Rädchen in der Syntax Matthias Göritz Spiegelschlaf Vorgestellt von Martin Piekar Spiegelschlaf Doch wovon sprechen wir? Ohne dass du es merkst bist du ins Gehäuse der Syntax getaucht, kleines Rädchen nur, eine Feder, zu winzig Für handelsübliche Schrauben – Fühlst du’s? In einem Moment verlierst du die Sicherheit, im nächsten die Wurt, und dann, ganz am Ende, steckst du fest, nackt, oder besser: entkleidet. In Haut findest du dich im Spiegel wieder, dem altertümlichen Buch, mit dem einst Hexenprozesse, Völkermorde ganze Historien begannen. Spuck’s aus. Deine Worte versinken, dein Mund
Read More Posted On April 24, 2013By Elfriede MuellerIn Bücher, Litmag
Die langweilige Apokalypse – Science-Fiction dient häufig zum Ausmalen von Utopien, positiven wie negativen. Wenn einer der geachtetsten deutschsprachigen Autoren sich das 25. Jahrhundert zum Thema nimmt, um daran die gesamte Menschheitsgeschichte anthropologisch abzuhandeln und menschliche Eigenschaften auf ewig festzuklopfen, sind die Erwartungen hoch. Leider erfüllt Jirgl diese nicht, findet Elfriede Müller. Reinhard Jirgl, der für seine Sprache berühmt wurde, verfremdet diese in seinem letzten Roman bis zur Unkenntlichkeit, um die Distanz zur Gegenwart zu verdeutlichen. Das Werk besteht aus einem Prolog, zwei Büchern der Kommentare und zwei Bänden: „Die
Read More Verschiebungen im Wertesystem – Ein Ausspruch der Kanzlerin war es, der Ingo Schulze stutzig machte, der Begriff „Marktkonforme Demokratie“. Müssten es nicht „Demokratiekonforme Märkte“ sein? Steht der Markt wirklich über der Demokratie oder war der Kanzlerin da nur ein Versprecher entfleucht? Diese Verschiebungen im politischen Wertesystem, die sich mit der Finanzkrise vermehrt in unser Denken eingeschlichen haben, interessieren Schulze. In der zu einem Essay ausgearbeiteten Rede „Unsere schönen neuen Kleider“ legt Schulze mehr von diesen, die Wirklichkeit verdrehenden Begriffsfunden vor. Ein Appell wie von dem Kind im Märchen „Des Kaisers
Read More Posted On April 24, 2013By Die RedaktionIn Litmag
Interna, Termine und anderes – Die CULTurMAG-Lesereihe im Hamburger Jazz-Club Birdland geht weiter. Im zweiten Teil von „Literatur vs. Jazz“ lesen die Autoren Stefan Beuse und Benjamin Maack, dazu spielt das Sven Kerschek-Trio. Jan Karsten moderiert. Wir freuen uns über Euer/Ihr Kommen. Have fun! Die Redaktion
Read More Goldlöckchen 1 bild / 100 worte „Sehr aufregende Welten“ nennt die Harvard University die beiden Planeten Kepler 62e und Kepler 62f. Sie kreisen um einen Old-Lady-Stern, der ein etwas anderes, rötlich schimmerndes Licht auf ihr Zwillingsdasein im Orbit wirft. Was wir von e und f wissen? Nur soviel: Sie sind zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Die Goldlöckchen-Zone! Aber auch Kepler 69c hängt in seinem Sonnensystem im habitablen Äther ab, eventuell bereits ausgestattet mit Meeren und Kontinenten, Aschenbechern, Bahnübergängen und Liebeshotels! Die Bewohner, nennen wir sie Kepler 69c-linge, haben sich
Read More Posted On April 24, 2013By Carl Wilhelm MackeIn Litmag, Lyrik
