber „Radio Heimat“ und „Sommerfest“ hat sich Goosen als Chronist des Reviers etabliert – und bei manchen in der Schublade festgesetzt. Von FrankRead More
Von trinkenden Putzfrauen, Notaufnahmen und Nonnen von Zoë Beck Von Wiederentdeckung kann man bei Lucia Berlin kaum sprechen, zu ihren Lebzeiten hatte sie nur eine kleine, wenn auch erlesene Fangemeinde. Erst Jahre nach ihrem Tod schaffte sie es überraschend, wenngleich mehr als verdient, in die New York Times-Bestsellerliste und wurde von der Kritik mit Jubel aufgenommen. Vergleiche mit sämtlichen nordamerikanischen Größen (Carver, Munroe, etc.) der Kurzgeschichte wurden bemüht. Man spricht nun vom „bestgehüteten Geheimnis der amerikanischen Literatur“. Als hätte jemand sie versteckt, beschützt, dabei wurde sie nur schlicht von der großen KritikRead More
„So wird ein Gedanke zur Realität“ – von Florian Kniffka Phantastik – das ist die Literatur der Einbildungskraft. Hier bricht sie sich in ihrer freien Form Bahn und schert sich nicht um das Wirkliche oder auch nur um das Wahrscheinliche. Dass sie dem Unwirklichen eine Gestalt im menschlichen Vorstellungsvermögen gibt, das ist ihre besondere Eigenart. Die Materien, durch welche sie die Produktion der Einbildungskraft in die Welt gelangen lässt, sind nicht vorgeschrieben. Hier müsste nicht mehr nur von einer Literatur, sondern von einer allgemeinen Kunst der Einbildungskraft gesprochen werden. WennRead More

Posted On April 1, 2016By Tina ManskeIn Bücher, Litmag, News

Roman: Karen Duve: Macht

Zukunft mit Tradition –„Macht“ entführt uns in das Jahr 2031. Die Erde steht vor dem finalen Kollaps. Die Politik, an deren Hauptschalthebeln nun Frauen sitzen, versucht mit Notmaßnahmen das Ende noch hinauszuzögern. Fleisch oder Benzin zum Beispiel gibt es nur im Tausch gegen CO2-Gutscheine, mit denen ein reger Handel betrieben wird. Die Jungbrunnenpille Ephebo lässt alte Menschen ganz schnell wieder jung und spritzig wirken, zum Preis eines extrem erhöhen Risikos, in den nächsten Jahren an Krebs zu erkranken. Smartphones sind von riesigen Compunikatoren ersetzt worden, statt gegooglet wird geshammt, manRead More
Unterwegs in außerzeitlichen Dimensionen – Slammer-Star Elias Hirschl betritt mit zwei Romanen innerhalb von zwei Jahren die Bühne der Literatur. Von Senta Wagner. Mit monströsen Titeln schafft man es locker auf die jährliche Longlist des „Ungewöhnlichsten Buchtitels“. Auch Elias Hirschls Roman namens „Meine Freunde haben Adolf Hitler getötet und alles, was sie mir mitgebracht haben, ist dieses lausige T-Shirt“ dürfte gute Chancen haben. Das T-Shirt ist ein Schnäppchen vom Souvenirstand, dem einzigen dieser Art, den es nur in diesem genauso ungewöhnlichen Buch gibt. Auch der Autor hat eines abbekommen (FotoRead More

Posted On April 1, 2016By Joern BorgesIn Bücher, Litmag

Roman: Orhan Pamuk: Diese Fremdheit in mir

Enttäuschte Sehnsucht – Geschichte in Geschichten – Orhan Pamuk gibt mit seinem neuen Roman „Diese Fremdheit in mir“ einen ebenso mitreißenden wie auch tiefen Einblick in die politischen Umwälzungen der Türkei der letzten 30 Jahre. Dies geschieht fast nebensächlich. Im Zentrum stehen bei ihm die Menschen und ihre Geschichten in der Mega-City Istanbul. Von Jörn Borges. Pamuk beginnt mit dem aufregendsten Moment im Leben seines Helden Mevlut. Der entführt mit Hilfe seines Cousins Süleyman seine Angebetete und wird hierbei bereits das erste Mal das Opfer einer familiären Intrige. Durch die atmosphärischRead More

