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Posted On Mai 29, 2013By Die RedaktionIn Bücher, Litmag

LitMag-Quickies

Kurzrezensionen – diesmal mit einer Haiku Rezension von Friederike Moldenhauer zur Thomas Meineckes „Ich als Text“ und Besprechungen von Frank Spilker („Es interessiert mich nicht, aber das kann ich nicht beweisen“), Jessica Mitford („Hunnen und Rebellen“) und Adam Zagajewskis Gedichtband „Unsichtbare Hand“ – geschrieben von Tina Manske (TM), Christina Mohr (MO) und Carl Wilhelm Macke (CWM) (FM) Haiku-Rezension Diskurs reloaded Sekundärliteratur Lesbar nur für Fans Thomas Meinecke: Ich als Text. Edition Suhrkamp. 349 Seiten. 18,00 Euro. Kindertrauma versus Künstlerdrama (TM) Sagen wir so: jemand, der Thomas Troppelmann heißt, taugt sicherRead More
Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: Richard Estes: Michigan Avenue with View of the Art Institute. (Alle Folgen hier). Einundvierzigste Ausfahrt Die Woche über, die mich die Straßenszene von Chicago begleitete, bei meinen Verrichtungen in der heimischen Küche, konnten meine Augen es kaum fassen, dass sie es dabeiRead More

Posted On Mai 29, 2013By Die RedaktionIn Litmag

Haussmitteilung: Lesung mit Frank Göhre

Literatur vs. Jazz: Frank Göhre trifft auf das Buggy Braune-Trio – Die CULTurMAG-Lesereihe im Hamburger Jazz-Club Birdland geht weiter. Im dritten Teil von „Literatur vs. Jazz“ am 31.5. ab 21:00 Uhr trifft Suspense auf Modern Jazz: Der  Hamburger Krimi- und Drehbuchautor Frank Göhre, der für seinen letzten Roman mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet wurde, liest aus veröffentlichten und unveröffentlichten Texten; Buggy Braune (p), Jakob Dreyer (b) und Björn Lücker (dr) spielen expressiven Modern Jazz. Moderation: Kirsten Reimers. Wir freuen uns über Euer/Ihr Kommen. Have fun! Die RedaktionRead More

Posted On Mai 29, 2013By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Viewmaster 1 bild / 100 worte Klick, NGC 1097. Die Galaxie als leuchtende Pupille. Klick, dichte Masse frisst gigantische Sonne. Klick, MCG6-30-15-Galaxie: Black Hole in der Mitte rotiert wie ein Dynamo und heizt umliegende „Materienwolken“ auf. Hallo? Hawking? Ich wusste nicht, dass schwarze Löcher nicht ewig leben. – On the other hand, who does? – Ja, ja, ja, dieser Satz kommt am Ende der Version von Bladerunner, die nicht für das massenhafte Publikum bestimmt war, nicht vor. Auch fehlt in der vom  „Director“ autorisierten Version der Helikopterflug über grüne Weiden.Read More

Posted On Mai 29, 2013By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, Lyrik

LitMag-Weltlyrik: Natan Zach

In deinem Zimmer Und vielleicht nur das: gelassen sein auf dem Boden oder Bett in deinem Zimmer, nicht traurig, auch nicht froh, ein Lied summend mit leiserer Stimme, schauend, wie du gehst und kommst, dich kämmst und lachst und weinst, was kochst und kostest und dann meinst, du wärest nicht mehr hungrig. Aus dem Hebräischen übersetzt von Ehud Alexander Avner.   Obwohl 1930 in Berlin geboren und mit seinem literarischen Werk eng der jüngeren deutschen Literaturgeschichte verbunden, gibt es von dem heute in Israel lebenden Lyriker und Übersetzer Natan ZachRead More
More Sex And Scandals Please – We Are British! 1963 war für die Briten das Jahr des aufklärerischen Umbruchs, des Beginns einer befreienden Liberalisierungswelle und der großen Skandale – ein Blick zurück auf den Profumo-Skandal, die Philby-Affäre, den „Angry Young Man“ John Osborne und Joseph Loseys Film „Der Diener“. Peter Münder über ein prickelndes Jahr. Glaubt man dem grandiosen, immer zu Scherz, Satire und Zynismus aufgelegten Dichter Philip Larkin (1922–85), dann begann die Zeit der realen britischen Aufklärung und der sexuellen Befreiung im Jahr 1963 – jedenfalls stellt es sich soRead More