Spätes Paar I. Will there be a fast weißgestrichen Tor between their two such different wilderness? Ein Tor, das quietschend aufgehn kann? Können ihre Lippen den Abstand mildern, Lippen aus so anderer Nahrung gewachsen, um solche andere Wörter geformt? Mund zu Mund, jeder seine Geschichte, mit Müh und Not Sprache. Fließt es zusammen, uneins, wie? Während aus so verschiedenem Gewittern Wasser niederschlägt? Sind sie nicht rührend, erkennbar, des andern verbeulte Reste? Und der Schwelbrand hier und da, der, ausgetreten, doch wieder entflammt, flüchtend, unlöschbar, weiterfressend? Abgefunden, jeder mit sich, aber
Read More „Irgendwann kommen die Dinge von allein zu mir“ Sophie Sumburane hat der Roman „Zerbrochenes Glas“ von Alain Mabanckou gut gefallen. Auf der Leipziger Buchmesse hat sie den Autor getroffen. S: Was inspiriert Sie beim Schreiben? A: Ich glaube, ich schaue öfter zurück in meine Kindheit, ich war das einzige Kind meiner Eltern. Das hat mich dazu angeregt, viel nachzudenken. Ich hatte niemanden zum Spielen, also war ich in meiner Gedankenwelt zu Hause. Um der Einsamkeit zu entkommen, habe ich außerdem sehr viel gelesen. Und ich glaube, wenn man sehr viel
Read More An jedem 27. September – Christa Wolf hat seit 1960 an jedem 27. September ihren Tag protokolliert und natürlich auch darüber hinaus das Jahr, das vergangene und das kommende, reflektiert. Jetzt ist bei Suhrkamp ein zweiter Band mit diesen Texten veröffentlicht worden: Die Jahre 2001, kurz nach 9/11 bis 2011 kurz vor Wolfs Tod. Carlo Schäfer hat das Buch gelesen. „Unser Lautester“ (so Henscheid), Marcel Reich-Ranicki, hat Christa Wolf, als die Gelegenheit günstig war, jede literarische Qualität abgesprochen, andere sind ihm willig gefolgt. Nun sind die Rezensionen wieder enthusiastisch. Dem
Read More Faszination des Schreckens – Der „Dark Tourism“ wird immer populärer – aber auch schriller. Zahlreiche wissenschaftliche Studien und Reportagen wurden dazu veröffentlicht. Zeit für eine Bestandsaufnahme, findet Peter Münder. Mit den üblichen von Millionen Touristen besuchten Reisezielen wie Venedig, Paris, Neuschwanstein oder Disneyland hat der britische TV-Komiker Dom Joly, der seine Kindheit im zerbombten Libanon verbracht hat, nichts am Hut. Er reise lieber abseits ausgetretener Pfade dorthin, wo es weder Starbucks-Filialen noch MacDonalds gebe, erklärt er im Nachwort zu seinem 2010 erschienenen scharfsinnig-satirischen Reportageband „The Dark Tourist“. Also besichtigte er
Read More Posted On April 10, 2013By Karsten HerrmannIn Bücher, Litmag
Ein schelmisches Meisterwerk – Michael Köhlmeiers Schelmenroman umspannt ein halbes Jahrhundert und verknüpft weltgeschichtliche Ereignisse mit dem ebenso außergewöhnlichen wie außermoralischen Leben des Ich-Erzählers – ein grandioses Meisterwerk, das seinesgleichen in der deutschen und internationalen Gegenwartsliteratur sucht. Von Karsten Herrmann Köhlmeiers Ich-Erzähler ist ein alter Freund des bereits aus seinen vorherigen Romanen bekannten Schriftstellers Sebastian Lukasser. Dass dieser, wie es auf der Hand liegen würde, nicht auch dieses Mal den Job des Erzählens übernommen hat, führt der titelgebende Ich-Erzähler selbst aus: „Ich habe ihm die Erlaubnis entzogen, mich erzählend zu retten.
