Rechtschaffene Ganoven Amerika ist ein großes Land. Aber vielleicht nicht groß genug, um einem übel gelaunten Gangsterboss entkommen zu können, der sieben wertvollen Diamanten nachtrauert. Die hat nämlich sein Auftragsschläger Henry Dante im Gepäck. Und der ist auf der Flucht. Mit einer nymphomanischen Christin und einem schlechten Gewissen. Drei harte Burschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Floyd, der Naive, Roger, der Hinterhältige und Henry, der Rechtschaffene. Gemeinsam auf dem Weg zu einem „Kunden“, der bei ihrem Boss in Ungnade gefallen ist, weil er sich dessen Diamanten unter den Nagel reißen
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Jahrtausendjammer Rund um den Globus wurde geböllert und gejubelt. Die Menschen prosteten sich das neue Jahrtausend schön und erhofften sich eine bessere Zukunft. Die stellte sich aber genauso wenig ein wie eine musikalische Revolution. „Es war kein Jahr, in dem etwas wirklich Neues begann“, lautet denn auch das negative Fazit der SZ-DJs. „Scham“ überkommt SZ-Redakteur Tobias Kniebe, wenn er auf das Jahr 2000 zurückblickt. Wieso eigentlich? Ist er etwa höchstpersönlich für die erfolgreichen, aber peinlichen Eintagsfliegen Rednex oder Bomfunk MC verantwortlich? Oder für die Mainstream-Garanten John Bon Jovi und Britney
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Hip oder Hop? Bewirkten Gruppen wie „N.W.A.“ mit ihrem rauen Gangsta-Rap wirklich einen „fast kompletten Paradigmenwechsel“ in der noch kurzen Geschichte des HipHops? Oder waren der Newcomer Beck und die Grunge-Ikonen von Nirvana stilbildende Größen des Popjahres 1993? Die SZ-Diskothek ist davon überzeugt. Hat er oder hat er nicht? Hat Michael Jackson das Bett mit einem 13-jährigen Jungen geteilt? Diese Frage bewegte bereits 1993 die Gemüter seiner Fans und Feinde. Sein musikalischer Ruhm stand zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht mehr in Frage. Im Februar diesen Jahres erhielt der nicht einmal 33-jährige
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Journalismus als Passion Einer der seit Jahrzehnten wichtigsten deutschsprachigen politischen Publizisten schreibt über den Journalismus als Beruf und Passion. Eine Einführung in den kritischen Journalismus, beschrieben am Beispiel der eigenen Biographie und der einzelnen Stationen innerhalb verschiedener Redaktionen und als Redenschreiber von Willy Brandt. Sehr versteckt irgendwo unter Verschiedenes erschien kürzlich in der ,Sueddeutschen Zeitung’ ein Beitrag über Lobbies in der Politik. Und ganz am Ende dieses scheinbar wenig aufregenden Artikels wurde kurz ein ehemaliger Journalist vorgestellt. Einer, den man zu den Erfolgreichen seines Genres zählen kann. Der als Pressesprecher
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Nur vom Feinsten So ist das manchmal: Was in der Theorie abscheulich anmutet, kann in der Praxis zu ganz liebenswerten und schönen Resultaten führen. Nachdenkliche Gemüter könnten auf die Idee kommen, dass crossover oder fusion oder wie auch immer gemischte Musik manchmal das Ergebnis von rein statistischer Kombinatorik sein mag: Wir nehmen alles, was anscheinend nicht zusammenpasst, und mischen es, bis der Notenschlüssel pfeift. Also zum Beispiel Bluegrass inklusive Fiedel, Banjo, Dobro, Mandoline und modern jazz. Natürlich muss sowas in Nashville aufgenommen werden, am besten mit lebenden Legenden. Und huch
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Schwimmen, schwimmen Für den Autor Paul Morand gibt es nur einen wirklich überzeugenden und dazu genussreichen Grund, in der Welt zu sein: wo und wann immer es möglich ist, an den Meeresküsten zu schwimmen und dabei Betrachtungen über das Leben, die Kunst, die Architektur und die Natur anzustellen. Eine Hommage auf das Schwimmen jenseits des Leistungssports. „Die Strände werden nun verlassen, die tristen Strände, wo das Meer seufzt. Bald werden die Landstriche, auf denen die roten Sonnenschirme blühten, nichts mehr als kahle Bäume besitzen.“ Damit beginnt eine kleine Plauderei von
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Sun-Ra-Assoziation Hier sind die 60s näher als die 70s, und am Ende zerfasert die Elektronik experimentierfreudig jede Art von Gemütlichkeit, ohne ins Disharmonische abzugleiten. „Bitches Brew” goes Sun Ra? Hört man „Love, Love”, den ersten der beiden Tracks dieses schon 1973 eingespielten Albums des Posaunisten Julian Priester (der damals gerade den Suaheli-Namen Pepo Mtoto angenommen hatte), ist diese Assoziation unausweichlich. Nicht bloß, weil Priester lange bei Sun Ra gespielt hat, sondern weil „Bitches Brew” und die Folgen von Weather Report & Co. einfach das grosse Paradigma der Zeit waren. So
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Mit vollen Segeln gelebt „Die Großartigkeit dieses Buches“, so der vielbelesene triestiner Schriftsteller Claudio Magris, „hat bislang noch nicht die ihr gebührende Beachtung und internationale Würdigung gefunden.“ Dass die „Bekenntnisse eines Italieners“ von Ippolito Nievo im deutschen Sprachraum bis jetzt wenig oder überhaupt nicht bekannt waren, mag an den bisherigen Übersetzungen des Buches gelegen haben. Man konnte diesen Riesenroman nur in gekürzten, vorallem aber schrecklich verstaubt übersetzten Fassungen lesen. Die unter dem irreführenden Titel „Pisana“ bei Suhrkamp erschienene Fassung von Charlotte Birnbaum ließ diesen so ungemein lebendigen, temporeichen, auch ironischen
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