Posted On Mai 22, 2013By Die RedaktionIn Litmag

CULTurMAG, Ausgabe vom 22.5.13

Liebes CULTurMAG-Publikum, herzlich willkommen zur Doppelausgabe von LitMag und MusikMag: 1963 war für die Briten das Jahr des aufklärerischen Umbruchs, des Beginns einer befreienden Liberalisierungswelle und ein Jahr großer Skandale. Peter Münder schaut zurück auf ein prickelndes England vor 50 Jahren. Seit Januar 2013 befindet sich der Astronom und Autor Aleks Scholz auf einer Irrfahrt über den Nachthimmel. Diesmal hat es ihn in den Coma-Galaxienhaufen – die Arktis des Himmels – verschlagen. Im Rezensionsteil schreibt Wolfram Schütte über Henry James‘ angloamerikanische Erzählungen „Wie alles kam“; lobt Karsten Herrmann Kevin PowersRead More
Aleks Scholz ist Autor und Astronom. In seiner Kolumne „Lichtjahre später“ erklärt er regelmäßig alles, was wir über das Universum wissen müssen. Seit Januar 2013 befindet er sich auf einer Irrfahrt über den Nachthimmel. Heute: Der Coma-Galaxienhaufen. Bending the Map: Die Coma-Wiegung “Everything under heaven is chaos; the situation is excellent.” Mao Tse-Tung Wenn man an einem Frühlingsabend nach Einbruch der Dunkelheit nach oben blickt, dann sieht man vor allem: nichts. Zwischen dem Hinterteil des Löwen im Westen und dem superhellen Arktur im Osten, direkt unter der Deichsel des GroßenRead More

Posted On Mai 22, 2013By Wolfram SchuetteIn Bücher, Litmag

Henry James: Wie alles kam

Transparente Gesellschaftspanoramen – Wolfram Schütte über Henry James‘ angloamerikanische Erzählungen „Wie alles kam“. Der amerikanische Schriftsteller Henry James (1843/1916) – der länger & aus Passion in Europa als in den USA gelebt hat – musste seinen Lebensunterhalt mit seiner literarischen Produktion erwirtschaften. Weil er mehr mit Erzählungen für angloamerikanische Zeitschriften verdiente als mit seinen Romanen, gibt es zahlreiche Erzählungen von ihm. Viele davon sind – anders als seine Romane – noch nie ins Deutsche übersetzt worden. Es sieht aber so aus, als wolle der Manesse-Verlag mit seiner Übersetzerin Ingrid ReinRead More

Posted On Mai 22, 2013By Redaktion CMIn Bücher, Litmag

Kevin Powers: Die Sonne war der ganze Himmel

Im Osten nichts Neues – Bildgewaltig und authentisch erzählt der Amerikaner Kevin Powers in seinem zum „New York Times“-Bestseller gekürten Debüt „Die Sonne war der ganze Himmel“ vom Schrecken des Krieges im Irak und vom tragischen Ende einer Freundschaft. Autobiografische Züge liegen hier auf der Hand, da er selbst zwischen 2004 und 2005 als Maschinengewehrschütze im Irak stationiert war. Von Karsten Herrmann Powers Alter Ego und Ich-Erzähler heißt John Bartle und ist Anfang 20. Seine Einheit liegt im irakischen Tal Afar, wo sich die amerikanischen Truppen und irakischen „Hadschis“ gegenüberstehenRead More