Posted On April 1, 2016By Elfriede MuellerIn Bücher, Litmag

Roman: Ilija Trojanow: Macht und Widerstand

Stalins Kopf von Elfriede Müller Es gibt unterschiedliche Formen, den Stalinismus aufzuarbeiten. Die Literatur ist eine davon. Unter dem Vorwand der Stalinismuskritik werden häufig Kommunismus, Sozialismus, Anarchismus, linke Utopien und Ideenwelten gleich mit entsorgt und das Ende der Geschichte verkündet, wie z. B. beim deutschen Erfolgsautor Eugen Ruge. Dies trifft auf Trojanow nicht zu. Auch beschreibt er zum Glück nicht seine eigene Familie, sondern den Werdegang zweier sich gegenüber stehender Männer, deren Gegnerschaft sich im Postrealsozialismus fortsetzt. Erstaunlich finde ich es, dass ein Postgulagroman 2015 erscheint. Das literarische Meisterwerk vonRead More

Posted On April 1, 2016By Die RedaktionIn Bücher, Litmag

LitBits: Kurze Besprechungen neuer Bücher

Neue Bücher von Henning Ahrens, Boris Fishman, Rolf Rietzler, Karsten Lampe, Joachim Meyerhoff, Gary Shteyngart, Patrizia Nanz, Claus Leggewie, Hallgrímur Helgason, Michael O’Neill, Hellmut Lemmer, Hans Herbert Grimm, Shida Bazyar und Orna Donath – besprochen von Alf Mayer (AM), Michael Höfler (MH), Karsten Herrmann (KH), Bruno Arich-Gerz (BAG), Jörn Borges (JB), Zoë Beck (ZB) und Ulrich Noller (UN). Die Heimat und der böse Wolf (KH) – Ein wagemutiges, poetisch-märchenhaftes Stück Literatur legt der auch als Lyriker und Übersetzer tätige Henning Ahrens mit „Glantz & Gloria“ vor und nimmt dabei zugleich dasRead More

Posted On April 1, 2016By Christiane QuandtIn Bücher, Litmag

Roman: Samanta Schweblin: Das Gift

Literarisches Gift, das süchtig macht – Eine Studie über den Spannungsaufbau – Buchstäblich bleibt einem die Luft weg bei der Lektüre von Marianne Gareis‘ deutscher Übersetzung von Samanta Schweblins Romandebüt „Das Gift“. Schlägt man das Buch mit dem knallrot verschwommen-organischen Titelbild erst einmal auf, so ist es praktisch unmöglich, es wieder wegzulegen, bevor es ausgelesen ist. Die Lektüre wird zur körperlichen Erfahrung, die Spannung überträgt sich direkt und ebenso erbarmungslos wie das titelgebende Gift. Kurz, die „Studie über den Spannungsaufbau“, wie es die Autorin treffend ausdrückt, ist mehr als gelungen. VonRead More

Posted On April 1, 2016By Andreas PittlerIn Bücher, Litmag

Roman: Stefan Slupetzky: Der letzte große Trost

Auf der Suche nach dem größeren Sinn -Stefan Slupetzkys neuester Roman bringt uns den Autor näher als jemals zuvor – und damit einen ungeahnt großen Gewinn. Von Andreas P. Pittler Eigentlich könnte Daniel Kowalski friedlich seine Tage zubringen. Genug verdienen, um sorgenfrei leben zu können, abends in die Kneipe gehen und danach den Schlaf des Gerechten schlafen. Doch kann, wir ahnen es, der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen – nun, in diesem Fall – Schicksal nicht gefällt. Ein Brief seiner Großtante aus Israel erschüttert Daniels mühsamRead More
6,3 zu 100 Millionen -Mit Fotoaufnahmen noch nicht erreichter Qualität möchte der Verlag Taschen auf eine bedrohte Tierart aufmerksam machen. Alf Mayer hat sich das Buch angesehen. Haie sind nicht das, wofür wir sie halten. Steven Spielberg hat da Schlimmes angerichtet, und nicht nur er, denn „der Mensch schützt nur, was er liebt“, wie der Meeresforscher Jacques-Yves Cousteau wusste. Auch für seinen Enkel Philippe Cousteau Jr. hatten Haie einst „Augen wie schwarze Löcher, so stumpf und teilnahmslos wie ein Albtraum nach einem Horrorfilm“ – bis er im Jahr 2012 denRead More