Read More Wie die repressive Toleranz das Kabarett lächerlich macht – Seit geraumer Zeit bemerke ich bei mir einen wachsenden Widerwillen gegen das kabarettistisch-satirische Gewese im deutschen Fernsehen. Immer öfter bleibt ein fader Nachgeschmack zurück, nachdem man sich von „Neues aus der Anstalt“, „Mitternachtsspitzen“ & den zahllosen anderen kabarettistischen Veranstaltungen gleichen oder ähnlichen Typs zum (Ver)Lachen der laufenden politischen Ereignisse & ihrer Protagonisten hat animieren & traktieren lassen. (Manchmal hat es den Anschein, als bestehe das TV-Programm der Öffentlich-Rechtlichen nur noch aus Krimi-Tatorten & Kabarettsendungen). Von Wolfram Schütte Besonders das Bayerische Fernsehen
Read More Sterben und leben lassen – Baron Samedi heißt einer der wichtigsten „Loas“ der Haitianischen Voodoo-Religion, der Herrscher über das Totenreich. Hans Christoph Buch gilt als Kenner des immer wieder von Unglücken heimgesuchten karibischen Landes. Sein neuer Roman, „Baron Samstag oder das Leben nach dem Tod“ ist zwar kein Haiti-Roman, oder besser: kein Roman, der sich mit Haiti als Schauplatz begnügte. Trotzdem ist der Titel alles andere als irreführend. Baron Samedi untersteht der Grenzbereich zwischen Leben und Tod, er besiegelt die endgültige Aufnahme ins Totenreich und kann für Auferstehungen sorgen. Joe
Read More twist and shout Norbert Lange DIE STARE HJERTØYAS (w) Vorgestellt von Simone Kornappel DIE STARE HJERTØYAS (w) Haben wir im Stich gelassen, die Stare Hjertøyas; die noch singen …, der Insel ihr Lied noch kratzen …, zitieren der Luft ihr Alphabet nach Schnabel gemalen und setzen Wolkenfragmente von Wolken in Wolkenrahmen. Aus diesem Leim zusammen fügen sie die Welt; an ihren Notenfüßen im Obertonbereich an Bäume gehängt, zerschneiden Luft bestreuen den Kammerboden; in Klammer gesetzt ans Fenster, bedecken mit Zeichen das Haus. So singen sie, vermischt zu Nokiaklingeln, die Laute
Read More 1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: Eine Rochusfigur. (Alle Folgen hier). Sechsunddreißigste Ausfahrt Rochus – mein Rochus. Wie viele Abbildungen habe ich gesammelt von dem Pestheiligen, zu allen Epochen, aus den meisten europäischen Ländern. Einige illustrieren die Schrift, die ich 1989 herausgebracht habe: „ROCHUS. Die Pest
Read More Einhorn 1 bild / 100 worte Dobi (27), wenn es anstrengend wird, galoppiert auf einem Einhorn durch die Grubengänge, in denen Fiorucci (28) und Phelps (30) Fallen aufgestellt haben. Ihr Ziel: Schwarze Materie einfangen, Zusammenhalt des Universums erkunden, QED und all das mal eben en passant in einem Stollen, in dem einst Gold geborgen wurde. Take that, Opera! Das Einhorn stellt der amerikanische Staat, der die Förderung nicht mehr zahlen kann. Andere sind, Gott sei’s gepriesen, eingesprungen. All dies berichten wir so, wie wir es im Heiligen Land gesehen haben,
Read More Die Tode Hier haben wir Tote, deren Gebeinen nicht der Regen bleichen wird, Grabsteine, auf denen niemals der stürmische Schlag der Echsenhaut erschallte, Inschriften, die niemand abschreiten wird im Licht einer entfachten Träne; Sand ohne Fußstapfen in allen Erinnerungen. Es sind die Toten ohne Blumen. Sie hinterließen uns keine Briefe, keine Ringe oder Fotos. Keine Heldentrophäen geben Zeugnis von Ruhm oder Schande. Ihre Leben verliefen ohne Ehren auf Erden, doch ihr Schicksal war wie ein heftiger Blitzschlag, denn sie kannten nicht Schlaf noch Frieden auf den schamlosen Lagern, die für