Posted On Mai 22, 2013By Doris WieserIn Bücher, Litmag

Valter Hugo Mãe: Das Haus der glücklichen Alten

Geschichten aus dem Altersheim – Was es bedeutet, nach knapp 50 Jahren glücklicher Ehe im Alter von 84 Jahren seine Frau zu verlieren und kurz danach ins Altersheim verfrachtet zu werden, kann man sich kaum vorstellen. Es gibt keine Perspektive mehr, alles Vertraute ist verloren, die Menschen, Gegenstände, Orte. Da ist kein Grund zur Hoffnung, Hoffnung auf eine Verbesserung der körperlichen Gebrechen, auf eine neue Liebe oder zumindest so etwas wie Freundschaft mit all diesen fremden Menschen. Wenn man darüber hinaus an nichts glaubt, wie der Ich-Erzähler von „Das HausRead More
Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: Das Tor der Gerechtigkeit in der Alhambra. (Alle Folgen hier). Vierzigste Ausfahrt Die Alhambra in Granada – der Wohlklang aus sechs gleichen Vokalen weist über Europas Grenzen hinaus. Solche Sprachmusik ist hier selten zu Hause. Eine Fremde, die Furcht einflössen kann,Read More

Posted On Mai 22, 2013By Britta BehrendtIn Litmag, Porträts / Interviews

Im Video-Interview: Arnon Grünberg

Slapstick und Tabu – Neun Jahre hat der Diogenes Verlag gezögert, Arnon Grünbergs Roman „Der jüdische Messias“ im deutschen Sprachraum herauszugeben. Und das ist nicht so verwunderlich, denn der Autor scheint sich vorgenommen zu haben, die Schmerzgrenze seiner Leser noch weiter auszurecken. Tabubrüche gehören zu Grünbergs Markenzeichen, sicher, aber spätestens, wenn der Held der Geschichte illegal in einer Art Käselager von einem ungewaschenen jüdischen Quaksalbern beschnitten wird, stellen sich auch Hartgesottenen die Nackenhaare auf. Mit einem Spiel aus Slapstick und Tabu untersucht Grünberg Anti- und Philosemitismus. In den Niederlanden wurdeRead More
Schleuse als Weg Ein Gedicht von Tristan Marquardt aus „das amortisiert sich nicht“ Vorgestellt von Martin Piekar   zeit für umschulung, dressur, der kurs heißt kuschelkurs und fuhr soeben mit dem taxi in den tunnel. gibt zu, du wusstest nicht, warum vertrauensbildende maßnahmen deinen sitz vorgewärmt hatten. fragtest den fahrer, er bat um geständnis. also bitte: licht ist leichter als schatten, akklimatisierung aber kennt kein gewicht. gewiss. doch was heißt dann, sich entwöhnt zu haben? dumme frage? gibt es nicht. wenn also wahr ist, dass nach der saison die unzeitRead More

Posted On Mai 22, 2013By Stella SinatraIn Litmag, Stella Sinatras URknall

Stella Sinatras URknall

Fliegende Schuhe 1 bild / 100 worte Einst, vor langer, langer Zeit, wurde das All nicht mittels Rakete, sondern mit dem Schuh „erobert“. Der Schuh flog, soviel ist klar. War er ein Schnürschuh? Wer weiß. Der Rest dieser Geschichte liegt im Spiegel der Vergangenheit vergraben. Very Borges. Pump durchforscht Nachthimmel. Wie cocklebook ist das denn? ABER – bedenke den Außerirdischen, der dieses Fußwerk nun trägt. Er ist vier Milliarden Jahre alt, hat nur eine Extremität und heißt Joey. Sein Name ist tatsächlich unaussprechbar, ein Zirpen zwischen zwei Atomkernen, ein KnickRead More

Posted On Mai 22, 2013By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, Lyrik

LitMag-Weltlyrik: Robin Robertson

Über die Zeit In der Zeit, die ich brauchte, um Luft anzuhalten und unterzutauchen im Badewasser (das Blut dumpf in den Adern pochen zu hören, und dann zurück an die Oberfläche zu kehren), waren meine Eltern gestorben, war das Haus verkauft worden, wurde es abgerissen um mich herum, Wand um Wand, mit Kugel und Kette. Ich mache einen Schwimmzug unter Wasser, erreiche schnaufend die andere Seite – da ist meine Ehe gescheitert, sind die Töchter erwachsen, in festen Händen, ist schlaffer die Haut um Beine und Arme, und mein HerzRead More

