In ihrem Roman Reue erzählt Susan Choi mit beklemmender Intensität die Geschichte eines zu Unrecht beschuldigten Mathematik-Professors, der in die Schuld seiner Vergangenheit verstrickt ist. Von Jörg Auberg
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In den 80er- und 90er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts versank Peru im Bürgerkrieg und mehr als 70.000 Menschen verloren im Kampf zwischen der Regierung und den Rebellenorganisationen „Leuchtender Pfad“ und „Tupac Amaru“ ihr Leben oder werden bis heute vermisst. Von Karsten Herrmann
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Im Reich der Toten pfeift man sich gerne ein paar Quecksilbermixgetränke rein. Wenn man nicht gerade versucht, für eine leicht angeknackste Rippe ein paar neue Speichenknochen zu kriegen. Ein beinharter Kosmos, den uns der französische Comic-Künstler Éric Liberge da entwirft. Vergnügt betrachtet von Thomas Wörtche
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Lucie Klassen, geboren 1977, Reittherapeutin aus dem Weserbergland, landete mit ihrem Debütkrimi Der 13. Brief direkt einen Coup: einen leichten, luftigen, schnellen und vor allem witzigen Unterhaltungsroman, der zum Besten gehört, was in letzter Zeit an deutschsprachiger Kriminalliteratur veröffentlicht wurde. Ein Interview von Ulrich Noller
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Menschenfressende Maschine – Grace Jones ist mittlerweile 60 Jahre alt, und noch immer jagt sie die jungen Hüpfer mühelos vor sich her. Von Tina Manske Die große britische Schauspielerin Tilda Swinton meinte unlängst zu ihrer Rolle in dem Kinofilm „Michael Clayton“, sie spiele darin einen „corporate criminal“. Grace Jones scheint diesen Gedanken aufgegriffen zu haben für ihren Übersong „Corporate Cannibal“, einen Titel, der den in letzter Zeit so häufig zitierten „entfesselten Kapitalismus“ mühelos auf einen Sound und ein Bild herunterbricht. Düster und dunkel dräuend raunt sie darin mit ihrer unvergleichlichen
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Rund um die Erde Ein Sonderheft der Zeitschrift „Le Monde diplomatique“ widmet sich der weltweiten Migration. Von Carl Wilhelm Macke Im Hintergrund sieht man auf dem Photo drei wohlgenährte Urlauber sich in der Sonne räkeln, im Vordergrund kriecht ein barfüßiger Mann schwarzer Hautfarbe über den Strand. Ein vielleicht zu plakatives Motiv, aber weit von der Realität entfernt ist es nicht. Man kann es auch ohne schockierende Bilder in nüchternen Zahlen ausdrücken: Von 1988 bis 2008 sind 8.109 Migranten im Mittelmeer sowie im Atlantischen Ozean auf dem Weg nach Spanien ertrunken.
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Florian Voß: O.T. – Schwermut grundiert alle Aussagen, gegen Ende immer intensiver. Wie soll einer leben von Luft? „Kühl“ ist sie, „bitter“, schmeckt nach „Rauch“, der traditionellen Metapher für Vergänglichkeit und Auflösung. Einzig das „mir“ in der letzten Zeile trägt einen Lichtfunken ins Dunkel.
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Alle Welt redet darüber, alle Welt tut es, mehr oder weniger engagiert: fernsehen. Jean-Philippe Toussaints Roman "La Télévision" von 1997 wurde bereits 2001 ins Deutsche übersetzt, liegt jetzt aber in frischer Aufmachung vor und nimmt sich auf sehr unterhaltsame Weise des ewigen Themas an. Von Senta Wagner
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