Read More Was für ein kolossaler Kerl! Ein offener Brief an den Chefredakteur des deutschen „Lettre International“. Von Wolfram Schütte Lieber Frank Berberich, was kann man denn noch machen – nachdem Ihnen Arno Widmann eben via „Berliner Zeitung“/FR (27.3.13) in seinem öffentlichen Liebesbrief schon alles gesagt hat, was einem selbst als „Lettre“-Abonnent (ab ovo) auf der Zunge liegt? Nach 100 Ausgaben in 25 Jahren, von denen man keine als Leser mit roten Ohren, entzündeten Augen & elektrisierten Nerven (ob der Vielfalt der Themen, dem Reichtum literarischer Formen & der schieren Masse des
Read More Posted On April 3, 2013By Die RedaktionIn Litmag
Liebes CULTurMAG-Publikum, das MusikMag macht Osterpause, im LitMag finden Sie folgende Themen: Vor 25 Jahren erschien die erste Ausgabe der deutschen „Lettre International“ – Wolfram Schütte verbeugt sich vor der nun erschienenen 100. Lettre und ihrem Chefredakteur Frank Berberich. Vor 45 Jahren legten Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Thorwald Proll und Horst Söhnlein Brände in zwei Frankfurter Kaufhäusern. Diese Brandanschläge gelten als Gründungsakt des bundesdeutschen Terrorismus. Nach Vorläufern und Spuren in Kunst, Literatur und politischem Aktivismus fragt Joe Paul Kroll in seinem Essay „Friede den Hütten, Krieg den Konsumpalästen“. Im März
Read More „Was Mila sagt“ – 2010 debütierte sie mit dem ironischen Roman „Ein fabelhafter Lügner“, nun ist bei Kiepenheuer & Witsch Susann Pásztors zweites Buch erschienen: „Die einen sagen Liebe, die anderen sagen nichts“. Isabel Bogdan hat sich mit der Autorin per E-Mail unterhalten. Isabel Bogdan: Liebe Susann, jetzt bin ich fast durch mit Deinem Buch und mag es wahnsinnig gerne. Selten so viel Einsamkeit und Wärme auf einmal gelesen; ich habe die ganze Zeit das Bedürfnis, Mila in den Arm zu nehmen. Also, here goes: Ich habe das Gefühl, mit
Read More Friede den Hütten, Krieg den Konsumpalästen: Der Kaufhausbrand als politisches Symbol – Am 2. April 1968 legten Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Thorwald Proll und Horst Söhnlein Brände in zwei Frankfurter Kaufhäusern. Diese Brandanschläge gelten als Gründungsakt des bundesdeutschen Terrorismus. Nach Vorläufern und Spuren in Kunst, Literatur und politischem Aktivismus fragt Joe Paul Kroll. „Spezifica des Warenhauses: die Kunden fühlen sich als Masse; sie werden mit dem Warenlager konfrontiert; sie übersehen alle Stockwerke mit einem Blick; sie zahlen feste Preise; sie können ‚umtauschen‘.“[1] I. Das Kaufhaus ist ein zentraler, symbolträchtiger Ort
Read More Posted On April 3, 2013By Brigitte HelblingIn Comic, Litmag
Aufhören, wenn’s am Schönsten ist – Zum letzten Mal nun also Orang: Die zehnte Ausgabe des Comic-Magazins kommt in Schwarz und Schimmelgrün daher, mit metallic-silbernen Rahmenlinien. Brutstätte der 170 Seiten starken Broschur bleibt Hamburg, der Herausgeber ist auch diesmal Sascha Hommer, der die Schwanengesangs-Nummer genutzt hat, um in diversen Interviews noch einmal Konzept und Historie eines 10-jährigen Verlaufs zu erläutern. Von einer „Plattform für studentische Arbeiten“ (2003) hat sich Orang zum eigenwilligen Blick auf das Schaffen junger, mehrheitlich deutschsprachiger Zeichner erweitert, von denen heute viele nicht mehr (und der eine