Posted On Mai 15, 2013By Christina MohrIn Bücher, Litmag

Mohr Books: Mode, Kunst, Punk & Kylie Minogue

Kunst und Kleidung – In ihren Büchern offenbart die Kunsthistorikerin Sandra Danicke stets einen etwas anderen Blick auf die Kunst, z. B. präsentiert sie in einem Band Darstellungen rauchender „brandgefährlicher“ Frauen oder konstatiert augenzwinkernd „Kunst versteht keine Sau“. Danickes neueste Veröffentlichung „Das trägt doch kein Schwein“ befasst sich mit Kleidern in der Kunst, Kunstkleidern – getragen oder untragbar, als Scherz oder bittere Anklage gemeint. (Be-)Kleidung ist etwas Universelles, der Mensch benötigt sie als Schutz – seine Haut allein ist unzulänglich. Doch schon zu allen Zeiten waren Stoff- und Lederhüllen vielRead More

Posted On Mai 15, 2013By Die RedaktionIn Litmag

CULTurMAG, Ausgabe vom 15.5.13

Liebes CULTurMAG-Publikum, herzlich willkommen zur Doppelausgabe von LitMag und MusikMag: „Das trägt doch kein Schwein“ heißt eins der Bücher, die Christina Mohr in ihrer Sammelbesprechung von neuen Büchern zu Mode, Kunst und Musik vorstellt. Könnte Angelina Jolies „Busen-Opfer“ der Start einer öffentlichen Biopolitik-Debatte sein, fragt Wolfram Schütte und fahndet nach dem Œu­v­re des Essayisten Claus Koch. Immer mehr Tiere ziehen in die Großstädte– Im Videointerview spricht Bernhard Kegel, Autor von „Tiere in der Stadt. Die Wildnis vor unserer Haustür“, über dieses interessante Phänomen. Der Rezensionsteil liefert diesmal ausschließlich Empfehlungen: ElfriedeRead More

Posted On Mai 15, 2013By Elfriede MuellerIn Bücher, Litmag

Siegfried Kracauer: Ginster

Ein Antimilitarist ohne Eigenschaften – Der exterritoriale Intellektuelle Siegfried Kracauer leitete das Feuilleton der Frankfurter Zeitung in der Weimarer Republik, er war Filmtheoretiker und Kritiker, Schriftsteller, Journalist, Historiker und Philosoph, so wie es dem interdisziplinären Ideal der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule entsprach, in deren Umfeld er sich bewegte. Kracauer wurde 1933 ins Exil gezwungen und verbrachte dort einen großen Teil seines nomadischen Lebens. Von Elfriede Müller Wie viele seiner Zeitgenossen war er kurz dem nationalistischen Taumel erlegen, als er sich der deutschen Jugendbewegung vor dem Ersten Weltkrieg anschloss undRead More
Wo ist der „Neue Phosphoros“? Angelina Jolies „Busen-Opfer“ könnte Start einer öffentlichen Biopolitik-Debatte sein. Ein Zwischenruf von Wolfram Schütte. „Angelina Jolies vorsorgliche Amputation ihrer Brüste – aus Angst, sie könnte aufgrund eines genetisch festgestellten Risikos einmal Brustkrebs bekommen – ist das Fanal einer radikalen Wendung im öffentlichen Bewusstsein von der menschlichen Intimität. Die amerikanische Schauspielerin, deren ästhetische Erscheinung zu ihrem größten (Berufs-) Kapital gehört, hat mit ihrem Weg in die Öffentlichkeit ebenso wie mit der radikalen Prophylaxe, der ihre sekundären Geschlechtsmerkmale zum Opfer fielen, chocartig die Diskussion über die jüngsteRead More
1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: Joseph Crawhall: Junge Dame zu Rade. (Alle Folgen hier). Neununddreißigste Ausfahrt Ein Aquarellblatt, keine dreißig Zentimeter hoch und kaum die Hälfte so breit: Ohne die Beschriftung hinten auf der Kunstkarte wüsste ich nicht mehr, wann und wo ich es gesehenRead More