Posted On April 1, 2016By Markus PohlmeyerIn Kolumnen und Themen, Litmag

Essay: Markus Pohlmeyer über Wilhelm Schapp

Kein Außerhalb von Geschichten -Ein Essay zur Hermeneutik von Wilhelm Schapp. Von Markus Pohlmeyer Prolog Die Rezeption von Wilhelm Schapps Büchern verlief nicht einfach, unter anderem auch weil er jenseits einer universitären Institution philosophierte. Hermann Lübbe erinnert sich an die Antwort Schapps „von anspruchsvoller Bescheidenheit“, warum er „den Beruf des Juristen“ ergriffen habe: „Die Philosophie, in der er sich einigermaßen sicher bewegen zu können glaube, hätte doch ihrem Umfang nach niemals für eine dreißigjährige Dozententätigkeit ausreichen können.“[1] Geschichtenhermeneutik als Anthropologie Was ist ein Essay? Ein Versuch, im denkerischen Experimentieren zuRead More
2016 ist das 500. Todesjahr von Jheronimus van Aken alias Hieronymus Bosch. Die Niederlande ehren den Maler mit einer großen Ausstellung und anderen, vielfältigen Aktivitäten. Boschs Werk war und ist Gegenstand der unterschiedlichsten Auslegungen und Interpretationen, die versuchen, seine phantastischen, bizarren und oft schlicht rätselhaften Gestalten, Pflanzen, seine Mischwesen und seine offensichtlich mehrfach codierten Bilderwelten sinnhaft zu entschlüsseln. Surreale, absurde, grausame und komische Bildwelten, die sich tief ins kollektive Gedächtnis gegraben haben, egal, ob man seinen Intentionen gerecht wird oder nicht. Denn Selbsterklärungen oder Aussagen zu seinen Werken gibt esRead More
Seines Auges Apfel — Jeden Monat präsentiert das LitMag einen interessanten Primärtext. Im April ist es eine Erzählung aus der Sammlung „Fish’n’Chip Shop Song“ von dem neuseeländischen Autor Carl Nixon, die bei CulturBooks erschienen ist. „Seines Auges Apfel“ wurde übersetzt von Martina Schmid.  Sein Name war Coutts, und er hatte einen Obstladen, der für seine auf Hochglanz polierten Früchte in der Auslage berühmt war. Jeden Morgen bei Anbruch des Tages kam Coutts aus seiner Wohnung über dem Geschäft und reihte die Früchte in verbeulten Ablagen auf Tapeziertischen im Eingang und auf dem gefegtenRead More

Posted On April 1, 2016By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, Lyrik

LitMag-Weltlyrik: Giorgio Caproni

Abschied des förmlich Reisenden Freunde, es wird wohl besser sein, wenn ich anfange, mein Gepäck herunterzuholen. Ich weiß zwar nicht recht, wann ich eintreffen soll und welche Stationen vor meiner noch kommen, aber nach allem, was mir von der Gegend bekannt ist, sagen mir sichere Zeichen, daß ich mich bald von euch trennen muß. Bitte entschuldigt die kleine Störung, die ich verursache. Mit euch zusammen zu sein, war mir vom ersten Moment an eine Freude, und ich bin euch wirklich sehr dankbar für diese wunderbare Gesellschaft. Noch lange möchte ichRead More