Read More LiebesHorrorMärchenwelt Sünje Lewejohann Salzbleich Vorgestellt von Carolin Callies Salzbleich Salzbleich/ Wäre ich eine Taube, ich hätte kein Gesicht. Ein Schnäbelchen nur und zwei punktgroße Augen. Bliebe ein nacktes, ein immernacktes Ich. Nur in manchen Träumen triebest du mit dem Strandgut an das Ufer. Läge ein salzblasser Körper zwischen Tang und Feuerstein. Geschliffenes Glas an Zehen und Scheitel. Mit den Klauen kratzte ich diesen Umriss nach. Ein Halbmond auf deinem Gesicht. Dann böte ich gurrend meine Gurgel feil. Und rupfte man mir die Federn aus, bliebe mir ein feines Knochengerüst
Read More Sommerlanges Nichtstun – Mit dem ihm eigenen Witz und einer extrem sympathischen Herzenswärme erzählt der auf Lesebühnen „groß gewordene“ Jochen Schmidt eine Coming-of-Age-Geschichte aus der untergehenden DDR. Von Tina Manske Bereits auf den ersten Seiten hat er einen gepackt, dieser melancholische Ton eines 14-Jährigen, der die Welt nicht so recht versteht. Es ist das letzte Mal, dass der Ich-Erzähler Jens ins Ferienlager im sächsischen Schneckenmühle wird fahren dürfen, wo er alles so gut kennt, dass er die Situationen schon in Gedanken aufrufen kann, bevor er sich in ihnen befindet: Tischtennisspielen,
Read More Nahe am erzählerischen Offenbarungseid – Rainer Merkel zählt spätestens seit der Nominierung seines Romas „Lichtjahre entfernt“ für die Short List des Deutschen Buchpreises zu den literarischen Schwergewichtlern in Deutschland. Und die literarische Qualität des S. Fischer Verlags, bei dem sein neuer Roman „Bo“ erschienen ist, steht sowieso außer Zweifel. Umso verwunderlicher ist es, wie dieser Roman auf der ersten Etappe einen exorbitanten Fehlstart hinlegen und dann über weitere 600 Seiten hilflos dahintrudeln kann. Von Karsten Herrmann Die Inspiration zu „Bo“ geht auf einen Aufenthalt von Rainer Merkel in Liberia zurück,
Read More Vom Umgang mit Trauer und Verzweiflung – Es ist ein Schicksal, das als Roman nicht glaubwürdig wäre. Zwanzig Jahre nach dem tragischen plötzlichen Todes ihres Mannes Ischa Meijer, verliert Connie Palmen in einem Jahr nicht nur ihren über alles geliebten Mann, den Staatsmann Hans van Mierlo, sondern begräbt auch noch ihre Schwägerin, zahlreiche engste Freunde (unter ihnen Harry Mulisch, Autor von „Die Entdeckung des Himmels“) und ihre Stieftochter. In dieser Zeit entsteht das „Logbuch eines unbarmherzigen Jahres“. Britta Behrendt traf die „Grande Dame“ der niederländischen Literatur in ihrem Haus in
Read More 1 Kunstpostkarte, 1 Woche, 1 Kolumne, 1 Jahr lang: Ab Juni erscheint bei CULTurMAG wöchentlich für ein Jahr Michael Zellers SEH-REISE in zweiundfünfzig Ausfahrten, ein „Tagebuch in Bildern”: Betrachtungen zu Kunst und Leben, von den ägyptischen Pharaonen über die griechisch-römische Antike und das Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart. Heute: F.W. Kleuken: Allegorie der Liebe. (Alle Folgen hier). Fünfunddreißigste Ausfahrt Diesmal hat mir die visuelle Beikost in meiner Küche wenig Appetit gemacht. Während die tiefstehende Sonne draußen den Raum mit hellem Licht überschwemmte, rang das Bild der Woche in seinem
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