Posted On Mai 15, 2013By Ulrich NollerIn Bücher, Litmag

Jordi Punti: Die irren Fahrten des Gabriel Delacruz

Cristòfol, Christopher, Christof und Christophe – Europa ist ja längst kein einheitliches, sondern ein ziemlich grob zusammengeschustertes Gebilde. Auch in der Literatur, wo es nach wie vor starke nationale, aus europäischer Perspektive letztlich also: regionale Schreibkulturen gibt, während „die“ europäische Literatur weiter auf sich warten lässt. Immerhin, gelegentlich gibt’s Ausnahmen, die diese Regel bestätigen. Im Moment zum Beispiel der Katalane Jordi Punti, dessen Roman „Die irren Fahrten des Gabriel Delacruz“ dank eines klugen Kniffs beides ist: völlig regional und absolut europäisch. Puntis Titel-Held Gabriel Delacruz stammt aus Barcelona, er istRead More

Posted On Mai 15, 2013By Tina ManskeIn Bücher, Litmag

Heinz Strunk: Junge rettet Freund aus Teich

Flashbacks in die eigene Kindheit – Heinz Strunk hat es wieder gemacht: Wie schon bei seinen Büchern „Fleisch ist mein Gemüse“, „Die Zunge Europas“, „Fleckenteufel“ und „Heinz Strunk in Afrika“ schafft er es auch mit seinem neuesten Werk wieder, mit einem neuen Tonfall zu überraschen und trotzdem seiner Linie treu zu bleiben. Von Tina Manske. „Junge rettet Freund aus Teich“ erzählt die Jugend von Mathias Halfpape, der exakt so heißt wie auch Heinz Strunk mit bürgerlichem Namen. Im Buch wird der Leser konfrontiert mit der Geschichte des Autors selbst, undRead More

Posted On Mai 15, 2013By Wolfram SchuetteIn Bücher, Litmag

Hanns Zischler: Berlin ist zu groß für Berlin

Erinnerungen & Vorschläge – Hanns Zischlers eigenwilliges Berlin-Kaleidoskop. Von Wolfram Schütte. Hanns Zischler (* 1947) verdient seinen Lebensunterhalt als Filmschauspieler & Hörbuchvorleser. So hat er sich einen Namen gemacht. Literarisch Interessierte aber kennen ihn auch als Essayisten, z. B. als Autor der sehr schönen Kompilation „Kafka geht ins Kino“. Hanns Zischler führt zusammen mit Joachim Kalka die kleine Gruppe literarisch gebildeter & umfassend interessierter deutschsprachiger Essayisten an, die einen immer wieder mit ihren unvorhersehbar auftauchenden schriftstellerischen Versuchen überraschen. Jetzt hat Hanns Zischler, der (als Fußgänger & Flaneur) in Berlin lebt,Read More

Posted On Mai 15, 2013By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag

Saphia Azzeddine: Zorngebete

Gefangene des Schleiers – Mit „Zorngebete“ hat die gebürtige Marokkanerin Saphia Azzeddine ein mutiges Buch über das Leben einer Muslima geschrieben, die sich vom Schleier befreit, für die vermeintliche Freiheit verkauft und doch immer auf ganz eigene Weise bei Allah bleibt. Von Karsten Herrmann Azzeddines junge Ich-Erzählerin Jbara lebt unter ärmlichsten Verhältnissen mit ihrer Familie in einem Ziegenlederzelt im marokkanischen Tafafilt und hütet als „Gefangene des Schleiers“ die Schafe. Übermächtig liegt der düstere Schatten Allahs über diesem Leben und alles ist „haram“, Sünde. Doch schon früh verkauft sich Jbara anRead More

Posted On Mai 15, 2013By Marcus RoloffIn Litmag, Neuer Wort Schatz III

Neuer Wort Schatz 3: Björn Kuhligk

Grober Strich Björn Kuhligk Fickende Katzen Vorgestellt von Marcus Roloff   Fickende Katzen Die Rehe neben dem Golfplatz aus dem Radio des LKWs Gott sei Dank ist sie schlank lieber Regen, regne nieder auf alles, was dir lieb, zuwider ich möchte mich davon abhalten ein Gedicht mit dem Titel Fickende Katzen Nr. 3 zu schreiben die Käfer gingen Richtung Licht wir gingen in das Innere der Rhododendren   Was haben wir? Eine desolate Szenerie. Standbildrehe, Achim Menzel im Radio (DDR ’79), einen LKW mit womöglich laufendem Motor, etwas wie Früh-Read More