Der überpräsente Vater, das Meer und der Junge, der erwachsen wird – Kirsty Gunn spiegelt die Initiationsgeschichte eines Jungen in den Stimmungen des Meeres. Von Markus KuhnRead More
Auch in Westwärts 1&2 hat Rolf Dieter Brinkmann gesammelt, gereimt, gespielt, gelabert, gedichtet, Verständliches und Unverständliches verständlich und unverständlich aneinander montiert und Material verwendet, das jedem zugänglich ist. Von Markus Kuhn Read More
Rauschhafte Intensität In ihrem Debut „In den Farben der Nacht“ überzeugt die erst 20jährige Susanne Heinrich mit Erzählungen voller sinnlicher Poesie und schillernder Abgründe. Die Liebe und die Suche nach Liebe stehen dabei im Mittelpunkt. Susanne Heinrich lotet die sich ineinander schiebenden Grenzlinien von Freundschaft, Liebe, Fremdwerden, Betrug und Trennung in immer neuen Variationen aus. Ihre Protagonistinnen sind ruhelos Getriebene und Treibende, sind hin- und hergerissen und fürchten sich unausgesprochen vor dem tief im Inneren lauernden Abgrund des Nichts: „Wenn nichts lockt und nichts hält, denke ich, kann man dasRead More
Ausgefuchster Erstling oder This is not a love song Gerne wird jungen deutschen Debütautoren vorgeworfen, dass sie sich mit ihren Texten kaum über den Tellerrand eigener Erfahrungen hinauswagen (der oft genug an den Grenzen diverser Berliner Stadtbezirke endet). Kirsten Fuchs siedelt ihren Erstling zwar ebenfalls in Berlin an, doch ist die Hauptstadt lediglich mehr oder weniger beliebige Kulisse, und kein tragendes Element der Handlung. „Die Titanic und Herr Berg“ erzählt von einer ungewöhnlichen, von Beginn an zum Scheitern verurteilten Beziehung: Da ist zum einen Tanja, so um die Zwanzig, mitRead More

Posted On Dezember 12, 2005 By In Litmag

Lobrede auf die ,kleine Form’

Lobrede auf die ‚kleine Form‘ Wer schreibt, kennt sie genau und wer nicht schreibt, kennt sie auch. Jene ununterbrochen im Kopf herumschwirrenden Gedanken, die sich nicht zu einem Ganzen fügen wollen, aber trotzdem nicht das Feld der Phantasien und Ideen räumen. Unentwegt gehen sie in unserem Kopf ein und aus, suchen eine Heimstatt in dem Gebäude unseres Denkens, finden sie, vielleicht auch nur für kurze Zeit, oder sie verlieren sich wieder irgendwo in den großen spinnwebenverhangenen Depots unseres Vergessens. Gedankenblitze, Augenblicke, Tagträume, gelegentlich auch Halluzinationen. Ein einziges Kommen und GehenRead More
Die Entscheidung für ein Online-Casino erfordert gründliche Überlegungen, um ein unterhaltsames und sicheres Spielerlebnis zu gewährleisten. Hier sind einige Tipps, die Ihnen helfen, das beste deutsche Online-Casino auszuwählen. Vergewissern Sie sich, dass das Casino im Besitz einer gültigen Lizenz ist, die von einer anerkannten Glücksspielbehörde ausgestellt wurde. Dies gewährleistet die Einhaltung der deutschen Glücksspielvorschriften casinozeus.de und die Fairness der Spiele. Die Sicherheit Ihrer persönlichen Daten sollte oberste Priorität haben. Wählen Sie ein Casino mit modernen Verschlüsselungstechnologien, um sicherzustellen, dass Ihre Informationen vor unbefugtem Zugriff geschützt sind. Überprüfen Sie die VerfügbarkeitRead More

Posted On Dezember 4, 2005 By In Litmag

Zum Tod von Franz Schönhuber

Immerhin – er war ehrlich. Von Carl Wilhelm Macke De mortuis nihil nisi bene. Von den Toten solle man nur gut sprechen? Mag sein, aber als guter Christenmensch ist man ja auch zur Wahrheit verpflichtet. Wie also soll man sich verhalten, wenn man hört, der Boandlkramer (bayr. für der ‚Knochenhändler‘) hat bei Franz Schönhuber angeklopft und ihn dann auch gleich auf seine ewige Reise mitgenommen? Ist man einem zivilen Kodex oder der christlichen Ablehnung der Lügeverpflichtet? Einmal, wenigstens ein einziges Mal, entscheide ich mich für Wahrheitsgebot auch und gerade angesichtsRead More

Posted On Dezember 3, 2005 By In Bücher, Litmag

Frank Goosen: Pink Moon

Schluss mit lustig! Von seiner Pole-Position als Ex-Tresenleser und fernseherfahrener Kabarettist legte Frank Goosen einen Bilderbuchstart als Autor hin. Doch bei allem Erfolg ist nicht zu verleugnen, dass sein Erstling „Liegen lernen“ zu großen Teilen auf Bühnennummern Goosens zurückgreift und der Nachfolger „Pokorny lacht“ mit einem Komiker als Protagonisten starke Bezüge zum Leben des Autors selbst aufweist. Nachdem eine Sammlung von Kolumnen und Kurztexten im vergangenen Jahr die Wartezeit verkürzen konnte, liegt nun der dritte Roman Goosens vor – und der ist beeindruckend geraten. „Ich sah meinen Vater erstmals neunzehnRead More