Posted On März 20, 2016By Stella SinatraIn Allgemein, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Egal ist gar nichts 1 bild / 100 worte „He would never be quite mad enough.“ Erwin S. in Irland: Das Zeugs zum Zeugen von Mädchen. HMMM… Springtime? Osterglocken, eine anerkannt unterkomplexe Blume. Then again, zum Werfen taugt sie (auf Männer). Was sich jüngst im Fliegenfänger fand. „Qui m’aime me suive“ – Za-za. Za-za. Za-za & der rote Stuhl von Käthchen. MOMENT. „Doing a science on weird dumb pebbles!“ SEID IHR NOCH DA? „Was sich mir nicht erschloss, wird immer klarer, gefiltert durch die Zeit, die vergangen ist, Erleben, dasRead More
“IF YOU KILL ME NOW,” Benito Mussolini reportedly said to his Italian executioners in  1945, “I will come back as the head of a far more powerful nation in need of a leader…” Bigots, Bibles & Bombs America’s Dangerous Political Season The beast is loose   by Thomas Adcock Copyright © 2016 – Thomas Adcock NEW YORK CITY, near America Fascism plagued much of Europe from the 1920s through the 1970s, and even somewhat beyond. Political disease of this recent past is prologue to the dangerous political season at present.Read More

Posted On März 15, 2016By Thomas WoertcheIn Bücher, Comic, Crimemag, News

Comic: Eternauta

Eternauta – ein Jahrhundert-Comic und ein Missverständnis von Thomas Wörtche Manchmal geschehen Zeichen und Wunder. Eine Prachtausgabe eines der Schlüsselwerke der „Neunten Kunst“, das es bis jetzt noch nicht vollständig auf Deutsch gab – der avant-verlag hat es angepackt: „Eternauta“, nach einem Szenario von Héctor Germán Oesterheld, gezeichnet von Francisco Solana López, erschien 1957 – 1959 in 106 Folgen in der Zeitschrift Hora Cero in Buenos Aires. „Eternauta“ ist ein klassischer Science Fiction-Comic. Unsichtbar bleibende und unfassbare Außerirdische berieseln 1963 Buenos Aires (und die ganze Welt, wie sich herausstellt) mit tödlichemRead More

Posted On März 15, 2016By Alf MayerIn Bücher, Crimemag, News

Tatsachenroman: Chloe Hooper: Der große Mann

Reise in das finstere Herz eines Landes – In seiner Reihe über „crime fiction from down under“ beschäftigt Alf Mayer sich nach einem Besuch bei Garry Disher (CM-Text hier) dieses Mal mit einem Buch von Chloe Hooper, das einen Tod in Polizeigewahrsam zum Anlass nimmt, sich mit noch größeren Verbrechen auseinanderzusetzen – nämlich der schuldbeladenen Geschichte der weißen Besiedelung Australiens und dem Verhältnis der Weißen zu den Ureinwohnern des Kontinents. Ein wichtiges Buch, auch  für Deutschland im Frühjahr 2016, findet AM. Eine junge Schriftstellerin, die länger im Ausland gelebt hat,Read More
Film, Verbrechen und ungleiche Mittel (5) Heute: David Millers „Executive Action“, nach einem Drehbuch von Dalton Trumbo. Von Max Annas „Executive Action“ beginnt mit dem Zoom auf ein Landgut und zwei davor stehende, sehr teure, Autos. Die Einstellung sagt: Die Leute, die wir jetzt sehen, haben Geld. Viel Geld. Der erste Schnitt führt zu Robert Ryan, immer noch mein favorisierter Schauspieler in Hollywood, vielleicht überhaupt. Er geht auf die sich zurückziehende Kamera zu, ruhig, aber entschlossen, während wir im Hintergrund einen Vortrag hören über die Kennedys und ihren Plan, dasRead More

Posted On März 15, 2016By Katja BohnetIn Bücher, Crimemag, News

Roman: Cormac McCarthy: Der Feldhüter

Seltsam distanziert von Katja Bohnet Fangen wir hinten an: der Klappentext! Er verrät die komplette Story des Romans. Mehr ist da auch tatsächlich nicht. Warum?? Ideen oder Antworten faxen Sie bitte an: info@derfrauenloseroman! Mord und Wäsche in den 30ern Marion Sylder ist Schmuggler und John ein junger Bursche, empfänglich für eine Leitfigur, weil sein eigener Vater starb. Dass ausgerechnet dieser Schmuggler Johns Vater auf dem Gewissen hat, ahnt der Junge nicht. Er rettet Sylder das Leben. Die beiden bauen eine Beziehung zueinander auf.  Nun könnte McCarthys Debüt „Der Feldhüter“ einRead More